Warum lässt Gott das Böse gewähren?

Als Gott Himmel und Erde schuf, legte er auch fest, nach welchen Regeln er das Leben gedacht hatte. In der Bibel heisst es: Gott ist Liebe (1.Joh. 4,8). Liebe ist ein freiwilliges Beschenken des anderen. Die Freiwilligkeit schliesst auch die Möglichkeit des Missbrauchs in sich. Deshalb konnten sich die Menschen und auch die Engel entscheiden, nach Gottes Gedanken zu handeln oder sich gegen das System aufzulehnen. Der Mensch sollte das Gute tun, aber um die Möglichkeit des Bösen wissen. Nachdem der Mensch gegen Gott rebelliert hat, tut er das Böse und weiss um das Gute. Statt des rechten Gebrauchs, wuchert der Missbrauch. Deshalb schuf Gott durch Jesus die Möglichkeit, aus diesem Kreislauf auszubrechen.

Am Ende der Bibel heisst es (Offenbarung 21,1-6), dass es einmal eine Zeit geben wird, in dem das Böse, die Rebellion gegen Gott, aufhören wird. Warum setzt das Gott heute nicht schon um? Der Grundsatz der Freiwilligkeit der Liebe hört niemals auf. Deshalb soll uns die Erfahrung des Bösen dazu anhalten, in alle Ewigkeit sich nicht gegen Gott zu stellen, weil wir die Konsequenzen der Gottlosigkeit erlebt haben. Unser Leben soll uns dazu vorbereiten, dass wir in Ewigkeit bei Gott bleiben wollen. Denn wer sich gegen Gott auflehnt, der wird nicht in Gottes Gegenwart bleiben, sondern sich unter Gleichgesinnten wieder finden. Wo das hinführt, erleben wir an all den gottlosen Orten und Ereignissen auf dieser Welt. Nach der Bibel besteht die Möglichkeit der Umkehr zum biblischen Gott während unserem irdischen Leben (Hebräer 9,27).

Durch die Kraft Gottes können Menschen einen neuen Weg gehen. Sich innerlich verändern und befreien lassen.

Vergleiche auch: Mega geliebt

Text: Hanspeter Obrist

Bild: Hanspeter Obrist, Erinnerung an den Warschauer Getto Aufstand in Yad Vashem Jerusalem Israel

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