Schlagwort-Archive: Kirche

Trennung von Kirche und Staat statt Anerkennung des Islams

Ein «Schweizer Islam» als Weg zur Integration? Unter diesem Thema stand die Sendung «Der Club» am Dienstagabend 5.6.2018 auf SRF1. Dreh- und Angelpunkt der Sendung war das Positionspapier zum Islam, das die SP Schweiz kürzlich veröffentlicht hat. Darin spricht sich die Partei unter anderem für eine öffentlich-rechtliche Anerkennung des Islam aus.

Amir Dziri, der auch Direktor des Schweizerischen Zentrums für Islam und Gesellschaft an der Universität Freiburg ist, wies gleich zu Beginn der Sendung darauf hin, dass er es «unheilvoll» finde, von einer «Anerkennung des Islam» zu sprechen. «Wir wollen eigentlich Bürger anerkennen, die zufällig Muslime sind, die aber zufällig auch Hindus oder Buddhisten sein könnten.» Der Staat habe keine beurteilende Wertung zu treffen, ob der Islam zur Schweiz gehöre. «Was Trennung von Kirche und Staat statt Anerkennung des Islams weiterlesen

Ägypten ist islammüde

Häufiger als in anderen Ländern im Nahen Osten wenden sich junge Leute in Ägypten vom Islam ab und werden Atheisten oder Christen.

Diese Beobachtung hat der holländische Christ und Nahost-Korrespondent Mounir Samuel gemacht. Er hat darüber einen langen Artikel in der säkularen Zeitschrift «De Groene Amsterdammer» verfasst.

Ägypten ist eines der Länder in der Welt, in denen es am gefährlichsten ist, vom Islam abzufallen oder zu konvertieren. Ein Muslim, der seine Glaubenszweifel oder seinen Wunsch, zu einer anderen Religion zu konvertieren, offen zum Ausdruck bringt, muss mit harten sozialen und politischen Konsequenzen rechnen; Ägypten ist islammüde weiterlesen

Fragwürdige Osterbotschaften von Kirchenfunktionären

Klaus-Rüdiger Mai schreibt: Es ist die Zeit, in der wir uns wieder an Tod und Auferstehung Jesu Christi erinnern. In Christus wurde Gott Mensch, um den Menschen den Weg zu weisen. Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Johannes 14,6)“

Margot Käßmann widerspricht Johannes, wenn sie behauptet, dass es auch andere Wege zu Gott gibt. Sicher existieren auch andere Religionen. Doch für Christen gibt es nur den einen Weg zu Gott, den, der über Christus führt. Man muss diesen Glauben nicht teilen, aber man kann nur Christ sein, wenn man daran glaubt.

Nun scheint es, dass Fragwürdige Osterbotschaften von Kirchenfunktionären weiterlesen

Die Zeit der Kirchen ist vorbei

Die Kirchen, wie wir sie kennen, verlieren an Bedeutung. Doch was kommt jetzt? Es wird eine Bewegung entstehen, die in jedem an Jesus Glaubenden einen Bruder und eine Schwester sieht.

Die traditionellen Kirchen mit ihren Unterschieden, die heute oft gar nicht mehr so wichtig sind, werden schrumpfen, sich auflösen oder fusionieren. Jeder nimmt sich schon heute aus jeder Religion daraus heraus, das für ihn gerade stimmt. Gesellschaftlich wichtig wird eine offene Zeremonie werden, in der jeder die Dinge ganz persönlich auf seine Weise verarbeiten kann. Erste Anzeichen dafür sieht man bereits, wenn die großen Landeskirchen buddhistische Praktiken anbieten.

Gottes Reich dagegen ist ein Haus des Glaubens. Wer in diesem Haus leben will, muss Jesus und den Vater im Heiligen Geist in sein Leben einladen, denn Gott drängt sich nicht auf. Den Die Zeit der Kirchen ist vorbei weiterlesen

Hat die Kirche ihren sinnstiftenden Inhalt verloren?

Martin Werlen, Alt-Abt der Benediktinerabtei Einsiedeln, betitelt sein neues Buch mit «Zu spät».

Sein Fazit: Die Kirche habe sich von den Menschen entfernt – nicht umgekehrt!

Die Einsicht, dass es zu spät ist, schenke aber auch Gelassenheit, da der «Karren» sowieso im Dreck stecke. «Ich träume davon, dass einzelne Personen, Pfarreien und Gemeinschaften Dinge loslassen, die bisher einfach dazugehörten», führte er seine Vision aus. Die Kirche solle wieder als ein Ort der Hoffnung wahrgenommen werden, als Ort, wo Menschen aufatmen können und nicht zuerst verurteilt würden.  mehr Informationen

Werlen meint: Solange Menschen das Evangelium leben, ist Kirche lebendig. Selbstverständlich können viele Formen und Institutionen der Kirche untergehen, ohne dass das, was Kirche zutiefst ist, kaputtgeht.  mehr Informationen

Marcus Franz schreibt auf kath.net: „Die katholische Kirche gerät in Gefahr, langsam aber sicher nur mehr als eine reine Wellness-Einrichtung für die Seele wahrgenommen zu werden.“

Man kann sich des Eindrucks kaum noch erwehren, dass die katholische Kirche seit einiger Zeit nur darauf aus ist, eine gute Presse zu haben. Ihr oberstes Ziel scheint Hat die Kirche ihren sinnstiftenden Inhalt verloren? weiterlesen

Kirchen ohne Pfarrer

In der Anglikanischen Kirche von Neuseeland wird das Konzept «Local Shared Ministry» angewendet. Das heisst, dass die Dienste und Ämter in einer Kirchgemeinde zwischen angestellten und freiwilligen, aber offiziell eingesetzten Mitarbeitenden verteilt werden. Dahinter steckt die Idee des «Allgemeinen Priestertums aller Gläubigen». In der Anglikanischen Kirche von Neuseeland hat das Konzept ermöglicht, dass viele arme Landgemeinden, die weder einen Priester fanden noch einen bezahlen können, wieder zum Blühen gekommen sind.

Ralph Kunz, Professor für Praktische Theologie an der Universität Zürich erklärt, dass das Erfolgsgeheimnis der neu florierenden Gemeinden in Neuseeland darin liege, dass Kirchen ohne Pfarrer weiterlesen

Gotteskrise

Wir haben eine Gotteskrise, was bedeutet, dass viele Menschen die behaupten zu glauben, faktisch gar nicht mehr an den Gott der Bibel glauben können. Und das nicht im Sinne eines moralischen Vorwurfes, sondern als nüchterne Feststellung. Dass es einen Gott gibt, der mit meinem Leben zu tun hat; das zu glauben ist für viele Jugendliche heute eine wahnsinnige Herausforderung, sagt  Jugendpfarrer Mike Kolb im Kölner Stadt Anzeiger.

Das heißt man rechnet kaum noch mit Gott. Und Gotteskrise weiterlesen

Missverständliche Mission

Bei vielen Menschen verursacht das Wort „Mission“ Unwohlsein.

Zum katholischen Weltmissionssonntag 22.10.17 hat katholisch.de mit Markus Luber SJ, Leiter des Frankfurter Instituts für Weltkirche und Mission, über die Wandlung des Missionsbegriffs in der Geschichte und das heutige Missionsverständnis der Kirche gesprochen.

„Mission“ im religiösen Kontext hat heute tatsächlich noch immer einen negativen Beigeschmack. Das hat sicherlich mit der Missionsgeschichte zu tun – mit Zwangsmissionierungen, wie es sie immer wieder gegeben hat, auch in Europa.

Man muss bei den Begriffen heute jedoch differenzieren. Missverständliche Mission weiterlesen

Der Kaiser und Gott

Jesus sagte: „Gebt denn dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ (Matthäus 22,21).

Damit hat Jesus die Grundlage für die Trennung von Kirche und Staat gelegt. Doch der Text zeigt noch mehr auf.

Jesus sagte: Bringt mir eine Steuermünze. Wessen Bild ist darauf? Da das Bild des Kaisers darauf ist, gehört sie ihm. Doch wo ist Gottes Bild abgebildet? Die Bibel sagt, dass der Mensch ein Ebenbild Gottes ist (1.Mose 1,27). Also gehört der Mensch zu Gott. Gebt Gott, was Gottes ist.

Spannend ist auch, dass die Absandten der Pharisäer gleich die verfeindeten Gesetzeshüter mitnahmen, als sie Jesus ihre Fangfrage stellten (Matthäus 21,16). Sie attestieren Jesus er wahrhaftig ist, den Weg Gottes lehrt und sich nicht von Personen vereinnahmen lässt. Und Jesus ist immer für eine Überraschung bereit, indem er ihre Frage anders beantwortet, als sie es erwartet haben. Immer wieder überrascht uns auch Gott, wie er anderes in unser Leben spricht, als wir es erwartet haben. So wie hier, wenn wir daran denken, was es bedeuten könnte, dass wir als Träger von Gottes Abbild zu Gott gehören: Gebet euch Gott.

In einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe Der Kaiser und Gott weiterlesen

Aufhören mit der Verfolgung

Die Kopten – die christliche Minderheit Ägyptens – hatten ihre Hoffnungen in Präsident Al-Sisi gesetzt. Doch diese verblasst mehr und mehr. Verschiedentlich werden Christen von den Behörden behindert, Gottesdienste durchzuführen und in diesen Tagen wurde ein Priester auf offener Straße erstochen.

In den letzten Wochen wurden in Al-Minya rund 50 Kirchen von der Polizei geschlossen. Den Leuten wurde verboten, zum Beten hineinzugehen. Dies Aufhören mit der Verfolgung weiterlesen

Vandalismus an Kirchen und Moscheen in Israel

Wie die Zeitung «Haaretz» am Sonntag berichtete, sind in Israel seit 2009 total 53 Moscheen und Kirchen vandalisiert worden. Nur in neun der Fälle wurde aber Anklage erhoben, und nur in sieben Fällen gab es laut dem Bericht eine Verurteilung.

Vandalismus an Kirchen und Moscheen in Israel weiterlesen

Immer mehr junge Muslime werden im Iran Christen

Im Iran wenden sich seit Jahren immer mehr Muslime dem Christentum zu. Selbst einige muslimische Führer betrachten deshalb die Strategien des Staates, um den Einfluss des Christentums einzudämmen, als gescheitert. Das berichtet die iranische christliche Nachrichtenagentur Mohabat-News.

Demnach äußerte sich jüngst einer der führenden islamischen Gelehrten im Land, Ayatollah Alavi Boroujerdi, besorgt darüber, „zuverlässige Berichte“ legten nahe, dass in der Millionenmetropole Ghom vor allem Jugendliche und junge Erwachsene Christen würden und sich in Hauskirchen träfen.

Der islamische Geistliche Makarem Shirazi machte Immer mehr junge Muslime werden im Iran Christen weiterlesen

Das Ende Europas

In Europa haben wir es mit einem spirituellen Vakuum zu tun. Es fehlt eine Kirche, die auf der Wahrheit ihrer eigenen Behauptungen beharrt.

Der britische Autor Douglas Murray ist 38 Jahre und hat das Buch  «The Strange Death Of Europe» (der seltsame Tod Europas) herausgebracht.

Der Kontinent, so die These, leide unter niedrigen Geburtenraten, Selbstzweifeln und spiritueller Leere; angesichts von Zuwanderung aus dem muslimischen Raum stehe er vor dem Untergang.

Seine Erfahrung mit Politikern ist, dass diese Leute Entscheidungen, die sie gestern hätten treffen müssen, immer weiter hinausschieben.

In einem Interview Das Ende Europas weiterlesen

Kirchenfrust

Gerade brachte die ZEIT in ihrer Onlineausgabe einen ausführlichen Artikel über den Mitgliederschwund in deutschen Kirchen.

Die katholische und die evangelische Kirche verlieren in Deutschland weiter an Mitgliedern. Beiden Kirchen macht vor allem der demografische Wandel zu schaffen.

Der Anteil der Protestanten sank an der bundesdeutschen Bevölkerung auf 26,5 und der der Katholiken auf 28,5 Prozent. Damit gehören 55 Prozent der Deutschen einer der beiden großen Kirchen an. Inklusive der orthodoxen Kirche und anderer kleinerer Kirchen und Gemeinschaften liegt der Anteil der Christen an der Bevölkerung bei 58,3 Prozent. Kardinal Müller in Rom kommentierte diese Zahlen als einen «Prozess forcierter Entchristlichung, der über die einfache Säkularisierung weit hinausgeht». Das Problem betreffe nicht nur Deutschland sondern ganz Europa.

Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer, sagte: „Wir freuen uns, dass fast ein Drittel der Bevölkerung unseres Landes zur katholischen Kirche gehört.“ Die Zahl der Austritte wertete er als „Form der Distanzierung“. Sie zeige, „dass die Weitergabe des kirchlichen Glaubens nicht vollständig gelungen ist„.

Nach einer Umfrage Kirchenfrust weiterlesen