Schlagwort-Archive: Israel

Israelsonntag

2019:  Sonntag 25. August

Das Gedenken an die Zerstörung Jerusalems (Tischa BeAw) fand im christlichen Kalender Eingang am 10. Sonntag nach Trinitatis, auch «Israelsonntag » genannt. Luther setzte diesen Tag zu Beginn der Reformation ein, um sich mit den Juden solidarisch zu erklären. Zuerst wurde er «Jerusalem-Gedenktag» genannt.

Der Inhalt dieses Sonntags wurde in der Geschichte unterschiedlich verstanden. Israelsonntag weiterlesen

Tu BeAv – eine israelische Version vom Valentinstag

Donnerstagabend bis Freitagabend 16. August 2019

Tu BeAv ist in Israel ein Freudentag. Er gleicht etwas dem Valentinstag, an dem man sich Blumen schenkt. Die erste offizielle Erwähnung von Tu BeAv findet sich in der Mischna am Ende des zweiten Jahrhunderts. Es handelt sich um keinen traditionellen Feiertag, sondern um einen normalen Arbeitstag, auch wenn in der Nacht zu ihm viel gesungen und getanzt wird.

Wegen der freudigen Ereignisse, die an diesem Tag stattfanden, betrachteten die Gelehrten Israels den 15. Aw als einen der beiden erfolgversprechendsten Tagen im jüdischen Kalender (der andere ist Jom Kippur – Talmud, Taanit 26b).

Trotzdem sind für den 15. Aw Tu BeAv – eine israelische Version vom Valentinstag weiterlesen

Tischa BeAw – Tröstet mein Volk

2019:  9. Aw 5778    (wegen dem Schabbat am 10. Aw)  Sonntag 11. August

9. Aw als Schicksalstag
Am 9. Aw 586 v. Chr. wurde der Tempel durch Nebukadnezar zerstört. Am 9. Aw 70 n. Chr. wurde der Zweite Tempel Israels durch Titus vernichtet. Im Freiheitskampf der Zeloten unter Bar Kochba gegen Rom fiel die Festung Betar am 9. Aw 135 n.Chr. In Spanien mussten die Juden am 9. Aw 1492 das Land verlassen. Am 9. Aw 1914 begann der Erste Weltkrieg, der für die osteuropäischen Juden folgenschwer wurde.

Der Tischa BeAw (9. Aw) gehört zu den vier Trauertagen im jüdischen Kalender, die der Zerstörung Jerusalems gelten.

Der erste dieser vier Trauertage ist der 10. Tewet. Mit ihm begann die Belagerung Jerusalems durch die Römer im Jahr 70 n. Chr.

Am 17. Tammus brachen die römischen Legionen in die Vorstadt Jerusalems ein. Wenige Wochen später, am 9. Aw, geschah Tischa BeAw – Tröstet mein Volk weiterlesen

Statement zum Pazifismus

Von Elhanan ben-Avraham, 30. Juli 2019

Die Juden Europas trauten in den 1930er Jahren ihren Gastländer, insbesondere Deutschland. Warum sollten sie es nicht tun? Die Juden hatten sich als gute deutsche Staatsbürger erwiesen und dienten im Militär im Ersten Weltkrieg und erhielten Auszeichnung. Außerdem waren die Deutschen keine Barbaren, sondern gehörten zu den kultivierten und gebildetsten Menschen in Europa. Sie hatten Bach, Händel, Dürer, majestätische Kathedralen und die Reformation hervorgebracht. Die meisten Deutschen waren Christen, die einen Juden anbeten (Jesus). Sie hatten denselben Gott der Bibel wie die Juden selbst.

Die Ironie ist jedoch, dass das naive Vertrauen des jüdischen Volkes, insbesondere in Deutschland, nicht fundiert war. Statement zum Pazifismus weiterlesen

Geburtshaus von den Aposteln Petrus und Andreas gefunden

Die Überreste einer alten Kirche wurden im antiken Bethsaida freigelegt. Es wird davon ausgegangen, dass sie auf dem Geburtshaus der Apostel Petrus und Andreas aufgebaut worden war.

Diese Ausgrabung in Galiläa sorgt auch in der säkularen Presse für Schlagzeilen: Was Mordechai Aviam vom «Kinneret Academic College» zum Fund am Ufer des Sees von Galiläa im Norden Israels zu sagen hat, ist nichts weniger als eine archäologische Sensation. Israelische Archäologen haben eine mindestens 1’500 Jahre alte Kirche entdeckt, die wahrscheinlich über dem Haus der beiden Brüder und späteren Apostel Petrus und Andreas errichtet worden ist. Geburtshaus von den Aposteln Petrus und Andreas gefunden weiterlesen

Saudi nicht auf dem Tempelberg in Jerusalem willkommen

So begrüßten die Palästinenser einen Saudi-Blogger, der in der al Aqua Moschee zu beten kam.

Palestinians Spit On Pro-Israel Muslim Saudi

This is how Palestinians welcomed a pro-Israel Saudi blogger that came to pray at Al Aqua mosque.They have no respect to their holy site and to fellow Muslims. Show this to the world!

Gepostet von Hananya Naftali am Montag, 22. Juli 2019

Palästinenser haben Steine und Stühle auf einen Saudi-Bürger geworfen.

Palestinians Throw Chairs & Rocks At Pro-Israel Saudi Muslim

Dear Saudi Arabia,Today Palestinians have thrown rocks and chairs on your Saudi citizen, a Muslim worshipper that came to visit Jerusalem. His crime? He thinks Israel has the right to exist.They have no respect to Muslims. They are not peacemakers. Tell the world the truth!

Gepostet von Hananya Naftali am Montag, 22. Juli 2019

Auf dem Tempelberg haben Araber einen saudischen Jurastudenten angegriffen und verhöhnt. Er ist auch als Blogger tätig und gehört einer Delegation von sechs Journalisten aus arabischen Ländern an, die Israel besuchen. Deshalb wurde Mahmud Saud unter anderem als „Normalisierer“ beschimpft, wie die Tageszeitung „Jerusalem Post“ berichtet.

Das israelische Außenministerium kritisierte das „grausame und unmoralische Verhalten einiger Palästinenser nahe der Al-Aqsa-Moschee gegenüber einem saudischen Medienvertreter“. Dieser sei nach Jerusalem gekommen, um „eine Brücke für Frieden und Verständigung zwischen Völkern zu sein“.

Saud hat auch die Knesset besucht. Dort ließ er sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Außen- und Verteidigungsausschusses, Avi Dichter, fotografieren. Andere Mitglieder der Delegation verbergen hingegen aus Sicherheitsgründen ihre Identität. Neben Saudi-Arabien stammen die Journalisten aus dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien oder Ägypten. mehr Informationen

Dieser Besuch findet nur einen Monat nachdem sechs israelische Journalisten in den Persischen Golf eingeladen wurden.

Die gegenseitigen Besuche erfolgen im Zuge der zunehmenden Normalisierung zwischen Israel und mehreren arabischen Ländern in der Region.

Als der saudische Journalist den Tempelberg in Jerusalem besuchte, versammelte sich eine Menschenmenge, um ihn zu schikanieren. Die Erwachsenen spornten einen palästinensischen Jungen an, der ungefähr 9 oder 10 Jahre alt zu sein scheint, um dem Saudi ins Gesicht zu spucken – die erniedrigendste Beleidigung in der arabischen Kultur.
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Vom Iran vorgeführt

Die Art von Erpressung, die der Iran im Allgemeinen einsetzt: Gehe einen Deal ein, oder du wirst angegriffen.

Teheran versteht, wie man einen langfristigen Kampf, ohne einen echten konventionellen Krieg führen kann. Das Regime beherrscht diese Form des Krieges meisterhaft. Es profitiert davon, indem es die Wahrnehmung des Westens nährt:  ‚Deal oder der Krieg‘. Die andere  Option jedoch ist: ‚Kein Deal und kein Krieg‘.

Dabei sieht sich der Iran bereits im Krieg mit den USA. Die USA und ihre Verbündeten stehen daher in einem Konflikt mit dem Iran. Dieser Konflikt hat viele Formen.

Die Annäherung an die iranischen Spannungen mit einer iranischeren Sicht auf die Region und die Welt wäre besser, um den Konflikt zu verstehen. Frieden ist kein Frieden und Krieg ist kein Krieg in dieser Diskussion. Wenn der Iran mit Krieg droht, will er keinen Krieg. Wenn es um das Bedürfnis nach Frieden geht, bedeutet es Frieden zu seinen Bedingungen, in dem er weiterhin eine aggressive Rolle spielt. Vom Iran vorgeführt weiterlesen

Schawuot / Pfingsten – Gott offenbart sich

Das jüdische Schawuot wird am 6. Siwan gefeiert – in der Diaspora zusätzlich auch am 7. Siwan. Das hebräische Wort Schawua heißt Woche und Schawuot ist die Mehrzahl davon, bedeutet also «Wochen». Sieben Wochen nach Passah, also am 50. Tag danach (griechisch Pentecoste, d.h. der Fünfzigste), soll Schawuot gefeiert werden (5. Mose 16,9-10). Die Zeit zwischen den Festen zählt man mit dem Omer. Das ist das hebräische Wort für Garbe.

An Passah brachte man die Schawuot / Pfingsten – Gott offenbart sich weiterlesen

Lag b’Omer – Fest der Freudenfeuer in Israel

2019: abends Mittwoch 22. Mai bis Donnerstag 23. Mai  / Sefirat HaOmer – Omer-Zählen

Lag baOmer ist am 33. Tag des Omer-Zählens zwischen Pessach und Schawuot und ist jeweils am 18. Ijjar. Lag (hebräisch ל״ג) steht für 33.

Die Zeit des Omerzählens gilt bei den religiösen Juden als ernste Zeit, in der keine Hochzeiten oder andere Vergnügungen stattfinden. Einige lassen sich während dieser Zeit auch keine Haare schneiden. Diese ernste Zeit wird nur am 33.Tag, dem Lag BaOmer, und seit 1948 auch am Unabhängigkeitstag Israels, dem Jom Ha- Azmaut, unterbrochen.

Lag baOmer ist ein fröhliches Fest. Die verschiedenen einschränkenden Lag b’Omer – Fest der Freudenfeuer in Israel weiterlesen

Die geschichtlichen Wurzeln des Nahost-Konflikts

Das heutige Israel gehörte seit 1517 zum osmanisch-türkischen Reich und war lange Zeit weltpolitisch bedeutungslos. Erst mit der Belagerung von Akko und der kurzen Eroberung von Haifa 1799 durch Napoleon rückte das heutige Israel in das Bewusstsein der damaligen Weltbevölkerung. Plötzlich sah England durch den Feldzug nach Ägypten 1798 durch Napoleon den ungehinderten Zugang über den Nahen Osten zu seinen Stützpunkten in Indien bedroht.

Konflikt der Ideologie
Vor Ort entsetzte den Religionsgelehrten der altehrwürdigen al-Azhar-Universität die Behauptung der Fremden, alle Menschen seien vor Gott gleich. „Wie könnte das sein, da Gott doch manche über andere gestellt hat?“ Er meint damit: Die Muslime über die Ungläubigen. Napoleon Bonaparte selbst sieht sich als oberster Verteidiger des Islams. Seine Reitersoldaten tragen Uniformen in Grün – der Farbe des Propheten. Er schlägt vor, das Freitagsgebet in der großen Moschee der al Azhar möge ab sofort in seinem statt im Namen Allahs gesprochen werden. Kaum ein Jahr nach seinem pompösen Einzug in Kairo, am 22. August 1799, setzt sich Napoleon per Schiff nach Frankreich ab. Seine Soldaten lässt er am Nil zurück. Tausende sterben. In Paris verkauft er die „Expedition“ als großen Erfolg.

1827 versenken Frankreich, Großbritannien und Russland die osmanische Flotte. Der osmanische Sultan in Istanbul wird zu einer Spielfigur der europäischen Großmächte.

Neues religiöses Erwachen
Auch in kirchlichen Kreisen Die geschichtlichen Wurzeln des Nahost-Konflikts weiterlesen

Naqba – Katastrophe

Am 15. Mai ist wieder  die Naqba (arab. Katastrophe). Das Symbol der Naqba ist der Schlüssel geworden, den die Vertriebenen von ihren Häusern in der Hoffnung mitgenommen hatten, um eines Tages wieder in ihre Häuser zurückzukehren.

Als Nakba oder an-Nakba, deutsch Katastrophe oder Unglück, wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet. Die Gründe, die zur Flucht von rund der Hälfte der arabischen Bevölkerung des britischen Mandatsgebietes Palästina führten, sind umstritten.  Naqba – Katastrophe weiterlesen

Jom HaAzmaut – Israels Unabhängigkeitstag

2019: Mittwoch Abend 8. Mai – Donnerstag 9. Mai. Der 71. Jom HaAtzma’ut.

Jeweils am 5. Ijjar (2019 wegen dem Schabbat um einen Tag vorverschoben) des jüdischen Kalenders feiert Israel seinen Unabhängigkeitstag, den Jom haAtzma’ut (hebräisch: יום העצמאות, Tag der Unabhängigkeit). Die israelische Unabhängigkeitserklärung erfolgte am 14. Mai 1948 beziehungsweise 5. Ijjar 5708 durch David Ben-Gurion. Jom HaAzmaut – Israels Unabhängigkeitstag weiterlesen