Türken hoffen in Zukunft in Deutschland auf mehr Muslime als Christen

Viele Türken in Deutschland haben laut einer repräsentativen Umfrage weniger starke Heimatgefühle für die Bundesrepublik als noch vor drei Jahren. Obwohl beinahe ein Drittel der Befragten in Deutschland geboren wurde, betrachten lediglich 15 Prozent ihren Wohnort als Heimat. 2009 waren dies noch 21 Prozent. Zurück in die wahre Heimat Türkei möchten immerhin 45 Prozent der Befragten. Viele von ihnen (57 Prozent) möchten aber erst ihren Ruhestand dort genießen. Die sozialen Sicherungssysteme verhindern eine verstärkte Abwanderungswelle.

87 Prozent der Türken in Deutschland glauben, dass die deutsche Gesellschaft stärker auf die Gewohnheiten der Einwanderer Rücksicht nehmen sollte.

Der Anteil der streng Religiösen ist seit 2010 angestiegen. Der höchste Anteil von zumindest eher Religiösen findet sich überraschenderweise in der jüngsten Altersgruppe. Die jüngste Generation zeigt insgesamt gerade bei religiösen Aspekten etwas radikalere Ansichten als die Älteren.Die jüngere Generation Gruppe befürwortet besonders die umstrittene Verteilung von Gratis-Koranen in deutscher Sprache. Insgesamt bezeichnen sich 37 Prozent der Befragten als streng religiös. Drei Viertel glauben, dass der Islam die einzig wahre Religion ist.

62 Prozent der Türken in Deutschland sagen, dass sie am liebsten nur mit Türken zusammen sind. 2010 waren es nur 40 Prozent. Nahezu die Hälfte (46 Prozent) wünscht sich, dass in Deutschland irgendwann mehr Muslime als Christen wohnen. 2010 waren es nur 33 Prozent gewesen. Bedenklich aber sind die zunehmenden religiösen Ressentiments, vor allem gegenüber Atheisten und Juden. 25 Prozent sind der Meinung Atheisten seien minderwertige Menschen. 18 Prozent empfinden Juden als minderwertig.

Das sind die Ergebnisse einer neuen repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts Info GmbH, für die 1011 aus der Türkei stammende Migranten telefonisch befragt wurden.

 

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