Paris: Statements und Gedankenanstöße

Michael Bahnerth meint in der BAZ: Die Zeit des Debattierens ist nach den Anschlägen in Paris vorbei. Jetzt herrscht Krieg. Einer, den Europa und die USA annehmen müssen, wenn wir und unsere Werte überleben sollen.  mehr Informationen

Burkhard Müller-Ullrich: Wir alle empfinden durch die Wiederholung unsere Ohnmacht und bekommen eine Ahnung von dem, was uns als Schlimmstes droht: das Ende der Unbeschwertheit, des köstlichsten Merkmals unseres Lebensstils. mehr Informationen

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat mit Entsetzen auf die Terrorserie in Paris reagiert. ZMD-Vorsitzender Aiman Mazyek sagte dazu in einer ersten Reaktion: „Wir sind tief erschüttert über diesen feigen und perfiden Massenmord“. „Wir stehen solidarisch an der Seite Frankreichs und trauern um die vielen Opfer und sind in Gedanken und Gebeten bei den Familienangehörigen“.   mehr Informationen

20Min berichtet, dass ein Samir K. auf der Facebook-Seite des Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) schrieb: «Ich bin extrem traurig. Kann mich vor Trauer kaum einkriegen. Ich heule schon den ganzen Tag. Nur 140…» Als sich die anderen User über seinen zynischen Kommentar empörten, schrieb K., solche Anschläge würden sich fortsetzen, solange sich die westlichen Länder nicht aus dem Nahen Osten zurückziehen würden. Ähnlicher Meinung ist zum Beispiel Soner O. Er sagt, die Europäer seien «zehn Mal schlimmer als der ISIS».   mehr Informationen

Muslimische Verbände auf der ganzen Welt reagieren schockiert auf die Anschläge in Paris und verurteilen den Massenmord aufs Schärfste. 132 Tote, mehr als 350 Verletzte – all dies im Namen Allahs! Damit führten die Terroristen auch Krieg gegen den Islam, heißt es etwa beim Zentralrat der Muslime in Deutschland.  mehr Informationen

Am israelischen Armeeradio meinte der israelische Verteidigungsminister Moshe Yaalon am Sonntag: Europäische Staaten, Frankreich eingeschlossen, würden Zivilisten abhören, die Passkontrollen strikter gestalten und Wachen an den Eingängen zu öffentlichen Orten postieren müssen. Bis jetzt gab es in Frankreich laut Yaalon kein Anzapfen von Telefonkonversationen seiner Bürger, doch seiner Meinung nach dürfte sich das dort und anderswo in Europa ändern.   mehr Informationen

Präsident der Zürcher Muslime, Mahmoud El Guindi, meint: Mahatma Gandhi sagte: «Es gibt mehrere Ziele, für welche ich bereit wäre, zu sterben – aber keine, für welche ich bereit wäre, zu töten.» Er wurde von einem fanatischen Hindu ermordet. Der israelische Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin ist Opfer eines jüdischen Extremisten geworden. Und Anwar al-Sadat von Ägypten – auch er Friedensnobelpreisträger – wurde von einem muslimischen Fundamentalisten umgebracht. Bleibt das Christentum, diese pazifistische Religion. Sie hat zwei Weltkriege und den Holocaust hinter sich. Natürlich geschah dies nicht, weil die Täter Christen waren – sondern obwohl sie Christen waren. Gewalt ist ein menschliches Phänomen, kein religiöses Phänomen.
Auf die Frage: Fürchten Sie, dass das Leben der Schweizer Muslime nach den Anschlägen in Paris nun schwieriger wird? Meint er: Ich denke, eher nicht. Vielleicht ist dies Wunschdenken. Aber die Muslime sind schon länger in der Schweiz und alles in allem relativ gut integriert. Dies liegt wohl auch daran, dass die 450’000 Schweizer Muslime mehrheitlich aus europanahen Kulturen stammen. Sie kommen zu je rund 30 Prozent aus Bosnien, Albanien und der Türkei. In Frankreich haben sich dagegen vor allem Nordafrikaner aus einstigen französischen Kolonien niedergelassen, wo Integrationsprobleme herrschen.   mehr Informationen

Holger Michel ist noch immer ganz entsetzt, wenn er daran denkt, wie schnell nach den Anschlägen von Paris die ersten hämischen Einträge auf Facebook auftauchten. „Ihr holt sie ins Land, jetzt habt ihr den Salat“ – so in etwa lauteten einschlägige Kommentare im Netz. „Dabei sind die meisten der Flüchtlinge, die wir hier betreuen, genau vor diesem Terror des IS geflohen„, sagt der Sprecher der freiwilligen Helfer in der Flüchtlingsunterkunft im Berliner Rathaus Wilmersdorf.

Diana Hennings, Gründerin und Vorstand der Flüchtlingshilfsorganisation „Moabit hilft“ sagt: „Die Flüchtlinge sind sich bewusst, welche Ängste der Anschlag in der Bevölkerung auslöst – und dass es genau der Plan der Terroristen ist, die westliche Gesellschaft zu verunsichern und zu spalten.“

Die Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner hat selbst während des Studiums ein Jahr lang in der Gegend um das Pariser Konzerthaus Bataclan gelebt, war zahlreiche Male in dem attackierten Restaurant „Le Petit Cambodge“ essen. „Das Schockierende ist, dass die Täter genau die Orte ausgesucht haben, in denen das linke, weltoffene, multikulturelle Milieu verkehrt„, sagt Brantner, die froh ist, keinen ihrer Freunde verloren zu haben.

Victoria Baxter engagiert sich seit vier Monaten ehrenamtlich als Helferin am Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso). Sie sagt: „Die IS-Leute sind schon da„. „Wir müssen die Realität so wahrnehmen, wie sie ist.“ Für die Flüchtlingshelfer sei das eine schwierige Situation, zumal sie häufig genug Schutzsuchende bei sich zu Hause aufnähmen. „Wenn einer von denen sich als Islamist entpuppt, sind wir mit in der Schusslinie. Das ist für uns eine große Gefahr.“  mehr Informationen

Stefan Aust von welt.de schreibt: Dies ist kein Terrorismus mehr, es ist Krieg – globaler Krieg. Vor allem ein islamistischer Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten, der den Irak zerrissen hat, Syrien, den ganzen Nahen Osten, und der sich ausbreitet mit digitaler Geschwindigkeit in einer globalisierten Welt.

Die Videos vom Köpfen Ungläubiger haben die Unmenschlichkeit dieser gläubigen Mörder auf jedes Smartphone katapultiert. Hochauflösend, hollywoodreif gestaltet und musikalisch untermalt: Spiel mir das Lied vom Tod als Realityshow. Erst am vergangenen Donnerstag, einen Tag vor Paris, wurde ein solches Propagandavideo im Internet verbreitet. Menschen werden geköpft, Bomben explodieren, und dazu singt eine Stimme aus dem Off: „Bald, sehr bald wird das Blut fließen wie ein Ozean. Die Kehle der Ungläubigen wird erzittern vor den Messern. Die Löwen der Ummah sind erwacht. Sie haben ihre Schwerter erhoben.“

Inzwischen ist aus dem religiös verbrämten Anspruch „Islamischer Staat“ so etwas wie ein Kalifat geworden, ein mörderischer Staat, der seine klandestinen Bodentruppen in alle Welt schickt, Karikaturisten in Paris ermordet, ein russisches Flugzeug mit Touristen vom Himmel holt und nun jugendliche Zuhörer eines Rockkonzerts abschlachtet. Und mit Selbstmordattentätern ein deutsch-französisches Freundschaftsspiel angreift. Die Einschläge kommen näher. mehr Informationen

Thomas Span (Politikwissenschaftler und Historiker) meint: Die schnell behauptete Trennung zwischen Islam und Islamismus funktioniert nicht. Es ist ein Weltbürgerkrieg. Er tobt quer durch die Staaten und Kontinente, quer durch soziale, ethnische und kulturelle Gruppen und Identitäten. “Von Jahrzehnt zu Jahrzehnt erreichte der islamische Terror neue gefährlichere Eskalationsstufen. Paris ist nicht die Endstation”, bilanziert die FAS. Selbstkritisch schreibt die Islamische Zeitung: “Man wird auch schon bald zahlreiche Distanzierungen und Deassoziierungen der muslimischen Welt vernehmen – Beiträge von hunderten Gelehrten, die den Terrorismus klar ablehnen, zitieren können. Unsere Repräsentanten werden in den Medien immer wieder ihren Unmut formulieren. Und doch hat dieses Verbrechen – leider – mit uns Muslimen zu tun. Ob wir es wollen oder nicht: Die Formensprache und die Teilnahme am Ritus, die die Verbrecher wählen, assoziiert das Phänomen der islamischen Lebenspraxis in Europa auf fatale Weise mit Mord und Totschlag. ”  mehr Informationen

Thomas Span meint: Es gibt ein fundamentales Problem. Mohammed hat göttlichen Weisungscharakter und war – wenn man dem Koran und den Hadithe glaubt – genau das, was wir Europäer heute als Terrorist bezeichnen.

Mohammed war der Befehlshaber und Vordenker einer Gruppe, die ihre Weltanschauung mit terroristischen Methoden und jenseits jeglicher menschlicher Regungen im wahrsten Sinne des Wortes mit Feuer und Schwert verbreitete. Innerhalb von nur vierzig Jahren wurden die christlichen, jüdischen und zoroastrischen Gemeinden im Nahen Osten erobert und zwangskonvertiert.

Die Muslime der Spätantike waren bis in das Hochmittelalter hinein eine aggressive Terrororganisation, die vor definitiv nichts zurückschreckte, um ihre Philosophie zur und den damit verbundenen Machtanspruch zum alleinig herrschenden zu machen.

Gegen das, was die Muslime bei ihrer Expansion an Ermordeten und Versklavten bewirkten, waren die Opfer des christlichen Versuchs, ihre religiösen Heiligtümer zurück zu erobern, verschwindend gering.

Die jüdische Gottesstaatsidee hatte sich mit dem durch das europäische Rom veranlassten Ende des Hasmonäerstaates 63 v.Chr. und der Niederschlagung jüdischer Aufstände im ersten nachchristlichen Jahrhundert faktisch aus der jüdischen Glaubenswelt verabschiedet.

Die Idee eines totalitär-christlichen Staates, die übrigens in eklatantem Widerspruch zum theologischen Anspruch Jesu steht, ging im Zuge der Aufklärung ebenfalls ihren Weg in die Geschichtsbücher.

Das aber ist beim Islam anders. Nicht nur im sa‘udischen Wahabismus nebst seinen salafistischen Ablegern bis hin zum „Islamischen Staat“ spukt die Idee des supranationalen, weltumspannenden Kalifats der islamischen Umah (Gemeinschaft) nach wie vor in den Köpfen herum.

Der Terror hat sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun. Er ist – daran führt angesichts der Geschichte Mohammeds und den entsprechenden Forderungen in den islamischen Basiswerken kein Weg vorbei – das zwangsläufige Resultat einer fundamentalistischen Übernahme und Umsetzung dessen, was Mohammed vor rund 1.400 Jahren niederschrieb und in die Tat umgesetzt sehen wollte.

Dennoch – und das ist an dieser Stelle bedeutsam – ist selbstverständlich nicht jeder Muslim ein Terrorist, und alles andere wäre absurd. Aber leider kann sich jeder muslimische Terrorist völlig zu Recht auf den Islam berufen.

Wenn sich die Vertreter und Anhänger des Islam jedoch weiterhin aus ihrer Verantwortung damit herauszuwinden suchen, dass sie die unabweisbar in ihren religiösen Wurzeln verankerten Fundamente des weltweiten Terrors als „unislamisch“ charakterisieren, wird bei den Nicht-Muslimen immer das Gefühl vorhanden bleiben, dass diese Floskeln letztlich nur dem Ziel der Verschleierung wahrer Ziele dienen sollen.

Als Deutscher trage ich auch heute eine Verantwortung dafür, dass sich der Holocaust niemals wiederholen kann – und ich kann mich nicht davon freisprechen, dass dieser Massenmord im Namen meines Volkes geschah. Als christlich geprägter Europäer bin ich dafür verantwortlich, die Massenunterdrückung anderer Kulturen und ihrer Menschen im Namen Jesu niemals wieder zuzulassen – und ich kann mich nicht damit davonstehlen, dass ich feststelle, die Schandtaten hätten mit des Intentionen des Jesus nichts zu tun.

Die Muslime müssen sich, soll ihre Distanzierung von den Terrortaten fundamental-islamischer Aktivisten im Nahen Osten wie anderswo auf der Welt redlich sein, dazu bekennen, dass diese Verbrechen im Namen ihres Glaubens geschehen. Das hat mit persönlicher Schuldanerkenntnis ebenso wenig zu tun wie mein Bekenntnis zum Verbrechen des Holocaust und der Untaten der Konquistadoren. Wer sich aber herauswindet, ist zur Überwindung eines Übels unfähig.  mehr Informationen

Dominik Feusi: Die islamische Welt hat unzweifelhaft ein Problem. Doch dieses Problem muss die islamische Welt ­selber lösen. Wir können diese Länder nicht in die Aufklärung bomben. mehr Informationen

Den Konflikt mit den Islamisten kann man nur theologisch angehen. Solange Muslime glauben, dass der sicherste Weg ins Paradies ein Selbstmordanschlag ist, bleibt der Islam eine Todeskultur.

Muslime müssten aufzeigen, dass der Islam etwas anderes lehrt.

Denn die Teilnahme am Dschihad garantiert nicht das Paradies, wie eine Begebenheit aus dem Heiligen Krieg bei Ibn Hischam aufzeigt.

Abd Allah b Rawaha sagte: „Bei Allah, ich hänge nicht an dieser Welt. Auch weine ich nicht aus Liebe zu euch. Ich habe jedoch gehört, wie Mohammed einen Quranvers rezitierte, in dem von der Hölle die Rede ist. Er lautet: ‚Ein jeder von euch (Moslems) wird in sie (die Hölle) hineinkommen! Dies ist eine unausweichliche Bestimmung, die dein Herr durchführen muss‘ (Sure 19,71). Ich weiß aber nicht, wie ich wieder herauskomme, wenn ich einmal darin bin.“ (Und das sogar, wenn er in den Heiligen Krieg zieht).

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