Verzweifelte Iraner

Im iranischen Gottesstaat gibt es einen traurigen Trend: In den vergangenen Jahrzehnten ist sowohl die Anzahl von Menschen, die unter Depression leiden, als auch die Selbstmordrate, Scheidungsrate und der Drogenmissbrauch extrem angestiegen, berichtet das christliche Werk Heart4Iran. Viele Menschen greifen zu Drogen und Kriminalität, um mit Problemen wie Armut, Arbeitslosigkeit und der Unterdrückung seitens der Regierung umgehen zu können.

Der Anstieg vom Drogenkonsum liegt laut Heart4Iran-Mitarbeiter Edwin Abnous einfach daran, dass die Drogen leicht zu bekommen sind. Der Iran liegt auf der Transportroute der Drogen von Afghanistan bis nach Europa – und so sind Familien aller sozialen Schichten des Landes betroffen, auch religiöse Familien.

Es gibt laut Abnous auch andere Gründe: «Die Sanktionen, unter denen der Iran seit Jahren lebt, die Isolierung von der internationalen Gemeinschaft, Arbeitslosigkeit im Land, ernsthafte finanzielle Herausforderungen, insbesondere für die Jugend des Iran.»

Das Land hat nach der Unterzeichnung vom Atomvertrag, vor allem in den Krieg in Syrien und den Libanon investiert. Der Iran kontrolliert derzeit rund 82’000 Kämpfer in Syrien. Darauf hat Israels UN-Botschafter Danny Danon am Donnerstag 22.1.18 vor dem Weltsicherheitsrat in New York hingewiesen. Unter den Kämpfern seien 3’000 Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde sowie 9’000 Mitglieder der vom Iran unterstützten libanesischen Hisbollah-Miliz, erklärte Danon. Weitere 10’000 schiitische Milizionäre kämen aus Afghanistan, Pakistan und dem Irak. Etwa 60’000 syrische Kämpfer unterstünden zudem direkt dem Kommando des Iran.

Der israelische Sicherheitsapparat gehe davon aus, dass der Iran Milliarden Dollar in das Training und die Ausrüstung für Kämpfer in Syrien investiere. 2014 etwa 17 Prozent seines Haushalts für Militärausgaben verwendet. Im Jahr 2017 seien es 22 Prozent gewesen. „Das sind 23 Milliarden Dollar für Raketen und andere Kriegsgerätschaften“, so Danon. mehr Informationen

Die Proteste halten an. Am Mittwoch 31.1.18 wandte sich Teherans Staatsanwalt Abbas Jafar Dolatabadi mit einer deutlichen Warnung an die iranischen Frauen, die in den letzten Tagen auf belebten Straßen das Kopftuch abnehmen, an einem Stock als Fahne aufhängen und damit gegen die Kleiderordnung protestieren. «Das Kopftuch in der Öffentlichkeit abzunehmen, ist gegen das Gesetz und die islamische Pflicht und daher eine eindeutige Straftat», sagte Dolatabadi. Die Justiz werde «ihre Pflicht konsequent erfüllen». Das heißt: Das Regime will hart durchgreifen.

Wie die regierungsnahe Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag 1.2.18 meldete, hat die iranische Polizei 29 Frauen festgenommen, die ihre Haare in der Öffentlichkeit gezeigt haben.

Die etwa zehntägigen Unruhen forderten über 20 Todesopfer. Sie richteten sich zunächst gegen die Armut, die hohen Preise und gegen die Korruption. Später stellten immer mehr Menschen das ganze Mullah-System infrage. Vertreter des Regimes behaupteten Anfang Januar, der Aufruhr sei beendet. Doch die Anti-Kopftuch-Proteste zeigen, dass viele junge Iranerinnen und Iraner sich nach einem politischen Wandel sehnen. Die Jugendarbeitslosigkeit im Land beträgt fast 30 Prozent.

Laut dem iranischen Strafgesetzbuch riskieren Frauen, die sich in der Öffentlichkeit ohne Kopftuch zeigen, bis zu zwei Monate Gefängnis. Im Iran sind alle Frauen und Mädchen ab neun Jahren verpflichtet, ein Kopftuch und einen langen, weiten Mantel zu tragen, um Haare und Körperkonturen zu verbergen. Vor der iranischen Revolution war es Frauen dagegen verboten, Kopftuch zu tragen.

Koranvers 31 in Sure 24 hält fest: «Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder … die ihre Rechte besitzt … .»

Die Anti-Hidschab-Bewegung im Iran zeigt, dass das Regime nicht nur unter dem Druck der armen Bevölkerungsteile steht. Die schleierlosen Aktivistinnen gehören meist der urbanen, gut vernetzten Mittelschicht an, die sich gegen die Kulturrevolution von 1979 wendet.  mehr Informationen

Laut Statistiken ist die Selbstmordrate in den vergangenen fünf Jahren gerade unter Jugendlichen und Frauen extrem angestiegen, unter iranischen Frauen um 66 Prozent und unter Männern um 71 Prozent.

Heart4Iran versucht, die Bevölkerung über die Medien und Soziale Medien zu erreichen und ihnen von Jesus zu erzählen. «Wir erhalten unzählige Zeugnisse von Leuten die trotz wirtschaftlicher und sozialer Probleme die Kontrolle über ihr geistliches und emotionales Leben wiederfanden, nachdem sie das Evangelium der Hoffnung für sich annahmen.»

Um den sozialen Problemen des Landes zu begegnen, hat die Organisation eine Telefonseelsorge eingerichtet, die rund um die Uhr Anrufe annimmt. «Wir erhalten jeden Tag etwa 2’300 Anrufe. Und durch diesen Kontakt mit den Leuten, die über das Fernsehen oder Soziale Medien zu uns kommen, finden etwa 300 Personen monatlich neue Hoffnung im Evangelium.» mehr Informationen

Aufstand gegen den Status quo in Iran

Viele Iraner, darunter auch einige, die dem Regime angehören, stimmen darin überein, dass die Mullahs vor vier Jahrzehnten ein relativ wohlhabendes Land übernahmen und es in ein Armenhaus verwandelt haben, in dem fünf Millionen Menschen an chronischer Unterernährung leiden und weitere 25 Millionen Menschen in menschenunwürdigen Slums hausen. Dennoch begreifen sie, dass die Wirtschaftsnot in … weiterlesen

Irans Ayatollahs treiben Muslime zu Jesus

Das muslimische Regime treibt Muslime dazu, sich zu Christus zu bekehren. Während das Christentum in Reichtum und Dekadenz stirbt, gedeiht es unter armen Menschen in Gefahr, weil diese Menschen keine andere Hoffnung haben, als ein ewiges Leben unter den Bedingungen von Jesus Christus und seiner Gerechtigkeit, anstatt der Ungerechtigkeit, Armut, Missbräuche, Lügen und Verfolgungen wie …  weiterlesen

Immer mehr junge Muslime werden im Iran Christen

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Saudi-Arabiens Großmufti erklärte Iraner zu Ungläubigen

In knappen Sätzen hat der oberste islamische Gelehrte Saudi-Arabiens, Großmufti Scheich Abdulaziz Al al-Sheikh, rund 80 Millionen Muslime zu Ungläubigen erklärt – nämlich jene Muslime, die in Iran leben. „Wir müssen verstehen, dass sie keine Muslime sind„, sagte der Geistliche der Tageszeitung „Mekka“, die in der gleichnamigen Stadt erscheint. Anlass war der Hadsch 2016, die

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