Salz und Licht

Die ganze Finsternis der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen.

Matthäus 5,13-16
13 Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.
14 Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.
15 Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind.
16 So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

„Ihr seid das Salz der Erde“
Salz bringt den Geschmack zur Entfaltung, Salz konserviert und galt zur Zeit der Bibel als reinigend (vgl. 2. Mose 30,35; 2. Könige 2,19-23; Hesekiel 16,4) und wurde Opfern beigegeben (3. Mose 2,13; Hesekiel 43,24). Mit Salz wird Fleisch koscher (jüdisch rein) gemacht. Jesus will hier sagen: Nachfolger von Jesus bewirken etwas.

Wer jedoch den Glauben verliert, ist kraftlos. Mit dem Adjektiv bzw. dem Substantiv μωρός , „töricht“ bzw. „Tor“ (hier als „fade“ übersetzt) bezeichnet der Evangelist Matthäus stets Menschen, die nicht glauben. Salz verändert sein Umfeld und ist wie der Sauerteig der den ganzen Teig durchsäuert.

„Ihr seid das Licht der Welt“
Durch Jesus wird es hell – es wird Licht.
In Jesaja 49,6 sagt Gott: „Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.“

Johannes 8,12: „Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Damit bezieht sich Jesus auf Jesaja 49,6)

In Johannes 9,5 sagt Jesus: „Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“  und  Jesaja 60,1: Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir!“

Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben, ebenso wie die Stadt Safed, die über dem See Genezareth thront. (Im Jerusalemer Talmud (RH 2:1, 58a) wird Safed als einer der Berggipfel erwähnt, von denen zur Zeit des Herodianischen Tempels Feuersignale übermittelt wurden).

Licht bringt hervor, was verborgen war. Wer nichts zu verbergen hat, muss sich nicht vor dem Licht fürchten, sondern kann sich darüber freuen.

Salz und Licht bewirken etwas. Das Ziel ist, dass die Menschen nicht einen Menschen ehren, sondern den Vater im Himmel verherrlichen (Vers 16). Paulus bezeichnet das als den Sinn des Lebens: „… damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien“ (Epheser 1,12 wie auch 1,6; 1,14).

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