Somalia: Muslimische Extremisten peitschen Christin öffentlich aus

In Somalia erhielt eine 28-jährige Christin nach wochenlanger Haft öffentlich 40 Peitschenhiebe. Die 28-jährige Sofia Osman sei am 22. Dezember in der Stadt Janale mit 40 Hieben vor einer jubelnden Menschenmenge blutig und bewusstlos geschlagen worden, berichtet der Informationsdienst Compass Direct. Im November sei Osman von der radikal-islamischen Shabab-Miliz gefangen genommen worden. Mit der Auspeitschung hätten die Extremisten Osman freigelassen. Sie sei traumatisiert und schweige über ihre Erlebnisse während der Haft in einem Shabab-Lager.

Die militante Gruppe steht mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung und will Somalia von Christen „säubern“. Sie bekämpft die Übergangsregierung und strebt danach, das islamische Religionsgesetz, die Scharia, im ganzen Land durchzusetzen. Es bedroht unter anderem den „Abfall“ vom Islam mit dem Tode.

Im Jahr 2011 hat die Miliz drei Christen umgebracht; im Vorjahr waren es mindestens 15. In den vergangenen vier Jahren haben die schätzungsweise bis zu 7.000 Shabab-Kämpfer insgesamt mehr als 18.000 Zivilisten getötet. Weniger als ein Prozent der 8,7 Millionen Einwohner des Landes am Horn von Afrika sind Christen, die übrigen meist Muslime.

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