Schlagwort-Archive: Pakistan

Tote wegen Ahmadi Muslimen

Seit dem 8. November versuchen etwa 1500 Mitglieder der pakistanischen Bewegung Tehreek-e-Labaik mit den Blockaden der wichtigsten Straßen von Islamabad, die Amtsenthebung von Justizminister Zahid Hamid zu erreichen. Sie werfen ihm Gotteslästerung vor.

Im September war ein Formular, das Kandidaten für eine Parlamentswahl unterschreiben müssen, überarbeitet worden. Ein Glaubensbekenntnis zu Mohammed war in dem Papier leicht abgeschwächt worden, zu sehr allerdings für die einflussreichen islamistischen Hardliner in Pakistan.

Der Zorn der Islamisten hatte sich an dem Ersatz des Wortes „Eid“ durch „Erklärung“ entzündet. Darin sehen sie eine Unterminierung der Rolle des Islam in Pakistan. Der neue Wortlaut, der den Schwur auch für Nicht-Muslime möglich machen soll, wird von Extremisten als Beleidigung für den Islam aufgefasst.

Nach ihrer Meinung wurde der Eid zugunsten einer umstrittenen religiösen Minderheit – der Ahmadi – abgeändert. Ahmadis sind eine islamische Sondergemeinschaft, die in Pakistan (auch Saudia-Arabien) nicht als Muslime anerkannt werden. (In Europa vertreten sie oft den Islam). Die Änderung der Eidesformel war schnell wieder zurückgezogen worden. Das stoppte die Demonstranten allerdings nicht. Tote wegen Ahmadi Muslimen weiterlesen

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Mohammed im göttlichen Status

Mehr als 3.000 muslimische Demonstranten haben in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erneut die Hinrichtung der Katholikin Asia Bibi (Multan) gefordert.

Was sie angeblich gesagt haben soll, ist keine Aussage über Gott sondern über Mohammed. Da es als Gotteslästerung bezeichnet wird, erreicht Mohammed göttlichen Status.

Sie war 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden, weil die Mutter von fünf Kindern als „Ungläubige“ durch Berührung eines Gefäßes das Wasser für muslimische Feldarbeiterinnen unrein gemacht haben soll. Der vorgeworfenen Tat soll ein Streit zwischen muslimischen Arbeiterinnen auf der Farm in Ittanwali und Asia Bibi vorausgegangen sein. Demnach habe Bibi für die Gruppe Wasser geholt und sei daraufhin aufgefordert worden, sich zum Islam zu bekennen, da die anderen Frauen einwandten, das Wasser sonst nicht trinken zu können. Infolgedessen sei eine Diskussion zwischen den Anwesenden entbrannt. Die Schilderungen aller Beteiligten stimmen bis zu diesem Punkt überein. Nach Aussage der Frauen soll Asia Bibi dann behauptet haben, dass Jesus Christus und nicht Mohammed der wahre Prophet Gottes sei, was sie abstreitet.

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Nachfahre von Mohammed: Jesus hat mich gerettet

Der Pakistaner Ali Hasnain (25) ist überzeugt: Jesus hat ihn nach einem Angriff durch radikale Muslime vor dem Tod gerettet. Nach Angaben des Internetportals Christian Post (Washington) gehört Hasnain – der Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert – zu einer muslimischen Familie, deren Stammbaum bis zum Propheten Mohammed zurückreicht. Das Nachfahre von Mohammed: Jesus hat mich gerettet weiterlesen

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In Afghanistan und Pakistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag im Krieg der innermuslimischen Ideologien

Kaum ein Tag vergeht in Pakistan, an dem die Taliban nicht mit einem Anschlag für Aufsehen sorgen. Studien zufolge hat die Zahl der Selbstmordanschläge in Pakistan im Jahr 2013 um 20 Prozent zugenommen.

Auch im Nachbarland Afghanistan erreicht die Gewalt einen neuen Höhepunkt. Die Nato will aus Afghanistan abziehen, die gesamte Region steht vor einem Wandel – nur in welche Richtung ist noch unklar. Sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan gab es immer wieder Signale, man wolle mit den Taliban verhandeln, sie in künftige Machtstrukturen einbinden. Schließlich könne man nicht alle Menschen mit extremistischen Ansichten töten.

In einer zynischen Geste erklärte Taliban-Sprecher Shahid, man sei In Afghanistan und Pakistan vergeht kaum ein Tag ohne Anschlag im Krieg der innermuslimischen Ideologien weiterlesen

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Imame verteufeln die Impfkampagnen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Versuch des Westens, Muslime mit Aids zu infizieren und ihre Töchter zu sterilisieren

Seitdem der US-Geheimdienst 2011 eine Impfaktion im pakistanischen Abbottabad inszenierte, um an DNA-Proben von Osama bin Ladens Kindern heranzukommen, hat sich die Lage verschärft. Im muslimischen Norden Nigerias und den von Paschtunen kontrollierten Gebieten Pakistans und Afghanistans werden regelmäßig Impfaktivisten ermordet. Weil sie mit Kreide an den Häusern die Zahl der Geimpften festhielten, wurde den WHO-Mitarbeitern sogar unterstellt, Ziele für die gefürchteten Drohnenangriffe der USA zu markieren.

Mehrere Stammesführer, die mit den Impfkampagnen kooperierten, wurden von Taliban getötet. Inzwischen wagen sich WHO-Vertreter kaum noch in das Paschtunengebiet. Wie die Impfkampagnen nach dem Rückzug der Nato aus Afghanistan fortgeführt werden sollen, ist unklar.

An Masern sterben fast 160 000 Menschen im Jahr, die meisten davon Kleinkinder in Entwicklungsländern – obwohl es seit vier Jahrzehnten einen Impfstoff gibt.

Die Epizentren der Masernpandemie sind in Pakistan, Afghanistan und Nigeria, und auch die Kinderlähmung ist in diesen Ländern immer noch außer Kontrolle. Dabei sind uns die Seuchen der Entwicklungsländer näher, als man vermuten möchte. In Mitteleuropa werden Masernausbrüche mittlerweile häufig durch importierte Virusstämme ausgelöst.

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Junge pakistanische Frau zu Tode gesteinigt wegen dem Besitz eines Mobiltelefons

Arifa, eine Mutter von zwei Kindern, wurde auf Befehl eines pakistanischen Landgerichtes, wegen dem Besitz eines Handys, zu Tode gesteinigt. Die Steinigung wurde am 11. Juli im Bezirk Dera Ghazi Khan in der Provinz Punjab ausgeführt. Ihr eigener Onkel soll sie angezeigt haben und Verwandte hätten sich an der Tötung mitbeteiligt. Sie wurde ohne offizielle Benachrichtungen vergraben. Der Mann ist unbekannt. Die Polizei hat niemanden verhaftet.

Der Vorfall zeigt wie stark die patriarchalische Gesellschaft in Pakistan ist und wie eine Rechtsstaatlichkeit fehlt. Frauen sind oft Opfer dieser illegalen Justiz. Wie kann es dazu kommen, dass der Besitz eines Mobiltelefons ein schlimmeres Verbrechen ist, als Mord, Bombenanschläge und Vergewaltigung?

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Wegen SMS lebenslang ins Gefängnis – ihm droht Todesstrafe

Weil er Textnachrichten verschickt hatte, in denen der Prophet Mohammed beleidigt wurde, muss ein 21-jähriger Pakistaner hinter Gitter. Er wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Der heute 21-jährige Christ war bereits vor zwei Jahren festgenommen worden, weil er Textnachrichten an muslimische Geistliche verschickt haben soll, in denen er den Prophet Mohammed beleidigte. Der junge Mann wurde nun zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und zu einer Geldstrafe in Höhe von etwa 1.560 Euro verurteilt.

Damit sei der Christ noch mit einer milden Strafe davongekommen. Gotteslästerung wird in Pakistan üblicherweise mit dem Tode bestraft. Der Staatsanwalt teilte mit, dass er Revision einlegen wolle, um ein Todesurteil zu erreichen.

Das Blasphemiegesetzt ist in den 1980er Jahren in Pakistan eingeführt worden. Häufig wird das Gesetz nach persönlichem Nutzen verwendet und die Opfer sind meist arme und unterdrückte Menschen. In über 90 Prozent der Fälle, in denen das Gesetz angewendet wird, geschieht dies missbräuchlich und trifft Unschuldige. Manchmal werden sogar Kinder wegen Blasphemie angeklagt.

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