Schlagwort-Archive: Juden

Pessach / Passah – Die Befreiung

Passah (vorübergehen) ist das erste von Gott verordnete Fest im ersten Monat des biblischen Kalenders (14. Nissan). Gott selbst bestimmte diesen Monat als den ersten im biblischen Jahr (2.Mose 12,2). Der Engel des Herrn ging in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüber und verschonte ihre Erstgeburt. Nur wer Gottes Wort vertraute, ein Lamm schlachtete und das Blut an den Türpfosten strich, wurde verschont. Beim Passah wird an den Auszug der Israeliten aus der Knechtschaft Ägyptens, aus dem Tod in die Freiheit und in das Leben mit Gott gedacht. Juden feiern das Passahfest so, als wären sie selbst in der ersten Passahnacht dabei gewesen. Das Passahfest ist der Geburtstag von Israel als Nation. Gott selbst bezeichnet sich über 100 Mal in der Bibel als Pessach / Passah – Die Befreiung weiterlesen

Alles erschien sinnlos

Bernard Nick Howard war stolz auf das jüdische Erbe; gleichzeitig fand er den Sinn im Leben nicht. Nick hatte große Fragen. «Alles was ich tat erschien mir sinnlos. Warum so viel Energie ins Leben investieren, wenn der Tod alles scheinbar bedeutungslos werden lässt?»

«Ich war mir sehr bewusst um das Leid, das meine Familie damals im Holocaust erlebt hatte. Alles erschien sinnlos weiterlesen

Wie antisemitisch ist Deutschland heute?

Fast genau 73 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz diskutierte Anne Will am Sonntagabend 28.1.2018 in der ARD mit ihren Gästen über Antisemitismus in Deutschland. Ihre Sendung hatte sie provokant mit der Frage überschrieben: „Wie antisemitisch ist Deutschland heute?“

Vor allem Bejaranos Augenzeugenberichte waren außergewöhnlich und machten die Sendung zu etwas Besonderem. Die 93-Jährige überlebte als junge Frau die Konzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz. Bejaranos Lebensgeschichte und ihre Erzählungen bewegten die Herzen, ihre Schilderungen ließen es dem Zuschauer an diesem Abend kalt den Rücken runterlaufen. Später radikalisierte sie ihre Aussagen und erklärte sogar, „dass Deutschland immer antisemitisch war. Dass sich da nicht viel geändert hat.“ Esther Bejerano setzt sich für den antisemitischen BDS ein. Der BDS (Boycott Divestment Sanctions) zielt auf die Vernichtung Israels, nicht nur auf Warenboykott. mehr Informationen

Bemerkenswert war der Beitrag von Wenzel Michalski, Direktor Human Rights Watch Deutschland. Sein Sohn wurde in der Schule von türkischen und arabischen Mitschülern beleidigt, geschlagen und bei einer „Scheinhinrichtung“ gewürgt. Nicht nur für ihn ein Skandal: Die Lehrer hätten sich nicht gekümmert, ja sogar Verständnis für die Täter gezeigt, wegen „ihrer Erfahrungen“ würde es Muslime halt „aggressiv machen, wenn ein Jude in der Klasse sei.“

Die aus Palästina stammende Sawsan Chebli, SPD-Staatssekretärin, behauptete:  „90 % der antisemitischen Straftaten werden von rechts begangen und nicht von Muslimen und nicht von Migranten“, was allen Studien widerspricht (20% von links, 15% von rechts, 48% von muslimischen Person – siehe unten).  mehr Informationen

In einer Online Umfrage erklärten 27 Prozent der europäischen und 11 Prozent der amerikanischen Juden, sie würden sich unsicher fühlen. Wie antisemitisch ist Deutschland heute? weiterlesen

Unerwarteter Aufstand in Korinth

Als Paulus in Korinth war (Apostelgeschichte 18), schien alles einigermaßen normal zu verlaufen. Doch als Gallio Prokonsul wurde, gab es einen Aufstand aus heiterem Himmel. Die Bibel beschreibt uns keinen offensichtlichen Grund. Doch vor einem weltlichen Gericht, braucht es einen Grund, der scheint zu fehlen. Alles war ruhig und nichts Anstößiges war geschehen. Dennoch gab es etwas, was die jüdische Gemeinschaft beunruhigte.

Die Juden waren zu dieser Zeit eine anerkannte Religion und genossen einen gewissen Schutz und Respekt. Herodes der Große hatte gute Verbindung zum Kaiserhaus. Kaiser Augustus pflegte zu den Juden ein gutes Verhältnis, und er ließ auf seine Kosten zweimal täglich im Tempel von Jerusalem ein fürbittendes Opfer für den römischen Kaiser darbringen. Die Römer respektierten den Glauben der eroberten Volksgruppen, solange sie nicht mit dem römischen Gesetz in Konflikt kamen oder die Loyalität zu Rom aufgaben.

Die jüdische Gemeinschaft hatte auch weltweite Beziehungen, da Juden in allen größeren Städten lebten. Die gegenseitige Solidarität und Gastfreundschaft öffnete ihnen gute Handelsbeziehungen. Durch die strengen jüdischen Gebote war ihre Gemeinschaft limitiert.

Nun kam Paulus und  lud alle Menschen in diesen neuen „jüdischen“ Glauben ein. Im Unerwarteter Aufstand in Korinth weiterlesen

Juden aller Welt in tiefster Krise seit 1948

Die Klagemauer in Jerusalems Altstadt gilt vielen Juden als heiliger Ort. Auch Israels Premier Benjamin Netanjahu betont immer wieder, sie eine sein Volk: „Ein Volk, eine Mauer“ – so sein Slogan. Doch der Streit über die Gebetsriten vor Ort werden nun zu einem tiefen Graben zwischen dem Judenstaat und der Diaspora. Denn Netanjahu hat mit dem israelischen Kabinett über Nacht einen in jahrelangen Gesprächen mühsam ausgehandelten Kompromiss zwischen liberalen Strömungen und den Ultraorthodoxen auf Eis gelegt, den das Kabinett selbst im Januar 2016 beschlossen hatte. 

Die Vereinbarung sah vor, dass dort alle nach ihrer Fasson beten dürfen. Die bereits bestehende, balkonartige Plattform sollte für das egalitäre Gebet am Robinson-Bogen am südlichen Teil der Westmauer weiter ausgebaut wird. Außerdem sollten Vertreter der Reform- und der Masorti-Bewegung an der Leitung der Gebetsstätte beteiligt werden. Zudem sollte ein Eingang zur Kotel für alle Beter entstehen, um zu unterstreichen, dass die Besucher die freie Wahl haben zwischen einem getrennten Gebet für Männer und Frauen oder einem gemeinsamen Gebet.

Stattdessen gewährte die Regierung jetzt den Ultraorthodoxen die absolute Macht – nicht nur an der Mauer, sondern in gleich mehreren kritischen Fragen. Die Beziehungen zwischen Israel und Juden in aller Welt befinden sich jetzt in der tiefsten Krise seit der Staatsgründung 1948. Juden aller Welt in tiefster Krise seit 1948 weiterlesen

Der Ramadan – der Monat des Korans

2017: 27. Mai bis 24. Juni  Abhängig ist die Dauer des Fastenmonats von der Sichtbarkeit des Mondes. Mit der Sichtung des Mondes beginnt die Fastenzeit. Es gibt daher kein festes Datum, an dem der Fastenmonat jedes Jahr beginnt. In einigen Regionen oder nach muslimischen Richtungen beginnt das Fest daher auch einen Tag früher oder einen Tag später.

  • Mohammed schloss sich zunächst dem Versöhnungstag der Juden an.
  • In den letzten 10 Tage warten die Muslime auf eine ganz bestimmte Nacht, die vorher nicht feststeht, aber reichlich Belohnung mit sich bringt, wenn man diese im Gebet verbracht hat.
  • Im Laufe des islamischen Fastenmonats Ramadan werden in Israel bis zu einer Million palästinensische Besucher aus dem Westjordanland erwartet.
  • Ramadan und Jihad sind nach muslimischem Verständnis wie zwei gute Freunde.

Der Ramadan ist Der Ramadan – der Monat des Korans weiterlesen

Bombendrohungen und Friedhofsschändungen in den USA

Die jüdischen Gemeinden der Vereinigten Staaten leben derzeit in Angst: Über 100 Bombendrohungen haben Unbekannte in den letzten Wochen gegen jüdische Gemeindezentren und Schulen ausgesprochen.

„Zum ersten Mal in den über 60 Jahren unserer Organisation haben wir eine Bombendrohung erhalten“, sagte der Betreiber eines jüdischen Gemeindezentrums dem Nachrichtensender CNN. „Und dieses Jahr waren es schon drei.“

Schon zum fünften Mal in diesem Jahr gingen Bombendrohungen und Friedhofsschändungen in den USA weiterlesen

Politisches Tagebuch: Jeder konnte es wissen

Ein Jahrhundert-Dokument: Von 1939 bis 1945 führte Friedrich Kellner, ein kleiner Justizbeamter in der hessischen Provinz, sein politisches Tagebuch. Es zeigt, wie viel der Normalbürger von den Verbrechen des NS-Regimes mitbekam.

Beitrag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

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Aus jüdischer Sicht bezieht sich Jesaja 53 nicht auf Jesus

F: Aus jüdischer Sicht bezieht sich Jesaja 53 nicht auf Jesus. Für die Juden geht es in diesen poetischen Liedern nicht um einen Messias oder König. Natürlich haben sich die Autoren des NT auch bemüht, das NT auf dem AT basieren zu lassen.

Hallo F., nicht alle Juden verstehen und verstanden Jesaja 53 so, wie du es beschreibst. Mir haben schon Juden berichtet, dass sie dachten, es werde aus dem Neuen Testament vorgelesen, als sie die Stelle in Jesaja 53 hörten.

F:  Das, was ich beschrieben habe, ist die gängige Sicht im orthodoxen Judentum. Du wirst trotz aller Meinungsverschiedenheiten niemanden finden, der orthodox ist und diesen Text auf Jesus bezieht.

Hallo F., vielleicht nicht auf Jesus, aber durchaus auf einen Messias. Zuletzt hat die Chabad-Bewegung, eine chassidische Gruppierung innerhalb des orthodoxen Judentums, Jesaja 53 auf ihren 1994 verstorbenen Rebbe (und Messias) Menachem Mendel Schneerson bezogen. Aus jüdischer Sicht bezieht sich Jesaja 53 nicht auf Jesus weiterlesen

Juden sind auch Menschen

„Prophetenmörder“, „Affen und Schweine“, „tötet sie, wo ihr sie findet“ – diese Aussagen des Korans zu den Juden machen der jüdischen Gemeinde in Wien große Sorgen. Und die Angst und Sorge nimmt zu. Das wurde einem bei einer kürzlich abgehaltenen, sehr ungewöhnlichen Diskussion in der Kultusgemeinde erschreckend klar.

In Wien würden jüdische Kinder von Muslimen gemobbt, man sei Juden sind auch Menschen weiterlesen

Die Juden sollten mit den Armeniern massakriert werden

Der osmanische Kriegseinsatz in Palästina wurde von deutschen Offizieren geleitet. Der deutsche General Erich von Falkenhayn, ein fähiger preußischer Offizier, der als Stabschef der deutschen Armee diente, war der Kommandant der türkischen und deutschen Truppen während der kritischen Periode zwischen 1917 und 1918.

Eine deutsche Fotografien-Sammlung enthält ein Bild davon, wie Falkenhayn 1918 Palästina verlässt und trägt eine erstaunliche Bildunterschrift mit der Behauptung, dass Falkenhayn ein Massaker der Türken an den palästinensischen Juden verhindert hätte. Die Juden sollten mit den Armeniern massakriert werden weiterlesen

Israels Gesellschaft polarisiert sich zunehmend

Als Israels Staatspräsident Reuven Rivlin vor einem Jahr beklagte, Israels Bevölkerung zerfalle in vier „Stämme“, die in Parallelwelten lebten, war der Aufruhr groß. Doch jetzt belegt eine neue Studie des renommierten amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Pew Research genau diese These.

Die Gräben im Heiligen Land verlaufen nicht nur zwischen Juden, Christen, Muslimen und Drusen, sondern auch unter der jüdischen Bevölkerung.

Sakulare, Traditionelle, Religiöse und Ultraorthodoxe Juden
Die Forscher unterschieden innerhalb der jüdischen Bevölkerung zwischen Israels Gesellschaft polarisiert sich zunehmend weiterlesen