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Fest der Taufe des Herrn

Die römisch katholische Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils verlegte das Fest auf den Sonntag (13. Januar 19) nach Erscheinung des Herrn, wo es den Abschluss der Weihnachtszeit bildet. Oft wird in der Messe des Festes Taufe des Herrn die Taufe gespendet oder der eigenen Taufe im Taufgedächtnis gedacht. So ist es im Vatikan Brauch, dass der Papst die Messe zum Fest in der Sixtinischen Kapelle feiert und dabei zahlreichen Kindern die Taufe spendet. Dieser Sonntag gilt als der 1. Sonntag im römisch katholischen Jahreskreis und die auf ihn folgende Woche ist die 1. Woche im Jahreskreis.

Im evangelischen Kirchenjahr steht am ersten Sonntag nach Epiphanias mit dem Evangelium Matthäus 3,13–17 die Taufe Jesu im Mittelpunkt, ohne dass dieser Tag als „Fest der Taufe Jesu“ bezeichnet würde.

Ich wusste nicht, wer es ist

Johannes der Täufer bezeichnet Jesus als Gottes Opferlamm und als Gottes Sohn, der mit Gottes Geist tauft (Johannes 1,29-34).

Woher hat Johannes diese Gewissheit? Er sagt: „Ich wusste vorher nicht, wer er ist.“ Das verwundert uns, waren doch Jesus und Johannes miteinander verwandt. Bei den drei jährlichen Festen in Jerusalem traf man normalerweise seine Verwandten. Johannes musste schon früh Fest der Taufe des Herrn weiterlesen

Neue Töne aus Israel

Jesus war ein klassischer Jude… der größte Jude aller Zeiten… Das Mindeste, was er in Israel verdient, ist ein nach ihm benannter Stadtplatz“, schrieb Roger Alpher, ein leidenschaftlicher israelischer Journalist, in Haaretz im Artikel Jesus, the Disavowed Jew,  (31/12/2018).

In den israelischen Medien gab es eine Fülle von Artikeln und Videos, die sehr positiv über das Thema Jesus und seine Geschichte berichteten. Es beginnt eine neue Ära mit viel positiverer Einstellungen gegenüber Jesus in Israel.

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Christen in China

Die NZZ berichtete am 29.12.2018 (Zusammenfassung):

Seit den achtziger Jahren wendet sich eine wachsende Zahl an Chinesen dem Christentum zu. In den vergangenen Monaten haben die Repressionen gegen die protestantischen Hauskirchen zugenommen.

Den Gläubigen gibt der christliche Glaube jenen Halt, den ihr die Kommunistische Partei trotz allen Heilsversprechen nie wird bieten können. Die älteren Gemeindemitglieder erzählen von ihrer Zeit während der Kulturrevolution zwischen 1966 und 1976. Sie habe damals nur Hass gekannt, sagt eine Frau. Ihre Stimme wird brüchig, sie hat mit den Tränen zu kämpfen. Erst als sie Jesus getroffen habe, sei ihr bewusst geworden, dass es auch Liebe gebe. Jesus sei das Kostbarste, was sie in ihrem Leben bekommen habe, fügt sie an.

Gegenüber den neunziger Jahren Christen in China weiterlesen

Die Geschichte von der Geburt von Jesus

Nacherzählt nach den beiden Berichten, wie sie im Matthäus- und Lukasevangelium überliefert sind.

Der Priester Zacharias ist an der Reihe im Tempel in Jerusalem, den Leuchter zu reinigen und Öl nachzufüllen und das Rauchopfer darzubringen. Plötzlich wird es hell. Ein Engel steht neben dem Räucheraltar. Zacharias erschrickt zutiefst.
Der Engel sagt zu ihm: „Fürchte dich nicht. Du Die Geschichte von der Geburt von Jesus weiterlesen

Willkommen

Die Begegnung von Jesus mit einer Frau im Haus des Pharisäers Simon ist voller Gegensätze (Lukas 7,36-50). Simon ist es peinlich, dass es gerade in seinem frommen Haus passieren muss, dass ungebeten eine Frau hereinkommt, deren Leben voll daneben ist (Sünde = Zielverfehlung). Ihr Verhalten ist dazu noch total unangebracht. Doch Jesus lässt die Frau gewähren. Wenn Jesus ein Prophet wäre, schließt Simon daraus, würde er nicht zulassen, dass sie ihn berührt und ihn dadurch unrein macht (Lukas 7,39).

Jesus sieht das anders. Er weiß, was Simon denkt und somit auch, was in dieser Frau vorgehtWillkommen weiterlesen

Alt werden mit Vision

Alte reife Menschen sind etwas Kostbares. Drei Dinge zeichnen sie aus: Sie leben nicht in der Vergangenheit, haben einen aufmerksamen Blick für Mitmenschen und leben mit der Sehnsucht nach Jesus und verbreiten Hoffnung. Die Bibel berichtet von zwei alten Menschen, welche am Rande der Gesellschaft, aber mitten im Zentrum des Weltgeschehens, stehen (Lukas 2,22-40).  Alt werden mit Vision weiterlesen

Die „Heiligen Drei Könige“– drei Worte – drei Irrtümer

DreiKoenige56Erstens waren sie keine „Heiligen“, sondern ganz normale Menschen. Zweitens weiß niemand, ob sie zu dritt kamen. Es könnten ebenso gut zwei oder beliebig viele gewesen sein. Nur die Anzahl der Geschenke ist bekannt. Und drittens waren es keine Könige, sondern Gelehrte und Sterndeuter.

Dennoch kommen in der Weihnachtsgeschichte drei Könige vor. Die „Heiligen Drei Könige“– drei Worte – drei Irrtümer weiterlesen

Der Mythos von Weihnachten

 Oder müsste man besser von den Mythen der Weihnachtsgeschichte sprechen? Der biblische Text wurde durch die Jahrhunderte aus seinem Kontext herausgelöst. Dadurch entstanden herzerwärmende Geschichten. Doch so manches, was für uns „zu Weihnachten dazugehört“, erhält beim näheren Hinsehen ein anderes Gesicht.

Schon das Datum von Weihnachten wirft erste Fragen auf: Eine genaue Zeitangabe, wann Jesus geboren wurde, sucht man vergeblich in der Bibel. Erst im Jahr 354 erschien im Werk „Chronographen“ des römischen Schreibers Furius Dionysius Filocalus der 25. Dezember als offizielles Datum für Weihnachten. Diesen Termin hatte Papst Liberius festgelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man die Geburt von Jesus auch an Ostern gefeiert.

Spannend ist auch die Beobachtung, welchen Beruf Josef eigentlich hatte. Im griechischen Text steht das Wort „tekton“ (τέκτων). Das ist einer, der Häuser baut (Matthäus 13,55 / Markus 6,3). Das bedeutete damals Der Mythos von Weihnachten weiterlesen

Mariä Empfängnis

Am 8. Dezember ist „Mariä Empfängnis“, ein Hochfest der katholischen Kirche. Dabei handelt es sich nicht um den Tag, an dem Maria Jesus empfangen hat, sondern der Gedenktag bezieht sich auf die Zeugung von Maria, der Mutter von Jesus. Sie ist auf natürliche Weise von ihren Eltern „Anna“ und „Joachim“ gezeugt, empfangen und geboren worden. Die Eltern waren der Legende nach, alt und kinderlos, als sie Maria empfingen. Laut der Lehre der katholischen Kirche kam Maria ohne Erbsünde auf die Welt. Mariä Empfängnis weiterlesen

Advent – Freudige Erwartung auf die Ankunft des Erlösers

Advent kommt von „advenire“, was auf Lateinisch Erwartung oder Ankunft bedeutet. Die Adventszeit beginnt am Sonntag zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember und dauert bis zur Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, in der laut Papst Liberius (354 festgelegt) Jesus geboren wurde.

Die ersten Belege Advent – Freudige Erwartung auf die Ankunft des Erlösers weiterlesen

Josef – Wiederherstellung und Anerkennung

(1.Mose 40,23 – 41,57)

Der ägyptische Pharao vertraute sich mit seinem ganzen Reich dem frisch entlassenen Gefangenen Josef an. Warum konnte er sich diesem jungen Mann so bedenkenlos anvertrauen? Waren es sein Aussehen oder weil er ein tief religiöser Mensch war? Bei Josef geschahen viele Dinge, die uns auf Jesus hinweisen. Darum wollen wir uns auch fragen: Warum können wir uns heute Jesus anvertrauen?

Er hat sich nicht selbst eingesetzt
Josef war ein demütiger Mensch. Er kam nicht zu seinem Posten, indem er andere fix und fertig machte. Er brauchte nicht die Ellbogen und er hat sich nie selbst erhöht, indem er andere nach unten drückte. Josef ging nur treu den Weg Josef – Wiederherstellung und Anerkennung weiterlesen