Schlagwort-Archive: türkei

Mevlid kandili – die türkische Version der Geburt Mohammeds

Die Religionsbehörde in der Türkei hat den Geburtstag Mohammeds nach der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1926 auf den 20. April 570 n. Chr. festgelegt. Seither wird in der Türkei die Geburt des Propheten im April eine Woche lang zelebriert.

Geburtstage haben in der islamischen Welt nicht dieselbe Bedeutung wie in Europa. Der Geburtstag des Propheten Mohammed, der Mevlid kandili – die türkische Version der Geburt Mohammeds weiterlesen

Kurdischer Knoten

Noch einer griechischen Sage, wird Asien durch den beherrscht, der den gordischen Knoten löst. Alexander der Große durchhieb den gordischen Knoten und eroberte Persien. Er kam aber durch den Stich einer Mücke zu Fall, der ein tödliches Fieber verursachte.

Heute gibt es einen „kurdischen“ Knoten zu lösen. Er ist ein militärisch-diplomatischer Knäuel in Syrien, genauer an der syrisch-irakisch-türkischen Grenze.

Unter erheblichen Verlusten, von denen  Erdoğans Propagandamaschine nichts sagt, Kurdischer Knoten weiterlesen

Die Türkei neigt zum rassistischen Nationalismus

Die Regierung der Türkei veröffentlicht eine Online-Genealogie-Datenbank, damit jeder die ethnische Zugehörigkeit einsehen kann, die bis in die osmanische Zeit hinein aufgelistet sind.

Rassistische Kommentare sind bereits in sozialen Medien präsent, mit Aussagen wie: „Krypto-Armenier, Griechen und Juden im Land werden jetzt entlarvt“ und „Verräter werden endlich ihre Herkunft lernen“.

Erdogan beschwerte sich: „Wir werden beschuldigt, Juden, Armenier oder Griechen zu sein.“ Erdogan will das „Türkentum“ seines Landes zeigen, obwohl er selbst georgischer Abstammung ist.

Im Jahr 2013 berichtete Agos, dass die Regierung heimlich Minderheiten in den Bevölkerungsregistern kodierte: Griechen waren 1, Armenier waren 2 und Juden 3. Das führte zu den schwierigen Situationen, dass wenn ein junger Mann sich für die Wehrpflicht melden musste, es Leute gab, die mehr wussten, als er selbst. Die Türkei neigt zum rassistischen Nationalismus weiterlesen

Das Neo-Osmanisch-Türkische Reich fordert ein

Erdoğan meint: „Diejenigen, die meinen, wir hätten das Land, aus dem wir uns vor hundert Jahren (siehe Karte unten) unter Tränen zurückgezogen haben, aus unseren Herzen getilgt, haben Unrecht.“

„Wir sagen bei jeder Gelegenheit, dass Syrien, Irak und andere Orte der Geographie in unseren Herzen nicht anders sind als in unserer eigenen Heimat. Wir kämpfen darum, dass eine fremde Flagge nirgends geschwenkt wird, wo der adhan [islamischer Gebetsruf in Moscheen] rezitiert wird“ (da überall auf der Welt Moscheen gibt, ist das ein Aufruf die ganze Welt zu unterwerfen).

„Die Dinge, die wir bisher getan haben, verblassen im Vergleich zu den noch größeren Dingen und Angriffen, die wir in den nächsten Tagen planen, inshallah [so Allah will].“  (Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdoğan, 12. Februar 2018) Das Neo-Osmanisch-Türkische Reich fordert ein weiterlesen

Die Türkei schickt Pilger mit türkischen Fahnen nach Ostjerusalem

Im Konflikt um den Jerusalemer Tempelberg mischt in letzter Zeit auf muslimischer Seite ein neuer Akteur mit. Es ist die Türkei, deren Regierung die Verteidigung der dortigen Moscheen vor dem Griff des, wie Präsident Erdogan ihn derzeit nennt, israelischen „Terror- und Besatzungsstaats“ zur Chefsache erhoben hat. So finden auf dem Berg immer häufiger türkische Pilger und palästinensische Erdogan-Verehrer zu lauten Demonstrationen zusammen, bei denen türkische Nationalfahnen geschwungen und Erdogan-Poster hochgehalten werden. Manche von ihnen tragen ostentativ den Fez, die in osmanischer Zeit übliche Kopfbedeckung. Die Türkei schickt Pilger mit türkischen Fahnen nach Ostjerusalem weiterlesen

Türkei: Neues Gesetz fördert Lynchjustiz

Präsident Erdogan stellt per Notdekret jeden Bürger straffrei, der „gegen die Fortsetzung des Putsches vom Juli 2016“ Handlungen setzt. Mit anderen Wort: Zivilisten könnten zur Verteidigung des Regimes zu Gewalt und Lynchjustiz greifen.

Erdogan wollte von Anfang an die moderne Türkei in eine streng islamische Selbstherrschaft verwandeln. Der Türkei: Neues Gesetz fördert Lynchjustiz weiterlesen

Die neue Türkei

Die AKP-Herrschaft in der Türkei ist wie die NSDAP-Herrschaft in Deutschland von 1933 bis 1945 eine Parteienherrschaft, auch wenn sie nach aussen personifiziert erscheint. In beiden Fällen ist ein Staatschef über seine Partei an die Macht gekommen. Bassam Tibi bezeichnet in der BAZ die AKP-Herrschaft als Islamokratie.

Der institutionelle Rahmen der AKP-Herrschaft wird durch die Diyanet-Behörde gebildet, die für religiöse Angelegenheiten zuständig und dem Innenministerium unterstellt ist. Ihr Chef ist Die neue Türkei weiterlesen

Türkei: Unterrichtsfach „Dschihad“

Die islamisch-konservative Regierung in Ankara will den „Dschihad“ von September 2017 an zu einem Lehrfach machen.

Großes Entsetzen herrscht bei den Alewiten, einer Glaubensrichtung, die in der Türkei die größte religiöse Minderheit stellt und seit langem Diskriminierung zu spüren bekommt. Die Alewiten machen geschätzte 20 Prozent der 80 Millionen Einwohner aus und stehen den Schiiten näher als den Sunniten, die weltweit und auch in der Türkei die Mehrheit der Muslime stellen.

„Den Dschihad als eine Art Gottesdienst in Schulen zu unterrichten, steht im Einklang mit den Doktrinen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und ist sehr gefährlich“, warnt Erdogan Döner, der Präsident des Alewiten-Dachverbandes Cem Vakfi.

Bedenken, die die Regierung in Ankara Türkei: Unterrichtsfach „Dschihad“ weiterlesen

Mysteriöser Fall: Deutscher Pilger seit fünf Monaten im türkischen Gefängnis

Der Deutsche mit dem Namen David B. stamme aus Schwerin und sei bereits vor knapp fünf Monaten von den türkischen Sicherheitsbehörden festgenommen worden, berichte Bild am Sonntag. Der 55-Jährige habe sich im April auf eine Pilgerreise nach Jerusalem aufgemacht, mit der Intention, dabei auf Minderheiten und Verfolgte aufmerksam zu machen.

Zunächst habe ihn seine Route Mysteriöser Fall: Deutscher Pilger seit fünf Monaten im türkischen Gefängnis weiterlesen

Die Türkei die neue „Umma“

Mehr Kinder, mehr Einfluss – so rechnet es der türkische Präsident Erdoğan den Türken in Europa vor. Schließlich seien sie die Zukunft des Kontinents, schreibt Zeit ONLINE.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die in Europa lebenden Türken aufgerufen, ihren Einfluss auszubauen und Die Türkei die neue „Umma“ weiterlesen

Türkisches Gesetz verbietet Wahlwerbung im Ausland

Am 16. April stimmen die Türken über eine geplante Verfassungsreform ab, die Präsident Erdogan weitreichende Machtbefugnisse gewähren würde.

Mehrere AKP-Politker wollen deshalb im Ausland bei dort ansässigen türkischen Staatsbürgern für ein Ja beim Referendum werben. Dabei hat Erdogans Partei im Jahr 2008 selbst ein Gesetz verabschiedet, das Wahlkampf im Ausland verbietet.

„Im Ausland und in Vertretungen im Ausland kann kein Wahlkampf betrieben werden“, heißt es in Artikel 94/A des türkischen Wahlgesetzes. Türkisches Gesetz verbietet Wahlwerbung im Ausland weiterlesen

IS-Zellen in der Türkei aktiv

Der Anschlag auf eine kurdische Hochzeitsgesellschaft in Gaziantep hatte etwas besonders Erschütterndes. Das liegt nicht nur am Tatort, den sich die Hintermänner für ihr Verbrechen ausgesucht hatten – was kann es Unpolitischeres und Friedlicheres geben als eine Hochzeit? Es liegt auch nicht allein an dem Umstand, dass etwa die Hälfte der Opfer Minderjährige waren, viele von ihnen im Vorschulalter. Es hat vor allem damit zu tun, dass die Tat auch von einem Kind verübt wurde – oder zumindest durch ein Kind.

Unklar blieb freilich weiterhin, ob das Kind im eigentlichen Sinne Täter war, also den Sprengstoff selbst zündete, oder als Tatwaffe benutzt wurde. Auf die zweite Möglichkeit deuten IS-Zellen in der Türkei aktiv weiterlesen

Die Türkei verschwindet im Sommerloch

Die Türkei – wie wir sie kannten – verschwindet im Sommerloch

Für Recep Tayyip Erdogan gibt es nur noch das Volk. Dessen Willen es zu erfüllen gilt. Was ist der Wille des Volkes? Das weiß niemand besser als Erdogan. Er kennt das Volk, hört ihm zu und handelt nach seinem Willen. Er kann also gar nichts falsch machen. Er entscheidet im Namen des Volkes. Das bedeutet auch: Wer gegen ihn ist, handelt gegen das Volk.

Will heißen: Wer Die Türkei verschwindet im Sommerloch weiterlesen