Assad ist der beste Führer der Welt

Ein Jahr nach Beginn der Unruhen in Syrien herrscht Unklarheit: Wie beliebt ist Präsident Baschar Assad tatsächlich?

„Assad ist der beste Führer der Welt“, sagt Farhat, welche auf den Golanhöhen lebt. „Er ist der stärkste Mann Syriens und der einzige, der Reformen umsetzen kann. Syrer wollen eine echte Regierung, keinen islamischen Familienbetrieb wie in den arabischen Golfstaaten. Was erzählen die uns Syrern von Demokratie? Dort dürfen Frauen doch nicht einmal Auto fahren!“

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Toleranz-Preis für Erdogan?

Am Samstag soll der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan in Bochum den „Steiger Award“ in der Kategorie „Europa“ erhalten. Eigentlich steht der Preis für Offenheit, Menschlichkeit, Geradlinigkeit und Toleranz. Kein Wunder also, dass sich gegen diese Entscheidung immer mehr Widerstand regt.

Nach dem Protest der Armenier in Deutschland wenden sich nun auch der Zentralverband der Assyrischen Vereinigung sowie die Alevitische Gemeinde gegen die Ehrung Erdogans. So spreche der assyrische Verband unter anderem von der schlechten Situation der Pressefreiheit in der Türkei, Misshandlung und Folter türkischer Gefangener, fehlender Minderheitenrechte für Assyrer und der Verweigerung elementarer Existenzrechte für Christen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Erdogan den Preis erhalten soll.

Auch der Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, Ali Dogan, übte dem Bericht zu folgt scharfe Kritik. Er nannte die Preisverleihung an Erdogan „einen Schlag ins Gesicht aller Minderheiten in der Türkei, die staatlich organisierter Intoleranz und Unmenschlichkeit ausgesetzt sind“. Der integrationspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag, Mehmet Killic, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Ich bin fassungslos, mit welcher falschen Sensibilität die Veranstalter Erdogan loben. Das ist vollkommen fehl am Platz.“ Nach seiner Einschätzung entferne sich unter Erdogan die Türkei von der EU, anstatt sich ihr anzunähern.

Nach Angaben der Initiatoren des Preises wird er „an Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland verliehen, die geradlinig ihren Weg verfolgen und dabei nach den Grundwerten der Steiger handeln. Diese sind nach Einschätzung der Jury Offenheit, Menschlichkeit, Geradlinigkeit, Toleranz“. Auf ihrer Internetseite verwahren sich die Initiatoren gegen die Kritik und weisen darauf hin, dass „Erdogan die Auszeichnung stellvertretend für das türkische Volk für 50 Jahre deutsch-türkische Freundschaft in Empfang nimmt. Die Auszeichnung ist ausdrücklich keine Bewertung der innen- und außenpolitischen Aktivitäten des türkischen Ministerpräsidenten“.

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Kirche am Persischen Golf

Im Emirat Ras al-Khaima in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist kürzlich die größte Kirche am Persischen Golf eingeweiht worden. Das anglikanische Gotteshaus in der Stadt Al Jazeera al Hamra soll 2000 Besucher fassen. Die in zwei Jahren Bauzeit errichtete Kirche solle über die anglikanische Gemeinde hinaus 35 bis 40 verschiedenen christlichen Gruppen für Gottesdienste offenstehen.

Der anglikanische Bischof von Zypern und dem Persischen Golf, Michael Lewis, nannte die Eröffnung der Kirche ein «Zeichen der Hoffnung für die christliche Gemeinschaft». Den Baugrund dieser und der übrigen christlichen Zentren hatte einem Bericht zufolge jeweils der Herrscher des Emirats geschenkt. Anglikanische Kirchen befinden sich laut der Zeitung «The National» bereits in Dubai, Fujairah, Sharjah, Abu Dhabi und Al Ain. 9% der Bevölkerung sind Christen. Es sind vorwiegend Gastarbeiter.

Vergleiche dazu: http://obristlink.wordpress.com/2012/03/17/saudischer-grosmufti-alle-kirchen-auf-der-arabischen-halbinsel-mussen-zerstort-werden/

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Israel und Iran spielen auf Zeit

Alle Welt geht davon aus, dass Israel bald Irans Atomanlagen angreifen wird. Doch die innenpolitische Lage und Netanjahus Charakter widersprechen dieser Einschätzung.

Hebräische Kino-Plakate, die an den Iran erinnern, hängen schon seit Wochen. Sie werben schon für den Film „Die Trennung“ (A Separation), noch bevor das Werk mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet wurde. Die Zuschauer strömten von Anfang an in die Säle, neugierig auf Israel und Iran spielen auf Zeit weiterlesen

Neue Spannungen im Nahen Osten

Das ägyptische Parlament hat die Regierung in Kairo dazu aufgefordert, den israelischen Botschafter im Land auszuweisen. „Ägypten wird nie der Freund, Partner oder Verbündete des zionistischen Gebildes sein, das wir als ersten Feind Ägyptens und der arabischen Nation sehen“, heißt es in dem Dokument der ägyptischen Volksvertretung. Darin fordern die Abgeordneten die Regierung auf, „alle Beziehungen und Vereinbarungen mit diesem Feind zu revidieren“. Die Regierung solle zudem mit sofortiger Wirkung die Gasexporte nach Israel stoppen und ihren Botschafter aus Tel Aviv zurückziehen. In der Erklärung verlangen die Mitglieder des Unterhauses eine Unterstützung für den palästinensischen Widerstand in all seinen Formen.

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan hat Israel ein „Massaker“ an den Palästinensern im Gazastreifen vorgeworfen. Er meinte, Israel müsse „die brutalen Attacken gegen die Palästinenser beenden und das Massaker und das Blutvergießen stoppen“. Er betonte, sein Land werde weiter hinter den Palästinensern stehen, die seit Jahren an Ungerechtigkeit litten. Die türkische Bevölkerung müsse sich daran erinnern, dass die Menschen in Gaza ihre Brüder seien. Er forderte, die „Kinder des Holocaust“ sollten sich gegen die Einsätze der israelischen Armee im Gazastreifen wenden. Diese Operationen seien Teil eines „Genozides“ an den Palästinensern. Israel versuche seit Tagen, die Bewohner von Gaza zu zerstören, so der türkische Regierungschef. – Was waren dann die türkischen Handlungen an den Kurden?

Ein sieben Jahre alter Palästinenser aus dem Gazastreifen ist am Mittwochmorgen seinen Verletzungen erlegen, die er bei einer Explosion am Montag erlitten hatte. Palästinensische Kreise machen Israel für den Tod des Jungen verantwortlich. Die Israelis wiesen die Anschuldigungen jedoch zurück. Ein Sprecher der israelischen Zivilverwaltung (COGAT) teilte mit, die Kinder seien verletzt worden, als sie mit Sprengstoff spielten. Zu dem fraglichen Zeitpunkt habe es in jener Gegend keine militärischen Aktionen gegeben.

Syrien „verurteilt scharf die israelische Aggressivität gegen das palästinensische Volk“, heißt es in der Bekanntmachung laut der israelischen Tageszeitung „Ma´ariv“. „Es drängt die internationale Gemeinschaft, dringende Schritte zu unternehmen, um die Aktivitäten zu stoppen und auch gegen diejenigen vorzugehen, die dafür verantwortlich sind.“ – Und was soll die internationale Gemeinschaft mit der Aggressivität gegen Israel und gegen die eigene syrische Bevölkerung machen?

Knapp 48 Stunden nachdem die Waffenruhe am Gazastreifen in Kraft getreten war, machte es in der Nacht auf den Donnerstag den Anschein, als ob sie bereits wieder am Zusammenbrechen sei. Die israelische Luftwaffe trat gegen Mitternacht in Aktion als Reaktion auf das vorher erfolgte Abfeuern von zwei Grad-Raketen auf Beershewa. Ein Projektil landete im offenen Gelände, das zweite wurde vom Abwehrsystem «Iron Dome» zerstört. Die israelischen Flugzeuge trafen eine Raketenabschussrampe und einen Schmuggeltunnel im Norden des Gazastreifens. Als Folge dieser Zwischenfälle entschieden die Verwaltungen der Städte Beershewa, Ashkelon, Ashdod, Kiriat Gat und Kiriat Malachi, heute Donnerstag den Schulunterricht wieder ausfallen zu lassen, obwohl die Zivilschutzbehörde sich für einen normalen Unterrichtsbetrieb ausgesprochen hatte. Die Eskalation vom Mittwoch wird Splittergruppen zur Last gelegt und nicht dem Islamischen Jihad oder der Hamas, die sich beide für die Waffenruhe ausgesprochen hatten. Premierminister Binyamin Netanyahu allerdings schlug am Mittwochnachmittag einen recht kriegerischen Ton an, als er Gaza als die «Frontposition Irans» bezeichnete. Auch die Tatsache, dass Netanyahu einen für den 21. und 22. März geplant gewesenen Besuch in Frankreich und Spanien annulliert hatte, heizte die Spekulationen rund um ein Wideraufflammen der Kampfhandlungen am Gazastreifen an. Hochrangige IDF-Offiziere sprachen in der Nacht auf heute Donnerstag wieder von der Notwendigkeit einer großangelegten Bodeninitiative gegen den Gazastreifen.

Israelischer Pausenriegel in Israel teurer als im Ausland

In Israel herrscht ein immer größerer Unmut gegenüber inländischen Konzernen, die innerhalb der Grenzen Israels ihre Produkte für mehr Geld verkaufen als im Ausland. Zum Beispiel machte der Pausenriegel „Pesek Sman“ Schlagzeilen. In den USA kostet der israelische Riegel 50 Cent. Im Herstellungsland wird dieselbe Süßigkeit für 1,30 Euro verkauft.

Auch andere Snacks sind in Israel teurer, darunter der umgerechnet 80 Cent teure Schokoriegel „Twist“. Im Ausland bekommt man dafür beinahe drei Stück, denn sie kosten nur 28 Cent.

Die Israelis sind verärgert. Seit zwei oder drei Jahren verteuert sich alles rasant. Die Preistreiber sind vor allem Lebensmittel und Kraftstoff.

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Kriegserklärung an die Christen

Hacker haben die Internetseiten von drei christlichen Werken im US-Bundesstaat Nord Carolina und vom Vatikan lahm gelegt. Zudem hinterließen sie eine «Kriegserklärung an die Religion».

Betroffen waren die Auftritte der Gemeinden Bethel Outreach International Church und Charlotte International Church sowie das Missionswerk Crossfire Ministries. Die Täter, die sich als Teil des weltweiten Hacker-Netzwerks «Anonymous» bezeichnen, ersetzten die Texte der Seiten durch ein 30-minütiges Video des Atheisten Richard Dawkins, Autor des Bestseller «Der Gotteswahn».

«Anonymous» hinterließ auch eine «Kriegserklärung an die Religion». In der Nachricht heißt es: «Jede Art von Religion ist eine Krankheit für die Welt.» Diese bringe Hass und Intoleranz hervor. Religion sei ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der die Menschheit noch ungebildet gewesen sei. Religionen basierten auf autoritären Hierarchien, die versuchten, den freien Willen der Gläubigen zu kontrollieren.

Abschließend rufen die Hacker dazu auf, das eigene Leben nicht von der Religion leiten zu lassen. Wenn keine Glaubenskämpfe mehr geführt würden, sei eine bessere Welt und ein friedlicheres Zusammenleben möglich. Die Täter bekannten sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Hackerangriff. Nach eigenen Angaben sind sie Mitglieder des Netzwerks «Anonymous», das weltweit für Cyber-Attacken verantwortlich ist. Die Aktivisten von «Anonymus» treten in der Öffentlichkeit nur mit Masken in Erscheinung.

Interessant ist, dass diese Hacker selbst einen Glaubenskrieg anführen und zu unlauteren Mitteln greifen. Warum können sie nicht öffentlich zu ihrer Meinung stehen und es dem mündigen Leser selbst überlassen, für was er sich entscheidet?

Vergleiche auch: http://obristlink.wordpress.com/2012/03/06/religion-fur-atheisten/

 

Machtkämpfe im Gazastreifen

Was sich zurzeit im Gazastreifen ereignet, ist ein weiterer Aspekt des „Arabischen Frühlings“.

Der saudische König Abdallah und Hamad ibn Chalifa Al Thani, Herrscher über Katar und Al Jazeera – zwei sunnitische Herrscher mit totalitärer Weltauffassung haben beschlossen, in Aktion zu treten. Sie versuchen, im Gazastreifen den sunnitischen Einfluss auszubauen. Die beiden wollen im Gazastreifen kein Taliban-Regime installieren, sondern eine Art islamische „totalitäre Demokratie“.

Die Herrscher aus Katar und Saudi-Arabien haben die Hamas nicht gebeten, sondern ihr befohlen, mit dem Schießen aufzuhören und vom „Frieden“ zu sprechen. Die Iraner ihrerseits, frustriert von der ihrer Meinung nach „zahmen“ Hamas, haben sich entschieden, sich der Opposition im Gazastreifen anzunehmen und so ein Gegengewicht zu schaffen. Nie zuvor waren die Anführer der ebenfalls sunnitischen Organisationen „Islamischer Jihad“ und „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ bei den schiitischen Iranern so beliebt wie heute. Der Iran fordert von ihnen, Israel anzugreifen.

Die gegenwärtige Welle der Gewalt ist Ausdruck dieser Machtkonstellation. Der Machtkämpfe im Gazastreifen weiterlesen

Zwischen 90 und 100 jugendliche Iraker im Zuge der Emo-Hetzjagd ermordet

Im Irak ist eine brutale Hetzjagd im Gange, die bereits Dutzenden Jugendliche das Leben gekostet haben soll. Opfer der Mordserie sind sogenannte Emos, Jugendliche, die sich aufgrund ihres Kleidungsstils, Haarschnitts und Musikgeschmacks zu Hassobjekten der religiösen Moralpolizei entwickelt haben. Bis zu 90 irakische Jugendliche sollen in den vergangenen Wochen von Schiiten-Milizen gejagt und zu Tode gesteinigt worden sein.

Allein in den vergangenen drei Wochen wurden in der irakischen Hauptstadt Bagdad 14 Jugendliche getötet, melden irakische Medien. Die Leichen der jungen Männer sollen auf Verletzungen hindeuten, die auf Steinigungen zurückzuführen sind.

Warum kam es zur blutigen Jagd auf die Jugendlichen? Emos (Kurzform für Emotional) tragen häufig enge Röhrenjeans, färben ihre oft schulterlangen Haare und schmücken sich mit Piercings, Halsketten, Ringen und Armbändern.

Ein weiteres Erkennungszeichen sind Totenköpfe und Sterne, die von Emos häufig als Symbole auf Kleidung and Schmuck verwendet werden. Die jungen Männer, die sich der Emo-Kultur verschrieben haben, werden fälschlicherweise pauschal als homosexuell bezeichnet – ein Todesurteil in vielen arabischen Staaten.

Nach Angaben der Hilfsorganisation „Brussels Tribune“ wurden seit dem 6. Februar zwischen 90 und 100 jugendliche Iraker im Zuge der Emo-Hetzjagd ermordet. Die meisten Opfer seien gesteinigt worden, andere wurden offenbar – gemäß der traditionellen Strafe für Homosexuelle nach islamischem Recht – von Dächern gestoßen.

Das irakische Bildungsministerium soll Medienberichten aus dem Irak zufolge ebenfalls die Jagd auf die Emo-Jugend unterstützen. Ziel der Maßnahmen sei es, die als gesellschaftsschädigend geltende Jugendkultur zu eliminieren. Todeslisten mit den Namen von irakischen Emos zirkulieren seither in unterschiedlichen Stadtvierteln von Bagdad.

Muqtada al-Sadr, ein Hardliner unter den schiitischen Predigern, sagte in einem Interview mit dem irakischen Fernsehsender Al-Sumaria News: „Emos sind Idioten (…) Fachleute müssen sie ausrotten.“

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So viele Hinrichtungen im Iran wie seit Jahren nicht mehr – Tendenz steigend

Allein in den ersten beiden Januarwochen des Jahres 2012 wurden pro Tag im Durchschnitt 4,3 Menschen in Iran hingerichtet. 2011 war das Jahr mit der höchsten Anzahl der jährlichen Hinrichtungen in Iran in den letzten 11 Jahren nach Amnesty International (AI) und Iran Human Rights (IHR). Es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Hinrichtungen abnehmen könnten.

Während Iran Human Rights am 01. März 2012 seinen Jahresbericht über die Todesstrafe in Iran 2011 veröffentlichte, setzten die iranischen Behörden die Niederschlagung von Dissidenten und die Vernichtung der Zivilgesellschaft fort.

Die Exekutionszahlen in Iran im Jahr 2011 waren die höchsten seit Beginn der 1990er Jahre. Mehrere hundert Gefangene werden jedes Jahr von iranischen Behörden unter dem Vorwand der Bekämpfung des Drogenhandels hingerichtet. Im Jahr 2011 finden wir unter den Hingerichteten auch Mütter von unterhaltsberechtigten Kindern, die in unfairen Prozessen verurteilt und exekutiert wurden.

Die bevorstehende Hinrichtung des im Jahre 2010 zum Tode verurteilten iranischen Pastors Yousef Nadarkhani wegen Apostasie muss sehr ernst genommen werden, denn das neue islamische Strafgesetzbuch IPC, das vom Wächterrat gebilligt wurde, könnte zu noch mehr Todesurteilen und deren Vollstreckung wegen Apostasie führen. Nach wie vor ist auch Sakineh Mohammadi Aschtiani, eine Mutter von zwei Kindern, in akuter Gefahr hingerichtet zu werden.

Mahmood Amiry-Moghaddam, der Sprecher der IGV sagte: “Es gibt wenig Zweifel daran, dass die iranischen Behörden, die Todesstrafe als politisches Mittel einsetzen. Die dramatische Zunahme der Anzahl der Hinrichtungen zeigt, dass das iranische Regime mehr denn je auf die Verbreitung von Angst setzt, um sein Überleben zu verlängern. Die Todesstrafe im Allgemeinen und öffentliche Hinrichtungen im Besonderen sind die wichtigsten Instrumente des iranischen Regimes für die Erzeugung von Angst in der iranischen Gesellschaft”. Dabei ist es besonders verwerflich, dass Kinder Hinrichtungen wie ein Volksfest wahrnehmen. Damit betreibt die Islamische Republik nicht nur die physische, sondern auch die psychische Vernichtung des iranischen Volkes.

Hinrichtungszahlen in der Islamischen Republik Iran

Mindestens 676 Menschen wurden 2011 in Iran exekutiert

416 der 676 Hinrichtungen wurden von den iranischen Behörden offiziell bekannt gegeben

65 Hinrichtungen wurden in der Öffentlichkeit durchgeführt. Dies ist die höchste Zahl der öffentlichen Hinrichtungen seit mehr als 10 Jahren

Mindestens 4 jugendliche Straftäter waren unter den Hingerichteten in Iran im Jahr 2011

Mindestens 15 Frauen wurden im Jahr 2011 hingerichtet. Hinrichtungen von 13 dieser Frauen wurden nicht von den iranischen Behörden bekannt gegeben.

3 junge Männer wurden verurteilt und hingerichtet wegen Sodomie

Ein Mann wurde verurteilt und hingerichtet wegen “Apostasie”

Mehr als 80% der Hingerichteten wurden wegen Drogenhandels verurteilt

Nur 9% der offiziell wegen Drogendelikten hingerichteten Personen wurden vollständig identifiziert

IGV hat Berichte über geheime oder “angekündigte” Hinrichtungen in mehr als 15 verschiedenen iranischen Gefängnissen erhalten

Mehr als 70 weitere Hinrichtungen berichtet IGV, sind nicht im Jahresbericht enthalten, aufgrund von Schwierigkeiten bei der Bestätigung einiger Details

Wie in den Vorjahren auch, war Drogenhandel die am häufigsten verwendete Anklage gegen diejenigen, die im Jahr 2011 in Iran hingerichtet wurden. Die Gerichtsverhandlungen wurden hinter verschlossenen Türen geführt und es ist nicht bekannt, ob die Gefangenen Zugang zu einem Anwalt hatten oder nicht und ob die Anklage wegen Drogenhandels nicht etwa nur ein Vorwand war.

Die Strafe für Apostasie in der Scharia ist der Tod. Der Abfall vom Glauben wurde nicht explizit in der neuen IPC erwähnt. Allerdings macht das neue Gesetz es einfacher für Richter, die Todesstrafe für Apostasie zu verhängen. Im Artikel 167 heißt es: “Der Richter ist verpflichtet, zu versuchen, auf jeden Fall zu reagieren, auf der Grundlage des neugefassten Gesetzes. Im Falle der Abwesenheit von solchen Gesetzen, muss er sein Urteil auf der Grundlage von offiziellen islamischen Quellen und authentischen Fatwas fällen”.

Iran hat die UN-Konvention über die Rechte des Kindes, die die Todesstrafe für Straftaten bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren verbietet, ratifiziert. Aber nach dem islamischen Strafrecht gilt als Altersgrenze ein Alter von 9 Jahren für Mädchen und 15 Jahren für Jungen. In der neuen IPC, die kürzlich vom Wächterrat ratifiziert wurde, wurden einige Änderungen in Bezug auf die Todesstrafe für Jugendliche gemacht und nach dem Artikel 90 des neuen Gesetzes kann ein Todesurteil für Jugendliche, die “Reife” erreicht haben angewendet werden, wenn er oder sie ein Verbrechen begangen hat, das gilt insbesondere für Sodomie, Vergewaltigung, Diebstahl, Unzucht, Abfall vom Glauben und Konsum von Alkohol beim vierten Mal.

Die Dunkelziffer der Hinrichtungen, die nicht in diesem Bericht erfasst sind und die nicht von mindestens zwei unabhängigen Stellen bestätigt wurden, dürfte die Statistik noch um einiges schlechter aussehen lassen. Auch für 2012 wird ein Hinrichtungsrekord im Iranerwartet.

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Raketenfrei

Rund 200‘000 Schülerinnen, Schüler und Studenten werden heute wegen dem andauernden Raketenbeschuss vom Gazastreifen zu Hause bleiben. Betroffen sind Städte und Ortschaften wie Beerschewa, Gedera, Ofakim, Ashdod, Yavneh, Aschkelon, Kiriat Malachi, Netivot oder Kiriat Gat in einer Entfernung von sieben bis 40 Kilometer vom Gazastreifen. In der Schweiz wäre im Vergleich Zürich von Deutschland in dieser Zone. Das ist keineswegs eine Grenzregion, wie in vielen Medien behauptet.

Insgesamt wurden aus dem Gazastreifen in den letzten zwei Tagen mehr als 130 Raketen auf Städte und Ortschaften im Süden Israels abgefeuert. Im Januar und Februar waren es 47 Raketen.

Das Raketenabwehrsystem `Iron Dome´ hat davon 30 Raketen als besonders gefährlich eingestuft – und hiervon 27 noch während des Anflugs in der Luft zerstört, die Erfolgsquote liegt damit bei 90 Prozent. Jede der von den Batterien abgefeuerten Raketen zum Abfangen feindlicher Geschosse kostet umgerechnet fast 50‘000 Franken.

Getreu ihrer Politik, palästinensische Raketenangriffe auf israelisches Territorium zu erwidern, flog die Luftwaffe auch in der Nacht zum Montag wieder gezielte Angriffe auf Terrorziele im Gazastreifen. Nach israelischen Meldungen wurden ein Waffenlager und fünf Raketenabschussstellen getroffen.

Die Palästinenser dagegen schießen wahllos auf zivile israelische Ziele.

Tote „gefriertrocknen“ und „kompostieren“?

Soll man Leichen „gefriertrocknen“ und dann kompostieren? Oder besser durch Lauge zersetzen lassen? Über „umweltfreundliche“ Bestattungen und den Respekt vor der Totenruhe ist ein Streit in der Bremer Bürgerschaft entbrannt.

Der Anlass: In einer großen Anfrage verlangt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Auskunft vom Senat (Landesregierung) über die Praxis der Erd- und Feuerbestattungen. Beide Formen belasteten die Umwelt: Erdbestattungen etwa durch höheren Flächenverbrauch, Medikamentenrückstände bei der Verwesung und die Bildung von sogenannten „Wachsleichen“. Problematisch bei der Feuerbestattung sei unter anderem, dass es bei der Abgasverordnung für Krematorien keine Grenzwerte für Quecksilber gebe.

Die kirchenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Bremen (EAK), Elisabeth Motschmann, wirft den Grünen vor, jeden Respekt vor der Würde und Ehre der Toten vermissen zu lassen. Der in der Verfassung verankerte Grundsatz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ende nicht mit dem Tod, schreibt sie in einem Kommentar für die Evangelische Nachrichtenagentur idea. Außerdem ehrten alle Religionen – insbesondere Christentum, Judentum und Islam – die Toten.

Doch im Text der Grünen werde der Tote als Sache, Produkt und Objekt betrachtet, der seine menschliche Würde verloren habe. Der „Gipfel der Pietätlosigkeit“ sei mit der Frage erreicht: „Wie bewertet der Senat andere umweltfreundlichere Alternativen zur Einäscherung, wie z.B. die Promession (Gefriertrocknung mit anschließender Kompostierung) oder die alkalische Hydrolyse (Laugenzersetzung)?“ Wer über solche Techniken öffentlich nachdenke, so Motschmann, verletze die religiösen Gefühle von Christen, Juden, Muslimen und Anhängern anderer Religionen.

Die CDU-Politikerin: „Der Umweltschutz ist für den Menschen da. Der tote Mensch kann nicht Mittel zum Zweck des Umweltschutzes werden. Es muss in unserer Gesellschaft noch Tabuzonen geben – dazu gehört die Würde der Toten.“

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Bombenalarm in Ariel

David Ortiz und Lea | 8. März 2012

Schalom! Heute gab es in unserem Haus in Ariel ca. um 12:30 einen außergewöhnlichen Vorfall. Vor unsere Haustür wurde eine große, geschlossene, braune Kartonbox abgestellt. Als wir auf unsere Überwachungskameras blickten, sahen wir einen Mann in den 30er Jahren mit einer Kippa und einer Purim Maske. Diese trug er jedoch nicht im Gesicht. Er klingelte an der Tür und lief dann die Treppe hinunter. Wir haben sofort die Polizei angerufen und unsere Stahltür zugemacht. Wir gingen ins Schlafzimmer, da dieses Zimmer am weitesten vom Eingang entfernt ist. Dann riefen wir alle Gläubigen in der Stadt, um sie über verdächtige Pakete an ihren Türen oder neben ihrem Eigentum zu warnen.

Mindestens 20 Polizisten kamen. Die ganze Straße wurde abgesperrt. Das dauerte etwa eine Stunde. Die Polizei entschied, dass wir nicht über die Treppe das Haus verlassen sollen. So wurden wir mit einem Kran durch das Fenster herausgeholt. Es dauerte sehr lange, um uns aus unserer Wohnung im 3. Stock herunter zu holen. Wir waren in der Wohnung vier Erwachsene und zwei kleine Kinder. Sie sagten, sie müssten vorsichtig sein, da es ein neuer EDV-Lift war, den sie noch nie zuvor verwendet hatten.

Die Bombenspezialisten waren sehr beunruhigt, als sie die Box sahen. Sie meinten, es sehe nicht wie ein traditionelles Purim Geschenk-Paket aus und sei daher verdächtig. Sie schickten den Roboter in den Flur und zerstörten das Paket. Es war zu aller Erleichterung mit Lebensmitteln gefüllt. Auch unsere Nachbarn wurden aus ihren Wohnungen evakuiert. Alle mussten ihre Autos weg stellen.

Alles dauerte 3 Stunden. Die Medien erschienen. Lea wurde per Telefon interviewt und sie wollte wissen, wie es uns genau nach 4 Jahren nach dem Bombenanschlag von Purim geht und was Ami macht. Wir wurden auch über unserem Glauben an Jeschua ausgefragt.

Ein Vertreter der religiösen Gemeinschaft tauchte auf und sagte, dass sie in der Stadt ein Projekt von der orthodoxen Grundschule haben und Lebensmittelpakete an bedürftige Familien geben. Er meinte ein Packet sei uns aus Versehen geliefert worden. Aber die Medien und die Sicherheitsdienste meinten, sie kaufen ihnen diese Geschichte nicht so schnell ab. Sie versuchen herauszufinden, ob es ein schlechter Witz war, uns zu erschrecken oder ob es wirklich ein Fehler war.

Das Ganze war sehr teuer, weil so viel Ausrüstung und Menschen involviert waren. Die Leute von den Medien sagen uns, dass es sehr verdächtig klingt, und dass, wenn es ein Fehler war, dies ein unentschuldbarer sei. Der Leiter der Spezialeinheit sagte uns, er sei auch vor vier Jahren in unserem Haus gewesen, und dass wir immer sehr vorsichtig sein sollen und nie zögern sollen sie zu rufen, wenn etwas verdächtiges passiert. Er lobte uns und meinte wir hätten das Richtige getan.

Vielen Dank alles Interesse, David und Leah Ortiz und Familie

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=C-1IUb6FHO4]

 

Paketbombenanschlag in Ariel

Im Frühling 2008 wurde einem messianischen Pastor in Arad eine Paketbombe vor die Tür gelegt. Sie war als Päckchen zum Purimfest getarnt und wurde von Ami, dem Sohn des Pastors geöffnet. Die Polizei stellte fest, dass die Bombe so groß war, dass sie hätte töten sollen. Doch Ami überlebte wunderbarerweise.

Nach langwierigen Ermittlungen wurde Mitte Oktober 2009 endlich ein Verdächtiger verhaftet. Diese Nachricht sickerte trotz Nachrichtensperre der Polizei in den Medien durch. Es ist bekannt, dass es sich um einen orthodoxen Juden amerikanischer Herkunft handelt, der in einer Siedlung in der Nähe von Arad wohnte.

Bericht über Ami Ortiz im israelischen Fernsehen (mit englischen Untertiteln): http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=54709192

Der israelische Fernsehsender Channel 1 strahlte eine Reportage über den Anschlag auf Ami Ortiz aus, obwohl die Polizei dies zu verhindern versucht hatte (mit englischen Untertiteln). http://www.youtube.com/watch?v=0tE4Y4_fU9M

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=0tE4Y4_fU9M]
Fortsetzung
http://www.youtube.com/watch?v=YgYz6KqbVSo

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=YgYz6KqbVSo]

 

Pastor David Ortiz, der Vater von Ami, sprach an einer Konferenz in Jerusalem (in Englisch) http://blip.tv/file/815590

CBN Bericht:

http://www.cbn.com/cbnnews/insideisrael/2009/November/Suspect-Arrest-Announced-in-Ami-Ortiz-Case/

http://www.youtube.com/watch?v=B49bJ3eXetc&feature=player_embedded

Zusammenfassung Fall Ami (Englisch)

http://www.kehila.org/en/organizations/47-the-ami-ortiz-case

Prominenter Israelkritiker kritisiert Israelkritiker

Einer der nachdrücklichsten Israelkritiker, Norman Finkelstein, Autor des umstrittenen Buches „Die Holocaust-Industrie“, hat die Israel-Boykottbewegung „BDS“ in einem Interview als „Sekte, der es um die Zerstörung Israels geht“, bezeichnet.

Die als „BDS – Boycott, Divest, Sanction“ (Boykott, Entblößung, Sanktionierung) bekannte israelkritische Bewegung sei „eine Sekte“, der es „nicht um die Rechte der Palästinenser geht, sondern um die Zerstörung Israels“, zitiert die „Jüdische Allgemeine“ aus dem Interview, das Finkelstein am 9. Februar einem Vertreter des Imperial College in London gegeben hatte. Die vor allem in Nordamerika und Großbritannien aktive Gruppe bekomme ihre „Marschbefehle von den Gurus in Ramallah“. Bei diesen handele es sich um „Ein-Mann-Operationen“, die zwar von sich behaupten, die Palästinenser zu vertreten, aber in Wirklichkeit „absolut nichts repräsentieren“.

Die Aussagen Finkelsteins gelten als überraschend, da er in der Vergangenheit immer wieder durch israelfeindliche Äußerungen von sich reden machte. „Umso größer ist jetzt die Verwirrung und Empörung unter den Israelkritikern“, kommentiert der Journalist Michael Wuliger in der „Jüdischen Allgemeinen“, denn Finkelstein bezeichne deren Bewegung nicht nur als „albern“, „kindisch“ und „linkes Getue“, sondern „schlachtet auch einige ihrer heiligsten Kühe“.

So sagte Finkelstein über das Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge: „Wird die Öffentlichkeit es vernünftig finden, wenn sechs Millionen Palästinenser in ein Land strömen, das jetzt 1,8 Millionen Palästinenser und 5,5 Millionen Juden hat? Ich glaube nicht, dass man das vermitteln kann.“ Und weiter: „Wollt ihr den Konflikt lösen, oder Schrecken im Herzen jedes Israelis säen?“

In der israelkritischen Szene sei Finkelstein „einer der prominentesten jüdischen Kronzeugen des organisierten Antizionismus“, so die „Jüdische Allgemeine“.

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Kampagnen verhinderten bislang Hinrichtung Youcef Nadarkhanis

Der wegen Glaubenswechsel im Iran zum Tode verurteilte Pastor Youcef Nadarkhani erhält immer mehr Unterstützung. «Dank weltweiter Kampagnen wurde das Todesurteil bisher noch nicht vollstreckt», erklärte die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Freitag in Frankfurt.

Bisher seien weit über 37.000 Unterschriften gesammelt und etwa 30 Mahnwachen für den 1977 geborenen evangelisch-freikirchlichen Pastor abgehalten worden, hieß es weiter. Für 2012 seien mehr als 100 Mahnwachen für die sofortige Freilassung von Nadarkhani geplant.

Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, forderte in einem Brief an den iranischen Botschafter in Deutschland die sofortige und bedingungslose Freilassung Nadarkhanis. Hein wies den Botschafter in dem Brief darauf hin, dass dieses Urteil im klaren Widerspruch zum internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte stehe, dem auch der Iran beigetreten sei.

Der Bischof habe in seinem Appell an den Botschafter zudem daran erinnert, dass die vier Millionen in Deutschland lebenden Muslime ihre Religion frei ausüben könnten. Der Grundsatz der Religionsfreiheit müsse für alle Menschen gelten.

Ein Gericht in Rasht hatte den evangelischen Pastor im September 2010 wegen Abfall vom Islam und Verbreitung nicht-islamischer Lehren zum Tod verurteilt. Das Urteil wurde im Juli 2011 in letzter Instanz bestätigt und kann den Angaben zufolge jederzeit vollstreckt werden. Bereits 2006 war er vorübergehend in Haft. 2009 wurde er erneut verhaftet, nachdem er gegen ein Gesetz protestiert hatte, das Schulkinder auch nicht-muslimischen Glaubens zum Koranunterricht zwingt.

Siehe auch: http://obristlink.wordpress.com/2012/03/12/so-viele-hinrichtungen-im-iran-wie-seit-jahren-nicht-mehr-tendenz-steigend/

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