Was Afrika wirklich braucht

Über Afrika kursieren gefährliche Halbwahrheiten. Sie lauten: Um Migrationsursachen zu bekämpfen, müsse Europa mehr Entwicklungshilfe investieren, seine Zoll- und Exportpolitik ändern, und drittens sei der Klimawandel schuld am Elend vieler afrikanischer Bauern.

Was Afrika wirklich braucht, muss aus Afrika selbst kommen: Regierungen, die sich als Anwälte ihrer Bürger verstehen und Bürger, die auf Institutionen und Recht vertrauen können.

Afrikas Bevölkerung wächst deutlich schneller als seine Wirtschaft, und solange dies so bleibt, werden immer mehr Menschen auswandern wollen. Und wie lange wird es bei diesem Missverhältnis bleiben? Ganz einfach: solange die Regierungen von Ländern wie Sudan, Angola oder Niger ausbeuterische, korrupte Regime bleiben, statt Chancengleichheit, Bildung und Eigentumsrechte zu garantieren.

Mehr Menschen als irgendwo sonst auf der Welt leben in Afrika von Landwirtschaft, laut Weltbank 70 Prozent. Aber von was für einer Landwirtschaft denn genau? Wer durch afrikanische Länder reist, sieht zwar teils fruchtbare Flächen, aber eines sieht er kaum: Traktoren. Nicht zuletzt wegen des Bevölkerungswachstums werden die Stücke, die unter den Erben aufgeteilt werden, immer kleiner. In vielen Teilen Afrikas entspreche die Durchschnittsgröße eines Familienackers gerade einmal ein oder zwei Fußballfeldern, bilanzierte kürzlich die New York Times.

Das reicht vielleicht für Subsistenzwirtschaft, ganz sicher aber reicht es nicht, um Profite zu erwirtschaften, die es erlauben würden, in Maschinen oder Bewässerung zu investieren.

Warum Straßen und Stromleitungen übers ganze Land legen, wenn es für die Machterhaltung genügt, die eigene Klientel, den eigenen Clan, die eigene Ethnie auf seiner Seite zu haben?

Die landwirtschaftliche Produktion in Simbabwe brach in den 2000er Jahren nicht zusammen, weil die EU erdrosselnde Zölle erhoben hätte, sondern weil Robert Mugabe weiße Landbesitzer gewaltsam enteignen ließ, um ihre Höfe seiner Parteielite zuzuschanzen.

Der üble Zustand vieler afrikanischer Länder hat tausend Facetten, aber er hat die immer gleiche Kausalkette. Wenn Regierungen weder Möglichkeiten noch Anreize für ihre Bürger schaffen, innovativ zu sein, zu investieren und Mehrwert zu schaffen, wenn sie sich statt des republikanischen Gedankens nur den Interessen eines Stammes verschreiben, wird es ihnen nie gelingen, den Afrikanern das pluralistische Spielfeld offener Chancen zu bieten, das so viele Auswanderer in Europa sehen.

Afrika braucht nicht mehr europäisches Geld. Es braucht gute Staatsvorbilder. Die gibt es gratis.  mehr Informationen

Warum die Weißen nach Afrika zurückkommen sollen

Ausgerechnet eine afrikanische Intellektuellen-Zeitschrift plant die Zukunft des Schwarzen Kontinents ohne einheimische Führungseliten.

In der „Chimurenga Chronic“ kommt eine von Selbstkritik und Selbstbewusstsein geprägte Haltung in einem Interview mit dem Filmemacher Jean-Pierre Bekolo zum Ausdruck, das in der  „Chronic“ als Auftaktartikel publiziert wurde. Mit der Überschrift: „Seien wir ehrlich: Wir schaffen es nicht. Wir sind darauf angewiesen, dass die Weißen zurückkommen.“

Bekolo sagt: „Nach 52 Jahren der Unabhängigkeit müssen wir uns eingestehen: Die Ideologien der Selbstbestimmung und der Unabhängigkeit, die aus den nationalen Befreiungsbewegungen hervorgingen und die wir früher alle unterstützt haben, lassen sich mit den Realitäten der Globalisierung nicht vereinbaren. Wir befinden uns in einer Sackgasse. Es ist überdeutlich geworden, dass wir unser Ziel nicht erreichen werden, wenn wir darauf beharren, alles alleine zu tun. Das ist uns über den Kopf gewachsen.“

„Das koloniale Projekt war viel erfolgreicher, als seine Initiatoren es je vermutet hatten. Als es nicht mehr als akzeptabel galt, ein Kolonist zu sein, sprang der Pilot mit dem Fallschirm ab. Ein anderer übernahm das Steuer – er hat jetzt alles unter Kontrolle –, aber er ist inkompetent und hat noch nicht einmal einen Flugplan. Er behauptet, im Cockpit zurechtzukommen, doch in Wahrheit ist er auf einem Egotrip. Sein einziges Ziel ist es, zu seinem eigenen Wohlbefinden Ressourcen auszubeuten, die der Allgemeinheit gehören. Wir müssen die Uhr bis zu dem Punkt zurückdrehen, wo die Dinge anfingen schiefzulaufen, zu dem Punkt, als die Lügen und die Heuchelei begannen.“

„Der Begriff der Selbstbestimmung“, beharrt Bekolo, „ist nur noch eine politische Waffe in den Händen einer korrupten einheimischen Elite. Diese Elite behauptet, es mit den westlichen Mächten aufnehmen zu wollen, während sie in Wahrheit das Volk in ein ideologisches Gefängnis sperrt und bis auf die nackte Haut ausraubt. Wir brauchen die Fremden, um die vielen Probleme zu lösen, mit denen wir konfrontiert sind. Sagen wir es laut und deutlich: Schluss mit dem Schweigen, in dem wir verbargen, was alle wussten: Wir brauchen alle Hilfe von außen, die wir bekommen können.“

Wie Wangari Mathai schrieb, ist das Hauptproblem Afrikas nicht länger die Erblast der Kolonisierung. Es ist die Unfähigkeit, nach fünf oder sechs Jahrzehnten der Unabhängigkeit immer noch nicht in der Lage zu sein, Führungsschichten hervorzubringen, die für das Gemeinwohl wirken und die Legitimität des demokratischen Machtwechsels akzeptieren.   mehr Informationen

Als Atheist glaube ich wirklich, dass Afrika Gott braucht.

Missionare, nicht Hilfsgelder, sind die Lösung für Afrikas größtes Problem – die erdrückende Passivität im Denksystem der Menschen Matthew Parris – The Times (UK Newspaper), 27. Dezember 2008.

In Afrika verändert das Christentum die Herzen der Menschen. Es bringt eine geistige Umwandlung. Ihr Glaube schien sie vielmehr befreit und entspannt zu haben …

Die Leute denken kollektiv; zuerst in Begriffen der Gemeinschaft, der Großfamilie und des Stammes. Diese ländlich-traditionelle Denkweise ist der Nährboden für die Politik des „großen Mannes“ und der Gangster in den afrikanischen Städten. Ängstlichkeit – Furcht vor bösen Geistern, vor den Ahnen, der Natur und dem Wilden, der Hierarchie im Stamm, oder ganz alltäglichen Dingen – prägt tief die gesamte Struktur des ländlichen afrikanischen Denkens. Jeder Mann hat seinen Platz, und, ob man es Furcht oder Respekt nennen mag, eine große Last unterdrückt den individuellen Geist und hemmt die Neugier. Die Leute werden keine Initiative ergreifen, werden die Dinge nicht in ihre eigenen Hände oder auf ihre eigenen Schultern nehmen.

Das Christentum, nach der Reformation und nach Luther, mit seiner Lehre von einer direkten, persönlichen und zweiseitigen Verbindung zwischen dem Individuum und Gott, nicht durch das Kollektiv vermittelt, und nicht irgend einem anderen menschlichen Wesen untergeordnet, zerschmettert das philosophisch-spirituelle Bezugssystem, das ich eben beschrieben habe, vollständig. Es bietet denen, die ängstlich sind, das erdrückende Gruppendenken des Stammes aufzugeben, etwas an, an dem sie sich festhalten können. Deshalb und auf diese Weise wirkt es befreiend.  …  weiterlesen →  

Bildung trennt Christen und Muslime in Afrika

Bildung und nicht Religion, ist die größte Kluft zwischen den Christen und Muslimen in Subsahara-Afrika, nach einer Studie des Pew Research Center. In den letzten fünf Jahren kamen  weiterlesen

Von Gott inspiriert – Afrika wird wieder grün

Sogar vom Weltall aus lässt sich erkennen, dass Tony Rinaudo ganze Arbeit geleistet hat. Der Australier hat ein Stück Afrika verändert. Satellitenbilder von Niger und Äthiopien zeigen es: Wo früher Wüste war, ist heute Wald. Der Australier hat im Kampf gegen die Wüste eine simple, aber wirksame Methode entwickelt. «Die Welt» nannte ihn in einem … weiterlesen

Internationale Verflechtungen,  freier Handel,  Eigentumsrecht,  Regierungen auf der Basis von Gesetzen und freies Unternehmertum sind die Basis für ein Wachstum heraus aus Armut. Dazu braucht es Menschen, die sich einer höheren Macht verantwortlich fühlen und denen man absolut vertrauen kann.

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