Immer mehr Palästinenser für einen bewaffneten Aufstand gegen Israel

Eine wachsende Mehrheit von Palästinensern in der Westbank und im Gazastreifen befürwortet einen bewaffneten Aufstand gegen Israel, sind gegen die Zweistaatenlösung und verlangen den Rücktritt von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas.

Laut einer Umfrage des Palestinian Center for Policy and Survey Research unterstützen zwei Drittel der Palästinenser Gewalt gegen Israel, einschließlich den gegenwärtigen Trend der Messerattacken und wollen Abbas aus dem Büro haben. Trotz der weitverbreiteten Opposition gegen die Zweistaatenlösung sind 70 Prozent der Interviewten auch gegen eine Ein-Staatenlösung, in der Araber und Juden die gleichen Rechte genießen würden.

Die Untersuchung gelangt ferner zum Schluss, dass bei Präsidentschaftswahlen heute ein Hamas-Kandidat einen klaren Sieg gegen Abbas erringen würde.

66 Prozent der Palästinenser glauben schließlich, dass eine bewaffnete Intifada den nationalen Interessen der Palästinenser mehr dienen würde, als Verhandlungen dies tun könnten.   mehr Informationen

Das würde dann bedeuten, dass immer mehr Palästinenser auf die Vernichtung von Israel pockern.

Der italienische Journalist Mourizio Molinari, der seit 15 Jahren aus Israel und dem Nahen Osten korrespondiert meint dagegen: „Die Palästinenser fühlen die steigende Gefahr der IS-Dschihadisten über ihren Köpfen und verstehen, dass trotz israelischer Eroberung ihr Leben unter israelischer Herrschaft sicherer ist, als anderswo in der Region“

Im Gespräch mit der israelischen Tageszeitung Jediot Achronot erklärt Molinari, wie verzerrt der Westen die politische Situation in und um Israel versteht. „Im arabischen Dorf Duma, nach der Familientragödie Dawabsche, hat man sofort nach Rache geschrien. Aber palästinensische Dorfbewohner sagten mir, dass die Juden zwar ihre Feinde seien, aber nur täglich drei Palästinenser töten und nicht 100 am Tag wie in Syrien“.

In Ramallah geht es den Palästinensern sehr gut und Molinari sagt: „Die Palästinenser in Ramallah versuchen ihre Familienangehörigen in Jordanien zu überzeugen, unbedingt nach Israel zu kommen, denn sie verstehen, dass Israel Sicherheit garantiert.“ „Ich habe gehört, wie Palästinenser neben mir am Tisch ihre Großeltern und Verwandten in Amman angerufen haben, und sagten, sie sollten sofort nach Ramallah kommen.“

Molinari meint, dass die Mehrheit der Palästinenser bereit wäre, mit Israel in Frieden zu leben und ihre Waffen niederzulegen. „Aber so wie in Israel, so haben auch sie keine Lösung, wie sie dies schaffen sollten“. Doch die Gefahr des IS-Kalifat könnte eine Chance für Israelis und Palästinenser werden. „IS-Dschihadisten sind für beide Völker eine Gefahr, aber noch vor den Israelis und Juden wollen IS-Dschihadisten zuerst die Palästinenser vernichten.“   mehr Informationen

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