Palästinenser bekämpfen sich gegenseitig

In den vergangenen fünf Jahren haben die Hamas und die Fatah beide ihr Volk viele Male belogen, was die Beilegung ihres Machtkampfes angeht. Beide haben die Unterstützer des jeweils anderen Lagers getötet, gefoltert und verhaftet.

Im Verlauf der letzten Jahre haben Saudi-Arabien, der Jemen, Ägypten, Katar und Tunesien versucht, die Fatah und die Hamas davon zu überzeugen, den Krieg zu beenden; doch bisher waren alle Bemühungen vergeblich.

Fast alle paar Wochen treffen sich diese Führer in arabischen Hauptstädten und verkünden, einen „Einheits-Deal“ abgeschlossen zu haben, der den Palästinensern Friede und Einheit bringe.

Vor zwei Wochen trafen sich nun Vertreter der Fatah und Hamas in Kairo und verkündeten ein neues Abkommen – dieses Mal um das vorherige Doha-Abkommen umzusetzen. Das letzte Abkommen, welches unter Druck der ägyptischen Behörden zustande gekommen war, erntete von vielen Palästinensern nur Spott.

In vielfacher Weise scheint der Status Quo für Fatah und Hamas dienlich zu sein. Fatah hat einen Ministaat im Westjordanland und ist Nutzniesserin von Hunderten Millionen von Dollars, die von internationalen Geldgebern in Salam Fayyads Regierung fliessen.

Die Hamas ist ihrerseits glücklich, dass es die exklusive Kontrolle über den ganzen Gazastreifen hat, der zu einem unabhängigen islamischen Emirat geworden ist. Das letzte was Hamas will ist, die Fatah zurück in den Gazastreifen zu holen. Ähnlich ist die Fatah nicht scharf darauf, dass die Hamas im Westjordanland an Macht gewinnt.

Für Mahmud Abbas wäre es viel einfacher, einen Deal mit Israel zu erreichen als mit der Hamas, deren ultimatives Ziel es ist, beide loszuwerden – Fatah und Israel.

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