Erstmals eine palästinensische Mehrheit gegen eine Zweistaatenlösung

51 Prozent der Palästinenser in der Westbank und im Gazastreifen sind heute gegen eine Zweistaatenlösung mit Israel. Zu diesem Schluss gelangt das Palestinian Center for Policy and Survey Research in seiner jüngsten Umfrage.

42 Prozent der Befragten bevorzugen den bewaffneten Kampf für die Verwirklichung des Ziels eines eigenen Staates. 29 Prozent der Palästinenser dagegen sehen in Verhandlungen den effizientesten Weg zu diesem Ziel, während 24 Prozent für den gewaltlosen Volkswiderstand sind.

Interessanterweise sind 49 Prozent der Palästinenser gegen die arabische Friedensinitiative, die eine Rückkehr Israels auf die 1967er Linien vorsehen würde; nur 45 Prozent unterstützen diese Initiative.

58 Prozent lehnen das Konzept der gegenseitigen Anerkennung von Israels mit nationaler Identität als Staat des jüdischen Volkes und Palästinas als Staat des palästinensischen Volkes ab.

65 Prozent der palästinensischen Bevölkerung würde eine Demission von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas begrüßen.

Das würde den Schluss zulassen, dass die meisten Palästinenser politische Rechte in einem multikulturellen Staat möchten. In diesem Staat wäre dann automatische eine palästinensische Mehrheit, die viele offene Fragen entstehen lässt.    mehr Informationen

Der politische und religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, hat vor kurzem ein Buch mit dem Titel „Palästina“ veröffentlicht. In dem Buch empfiehlt Khamenei statt des Ausradierens Israels von der Landkarte durch konventionelle Kriegsführung einen Plan kontinuierlicher Angriffe geringer Intensität, die das Leben für die Israelis letztlich unerträglich machen würden. Schließlich würden die Juden ihre Koffer packen und das Land verlassen.  mehr Informationen

Schon am 10. November 2014 hat er auf seinem Twitter-Account erklärt, warum und wie Israel vernichtet werden soll. Die Lösung sei nicht ein Massaker an der jüdischen Bevölkerung in Israel, sondern ein Referendum. Alle Muslime, Christen und Juden, die einst in Palästina lebten, sollten an der Abstimmung teilnehmen. Offenbar sind damit auch die Nachkommen der Menschen gemeint, die vor Israels Staatsgründung im britischen Mandatsgebiet Palästina lebten.

Nicht stimmberechtigt wären die jüdischen Einwanderer, die nach 1948 in das Gebiet kamen. Nach der Abstimmung müssten die Palästinenser eine Regierung bilden, die darüber entscheide, was mit den nicht-palästinensischen Einwohnern passieren solle, also ob sie in Palästina bleiben dürfen oder in ihre „Heimatländer“ zurück müssen.

Bis es zu einem solchen Referendum komme, müsse Israel mit entschlossenem bewaffneten Widerstand begegnet werden. Entsprechend sollte auch das Westjordanland, so wie der Gazastreifen, bewaffnet werden.

Nicht empfohlen werden hingegen ein „klassischer Krieg durch die Armeen muslimischer Länder.  mehr Informationen

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