Schlagwort-Archive: Religion

Religiöse Ahnungslosigkeit

Deutschland ist mehr oder weniger eine Heidenrepublik. Nicht viel anders sieht es in anderen Staaten Westeuropas aus.

Das Christentum ist weitgehend zur Folklore verkümmert. Nur noch eine Minderheit der deutschen und westeuropäischen Christen weiß, warum Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert werden und was der Advent  bedeutet.

Religion spielt für die alteingesessene deutsche und westeuropäische Gesellschaft eine immer geringere Rolle. Die Entfernung und Entfremdung von der Religion („Säkularisierung“) gehört zur Entstehen und Entwicklung der Moderne.

Vor der Moderne, Religiöse Ahnungslosigkeit weiterlesen

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Glauben hat eine Schlüsselfunktion in der Gesellschaft

Der französische Gesellschaftskritiker Michel Houellebecq hat eine dezidierte Meinung was die Integration von Muslimen in Europa betrifft: «Wenn der Katholizismus Staatsreligion wäre, würde die Integration der Muslime sehr viel besser funktionieren.» Mit einem zweiten Platz als respektierte Minderheit in einem erklärt katholischen Staat würden sich Muslime leichter zurechtfinden. Denn Muslime kämen nicht mit der säkularen Gesellschaft und dem laizistischen Staat klar, deren Religionsfreiheit sie als Instrument der Religionsbekämpfung begreifen. Im Koran fänden die Muslime keine Anleitung für den Umgang damit.

Für Houellebecq ist eine tiefe persönliche Überzeugung, ein wahrer Glaube, sehr viel mächtiger in seiner Wirkung auf den Geist als eine Ideologie. Glauben hat eine Schlüsselfunktion in der Gesellschaft weiterlesen

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Religiöse Gewalt

Atheisten tendieren eher dazu, brutale Verbrechen auszuüben, als religiöse Menschen. Dazu kommt eine neue Studie, welche die Einstellung von 3’000 Menschen in 13 verschiedenen Ländern überprüfte. Die Resultate erinnern an jene Untersuchung, die zeigte, dass nur sieben Prozent der 1763 untersuchten Kriege der Menschheitsgeschichte einen religiösen Hintergrund hatten.

Eine neue Studie Religiöse Gewalt weiterlesen

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Evangeliumsorientierte Christen werden weltweit am ehesten verfolgt und wachsen

Eine globale Untersuchung dokumentiert, dass evangelikale und pfingstliche Christen eher Opfer von religiöser Unterdrückung werden als andere Gruppen.

Die Untersuchung ist Teil eines Projekts der Universität von Notre Dame, einer katholischen Privatuniversität in Indiana (USA), mit dem Namen «Unter dem Schwert Cäsars» (Under Cesar’s Sword).

Die Untersuchung fand unter anderem heraus, dass evangelikale und pfingstliche Christen weltweit eher Opfer von Verfolgung werden als etwa katholische, protestantische oder orthodoxe Christen – aus mehreren Gründen.

Evangelikale und Pfingstler sind in vielen Ländern relativ neue Erscheinungen und haben sich nicht den Gegebenheiten angepasst und nicht mit der Regierung arrangiert, wie andere Konfessionen, die z.T. schon seit Jahrhunderten im Lande sind. Zum anderen werden sie häufig mit dem Westen identifiziert und darum bekämpft.

Vor allem aber wird Evangeliumsorientierte Christen werden weltweit am ehesten verfolgt und wachsen weiterlesen

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Was sagt Jesus zu Waffengewalt?

Bei seiner Verhaftung sagte Jesus: „Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt umkommen“  (Matthäus 26, 52).  Jesus rief: „Steck dein Schwert weg!“

In Matthäus 5, 44 Liebet eure Feinde!“ und Matthäus 5, 39 „Wehrt euch nicht, wenn euch jemand Böses tut! Wer euch auf die rechte Wange schlägt, dem haltet auch die andere hin.“

Doch Jesus sagt auch: „Glaubt nicht, dass ich gekommen bin, um der Welt Frieden zu bringen! Nein, sondern das Schwert.“  Matthäus 10, 34 und in Lukas 22, 36 „Nehmt euer Geld und Gepäck. Wer kein Schwert besitzt, soll seinen Mantel verkaufen und sich eins beschaffen.

Um in dieser Frage Klarheit zu bekommen, sollten wir schauen was die die direkten Nachfolger von Jesus gemacht hatten. Nach dem Empfang vom Heiligen Geist ergriffen sie nie das Schwert. Alle außer Johannes wurden wegen ihrer Botschaft des Friedens und der Versöhnung getötet.

Die ersten Christen überwanden die Welt mit ihrer Furchtlosigkeit vor dem gegen sie gerichteten Schwert. Sie wussten, der Tod ist nicht das Ende. Der Tod ist ein Neuanfang mit Gott. Sie wussten um die Auferstehung, die sie in Jesus erlebten. Was sagt Jesus zu Waffengewalt? weiterlesen

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Terror nicht ohne Ideologie

Ahmad Mansour Psychologe und Autor in einem Interview im Tagesspiegel

Die Politik hat bislang kein Konzept für den Kampf gegen die Radikalisierung.

Wir werden immer wieder Einzeltäter sehen. Ob sich jemand entscheidet, das allein zu machen oder Anschluss an eine Gruppe sucht, hängt von der Persönlichkeitsstruktur ab.

Ein labiler Mensch würde Selbstmord begehen. Diese Aggressivität, mit der man wahllos Menschen ermordet, kann man nur mit einer Ideologie erklären. Diese Ideologie müssen wir benennen.

Das Internet kann sicherlich ein Beschleunigungsmittel sein. Doch an der Radikalisierung sind eigentlich immer andere, reale Personen beteiligt. Damit es dazu kommt, dass jemand andere Menschen ermordet, muss eine sehr gefestigte Ideologie da sein, die das Gegenüber total entmenschlicht.

Bei der Radikalisierung spielen alle drei Ebenen – Terror nicht ohne Ideologie weiterlesen

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Religion oder Evangelium

Religion bedeutet: Der Mensch sucht Gott.

Evangelium ist: Gott sucht mich.

Die Übersetzung von Evangelium ist: Die gute Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass Gott sich für uns Menschen interessiert. Dass wir ihm nicht egal sind. Dass er uns liebt. So berichtet es uns die Bibel.

Als Adam und Eva eigene Wege gingen, versteckten sie sich und Gott suchte sie. In Jesus sucht Gott den verirrten Menschen.

Lk 19,10  Der Menschensohn ist gekommen, Verlorene zu suchen und zu retten.

Wir müssen nicht Gott finden, sondern uns von ihm finden lassen und uns nicht mehr hinter abwehrenden Argumenten verstecken.

Vergleiche: mega geliebt

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Es gibt kein Maximum an Konsens

Während ein Land wie die USA eine starke Koexistenz von durchaus unvereinbaren Religionen und Konfessionen ermögliche und erlaube, suche Deutschland vergeblich ein „Maximum an Konsens“ zwischen den Religionen, sagte Prof. Dr. Hermann Lübbe, Philosoph  der Universität Zürich, in einem Vortrag in Münster.

„Das religionspolitische System der USA hat Es gibt kein Maximum an Konsens weiterlesen

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Das neue Vatikan-Video irritiert

In dem nicht mal zweiminütigen Film kann man leicht den Eindruck gewinnen, der Papst behaupte, alle Religionen seien gleichermaßen Wege zu Gott und alle Religionen meinten letztendlich das gleiche: „Ich glaube an die Liebe“.

Das Video suggeriert, dass die Angehörigen verschiedener Weltreligionen Dinge unterschiedlich sehen, aber für alle gilt, dass sie Kinder Gottes sind, dass sie Gott zwar auf verschiedenen Wegen finden, aber im Wesentlichen doch übereinstimmen, weil sie alle an die Liebe glauben.

„Gott ist die Liebe“, lehrt das Neue Testament (1. Joh. 4, 8). Und in diesem Kontext Das neue Vatikan-Video irritiert weiterlesen

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Die tödliche Gefahr der Karikaturen

Humor ist, wenn man über sich selbst lacht. Wer die Identität anderer Menschen lächerlich macht, spielt mit dem Feuer. Juden verbunkern sich in Israel, weil in der muslimischen Welt ständig Karikaturen  und antisemitische Propaganda die Runde macht. Sie zerstören jegliches Vertrauen zueinander. Antisemitische Bücher gehören in den islamischen Ländern zu den Bestsellern.

Für was sind eigentlich Hollande, Merkel, Abbas, Netanjahu und Malis Präsident Ibrahim Boubacar Keita in Paris auf die Strasse gegangen? Die tödliche Gefahr der Karikaturen weiterlesen

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Der Glaube von Juden, Christen und Muslimen ähnelt sich – zugleich gibt es aber auch Unterschiede

Die sogenannte „Goldene Regel“ ist sowohl bei Juden und Christen als auch bei Muslimen bekannt; jedoch wird sie in den drei Religionen unterschiedlich definiert:

Im Judentum heißt sie: „Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun.“ (Rabbi Hillel, Sabbat 31a). Sie hat ihre Basis im 3. Mose 19,18: „Du sollst Der Glaube von Juden, Christen und Muslimen ähnelt sich – zugleich gibt es aber auch Unterschiede weiterlesen

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Mohammed statt Krippenspiel, Buddha statt Arche Noah

Der neue Lehrplan 21 verschiebt die Werte des traditionellen Religionsunterrichts und katapultiert alle Weltreligionen ins Zentrum. Das Christentum verliert seine Sonderstellung. Schon Knirpse im Kindergarten und der ersten Klasse sollen bedeutende Gestalten aus verschiedenen Religionen kennen – neben Jesus auch Mohammed und Buddha. So steht es im neuen Lehrplan, der Ende 2014 in allen Mohammed statt Krippenspiel, Buddha statt Arche Noah weiterlesen

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Laut einer Studie kann nur ein kleiner Teil der Konfessionslosen ihren Unglauben rational begründen

Unglaube sei vielmehr eine Gewöhnung an das Vordergründige, fehlende Anschauungsbeispiele für gelebten Glauben und mangelnde Anlässe zum Ausprobieren von Gottvertrauen.

Folgende vier Gruppen von Nichtreligiösen haben die Forscher unterscheiden können:

1) Atheismus aufgrund eines fehlenden Vorstellungsvermögens für eine höhere Wirklichkeit

2) Gleichgültigkeit gegenüber Religion aufgrund des Gefühls andauernder existenzieller Sicherheit

3) fehlende kulturelle Anregungen für religiöse Rituale und Symbole

4) begründeter Atheismus

„The origins of religious disbelief“ https://psychology.as.uky.edu/sites/default/files/Norenzayan%26Gervais_2013%20TiCS_0.pdf

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Die Weltbevölkerung ist in den vergangenen 40 Jahren religiöser geworden

In sieben Jahren werden 90 Prozent der Weltbevölkerung religiös sein.

Die Hauptursache ist das Aufblühen der Religion nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Mittel- und Osteuropa sowie im bevölkerungsreichsten Land, China. Dort wollte die maoistische Kulturrevolution von 1966 bis 1976 jegliche Religion ausmerzen, doch ab 1979 erwachte das geistliche Leben erneut. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Zentrums für Studien der globalen Christenheit (South Hamilton bei Boston/US-Bundesstaat Massachusetts).

1970 waren annähernd 82 Prozent der Weltbevölkerung Anhänger einer Religion. Bis 2010 stieg der Anteil auf 88 Prozent. Wenn die Entwicklung fortschreitet, wird 2020 fast 90 Prozent der Weltbevölkerung einer Religion angehören.

Das 20. Jahrhundert hat zudem eine starke Verlagerung der Christenheit vom Norden in den Süden der Erde erlebt. Das ehemalige christliche Abendland liegt damit nicht im weltweiten Trend.

mehr Informationen

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Demokratie und Islam

Laut dem Islamwissenschaftler Carsten Polanz vom Institut für Islamfragen lassen sich drei verschiedene Strömungen ausmachen, die von der totalen Ablehnung der Demokratie als einer verderblichen Erfindung des Westens über die Nutzung demokratischer Rechte und Freiheiten zur schrittweisen Islamisierung der Gesellschaft bis hin zur Forderung nach einer klaren Trennung von Staat und Religion reichen. Vertreter dieser Forderung leben allerdings bis heute in vielen islamischen Ländern gefährlich und haben bisher an den großen theologischen Institutionen keinerlei Einfluss.

Abu al-Ala al-Maududi (1903-1979), der Gründer der bis heute vor allem in Pakistan einflussreichen islamistischen Bewegung „Jama’at-i Islami“, beschrieb die Demokratie als „Satanswerk“. In Anspielung auf den bereits im Alten Testament beschriebenen Sündenfall schrieb er: „Was tat Satan? Satan flüsterte den ersten Menschen ein, er könne die Gesetze Allahs missachten und seine eigenen Pläne verfolgen. Und genau dies tut der Westen im Namen der Demokratie. Er sagt den Menschen: Es ist nicht nötig, dass ihr dem göttlichen Gesetz gehorcht, ihr könnt eure eigenen Menschengesetze machen, indem ihr abzählt, wie viele mit euren Plänen einverstanden sind. Dies ist eine tödliche Gefahr, die der Islam bekämpfen muss, nicht nur auf seinem eigenen Gebiet, sondern auf der ganzen Welt.“

Sayyid Qutb (1906-1966), definierte islamische Freiheit als „Ablehnung aller Arten und Formen von Systemen, die auf dem Konzept der Souveränität des Menschen basieren“. Für Qutb war daher jedes System, „in dem die letzte Entscheidung auf Menschen zurückgeführt wird und in dem die Quellen der Autorität menschlich sind“, abzulehnen. Nach seiner Interpretation steht ein solches System im krassen Widerspruch zum Islam, in dem die Menschen allein Gott und nicht anderen Menschen dienen sollen.

Eine zunehmende Zahl von Islamisten hat jedoch in den letzten Jahren erneut einen Strategiewechsel vollzogen. Sie verweisen vor allem auf den Aufruf zur „Beratung“ (arabisch „Schura“) in Sure 3,159, um ihre häufig sehr vagen Vorstellungen von Demokratie als urislamisches Konzept darzustellen. Führende Islamisten  ziehen es heute vor, die Freiheiten und Möglichkeiten der Demokratie zur schrittweisen Durchsetzung islamischer Werte und Rechtsvorstellungen zu nutzen. Um muslimische Vorbehalte gegenüber der Demokratie zu überwinden, schlägt al-Qaradawi vor, dass „jedes Gesetz, das den unanfechtbaren Bestimmungen des Islam widerspricht, null und nichtig ist.“

Al-Qaradawi ist eine Gallionsfigur für die Mainstream-Islamisten.  Al-Qaradawi propagiert eine Islamisierung des westlichen Demokratie- und Menschenrechtsverständnisses, indem die muslimischen Aktivisten die westlichen Institutionen und Begriffe nicht grundsätzlich ablehnen, sondern mit neuem Inhalt füllen.

Der iranische Philosoph Abdulkarim Soroush setzt sich heute für eine Trennung von Staat und Religion ein. Nachdem er anfangs ein Verfechter der islamischen Revolution und Mitarbeiter Khomeinis war, spricht er sich heute deutlich gegen die „religiöse Diktatur“ der Mullahs und für eine „religiöse Demokratie“ aus. Der Koran ist für ihn nur noch in religiösen Dingen unfehlbar, der Zweifel am umfassenden Vorbildcharakter Muhammads kein Tabu mehr. Jeder Bürger soll nach den moralischen Grundsätzen seiner Religion leben dürfen, ohne vom Staat per Gesetz dazu gezwungen zu werden. Einflussreiche Ayatollahs werfen Soroush bereits Abfall vom Glauben vor. Immer wieder wurden seine Vorlesungen von Schlägertrupps gestürmt. Der Staat sprach ein Lehr- und Publikationsverbot aus. Einen Zivilstaat anstelle des Religionsstaates wünschen sich vermutlich auch die meisten jungen Leute, die die Revolutionen in Tunesien und Ägypten begonnen und getragen haben, die aber politisch kaum organisiert sind und deshalb bei Wahlen schlechte Chancen haben. mehr Informationen

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