Graffiti: Tod den ungläubigen Christen

Sonntag 17. Januar, an dem Tag, an dem der Papst eine Synagoge in Rom besuchte, beschmieren jüdische Extremisten an der Dormitio-Abtei in Jerusalem die Türen und Wände.

„Tod den ungläubigen Christen, den Feinden Israels“

Eine weitere Hass-Botschaft lautete „Christen zur Hölle“

Die Polizei hat sich ihre Arbeit selbst erschwert. Der Bereich, wo die fast 20 Graffitis angebracht wurden, ist nicht kameraüberwacht. Das ist umso tragischer, als 2013 genau dort schon einmal ein vandalistischer Akt verübt wurde. Damals wurden zwei Autos des Klosters beschädigt. Schon damals hat die Polizei versprochen, dass dort Kameras angebracht werden.

Die Polizei hat versucht, die Graffitis unleserlich zu machen, in dem sie mit schwarzem Stift oder roter Farbe übertüncht wurden.  Dadurch wurde der Sachschaden erhöht und so besteht auch die Gefahr, dass Beweismaterial vernichtet wurde. Aus ähnlichen Erfahrungen in der Vergangenheit hat die Kostergemeinschaft gelernt und die Schäden selbst ausführlich fotografisch dokumentiert. Die aktuell angebrachten Grafittis wurden im Verlauf des Sonntags professionell entfernt.

Die Kostergemeinschaft hat eine enorme, ermutigende Solidaritätswelle erfahren. Schon morgens vor der Messe haben mehrere Rabbiner ihr Beileid und ihre Solidarität bekundet. Sie haben unglaublich viele Mails und Anrufe bekommen, Diplomaten aus verschiedenen Staaten waren da. Sie meinten: Die Mehrzahl der jüdischen Israelis sind wunderbare Menschen. Aber es gibt eben eine kleine Gruppe von Scharfmachern, die schon 2015 das Kloster Tabgha in Brand gesetzt haben, die schon 2014 einen Brandanschlag auf die Dormitio in Jerusalem verübt haben, die 2013 die Autos zerstört haben.

Ministerpräsident Netanjahu hat den Anschlag vom Wochenende schnell und deutlich verurteilt.

Auf dem Gelände gibt es seit drei Jahren jeden Samstagabend eine unglaublich laute, aggressive Party jüdischer Rechtsradikaler.   mehr Informationen

Papst Franziskus besuchte am 17. Januar 2016 die Hauptsynagoge von Rom. mehr Informationen

Erst kürzlich ist ein Dokument erschienen, in dem einige Rabbiner Jesus als Rabbiner für die Nichtjuden akzeptieren. mehr Informationen

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