Saudischer Ikea-Katalog: Mutter einer vierköpfigen Familie ersatzlos entfernt

Die schwedische Möbelkette Ikea hat aus ihrem Katalog für Saudi-Arabien Frauen wegretuschieren lassen. «Metro» hatte auf der Titelseite seiner Montagausgabe die schwedische und die saudi-arabische Version eines Badezimmer-Fotos aus dem neuen Katalog für 2013 gezeigt. Aus letzterer wurde die Mutter einer vierköpfigen Familie ersatzlos entfernt.

«Wir bedauern sehr, dass das passieren konnte und hätten schneller reagieren müssen», sagte eine Unternehmenssprecherin nach der Veröffentlichung von Vergleichsbildern aus den ansonsten identischen Katalogen. Der Ausschluss von Frauen aus der Saudi-Arabien-Version des Kataloges steht in Konflikt zu den Werten der Ikea-Gruppe. Dazu gehöre «ein klarer Verhaltenskodex», der jede Diskriminierung wegen Geschlechts, Rasse, Religion, Behinderungen oder Sexualität ausschliesse.

Hintergrund für das Verschwinden von Frauen aus der saudi-arabischen Version sind die strengen Vorschriften in dem arabischen Land für das Abbilden unbedeckter weiblicher Haut.

In islamisch geprägten Kulturen darf die Frau nur verhüllt in der Öffentlichkeit zu sehen sein.

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