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Was wir aus dem Holocaust lernen sollten

Yom HaSchoah: 2018, beginnt mit Sonnenuntergang Mittwoch 11. April

Dennis Prager, ein jüdischer Autor aus Los Angeles, zeigte einen völlig neuen Ansatz auf, über den Holocaust nachzudenken, als er anlässlich der Holocaust-Konferenz 1991 in Berlin schrieb: „Im Judentum aber kann man nicht im Namen eines anderen vergeben. Nur derjenige, der verletzt wurde, kann vergeben. Wenn jemand meinem Freund etwas Böses zufügt, darf nicht etwa ich an seiner Stelle dem Übeltäter verzeihen. Deshalb kann kein Jude den Deutschen im Namen der von den Nazis Ermordeten vergeben. … Das Thema der Vergebung ist kein Thema für Was wir aus dem Holocaust lernen sollten weiterlesen

Widerstand – der prophetische Arm der Knesset-Menora in Jerusalem

Vom Stamm des Leuchters zweigen nach beiden Seiten drei Armpaare ab. Jedes Paar bildet einen eigenen thematischen Spannungsbogen. An der Stelle, wo die Arme vom Stamm abzweigen, kündigt das Bild auf dem Mittelstamm das Thema an. Der äußere Bogen ist dem Thema Widerstand gewidmet und geht vom Bild des Aufstands des Warschauer Ghettos aus. Der rechte Arm steht unter dem Motto des Halbverses „Nicht durch Macht und nicht durch Stärke, sondern (…)“ aus Sacharja 4,6. Benno Elkan zeigt Formen des aktiven Widerstandes auf: Hader, Eifer, Begeisterung und Wiederaufbau.

JeremiaAn der Spitze schreit vielleicht der hadernde Prophet Jeremias vor dem Hintergrund des zerstörten 1. Tempels mit einer offenen Hand und geballter Faust gerade zum Himmel: „Warum hast du uns denn so geschlagen, dass uns niemand heilen kann?“ (Jeremia 14,19). Babylon hat Jerusalem eingenommen und die Elite ins Exil nach Babel verschleppt. Jeremia und das einfache Volk bleiben zurück, bevor es nach Ägypten flüchtet (Jeremia 42,19). Noch heute klagen die Juden am 9. Aw über die Zerstörung des Tempels mit den Worten von Jeremia: „Wie liegt die Stadt Widerstand – der prophetische Arm der Knesset-Menora in Jerusalem weiterlesen