Israels Aktien rentieren weltweit am besten

Israels Aktienmarkt hat in den vergangenen zehn Jahren bessere risikobereinigte Erträge eingefahren als alle anderen Aktienmärkte von Industrieländern.

Das „Bloomberg Riskless Return Ranking“ zeigt, dass der TA-25 Index der Börse Tel Aviv für zehn Jahre auf einen Ertrag von 7,6 Prozent kommt. Damit verzeichnet er den höchsten Ertrag von 24 Börsenbarometern aus Industrieländern. Auf Rang zwei folgt Hongkong mit 6,7 Prozent.

Insgesamt tragen Exporte rund 40 Prozent zum israelischen Bruttoinlandsprodukt bei, zeigen Daten des Statistikamtes. Bei den Exporten wiederum entfallen 47 Prozent auf Hightech-Waren.

„Israel hat sehr gut kapitalisierte Banken und eine Volkswirtschaft, die gut ausgeglichen ist mit einem hohen Anteil von Hightech“, sagt Jacob de Tusch-Lec, Fondsmanager bei Artemis Investment Management in London. „Das ist eine Volkswirtschaft, die nicht auf billige Fremdfinanzierung aufgebaut ist“, erklärt er. „Das ist ein sicheres Geschäftsmodell.“

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Skifahren in Israel eine seltene Gelegenheit

Meist nur drei Wochen im Jahr liegt Schnee auf dem Hermon, dem höchsten Berg Israels. Dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf: Verkehrsstaus, Gedrängel und minütliche Crashs auf allen drei Skipisten.

Wenn auf dem Hermon mal Schnee liegt, dann kommen die Israelis in Scharen. Der Mount Hermon ist mit 2814 Metern der höchste Berg Israels. Das Mount Hermon-Skigebiet ist das einzige im Land und auch dort ist Wintersport – wenn überhaupt – manchmal nur zwei Wochen lang möglich. Diese Saison wird es wohl länger sein, wegen eines Sturmes, der einen Haufen Schnee brachte.

Wer sich klarmacht, dass viele Israelis noch nie in ihrem Leben Schnee gesehen haben, kann den Wahnsinn in dem Ressort mit drei Sesselliften, zwei roten und einer blauen Piste, besser ertragen. Frauen, Männer, Kinder – an manchen Tagen bis zu 12 000 Menschen – rennen kopflos in der Basisstation zwischen Schaltern umher: Skipässe müssen besorgt werden, viele leihen die gesamte Ausrüstung.

„Israelis können zunächst einmal immer alles. Aber Skifahren definitiv nicht.“ Dieses harte Urteil fällt Elia Sargon, Ex-Manager des Ressorts. Der 62-Jährige hat es mit aufgebaut und seine Entwicklung seit dem Bau des ersten Skilifts vor 42 Jahren verfolgt. Damals gab es in Israel etwa 100 Skifahrer, heute sind es 150 000, weiß er. Der große Mann sitzt in einem Büro und koordiniert über Funk mit Mitarbeitern an den Liften und auf den Pisten, dass alles reibungslos läuft. Sicherheit gehe vor. „Anfänger, die auf rote Pisten gehen, werden von Kontrolleuren auf die blaue geschickt.“ Man erkenne sie schon daran, wie sie aus dem Sessellift aussteigen.

Die Idee ist gut. Nur, sie funktioniert nicht: Überall liegen Ski verstreut auf der Piste, Snowboards jagen einsam den Berg hinunter. Viele telefonieren, um irgendjemandem Bescheid zu geben, dass man gerade am Mount Hermon ist. Unten im Tal, wo sich alle drei Pisten treffen, ist es am Schlimmsten. Denn die meisten können nicht bremsen.

Die Stimmung ist trotzdem bestens. Um vier Uhr schließen die Lifte, manche stecken sich noch Schnee in den Mund und lassen ihn auf der Zunge zergehen, bevor sie losrennen, um als erste am Bus Richtung Parkplatz zu sein.

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6. Jesus – ein Prophet wie Mose

Johannes 1,29-51

Wer ist Jesus? In diesem Abschnitt erhält Jesus von Nazareth (45) ganz verschiedene Namen. Er wird als der Messias (41) (hebräisch: der Gesalbte) bezeichnet, was im Griechischen mit Christos übersetzt wurde. Johannes bezeichnet ihn als Gottes Opferlamm (29/36), das mit dem Heiligen Geist taufen wird (33) und als Gottes Sohn (34). Er wurde auch ganz natürlich als Rabbi (Meister) (38) angesprochen. Philippus erkennt: Das ist der Mann, von dem Mose und die Propheten sprechen (45). Nathanael sagt: „Rabbi, du bist wirklich Gottes Sohn, du bist der König Israels!“ (49). Jesus selbst bezeichnet sich als „Menschensohn“ (51).

Jesus sagt von sich selbst, dass er eine Beziehung zum himmlischen Vater hat, wie sonst niemand (Johannes 10,30) und dass er Gottes Stimme hört (Johannes 8,28). Durch seine enge Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater kann er Wunder vollbringen. Ihm sind die Ehre und der Wille Gottes wichtiger als sein eigenes Leben (Matthäus 26,39). Er ist ein tief demütiger Mensch. Er ist Elia und Mose begegnet (Matthäus 17,2-3). So ist er der Prophet wie Mose, wie in 5. Mose 18,18 verheißen, der uns eine Botschaft von Gott weitergibt. Gott wird uns nach unserer Reaktion auf ihn beurteilen (5. Mose 18,19).

Kommentar: Jesus offenbart sich als der Prophet, den Mose verheißen hat. Er selbst ist voller Demut und bezeichnet sich als Menschensohn. Nicht ein Titel soll seinen Worten Autorität verleihen, sondern sein Leben. Ich danke Gott, dass er uns Jesus geschickt hat.

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Prostitution in Israel

Am 15. Februar 2012 stimmte die israelische Knesset für ein Gesetz, dass das Begehen der kaufenden Prostitution illegal macht. Diese Abstimmung war die erste von dreien in der Knesset, die gebraucht werden, um das Gesetz offiziell zu bewilligen. Das Gesetz legt die kriminelle Verantwortung auf den Klienten, um damit zu versuchen die Nachfrage zu beseitigen, anstatt sich um das Angebot dieses Handwerkes zu kümmern.

Das Begehen der Prostitution ist zur Zeit in Israel legal. Es wird geschätzt, dass die Industrie über 2,4 Milliarden NIS jährlich einbringt, wovon das meiste direkt in die Taschen der Verbände des organisierten Verbrechens geht. Es gibt zwischen zehn- und fünfzehntausend Prostituierte, die mehr als eine Millionen Klienten monatlich empfangen.

Die Sterberate der Frauen im Sexgewerbe ist VIER MAL HÖHER als die bei durchschnittlichen Frauen.

Der „Beruf“ der Prostitution lässt die, die daran teilhaben, emotional, körperlich und geistlich ausgelaugt und zerstört zurück. Die öffentliche Meinung über diese Angelegenheit ist eher zugunsten der Prostitution.

Aus der Statistik der israelischen Zeitung Yediot Ahronot vom 25. Februar 2012:

• Zwischen 10.000-20.000 Männer und Frauen arbeiten in der Prostitution in Israel

• Ungefähr eine Millionen „Kunden“ besuchen die Häuser für Prostitution jede Woche

• 1/3 aller Prostituierten beginnen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren

• 55% der Prostituierten wurden als Kinder sexuell missbraucht

• Über 75% der Prostituierten sind Drogen und/oder Alkohol abhängig

• Ungefähr 60% wurden während ihrer Arbeit vergewaltigt oder sexuell angegriffen

• 46%-59% wurden mehr als 5 Mal vergewaltigt

• Ungefähr 68% aller Prostituierten leiden unter dem Post-Trauma-Syndrom

• 89% – 92% wollen die Prostitution verlassen, können aber nicht.

Ziel war die Vernichtung Israels

In einem Interview mit der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur «Fars» erklärte Fatemeh Bolouri Kashani, die Witwe des durch eine Autobombe im Januar liquidierten Mostafa Ahmadi Roshan, das oberste Ziel ihres Gatten sei die «Vernichtung Israels» gewesen.

Ihr Mann, ein Chemieprofessor und stellvertretender kommerzieller Direktor von Natanz, einer Anlage zur Urananreicherung, habe Individuen, die für die Rechte der Palästinenser gegen Israel kämpften, mit voller Überzeugung unterstützt. Roshan ist einer von mindestens vier iranischen Atomwissenschafter, die seit Januar 2010 bei Anschlägen ums Leben gekommen sind.

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Ärger über den Deutschen Medienpreis für Pfarrer Mitri Raheb aus Bethlehem

Am Freitag wird der evangelische Pfarrer Mitri Raheb von Alt-Bundespräsident Roman Herzog mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet. Raheb würde sich für den Dialog zwischen Christen, Juden und Muslimen einsetzen, heißt es.

Viele deutsche Juden sind entsetzt und rufen Roman Herzog auf, die Verleihung abzusagen. Auch Christen haben sich dem Protest angeschlossen. Im Internet bricht ein Sturm los. Was ist dagegen einzuwenden, dass ein Pfarrer aus Bethlehem in Deutschland ausgezeichnet wird?

Gunnar Schupelius schreibt in BZ-Berlin: Ich besuchte Pfarrer Raheb in Bethlehem in seinem Büro. Raheb überzog mich ungefragt mit einer einstündigen Tirade gegen Israel. Ich hatte geglaubt, einen Glaubensbruder zu treffen, einen Pastor am Geburtsort Jesu. Stattdessen traf ich einen Mann mit wildem Blick, dessen Tonlage nur noch schwer von Hass zu unterscheiden war. Seine Worte entsprachen Halbwahrheiten oder gar keinen Wahrheiten. Nein, dieser Pfarrer gehört nicht zu denen, die am Frieden mit Israel arbeiten.

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Iranische Behörden ordnen baldige Hinrichtung des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani an

Der wegen seines Glaubens zum Tode verurteilte iranische Pastor Youcef Nadarkhani soll in den nächsten Tagen hingerichtet werden. Das meldet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz in Frankfurt am Main. Laut IGFM ist das Zentralgefängnis von Rasht, in dem der 35-Jährige einsitzt, angewiesen worden, die baldige Ausführung des Hinrichtungsbefehls vorzubereiten.

Nadarkhani war am 22. September 2010 wegen „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ und „Abfall vom islamischen Glauben“ zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Der IGFM zufolge wurde das Gericht noch am 20. Dezember 2011 angewiesen, etwa ein Jahr lang zu versuchen, Nadarkhani zum Islam zurückzubringen. Doch dieser hat mindestens vier Angebote ausgeschlagen, dem christlichen Glauben abzuschwören.

In der Islamischen Republik ist das Religionsgesetz Scharia Grundlage der Rechtsprechung. Sie sieht die Todesstrafe für den „Abfall vom Islam“ vor.

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Islamische Staaten verurteilen Angriffe auf Kirchen in Israel – Doch wo bleiben die gleichen Verurteilungen bei der Zerstörung von Kirchen und Ermordung von Christen in islamischen Ländern?

Die Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) hat christenfeindliche Schmierereien an einer Kirche in Jerusalem verurteilt und dafür Israel verantwortlich gemacht. Der Angriff auf Kircheneigentum stehe in einer Reihe mit anderen Angriffen israelischer Extremisten gegen christliche und muslimische Besitztümer, erklärte der Generalsekretär des Verbandes von 57 islamischen Staaten, Ekmeleddin Ihsanoglu, am Mittwoch im saudischen Dschidda.

Die internationale Gemeinschaft müsse die Heiligen Stätten schützen und Druck auf Israel ausüben, um ein Ende solcher Aktionen und die Einhaltung internationalen Rechts durchzusetzen, so Ihsanoglu. Zuvor hatte auch die radikalislamische Hamas Anschläge auf christliche und islamische Gebäude in Jerusalem verurteilt.

Ein aktuelles Beispiel: Iranische Behörden ordnen baldige Hinrichtung des iranischen Pastors Youcef Nadarkhani an.

Der wegen seines Glaubens zum Tode verurteilte iranische Pastor Youcef Nadarkhani soll in den nächsten Tagen hingerichtet werden. Das meldet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz in Frankfurt am Main.

Laut IGFM ist das Zentralgefängnis von Rasht, in dem der 35-Jährige einsitzt, angewiesen worden, die baldige Ausführung des Hinrichtungsbefehls vorzubereiten. Nadarkhani war am 22. September 2010 wegen „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ und „Abfall vom islamischen Glauben“ zum Tod durch den Strang verurteilt worden.

Der IGFM zufolge wurde das Gericht noch am 20. Dezember 2011 angewiesen, etwa ein Jahr lang zu versuchen, Nadarkhani zum Islam zurückzubringen. Doch dieser hat mindestens vier Angebote ausgeschlagen, dem christlichen Glauben abzuschwören. In der Islamischen Republik ist das Religionsgesetz Scharia Grundlage der Rechtsprechung. Sie sieht die Todesstrafe für den „Abfall vom Islam“ vor.

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Neuer Affront der Führung in Teheran

Die internationalen Atomaufseher müssen ohne Ergebnisse das Land verlassen, während Iran in einem Manöver mit dem Codename „Rache Gottes“ seine Luftabwehr testet. Seit Montag werden in Iran hergestellte Raketen der neuesten Generation getestet, ebenso Radarsysteme und Flugabwehrkanonen, wie die Staatsmedien berichten.

Glaubwürdigkeit ist im Nervenkrieg zwischen Iran und Israel alles.

Jerusalem hat einiges unternommen, um Teheran und den Rest der Welt zu überzeugen, dass es notfalls bereit ist, seine Drohungen wahr zu machen. Umso weniger goutiert die Regierung es, dass nun ausgerechnet die USA Zweifel säen, ob Israels Streitkräfte in der Lage sind, Iran einen nachhaltigen Schlag zu versetzen.

Der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta hat durchblicken lassen, dass die USA nur eingreifen würden, wenn Iran gegen US-Stützpunkte oder Verbündete in der Golf-Region zurückschlagen würde.

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Ernüchternde Bilanz des Arabischen Frühlings

Tunesien, die aufgeklärteste Nation im Maghreb, die vor einem Jahr ihren Diktator stürzte, gerät nun in die Klauen islamischer Religiosität. In Ägypten sind Salafisten und Muslimbrüder bereits an der Macht. Und auch in Libyen schicken sich die religiösen Radikalen gerade an, Koran und Scharia zum allumfassenden Gesetz zu erheben.

Wie anders sah das noch vor einem Jahr aus! Modern gekleidete junge Menschen – die Frauen ohne Kopftuch, die Männer ohne Bekennerbart – rebellierten gegen die Diktatoren Ben Ali, Mubarak und Gaddafi. Sie vernetzten sich per Handy und Laptop zum Massenprotest. Sie forderten eine Freiheit nach westlichem Zuschnitt: Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit, Pressefreiheit und freie Wahlen, Gleichberechtigung der Frauen.

Inzwischen aber hat sich die für einige Monate offene Gesellschaft wieder geschlossen, diesmal unter der Knute des Islam, ähnlich wie 1979 im Iran, als der Sturz des säkularen Despoten Reza Schah Pahlevi die demokratische Welt in Hoffnungstaumel versetzte – bis die Mullahs unter Ajatollah Chomeini ihre religiöse Macht mit den Mitteln des Terrors installierten.

Nischen wie in weltlichen, auch arabischen Diktaturen sieht der Totalitarismus von Mullahs und Imamen nicht vor.

Auch dem Kampf gegen Syriens Assad, den brutalsten Gewaltherrscher im Nahen ¬Osten, wird das übliche Machtspiel folgen: Die Sunniten nehmen Rache an den Alewiten – der Rebellion folgt die Religion.

Saudi-Arabien fordert Freiheit für Syrien – und hält selbst 50000 politische Gefangene hinter Gittern.

Das Öl-Reich gehorcht dem wahabitischen Islam: Öffentliches Steinigen von Frauen, Auspeitschungen und das Abhacken von Händen, inszeniert auf den Vorplätzen der Moscheen, sind religiöses Recht; die Unterjochung von Frauen, der Zwang zur Verhüllung und das Leben im Kleidergefängnis mit Sehschlitz sind saudischer Alltag.

Vergangenes Jahr flossen vier Milliarden Saudi-Dollars allein in die Kassen der ägyptischen Salafisten. Was für eine Gesellschaft die Saudis als Gegenleistung erwarten, haben die Machthaber in Riad gerade eben erneut demonstriert: Hamsa Kaschgari, ein 23-jähriger Journalist, erlaubte sich zum Geburtstag des Propheten Mohammed folgende Sätze ins Netz zu stellen: «An Deinem Geburtstag werde ich sagen, dass ich den Rebellen in Dir liebte, dass Du mir immer eine Quelle der Inspiration warst – und dass ich Deinen göttlichen Heiligenschein nicht mag. Ich bete Dich nicht an.» Auf Beleidigung des Propheten steht in ¬Saudi-Arabien die Todesstrafe. Hamsa Kaschgari floh nach Malaysia. In Kuala Lumpur wurde er verhaftet und am 12. Februar ausgeliefert.

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Raphael Fellmer und seine Familie lebt „fast“ ohne Geld

Fellmer gilt als Anführer der Leben-ohne-Geld-Bewegung, die immer populärer wird. Deren Anhänger ernähren sich hauptsächlich vom sogenannten Containern: Sie fischen weggeworfene Lebensmittel aus Mülltonnen, vorzugsweise aus Abfällen von Bioläden. Im Internet haben sich mittlerweile Foren gegründet, in denen sich Anhänger über richtige Ausrüstung und Gesundheitsrisiken beim Containern austauschen.

Gemüse, Joghurt, Tofu – Fellmer hat auf seinem jüngsten Beutezug wieder einiges aufgelesen. Rechtlich ist das Wühlen in fremden Abfalltonnen Diebstahl, Fellmer spricht dagegen von «Retten». Er nimmt sich Lebensmittel, die als verdorben gelten und sonst vernichtet würden. Damit könne er nicht nur sich, sondern auch seine Freundin und die fünf Monate alte Tochter ernähren. Die Leben-ohne-Geld-Aktivisten sind der Occupy-Bewegung quasi einen Schritt voraus: Sie zelten nicht bloß vor Banken, um gegen das System zu protestieren. Sie boykottieren es, indem sie seinen «Treibstoff» nicht mehr verwenden: Geld.

Dabei müsste Fellmer nicht von Müll leben. Er stammt aus einer Akademikerfamilie. Fellmer selbst hat in Den Haag ein Europa-Studium absolviert. Statt für Lohn arbeitet der 28-Jährige aber lieber für seine Ideale. Er reist quer durch Deutschland und hält Vorträge. Auto fährt er meist per Anhalter. «In den meisten Autos in Deutschland sitzt doch eh immer nur einer drin», sagt er. Kritiker seiner Lebensweise nennen ihn allerdings oft einen «Schnorrer». Dabei will Fellmer nicht weniger als die Welt retten. «Es geht um die Ressourcen auf dieser Erde insgesamt», sagt er und meint damit auch Wasser, Energie und saubere Luft zum Atmen.

Ganz ohne den deutschen Sozialstaat kommt aber auch Idealist Fellmer nicht aus: Aus Sorge um Tochter Alma Lucia ist die Familie zumindest gesetzlich krankenversichert, die Kosten würden durch das staatliche Kindergeld beglichen, sagt Fellmer. «Wenn wirklich mal etwas passieren sollte, ist so alles in trockenen Tüchern.»

Dieses Lebenskonzept ist nur als im Kleinen umzusetzen. Viele Nachahmer beschränkt die eigenen Möglichkeiten. Auch ist die Frage, wie man den Wohnraum finanziert. Land besetzen oder ständiges Herumziehen kann ja nicht die Lösung sein.

Die Schlussfolgerung: Jeder Tag kostet etwas. Sich zu beschränken ist aber sehr wohl möglich. Die Frage bleibt, wo unterhalte ich Dinge, auf die ich auch verzichten könnte.

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Christliche Freitagsgottesdienste in der Landessprache in Teheran gestoppt

Das Aufklärungs- und Sicherheitsministerium ordnete am 10. Februar 2012 an, dass am Freitag, wo die meisten Iraner frei haben, keine Gottesdienste in der Landessprache Farsi mehr stattfinden dürfen. Die Immanuel- und die Peterskirche sind die einzigen staatlich anerkannten Kirchgemeinden der Neun-Millionen-Stadt, die solche Gottesdienste noch anboten. Der Pfingstgemeinde in Teheran wurden Farsi-Gottesdienste schon im Dezember 2009 untersagt. Laut dem Informationsdienst Compass Direct besuchten in den letzten Jahren mehr Iranerinnen und Iraner die Freitagsgottesdienste, sowohl neue Christen als auch interessierte Muslime. Nun schränkten die Behörden das Angebot auf Sonntag ein. An dem Tag müssen die meisten Iraner arbeiten.

Die Immanuel- und die Peterskirche, zwei evangelische Gemeinden, haben vor allem assyrische und armenische Mitglieder, die sich am Sonntag zu Gottesdiensten in ihren Sprachen versammeln. Der Iran gesteht den zwei vor über 1000 Jahren christianisierten Minderheiten das Christentum zu (und gibt dies als Religionsfreiheit aus). Angehörigen des persischen Staatsvolks ist der Übertritt vom Islam zum Christentum unter schwerer Strafe verboten. Die Leiter der beiden Gemeinden seien von Beamten aufgefordert worden, die nationalen Identitätsnummern von Christen mitzuteilen. Darauf hätten viele Mitglieder der Gemeinden ihre Arbeitsstelle verloren; ihre Arbeitgeber wurden unter Druck gesetzt.

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Der Iran droht mit einem Präventivschlag

Der Iran hat am heutigen Dienstag mit einem Präventivschlag gedroht, sollte er seine nationalen Interessen gefährdet sehen. „Wenn wir fühlen, dass unsere Feinde die nationalen Interessen des Iran gefährden wollen, … werden wir handeln, ohne auf ihre Aktionen zu warten“, erklärte Mohammad Hejazi, stellvertretender Armeeführer des Iran. Teheran sieht sich wegen seines umstrittenen Atomprogramms zunehmend internationalem Druck und Isolation gegenüber.

Israel ist über die US-Zweifel an Israels Schlagkraft gegen Iran verärgert

Israel ist Medienberichten zufolge über US-Zweifel an seiner militärischen Fähigkeit zu einem Angriff auf iranische Atomanalagen verärgert. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak hätten sich bei beim nationalen Sicherheitsberater im Weißen Haus, Tom Donilon, über entsprechende Äußerungen von US-Generalstabschef Martin Dempsey, andere Militärexperten beschwert, berichtete die Zeitung «Haaretz» am Dienstag.

Wer Israels Angriffsfähigkeit infrage stelle, verringere den Druck auf den Iran und erhöhe damit letztlich die Gefahr, dass es tatsächlich zu einem Krieg kommen könne, gab die Zeitung ungenannte Vertreter Israels wieder.

Über die Erfolgsaussichten und die Fähigkeit Israels, einen Militärschlag gegen den Iran zu führen, gibt es unterschiedliche Ansichten. Ein Bericht in der New York Times am Montag bezweifelte, dass Israel das iranische Programm zum Bau einer Atombombe lahmlegen könne. Michael V. Hayden, von 2006 bis 2009 Direktor der CIA, erklärte ausdrücklich, diese Aufgabe gehe „über die Kapazitäten Israels hinaus“.

Hans Rühle, deutscher Experte für Atomtechnologie, zeigte sich hingegen auf „Welt online“ zuversichtlich, dass Israel fähig sei, das iranische Atomprogramm mit einem umfassenden Militärschlag stark zu schwächen und für zehn Jahre oder länger zurückzuwerfen.

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Mehrheit der Syrer soll Assad unterstützten – meint Russland

Der umstrittene syrische Präsident Baschar al-Assad kann nach Einschätzung Russlands auf deutlich mehr Unterstützung zählen als die Opposition. «Die Mehrheit des syrischen Volkes unterstützt Präsident Assad und hat Angst vor unkontrollierbaren Entwicklungen», sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, am Dienstag bei einem Besuch in Damaskus der Agentur Interfax. Das Assad-Regime setze große Hoffnung auf demokratische Reformen im Zuge der für Ende Februar geplanten Volksabstimmung über eine neue Verfassung sowie der für Mai angesetzten Parlamentswahl, sagte Puschkow.

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