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Iran politisch und wirtschaftlich am Abgrund durch Mahmud Ahmadinedschad

Bei der Präsidentenwahl 2005 sorgte der bis dahin unbekannte Mahmud Ahmadinedschad für eine Überraschung. Er siegte haushoch und wurde Führer der sogenannten Dritten Welle, eine Alternative zu den zwei klassischen Fraktionen der Konservativen und Reformer. In seiner achtjährigen Amtszeit sorgte der 56-jährige Bauingenieur für sehr viel Furore.

Er wird als Initiator des iranischen Atomprogramms in die Geschichtsbücher eingehen von dem er «kein Jota» abweichen wollte. «Für seine Anhänger war diese Politik mutig und gewagt, den Iran trieb sie aber in den Ruin», sagt ein Politologe in Teheran.

Noch kontroverser als die Atompolitik war seine Einstellung gegenüber Israel. Zunächst sorgte er für internationale Empörung, als er die «Ausradierung» Israels von der Landkarte des Nahen Ostens forderte. Danach bezeichnete er den Holocaust als «Märchen», und organisierte eine Holocaustkonferenz in Teheran. «Mit einer Hetzrhetorik das Land militärischen Drohungen (Israels) auszusetzen, kann definitiv nicht die hohe Kunst der Diplomatie sein», sagte der ehemalige Atomchefunterhändler Hassan Ruhani.

Auch wirtschaftlich machte er große Versprechen. Versprechen an die ärmeren Sozialschichten, wie etwa das Ölgeld direkt in ihre Stuben zu bringen, kamen bei diesen am Anfang auch gut an. Nicht nur hat keiner etwas von dem Ölgeld gesehen, dank ihm ist sogar ihr eigenes Geld jetzt nur noch die Hälfte wert.

«Wir sind politisch und wirtschaftlich am Abgrund, so deutlich muss man das sagen», sagte Mohsen Resaei, einer der unabhängigen Kandidaten in der Präsidentenwahl 2013.

Nicht nur der Westen, sondern auch die islamische und arabische Welt wandten sich zunehmend von ihm und dem Iran ab. Am Ende blieb nur Syrien übrig, das aber selbst in einem Bürgerkrieg versank. Auch die beiden islamischen Supermächte Ägypten und die Türkei wollten von Ahmadinedschad nichts wissen.

Jetzt stehen im Iran Wahlen an und Ahmadinedschad darf laut Verfassung kein drittes Mal antreten. Keiner der Präsidentschaftskandidaten sagte etwas Positives über ihn. Für sie war seine Abenteuerpolitik Auslöser der Krise im Land.

Nach Meinung von Beobachtern hat Ahmadinedschad sich zu sehr überschätzt. «Er hat ja mehrmals ernsthaft behauptet, dass der Iran unter seiner Führung die zweite Weltmacht hinter den USA sei», sagt ein ausländischer Diplomat in Teheran. Die Menschen werfen ihm leere Versprechen vor und kreiden ihm den wirtschaftlichen Druck an, dem sie ausgeliefert sind.

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Aufruf zum Krieg in Ramallah

„Heute hatte ich das Gefühl in Syrien oder Gaza zu sein. Es ist merkwürdig, dass die PA, die Leute wegen kritischer Kommentare auf Facebook verhaftet, muslimischen Extremisten die Erlaubnis erteilt, durch Ramallah zu marschieren und zur Gründung eines Kalifats aufrufen.“ Sagt ein palästinensischer Uni-Student, der Zeuge der Demo in Ramallah war.

Hunderte muslimische Fundamentalisten marschierten am Dienstag (04.09.) durch die Strassen, um den 92. Jahrestag zum Fall des Kalifats (das osmanische Reich) zu begehen. Dieser Umzug wurde von der radikal-islamistischen Hizb-ut-Tahrir [Partei der Befreiung] angeführt, gegen die die PA in der Vergangenheit hart durchgegriffen hat. Nun wies die PA ihre Sicherheitskräfte an, nicht einzugreifen.

Hizb-ut-Tahrir ruft alle Muslime dazu auf, sich unter einem islamischen Staat mit islamischem Rechtssystem, Scharia und einem Kalifen, zu vereinen.

In Sprechgesängen zur Wiederherstellung des Kalifats riefen islamistischen Fundamentlisten die islamischen Armeen auf, „nach Palästina zu marschieren, um die al-Aqsa-Moschee und den Rest von Palästina zu befreien.“

Weitere Parolen unterstützen jihadistische Terroristen, die in Syrien im Kampf gegen das Regime von Bashir al-Assad im Einsatz sind.

Saleh und andere Mitglieder der Organisation verurteilten auch die Führung der PA, weil sie versagt habe, ihre Ideologie zu befürworten und die islamische Welt für einen Krieg gegen Israel zu mobilisieren.

Die Einwohner von Ramallah waren erstaunt, dass die PA Hunderten von islamischen Fundamentalisten die Erlaubnis erteilte, in ihrer Stadt zu marschieren in Szenen, die sich in den Stassen des von der Hamas kontrollierten Gazastreifens hätten abspielen könnten.

Funktionäre der Palästinensischen Autonomiebehörde haben keine Erklärung abgegeben, warum der Hizb-ut-Tahrir die Genehmigung erteilt wurde, eine Kundgebung für den Jihad [heiliger Krieg] gegen Israel abzuhalten.

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In der israelischen Hightechindustrie dürfen auch ultraorthodoxe Frauen arbeiten

Rund 800.000 Menschen, etwa zehn Prozent der israelischen Bevölkerung, bezeichnen sich als haredi, als ultraorthodox. Sie leben nach den Regeln der Thora: tägliches Beten, striktes Einhalten des Sabbats, Fernsehen ist verboten. Die Männer sollen sich der Lehre der Thora widmen, wenn überhaupt, arbeiten sie als Rabbiner, Synagogendiener oder Lehrer. Die Aufgabe der Frau ist vor allem, ihre Familie zu ernähren.

Mehr als 6.000 Menschen arbeiten bei Matrix, viele von ihnen sind junge Israelis, die sich nicht um Speisevorschriften scheren und gern das Wochenende durcharbeiten – oder durchfeiern. Doch die Mitarbeiterinnen der othodoxen Abteilung sind anders: Die 600 Frauen, die rund 50 Kilometer von Jerusalem entfernt in einem Hochhaus in der konservativen Siedlung Modi’in Illit arbeiten, sind streng religiös.

Auf den ersten Blick könnte man ihre Büros für eine jüdische Mädchenschule halten. Junge Frauen in Kopftüchern sitzen dort, die Blusen hochgeschlossen. Auf manchen Tischen liegen Gebetsbücher. Männer sieht man nicht. Die züchtig gekleideten Frauen schreiben Programme, bauen Websites und testen Software.

Weil die israelische Hightechindustrie boomt, versuchen neuerdings viele ultraorthodoxe Frauen dort ihr Glück. Die Vorgaben des Rabbiners sind strikt: Männer zu berühren ist für die Frauen tabu. Mit männlichen Kunden dürfen sie nur über die Arbeit sprechen, jeder private Satz wäre ein schwerer Verstoß. Das Internet dürfen die Haredim nur begrenzt nutzen, also nur jene Seiten besuchen, die sie für ihren Job benötigen.

Projekte, die früher in Indien oder China landeten, bearbeiten heute die Haredim. Der Aufwand der Firma ist groß, aber er lohnt sich, vor allem finanziell. Der Staat bezuschusst jeden Arbeitsplatz, der mit einem Ultraorthodoxen besetzt wird. Gleichzeitig arbeiten die Haredim zu deutlich niedrigeren Löhnen als säkulare Israelis; im Durchschnitt bekommen sie etwa ein Viertel weniger als die nicht religiösen Mitarbeiter. Deshalb entdecken immer mehr Unternehmen das Potenzial der ultraorthodoxen Community, einige werben gezielt um die Haredim.

Das mittelständische Unternehmen DAAT sitzt in einem der Glastürme Tel Avivs, im Erdgeschoss trinken Trainees mit dicken Brillen Cappuccino. Die Mitarbeiterinnen von DAAT hingegen, die im siebten Stock des Gebäudes arbeiten, dürfen das Café nicht einmal betreten. Sie sind fast ausnahmslos tiefreligiös. Auch sie tragen Kopftuch oder Perücke, um die Haare vor fremden Blicken zu verdecken, wie es für religiöse Juden üblich ist. Auch hier liegen Gebetsbücher direkt neben Tastatur und Maus.

Nili Davidovitz hat DAAT vor drei Jahren gegründet. Die 47-Jährige ist studierte Informatikerin – und streng religiös. In ihrer Firma ist nicht nur die Küche koscher. Kritische Aufträge bespricht Davidovitz mit einem Rabbiner: Darf die Firma beispielsweise eine Internetseite für einen Kinderfilm gestalten, obwohl Haredim nicht fernsehen dürfen? „Wenn er Nein sagt, werden wir das Projekt ablehnen“, sagt Davidovitz.

Seit seiner Gründung hat DAAT keine einzige Angestellte verloren, anders als viele andere IT-Unternehmen. „Die Frauen sind einfach froh, dass sie hier einen Ort gefunden haben, an dem sie als Religiöse arbeiten können“, sagt Davidovitz. Die Mittvierzigerin ist für ihre Angestellten nicht nur Chefin, sondern auch Bezugsperson. Und sie versucht zu schlichten, wenn die Familien der Frauen doch einmal Vorbehalte gegen die Hightechindustrie hegen. „Einmal wollte ein Ehemann nicht, dass seine Frau mit männlichen Kunden spricht“, erinnert sich Davidovitz. „Ich habe ihm versichert, dass kein Wort zwischen ihnen fällt, das nicht mit dem Job zu tun hat. Da hat er eingewilligt.“

Bereits jedes dritte Grundschulkind in Israel kommt aus einer religiösen Familie. Will die „Start-up-Nation“, wie Ökonomen Israel einmal genannt haben, ihre Wirtschaftskraft nicht verlieren, wird sie die Haredim integrieren müssen.

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Der Dschihad geht weiter bis zum Jüngsten Tag, der nicht kommen wird, bis die Muslime die Juden bekämpfen, sie vernichten und Jerusalem befreien

Gegenüber westlichen Medien und Politikern betonte Mursi, sein Land werde sich an internationale Verträge halten. Das wird von wohlgesinnten Beobachtern als Hinweis auf den Friedensvertrag mit Israel interpretiert. Trotzdem sieht die Muslimbruderschaft Israel weiterhin als „rassistischen und auf Expansion bedachten Staat“. Hinzu kommt, dass Mursi bei jeder passenden Gelegenheit Jerusalem als „einen der empfindlichsten und schwierigsten Punkte in der palästinensisch-israelischen Frage“ und „Palästina [als] Toppriorität für alle Araber“ bezeichnet. Mursi erklärt freilich nicht, warum die Palästina-Frage so wichtig sei. Angesichts der Probleme und zigtausenden Toten in Folge des arabischen Frühlings, sind seine Aussagen eher unlogisch.

Präsident Mahmud Abbas und sein Premierminister Salam Fajjad sehen an Mohammed Mursi besonders kritisch, dass er die Hamas als legitime Vertretung der Palästinenser im Gazastreifen behandelt. Ägypten verhandelt mit der Hamas über Sicherheits- und Grenzfragen, sowie über wirtschaftliche und humanitäre Fragen und ignoriert dabei die Palästinensische Autonomiebehörde (PA). Abbas wird nicht müde, zu betonen, dass es nur einen legitimen Präsidenten der Palästinenser gebe.

Professor Gamal Sahran, leitender Politologe an der Universität von Port Said, erklärte am 17. August im „Al-Alam“-Fernsehen im Duktus seines Präsidenten: „Jerusalem ist das Herz der Palästinafrage und Palästina ist das Anliegen aller Araber und Muslime“, um dann fortzufahren: „Deshalb steht die Vernichtung der zionistischen Größe außer Frage.“ Der ägyptische Politikprofessor ist der Ansicht: „Die arabischen Revolutionen, ausgehend von Tunesien, Ägypten, Libyen, dem Jemen, aber auch in Bahrain und an anderen Orten, haben in den Menschen neu die Hoffnung geweckt, dass Jerusalem und Palästina eines Tages zu ihnen zurückkehren werden.“ Weiter meint er: „Nächstes Jahr, so Allah will, wird Israel vernichtet sein.“

Der bekannte Geistliche Safwat Hidschasi, der die Kandidatur Mursis aktiv unterstützte, prophezeit: „Millionen marschieren, um die Al-Aksa-Moschee zu befreien, Israel zu vernichten und ein islamisches Kalifat mit der Hauptstadt Jerusalem zu errichten.

Ahmad Sabi, Medienberater der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbruderschaft, ist überzeugt: Durch den Frieden mit Israel „sind verschiedene Arten von Krebs, Hepatitis und Niereninfektionen“ nach Ägypten gekommen. Der stellvertretende Vorsitzende der Partei der Muslimbruderschaft, Issam al-Arjan bezeichnete die Abkommen von Camp David als hinfällig.

Der Scheich Hidschasi erläuterte im August im „Al-Kahira Wal-Nas-TV“, dass jeder, der einen Israeli auf der Straße sieht, verpflichtet sei, ihn zu töten.

Kurz darauf erschien ein Artikel des ägyptischen Parlamentsmitglieds Hussein Schehata auf der Webseite der Muslimbruderschaft. Darin preist der Dozent an der Kairoer Al-Aschar-Universität den Heiligen Krieg gegen die Juden, „die Nachfahren von Affen und Schweinen“, in Palästina, gegen die Amerikaner im Irak, gegen die Russen in Tschetschenien und die Feinde der Muslime in Kaschmir, Bosnien, Eritrea und Somalia. Der Tag des Gerichts werde kommen, so der ägyptische Parlamentarier, sowie die Muslime die Juden schlagen und Jerusalem befreien. „Wisset, oh ihr fastenden Brüder“, war seine Botschaft zum Fastenmonat Ramadan im Sommer 2012, „der Dschihad geht weiter bis zum Jüngsten Tag, der nicht kommen wird, bis die Muslime die Juden bekämpfen, sie vernichten und Jerusalem befreien.“

Scheich Jussuf al-Karadawi meinte am 18. Februar 2011 bei den Siegesfeiern auf dem Tahrir-Platz in Kairo, es sei Aufgabe der Muslime, die Juden „zu strafen“, „so wie Hitler das im Holocaust getan hat“.

Vergleiche auch Artikel: Endzeitstimmung im Iran – Warten auf den Imam-al-Mahdi

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Von Allah gesandt um Israel zu zerstören

Kaum jemand kennt das Regime im Iran wie Houshang Asadi. Er hat mit Irans Führer Chamenei eine Zelle geteilt. Nun organisiert er aus dem Exil den Aufstand gegen den Mann, der ihm einst so nahe war.

Nach seiner Meinung ist Ahmadinedschad eine austauschbare Figur. Es war bisher das System von Herrn Chamenei (dem religiösen und politischen Führer) andere nach vorn zu schicken und selbst im Hintergrund zu bleiben.

Ahmadinedschad hat viel davon gesprochen, Israel zerstören zu wollen. Damit hat er die Sympathie vieler Muslime in den arabischen Ländern gewonnen. Nach der Niederschlagung der grünen Bewegung haben die Berichte über die Ermordung der jungen Demonstranten die Stimmung in den arabischen Ländern verändert. Deshalb hat Chamenei nun beschlossen, Ahmadinedschad stärker zurückzupfeifen und erstmals selbst mehr in den Vordergrund zu treten.

Chamenei will die westliche Kultur zerstören und die islamische Kultur nach seiner Version etablieren.

Asadi befürchtet, dass sich der Westen zu stark auf das iranische Atomprogramm konzentriert. Das Hauptproblem des Iran ist seine fundamentalistische Regierung. Er nennt sie die schiitischen Taliban. Diese sind gegen alles Moderne und gegen die westliche Kultur.

Die iranische Führung braucht Atomwaffen, um sich zu schützen. Doch sie braucht sie auch, weil sie Israel zerstören wollen. Für die Islamische Republik und für Chamenei ist Israel der Feind. Und er denkt, dass Gott ihn gesandt hat, um Israel zu zerstören. Davon ist er tief in seinem Inneren überzeugt. Die iranische Führung ist eine Gefahr für die gesamte westliche Welt. Zuallererst aber ist sie eine Gefahr für den Iran selbst. Denn ein Krieg würde den Iran zerstören.

Jeden Tag werden im Iran Aktivisten und Kritiker verschleppt, misshandelt, weggesperrt. Es ist so schrecklich und traurig. Das Feuer schwelt unter der Asche. Und ein kleiner Funke reicht, um es zum Explodieren zu bringen, da ist sich Asadi sicher. Früher oder später werden die jungen Leute, vor allem die Frauen, die Lage im Iran verändern. Kein Regime kann sie auf Dauer kontrollieren.

Die westlichen Staaten sollten der iranischen Regierung nicht trauen. Doch zugleich ist der Iran ist das einzige Land im Mittleren Osten, in dem die Jugend nicht antiwestlich eingestellt ist, sogar eher prowestlich, pro-USA. Wenn es dem iranischen Regime gelänge, die grüne Bewegung zu zerstören, dann wäre dies das Ende der wichtigsten Modernisierungsbewegung im Mittleren Osten.

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Gegensätzliche Beurteilung aus Israel über den Konflikt Israel Iran

Eine Videoserie der proisraelischen Organisation „The Land of Israel“ hat die Aufmerksamkeit der Internet-Gemeinschaft geweckt. Darin bescheinigen die Macher Israel das Recht, im Konflikt mit dem Iran die Initiative zu ergreifen. „Jeder weiß, dass der Iran Israel und den Westen zerstören möchte“, leitet Ari Abramowitz den Film ein. Abramowitz fragt in dem Film, warum angesichts der iranischen Bedrohung durch mögliche Atomwaffen niemand handelt. Furcht sei der Grund, so meint er – genauer: „kognitive Dissonanz“, die unterbewusste Leugnung einer Gefahr, trotz der katastrophalen Folgen der Passivität. Im Folgenden veranschaulicht das Video verschiedene Angriffsszenarien, die möglich werden könnten, wenn der Iran Atomwaffen entwickelt. Abramowitz schlägt vor, nicht auf Diplomatie zu vertrauen, sondern entschieden zu handeln.

Im Gegensatz dazu  beurteilt der israelische General Amos Gilad die Sicherheitslage Israels als “äußerst angenehm” und bezeichnet sie als “präzedenzlos” in der Geschichte des jüdischen Staates. Indirekt bescheinigt Gilad dem Regime im Iran Rationalität, wenn er meint: “Abschreckung ist das Entscheidende, das die iranische Führung heute davon abhält, eine Entscheidung zum Bau einer Atombombe zu treffen.” (vgl. Artikel Kalter Friede besser als Krieg)

Auch Israels Armeechef Benny Gantz rechnet nach eigenen Worten nicht damit, dass der Iran eine Atomwaffe bauen wird. „Der Iran nähert sich schrittweise dem Punkt, an dem er eine Entscheidung treffen kann, ob er eine Atombombe bauen will“, sagte Generalleutnant Benny Gantz der Zeitung Haaretz. Die Entscheidung über diesen Schritt sei jedoch noch nicht gefallen. Der oberste politische und geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, würde einen großen Fehler machen, wenn er so weit ginge, sagte Gantz. Er glaube nicht, dass Chamenei diesen Weg beschreiten werde. Er gehe davon aus, dass die iranische Führung aus rational denkenden Menschen bestehe.

Der frühere israelische Geheimdienstchef Juval Diskin hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak nach Medienberichten im Atomstreit mit dem Iran scharf angegriffen. Die beiden Politiker würden die israelische Gesellschaft «in die Irre führen», wenn sie behaupteten, eine iranische Atombombe könne durch einen Militärschlag verhindert werden. «Ein Angriff auf den Iran wird sie (die Iraner) nur anstacheln, die Bombe noch schneller zu entwickeln», habe Diskin am Vorabend bei einer Konferenz in der Stadt Kfar Saba bei Tel Aviv gewarnt. «Ich glaube nicht an eine Führung, die Entscheidungen auf der Basis messianischer Gefühle trifft», sagte Diskin, der zwischen 2005 und 2011 Geheimdienstchef war.

Mit diesen Ansichten stehen sie offenbar im Widerspruch zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Iran vs. Israel – No Fear  Video von der proisraelischen Organisation „The Land of Israel“

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=CMJ4TYXDKLc]

Muslim und Zionist

Sein Vater verehrte Hitler. Kasim Hafeez schreibt über die Liebe zu Israel und die jüdischen Menschen.

Ich bin ein Zionist und ein stolzer Muslim. Und ich liebe Israel, aber das war nicht immer so. Viele Jahre war ich ziemlich das genaue Gegenteil. Ich erlebte starken Antisemitismus und nahm an anti-israelischen Aktivitäten an britischen Universitäten teil, weil ich ein antisemitischer, anti-israelischer Aktivist war.

Bis ich 18 Jahre alt wurde, war ich völlig vom radikalen Islamismus indoktriniert. Mein Hass auf Israel und die Juden wurde durch Bilder von Tod und Zerstörung, vor der Kulisse arabischer Melodien über Jihad und Reden von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah oder Osama Bin Laden angeheizt.

Also, was hat sich geändert? Ich fand in der örtlichen Buchhandlung ein Exemplar von Alan Dershowitz „The Case for Israel“. Angesichts meiner Meinung, dass die Juden und die Amerikaner die Medien kontrollieren, dachte ich, nachdem ich den Buchrücken gelesen hatte, dass sei wieder zionistische Propaganda.

Ich habe jedoch beschlossen, es zu kaufen. Ich wollte das Gegenteil beweisen und war mir sicher einen Sieg für die palästinensische Sache zu erringen.

Wie ich die Argumente von Dershowitz über die vielen Lügen, die ich als unbestreitbare Wahrheiten sah, las, suchte ich verzweifelt nach Gegenargumenten, fand aber nur hohle Rhetorik, die ich für viele Jahre geglaubt hatte. Ich fühlte eine wirkliche Krise in meinem Innern. Damit begann eine Periode der unvoreingenommenen Forschung. Bis dahin hatte ich nichts positives über Israel zu sagen.

Nun wusste ich nicht, was ich glauben soll. Ich war den anderen so lange blindlings gefolgt, doch nun musste ich mich fragen, ob ich falsch gewesen war. Ich erreichte einen Punkt, wo ich fühlte, ich hatte keine andere Wahl, als Israel selbst zu sehen. Nur so würde ich wirklich die Wahrheit erkennen. Das war ein lebensverändernder Besuch.

Ich fand keinen rassistischen Apartheidstaat, sondern ganz im Gegenteil. Ich wurde mit Synagogen, Moscheen und Kirchen konfrontiert, mit Juden und Araber die zusammen leben. Auch die Minderheiten spielen eine große Rolle in allen Bereichen des israelischen Lebens, sogar im Militär und der Justiz. Es war schockierend und öffnete mir die Augen. Dies war nicht das böse zionistische Israel, von dem mir erzählt worden ist.

Ich kam zum Schluss, dass das was ich geglaubt hatte nicht stimmte. Ich wurde mit der Wahrheit konfrontiert und musste sie akzeptieren. Aber was nun? Ich hatte seit Jahren gegen Israel gekämpft, aber jetzt habe ich eine andere Realität kennen gelernt.

Die Wahl war eindeutig: Ich musste für Israel einstehen.

Israel ist nicht nur eine jüdische Frage – es geht um Freiheit, Menschenrechte und Demokratie, all die Werte, die westlichen Nationen schätzen.

Kasim Hafeez ist ein britischer Muslim und ehemaliger Islamist, der jetzt ein stolzer Zionist ist und einsteht für Israel. Er betreibt einen Blog unter www.theisraelcampaign.org.

Coop sperrt Kommentarfunktion zu Herr Bardill’s Artikel über Israel vs Iran

Er schreibt: „«Die Atommacht Israel gefährdet den Weltfrieden.» Endlich schreibt einer seine Meinung“. „Der Krieg gegen den Iran ist längst geplant. Nicht nur von Israel.“ „Achmadinedschads Aussage, Israel sei ein Schandfleck, der von der Karte getilgt werden müsse, ist nachweislich eine Falschübersetzung.“ „Israel will gar nicht wissen, ob Iran die Atombombe baut.“

Das sind extrem harte Behauptungen ohne einen konkreten Nachweis. Die Coopzeitung möchte einer politisch extrem hart geführten Auseinandersetzung keine Plattform bieten. Sie entfernte jedoch nur die Kommentare.

Die nuklearen Kapazitäten des Iran erregen nicht nur in Israel Besorgnis, sondern auch in den arabischen Ländern des Nahen Ostens, besonders bei den Mitgliedern des Golf-Kooperationsrats. Dem iranischen Weltbild zufolge befinden sich die Islamische Republik und der Westen in einem Widerspruch von Gut und Böse – und diese Auseinandersetzung wird weitergehen, bis das „Gute“ gewinnt. Der Iran sieht sich von Feinden umzingelt und hat es versäumt, gute Beziehungen zu den meisten arabischen Ländern aufzubauen; eine Ausnahme ist Syrien. Ein kalter Krieg spielt sich zwischen dem Iran und Saudi-Arabien ab. (vgl. Artikel Iran kein Kompromiss möglich)

Iraner welche nicht ins System passen werden beseitigt. Ein Beispiel ist der Bericht von “Bild”-Reporter Marcus Hellwig. (vgl. Artikel Im Gottesstaat)

Bei der Aktion „israellovesiran“ konnten sich Iraner nicht offen äussern, weil sie um ihr Leben bangen müssen. (vgl. Israel loves Iran).

An jedem Tag werden im Iran 4-5 Menschen hingerichtet  (vgl. So viele Hinrichtungen im Iran wie seit Jahren nicht mehr)

Vielleicht liegen die Fakten anders als wir es wahrnehmen.

Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist

Israel droht ein Massenvernichtungsprogramm zu nichte zu machen. – Der Iran droht das jüdische Volk zu vernichten.

Die Vertreibung des jüdischen Volkes bringt keinen Frieden. – Die arabischen Länder sind in Aufruhr, obwohl sie „judenrein“ sind.

Israel stellt die Existenz arabischer Länder nicht in Frage. – Diese sprechen Israel jedoch das legale Recht der Existenz ab.

In den arabischen Ländern herrscht Unterdrückung. – In Israel herrscht Religions- und Meinungsfreiheit.

Israel greift militärische Einrichtungen an, – andere zielen auf Städte, welche nur zivil genutzt werden.

Andere verwenden Kinder als Schutzschilde. – Das israelische Militär ist der Schutzschild der zivilen Bevölkerung.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich vom Schweigen überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien. Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, zu helfen.

Gedanken zum Gedicht von Guenter Grass „Was gesagt werden muss“

Siehe auch: http://www.tagesschau.de/inland/hinrichs100.html

Netanjahus Büro veröffentlichte am Donnerstag folgende Stellungnahme zu dem antiisraelischen Gedicht: „Der peinliche Vergleich, den Günter Grass zwischen Israel und dem Iran gezogen hat, einem Regime, das die Shoah leugnet und zur Vernichtung Israels aufruft, sagt sehr wenig über Israel und viel über Herrn Grass … (mehr Informationen)
 

 

Ägyptisches Parlament erklärt Israel den kalten Krieg

Samstag, 17. März 2012 / Von Uri Russak aus Uris Tagebuch aus Israel

In meinem Tagebucheintrag vom 23.1.2012 zeigte ich ein eigentlich humorvolles Foto einer Gruppe frisch gewählter ägyptischer Parlamentarier. Einige schliefen und keiner von ihnen sah aus, als würde er sich auf die parlamentarische Arbeit konzentrieren. Ihrem Bartstil nach gehören sie den Salafisten an, sind Mitglieder der ägyptischen Al-Kaida Filiale, die fünfundzwanzig Prozent der Parlamentsitze gewonnen hatten. Das Bild ist amüsant, aber die Realität hat den Humor eingeholt.

Der ägyptische Winter ist in Ägypten voll am Ausbrechen und beginnt mit dem jihadistischen Judenhass und Hass gegen den Rest der Welt zu vereisen. Niemand scheint zu bemerken, wie sehr sich die politische Realität verändert, wie sehr der mässigende Einfluss Mubaraks auf das ägyptische Verhalten gegenüber Israel und auch den USA verloren geht. Weder die internationale Presse noch westliche Regierungen scheinen das gemerkt zu haben.

Das Parlament Ägyptens hat Israel einstimmig den Krieg erklärt. Anders ist sein einstimmig gefällter Entschluss, die noch regierenden Militärs zu veranlassen den israelischen Botschafter auszuweisen und den ägyptischen Botschafter in Israel von dort abzuziehen.

Dabei ist es jedoch nicht geblieben. Die parlamentarische Ägyptisches Parlament erklärt Israel den kalten Krieg weiterlesen

Israelisch-palästinensischer Vorschlag für eine internationale Truppe

Eine zivil-militärische Truppe soll dem Nahen Osten nach einem israelisch-palästinensischen Vorschlag Frieden bringen. Hochrangige Militärs und Sicherheitsberater aus Israel und der palästinensischen Selbstverwaltung haben vorgeschlagen, dass eine internationale Präsenz den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sichern soll.

Eine Friedenstruppe solle schon vor Israelisch-palästinensischer Vorschlag für eine internationale Truppe weiterlesen

Radikalisierung statt Friede im Nahen Osten

Eine hitzige Debatte ist entbrannt über den Beitritt der Terrororganisation Hamas und der noch radikaleren Gruppe Islamischer Dschihad in die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO), eine Organisation, die derzeit noch von der „moderaten“ Fatah dominiert wird.

Optimisten argumentieren, dass dieser Schritt die Terrororganisationen mäßigen werde. Vielleicht werde die Hamas nicht die Protokolle der Weisen von Zion aus ihrer offiziellen Charta entfernen, oder Selbstmordanschlägen, dem ständigen Raketenbeschuss und anderen mörderische Handlungen gegen israelische Bürger abschwören, oder Israel innerhalb der Waffenstillstandslinien von 1949 anerkennen. Immerhin, so sagen die Optimisten, habe die Hamas doch auch in der Vergangenheit gesagt, dass sie einen jüdischen Staat innerhalb dieser Grenzen anerkennen würde – als Vorstufe zu dessen Zerstörung.

Im Gegensatz dazu argumentieren die Pessimisten, dass die Hamas entweder die Kontrolle der PLO übernehmen oder die Fatah dazu zwingen werde, ihre Radikalität und Gewalt anzunehmen. Die Hamas werde dann versuchen, ihr ursprüngliches Ziel durchzusetzen, dass in ihrer Gründungscharta von 1963, also vier Jahre bevor der Gazastreifen und das Westjordanland unter israelische Kontrolle gerieten, festgehalten ist: „Die Befreiung des palästinensischen Heimatlandes“.

Weniger als 48 Stunden nachdem Hamas und der Islamische Dschihad zustimmten, der PLO beizutreten, wurde Fatah-Zentralkomitee-Mitglied und PA-Unterhändler Mohammed Shtayyeh in einer Londoner Zeitung mit der Aussage zitiert wurde, die Palästinenser würden nun die Abkommen zwischen Israel und der PLO aufkündigen – darunter auch die Anerkennung Israels. In der Zwischenzeit haben verschiedene Fatah-Vertreter dem Journalisten der Jerusalem Post, Khaled Abu Toameh, erklärt, sie fürchten, dass der Beitritt der Hamas der erste Schritt zur Übernahme der PLO durch die Terrororganisation sei.

Ismail Haniyeh und die Terrororganisationen werden in der muslimischen Welt zu großen Teilen als die wahren Vertreter der palästinensischen Interessen wahrgenommen. Die Fatah gerät somit unter Druck, ihre Loyalität gegenüber der palästinensischen Sache vis-à-vis Hamas zu vertreten und wird ihre Positionen radikalisieren müssen. Die Drohungen von Shtayyeh, alle Abkommen zwischen Israel und der PLO als ungültig zu erklären, sind Teil dieser Dynamik, in der Fatah und Hamas ihre Radikalität unter Beweis stellen wollen.

Ein weiteres Problem für die Fatah ist das Ausbleiben eines greifbaren Erfolges ihres lautstark beworbenen UN-Antrags. Die Hamas hingegen kann das Abkommen zur Freilassung von Gilad Shalit als großen Erfolg feiern und stellt es als Beweis dafür dar, dass bewaffneter Widerstand doch effektiv sei. In einer Rede zum 24. Jahrestag der Hamas nannte Haniyeh den Austausch einen „militärischen, diplomatischen und strategischen“ Sieg über Israel.

In derselben Rede erklärte der Hamas-Führer, dass seine Bewegung weiterhin dem bewaffneten Widerstand verpflichtet bleibe, um „alle Gebiete des besetzten Palästina“ zu befreien – ohne Unterscheidung zwischen dem Westjordanland und Tel Aviv. Es ist also absolut klar, dass weder die Hamas noch die radikalere Organisation Islamischer Dschihad einen Prozess der Mäßigung durchlaufen werden, wenn sie der PLO beitreten.

Auszug von einem Kommentar der Redaktion der Jerusalem Post 26.12.11

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Traditionen des extremistischen Judentums und der extremistischen Muslime unterscheiden sich bald nur noch in Äusserlichkeiten.

(Von Uri Paul Russak, Israel) Wir Juden haben uns im Mittleren Osten ganz prächtig eingelebt. Religion und Traditionen des extremistischen Judentums und der extremistischen Muslime in den arabischen Ländern und in den nicht arabischen Staaten Iran und Türkei unterscheiden sich bald nur noch in Äusserlichkeiten. In beiden Religionen geht es dabei vor allem um „heilige“ Traditionen, die meist weit älter als die Religion selbst sind. Das gilt für den relativ jungen Islam, aber auch für jüdische Bräuche.

Es gibt einen Unterschied vor allem zwischen aschkenasischen Juden und der islamischen Welt: Die meisten Juden haben die Aufklärung hinter uns, die meisten Muslime träumen noch nicht einmal davon. Doch gibt es leider mehr und mehr israelische Juden, die offensichtlich von dieser Aufklärung nichts mehr wissen wollen. Wie die kürzlichen Wahlen in vom arabischen „Frühling“ betroffenen Gesellschaften zeigen, gewinnen dort reaktionäre Parteien die Mehrheit. Die Einführung der Schariah wird verlangt, einer demokratischen Ordnung wird damit eine Absage erteilt. Religion gehört in einem modernen Staat von diesem grundsätzlich getrennt. Noch sind die Islamisten mit ihrer rückwärtsgewandten Politik in ihrem Wettlauf ins Mittelalter weit voraus, doch Israel scheint aufzuholen.

Weder in der traditionell islamischen, noch in der orthodox jüdischen Gesellschaft sind Frauen entscheidungsfrei. Sie sind Besitz der Männer und deren Clans. Nur soviel sei gesagt, dass sich die Situation der jüdischen Frauen fast täglich verschlechtert. Sie sollen gezwungen werden, in Autobussen nur noch hinten zu sitzen, nicht zusammen mit Männer auf dem selben Gehsteig zu gehen, ihr Erscheinungsbild wird laufend stärker als nicht bedeckend genug kontrolliert und kritisiert. Die Möglichkeit einer jüdischen Burka könnte Realität werden, die Trennung zwischen Frau und Mann soll immer einschneidender werden. Frauen sollen aus der Öffentlichkeit ganz verschwinden und weder gesehen noch gehört werden.

Frauen, die sich gegen Zumutungen dieser Art wehren, werden tätlich angegriffen, geschlagen, bespuckt und als Huren beschimpft. Aktivisten, die verbal und physisch auf Frauen eindreschen, kommen vor allem aus jiddisch sprechenden aschkenasischen Kreisen der Ultraorthodoxie. Noch ist der Grad der Entwürdigung der Frau nicht auf das Niveau muslimischer Eiferer gesunken. Noch wurden meines Wissens keine jüdischen Frauen wegen einem „Verstoss gegen die Familienehre“ getötet.

In der muslimischen Gesellschaft scheint die Mehrheit Frauenunterdrückung gut zu finden und sich dieser zu widmen. Unter Israels Juden ist hingegen die Reaktion der Öffentlichkeit über diese Vorkommnisse gewaltig. Die Abneigung gegen die Ultra-Orthodoxie nimmt weiter zu, ganz besonders, seit sogar ein siebenjähriges Mädchen von diesen Gottesfürchtern mehrfach bespuckt, beschimpft und mit Unrat beworfen worden ist.

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Israel soll nicht Iran werden

Demonstranten trugen Schilder mit Aufschriften wie: «Israel soll nicht wie der Iran werden» oder «Die Mehrheit bricht ihr Schweigen». Mehrere tausend Israelis haben am Dienstag 27. Dezember 2011 in Beit Shemesh nahe Jerusalems gegen die Diskriminierung von Frauen durch ultraorthodoxe Juden demonstriert.

Hintergrund ist der eskalierende Streit um die von den Ultraorthodoxen geforderte Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit. In Beit Shemesh westlich von Jerusalem war es zu gewalttätigen Ausschreitungen ultraorthodoxer Juden gekommen. Zuvor hatte die Stadtverwaltung zum dritten Mal in dieser Woche ein von religiösen Fanatikern angebrachtes Schild abgenommen. Darauf wird es Frauen verboten, auf demselben Bürgersteig zu gehen wie Männer. Die Fanatiker bewarfen die Polizisten mit Steinen und verletzten einen Beamten am Kopf. Auch ein zweiter Vorfall in Beit Shemesh löste hitzige Diskussionen in Israel aus.

In einem Fernsehbericht wurde ein siebenjähriges Mädchen gezeigt, das von ultraorthodoxen Fanatikern auf der Strasse bespuckt wurde, weil es nach Meinung der Täter unschicklich gekleidet war. Peres forderte die Bürger am Dienstag zu einer Gegendemonstration auf.

Aufgerufen zu der Demonstration in der vorwiegend von strenggläubigen Juden bewohnten Stadt Beit Schemesch hatten säkulare und religiöse Frauenrechtsgruppen. «Hier steht nicht ein einzelner Stadtteil oder eine bestimmte Buslinie auf dem Spiel, sondern der Charakter des Staates», sagte ein Parlamentarier der linken Meretz-Partei an der Kundgebung. Es stelle sich die Frage, ob Israel ein fortschrittliches und demokratisches Land oder eine abgeschottete und rückständige Gesellschaft sein wolle.

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