Mysteriöse Explosionen im Libanon

In der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch 23.11.2011 kam es zu einer massiven Explosion in einem Munitions- und Waffenlager der schiitischen Hisbollah im libanesischen Dorf Sadikin, etwa zwölf Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Im israelischen Ort Maalot konnte man dies sogar hören. Die Explosion geschah zehn Tage nach einer anderen mysteriösen Explosion in Iran. Ob es zwischen den beiden Explosionen eine Verbindung gibt, ist unklar. Die Vorfälle könnten zu Spannungen an der Nordgrenze führen.  weitere Informationen

Iran signalisiert Bereitschaft für eine „finale Konfrontation“

Iranische Sprecher und Kommentatoren und führende Regierungsmitglieder haben begonnen, Israel, den USA und der IAEO gegenüber eine drohende, herausfordernde und manchmal verächtliche Ausdrucksweise zu verwenden. Der Iran sieht den Umbruch im Nahen Osten und die wachsenden islamischen Tendenzen als einen Beweis für die (göttliche) Gerechtigkeit seines Weges an. Von Irans Standpunkt gesehen würde eine direkte Konfrontation mit den USA und Israel seinen Zwecken in der Region dienen und sein Image als ein Akteur, der fest gegen die westlichen Mächte steht, aufbauen. Angesichts des harten IAEO-Berichts und der aktuellen Turbulenzen im Nahen Osten stellt für Iran ein Kompromiss kaum noch eine Option dar.

Irans Einstellung ist, dass aufgrund einer Anzahl von Gründen, u. a., weil ein Militärschlag Irans Atomprogramm nicht stoppen und wahrscheinlich seinen nationalen Zusammenhalt stärken würde, ein militärischer Angriff für Israel nicht realisierbar ist. Hochrangige iranische militärische Amtsträger, Kleriker und Kommentatoren haben eine drohende Ausdrucksweise angenommen und warnen, dass Iran mit grosser Härte auf jeden Angriff gegen ihn reagieren wird.  weitere Informationen

Israelkongress: Teilnahmeverbot für messianische Juden

Auf unterschiedliche Reaktionen bei evangelikalen Israel-Werken ist die Entscheidung gestoßen, eine Gruppe messianischer Juden – sie glauben an Jesus Christus als den jüdischen Messias – nicht am 2. Deutschen Israelkongress teilnehmen zu lassen. Der Kongress hatte Ende Oktober 2011 in Frankfurt am Main stattgefunden. Betroffen war der Beit Sar Shalom-Evangeliumsdienst (Berlin). Auf dem Treffen hatten sich 3.000 Teilnehmer solidarisch mit Israel gezeigt.

Bei einer offiziellen Partnerschaft mit messianischen Organisationen wären die wichtigsten Sponsoren abgesprungen und der Kongress hätte nicht stattfinden können. Intern habe man aber immer deutlich gemacht, „dass die messianischen Juden in besonderer Weise unsere engsten Brüder und Freunde sind und wir gerne einen Weg gefunden hätten, diese in den Kongress zu integrieren“. Mittelfristig müsse es möglich sei, dass messianische Juden an einem solchen Kongress ihre Solidarität mit Israel bekunden, wenn sie dort „in Wort und Schrift keine missionarischen Aktivitäten entfalten“.

Berthold Schwarz vom Institut für Israelogie (Gießen) hofft, dass es bei der Kongressleitung zu einem „ernsthaften Umdenken“ kommt, „selbst wenn die theologische Existenz von an Jesus Christus, dem Messias, glaubenden Juden bei anderen Juden ein Dorn im Auge sein mag“.

Die Bibel wird wieder interessant

«Mit der zunehmenden Entkirchlichung wird die Bibel für immer mehr Leute wieder interessant», stellt die Zürcher Pfarrerin Rita Famos fest. «Sie wollen wieder wissen, was drin steht.» Doch wen können sie fragen?

Für Pfarrerin Famos ist klar: Nur wer die Bibel selbst liest und am Gemeindeleben teilnimmt, hat auch Worte, um über die Bibel und ihre Inhalte zu reden. «Entscheidend ist, dass sie selbst mit der Bibel leben». mehr Informationen

Mehr Lutheraner im Regenwald Brasiliens als in Deutschland

Derzeit gibt es einen „weltweiten Aufschwung“ der Evangelikalen. Ihre Zahl liege derzeit bei etwa 600 Millionen. Außerdem sei es zu bemerkenswerten Verschiebungen in der weltweiten Christenheit gekommen. Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn): „Es gibt heute im brasilianischen Regenwald mehr Anhänger Luthers als in Deutschland.“

Die beiden Volkskirchen in Deutschland täten sich schwer mit dem Einsatz gegen Christenverfolgung. Schirrmacher: „Den Kirchen ist das Thema peinlich.“ Bundespolitiker seien „stinkesauer“ auf die Volkskirchen, weil diese sich zu wenig für verfolgte Christen engagierten.  weitere Informationen

 

Der Iran dürfte bald einmal eine Atombombe besitzen.

Man spekuliert nicht mehr darüber, ob – offen ist allein die Frage, wann? Alle Sanktionen werden das Regime bestätigen, sich mit einer solchen Waffe gegen die böse Welt wehren zu müssen. War Irans Regime bis jetzt vor allem für die eigenen Bürger ein Albtraum, müssen sich bald nicht nur dessen Nachbarn in Acht nehmen, sondern der Westen insgesamt. Am meisten zu befürchten hat Israel.

Käme in Iran eine säkulare, demokratisch gewählte Regierung an die Macht, würde sich das Problem der Atombombe von selbst erledigen. Kein demokratischer Staat bedroht einen anderen mit der Vernichtung. Israel kann nicht zulassen, dass ein Regime, das wiederholt angekündigt hat, den Judenstaat vernichten zu wollen, sich mit einer Atombombe ausrüstet. Denn das würde die beste Überlebensgarantie, die Israel hat: die eigene Atombombe, wirkungslos machen.

Schlägt Israel zu, wird es weltweit verurteilt werden. Insgeheim würden die meisten anderen Regimes der Region dankbar sein. Selbstverständlich wird das niemand offen zugeben. Mehr Informationen

„Jesus Christus“ wurde auf eine Liste mit „anstößigen“ Wörtern gesetzt.

Pakistaner dürfen beim Verschicken von Kurzmitteilungen über Mobiltelefone (SMS) nicht mehr den Namen „Jesus Christus“ verwenden. Die pakistanische Telekommunikationsbehörde hat den Mobilfunkanbietern des Landes eine Liste mit rund 1.500 Wörtern übermittelt, die als „anstößig“ befunden worden seien. Sie dürften beim „Simsen“ nicht mehr verwendet werden. Darunter sei aus unbekannten Gründen auch der Name Jesus Christus. „Alle SMS, die Wörter aus der Liste beinhalten, müssen blockiert werden“. Wie es heißt, gilt das Verbot für Wörter und Redewendungen, die unzüchtig und beleidigend seien oder sexuelle Beziehungen und die Namen einiger Körperteile beträfen.

Pakistan gehört zu den Ländern, in denen Christen besonders stark diskriminiert werden. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Übergriffen durch radikale Muslime. Die Blasphemie-Gesetze, die die Beleidigung des Propheten Mohammed mit lebenslanger Haft bzw. der Todesstrafe ahnden, werden häufig benutzt, um Christen zu inhaftieren und anzuklagen.  Mehr Informationen

Pakistan: Jesus Christus in SMS wieder erlaubt

In Pakistan darf der Name Jesus Christus nun doch wieder in SMS-Nachrichten verwendet werden. Die Telekommunikationsbehörde PTA habe den Begriff nach einer Intervention des Ministers für religiöse Minderheiten, Akram Gill, wieder aus der Liste der verbotenen Wörter gestrichen. Gill – er ist Katholik – habe im Kabinett sowie in einem persönlichen Gespräch mit dem Leiter der Telekommunikationsbehörde, Mohammed Yaseen, eindringlich vor einer Gefährdung des Friedens im Land gewarnt. Die Behörde hatte Mobilfunkanbieter angewiesen, „im Interesse des Ruhmes des Islam“ SMS mit angeblich „anstößigen“ Begriffen nicht zu übermitteln. Die Firmen erhielten eine Schwarze Liste mit rund 1.500 Wörtern, darunter auch Jesus Christus.

Himmelschreiende Absurdität

Das Exekutivkomitee der UNESCO hat Syrien zum Vertreter der arabischen Staaten in zwei Menschenrechtsausschussen ernannt. Wie der Radiosender „Kol Israel“ auf seiner Website meldet, soll Syrien die arabische Gruppe in zwei Ausschüssen der UN-Kulturorganisation vertreten. Einer befasst sich mit der Umsetzung von Menschenrechten in der UNESCO. Der andere Ausschuss kümmert sich um Nichtregierungsorganisationen, die Demokratie und Gleichberechtigung fördern. Unterdessen drohte die Arabische Liga Syrien mit Sanktionen, wenn das Blutvergießen bei regierungskritischen Demonstrationen kein Ende finde. Sie stellte den Syrern ein dreitägiges Ultimatum und haben die Mitgliedschafts Syriens in der Arabischen Liga ausgesetzt. Mehr Informationen

70‘000 ägyptische Christen beteten eine ganze Nacht (11.11.2011)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=hLfSGMftF4k]

 

Wenige Wochen vor den Wahlen hat das zerstrittene Ägypten eine bewegende Demonstration christlicher Einmütigkeit erlebt. Vom Freitag, 11. November 2011, 18 Uhr bis Samstag 6 Uhr riefen sie Jesus Christus an, lobten Gott und erbaten Frieden und Segen für ihr Land und benachbarte Völker. Auf dem Abhang vor der Höhlenkirche St. Samaan waren gegen 50‘000 koptische, evangelische und katholische Christen versammelt. Tausende weitere Christen folgten der Gebetsnacht auf Leinwänden vor benachbarten Grotten. Eine unabhängige Kairoer Zeitung schätzte die Teilnehmerzahl auf insgesamt 70‘000.

Der christliche Satellitenkanal Sat 7 übertrug die zwölf Stunden live. Laut Sat 7 verfolgten Millionen von Christen in Ägypten und der arabischen Welt die Sendung; viele schlossen sich vor dem Fernseher stehend im Gebet den Versammelten an.

Die Initiative zur Gebetsnacht hatten junge Christen zwei Wochen zuvor ergriffen und übers Internet eingeladen. Im Vordergrund stand der Aufruf zur Umkehr, weg vom Egoismus zu einem hingegebenen, geheiligten Lebensstil. Die Christen sangen Anbetungslieder, die die junge Generation über alle Konfessionen hin verbinden. Sie proklamierten in Gebeten und Liedern die Liebe von Gott für alle Ägypter, brachten ihr Verlangen zum Ausdruck, dass Gott das Land segnen möge, und beteten für die Wahlen, die Armee und den herrschenden Militärrat.

Die Höhlenkirche St. Samaan entstand durch die Hingabe der niedrigsten Volksschicht in Ägypten, den Abfall Sammlern, zu Gott.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Uf033rhn5kE]

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=SBX4yEkTp7E]

 

Weitere Infos     Weitere Infos

Ägypten: „Christen erleben gegenwärtig die schlimmste Zeit der letzten Jahrhunderte“

Juden in Italien

Italien hat ungefähr sechzig Millionen Einwohner. Wenn man gebildete Italiener fragt, wie viele Juden im Land leben, erhält man als häufigste Antwort ‘eine halbe Millionen’. In Wirklichkeit beläuft sich die Anzahl der zahlenden Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Italien auf 31.000, oder anders gesagt kommen Fünf auf Zehntausend Italiener. Doch wahrscheinlich gibt es einige Tausend Juden mehr, die aber öffentlich als solche nicht erkennbar sind. Ferner sagen viele kultivierte, gebildete oder einfach wohlsituierte Italiener über sich, dass sie teilweise jüdischer Herkunft sind.

Die falsche Wahrnehmung, dass so viele Juden in Italien leben, ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass sie als so bedeutend angesehen werden. Im letzten Jahrhundert hatten tatsächlich einige Juden Schlüsselpositionen innerhalb der italienischen Gesellschaft inne. In den letzten Jahrzehnten haben italienische Juden ausserordentlich zur Wissenschaft beigetragen. Einmal waren vier von sechs italienischen Nobelpreisgewinnern Juden.

Unter der Regierung Berlusconi hat sich die Stellung Israels in Italien radikal von der in anderen europäischen Ländern unterschieden. Für sie war Israel kein problematisches Land. Berlusconi und seine Unterstützer sind pro-israelisch und sagen dies auch deutlich. Die politische Unterstützung der Regierungen unter Berlusconi für Israel und andere günstige Faktoren haben der jüdischen Gemeinde Italiens neues Selbstvertrauen gegeben. Es gibt einige andere beachtliche Hinweise. In Italien muss sich der Steuerzahler entscheiden, einen Beitrag in Höhe von 0.8 Prozent seines Steuervermögens entweder an eine religiöse oder andere anerkannte Organisation zu leisten. 2008 beispielsweise haben 61.000 Italiener diesen Beitrag der jüdischen Gemeinde zugeteilt, was bei weitem die Anzahl der jüdischen Familien in Italien übersteigt; das ist ein Zeichen der Sympathie der nicht-jüdischen Italiener.

Zusammenfassung von Hanspeter Obrist  /  mehr Informationen

Der IAEA-Bericht ist ein vernichtender Schlag für Israel

Droht nun ein Krieg wegen des iranischen Atomprogramms?

Überall auf der Welt gibt es Menschen, die hinter dem iranischen Nuklearprogramm stehen. Sie fragen sich, warum ein Staat wie Israel Nuklearwaffen hat und ein Staat wie Iran diese nicht haben sollte. Von den obersten religiösen Führern in Ägypten bis nach Russland reicht die Liste jener, die Iran unterstützen. Kairoer Muslimführer haben gar mit einem Dschihad (Heiligen Krieg) gedroht, wenn Israel oder ein anderes Land versuche, mit militärischer Gewalt zu verhindern, dass Teheran Nuklearmacht wird.

Vor jedem Kriegsausbruch geht die Eskalationsstufe der psychologischen Kriegsführung voraus. In diesen befinden wir uns. In der Phase der Vorbereitung eines möglichen Kriegsszenarios sammelt jede Seite so viele Unterstützer wie möglich.

Der IAEA-Bericht über das iranische Nuklearprogramm ist bei näherer Betrachtung ein vernichtender Schlag für Israel. Er bedeutet im Klartext, dass eine israelische Geheimoperation gescheitert ist: Stuxnet. Der im Juni 2010 entdeckte Computerwurm sollte iranische Industrieanlagen und vor allem die iranische Nuklearindustrie treffen. Er stammte aus einem Mossad-Virenlabor und soll mit Hilfe eines großen deutschen Elektronikkonzerns verbreitet worden sein. Die Israelis hatten die verheerende Wirkung von Stuxnet in ihren Industrieanlagen (auch in der eigenen Nuklearindustrie) getestet. Der IAEA-Bericht belegt nun, dass die Stuxnet-Geheimoperation offenkundig keinen
dauerhaften Erfolg hatte. Nun bleiben nur abermalige geheime elektronische Angriffe, Debatten über weitere Sanktionen gegen Iran oder aber Krieg.

Es ist eine Tatsache, dass präzise Militärschläge mit Raketen über iranischem Territorium nur jetzt und dann erst wieder etwa ab Mitte Februar 2012 geführt werden können. Der Grund dafür sind die jahrestypischen Wolkenfelder, die sich ab etwa Anfang Dezember bis etwa Mitte Februar über dem irakisch-iranischen Gebiet bilden. Zwar kann moderne Militärelektronik auch durch Wolken hindurch aufklären, aber Militärs wissen, dass die Präzision von Angriffen mit Raketen ohne diese Wolkendecke wesentlich höher ist. Einen Überraschungsangriff zur Weihnachtszeit wird es demnach nicht geben. Kein bisheriger Krieg im Nahen Osten, der von langer Hand geplant wurde und bei dem Präzisionswaffen zum Einsatz kamen, wurde in den Monaten Dezember oder Januar begonnen.

Eine weitere Tatsache: Israel wird sich von ausländischem Druck nicht bei seinen Entscheidungen beeinflussen lassen. Das Einzige, was israelische Politiker und Militärs interessiert, sind die Erfolgsaussichten einer militärischen Operation. Wenn die Analysten zum Schluss kommen, dass iranische Atomanlagen ebenso zuverlässig vernichtet werden können wie im Juni 1981 der irakische Atomreaktor Osirak, dann interessieren die Israelis bei diesen Planungen mögliche Vergeltungsmaßnahmen der Iraner oder anderer Staaten nicht. Im Klartext bedeutet das: Die Israelis werden zeitgleich die komplette iranische Luftwaffe, deren Rollfelder und auch alle Raketensilos angreifen und zerstören. Es geht also nicht nur um einige iranische Atomanlagen, sondern um eine gewaltige Militäraktion.

Klar ist ebenfalls, dass den Iranern danach nur wenige Druckmittel blieben, etwa die immer wieder angekündigte Sperrung der Straße von Hormuz am Eingang des Golfes für Öltransporte. Mit der Sperrung dieser Route schneidet sich Iran aber seine eigene Lebensader ab.

Iran weiß, dass die Unterstützung aus der arabischen Welt nach einem israelischen Angriff rein verbal sein wird. Die Sunniten der arabischen Welt werden einen israelischen Angriff verbal verurteilen, mehr nicht. Und Iran wird sich so verhalten müssen, wie Saddam Hussein 1981 nach dem Angriff auf den irakischen Reaktor Osirak. Man wird sich ärgern -mehr nicht.

Das Risiko ist aus Sicht der Israelis somit durchaus beherrschbar. Nun geht es nur noch darum, ob die Analysten nach dem Fehlgriff mit Stuxnet ganz sicher sein können, das komplette Atomprogramm, die Luftwaffe und alle Raketenstellungen zerstören zu können. Denn die Luftkorridore für die israelische Luftwaffe sind längst eingerichtet. Saudi-Arabien hat – wie man aus den WikiLeaks-Dokumenten weiß – die Genehmigungen schon vor Jahren erteilt. Eines aber ist ganz sicher: Ein israelischer Angriff würde überraschend kommen. Und nicht dann, wenn alle ihn erwarten.  Zum Artikel

Ein mysteriöser Vorfall in Teheran

Bei einer Explosion nahe Teheran ist ein hochrangiger Militärexperte mit engen Verbindungen zur Hamas ums Leben gekommen. Angeblich soll es sich um einen Unfall in einem Munitionslager handeln – aber die Berichte über die Detonation sind widersprüchlich. Jetzt wachsen die Zweifel an der Darstellung: Denn unter den Toten ist auch ein ranghoher Raketenexperte, General Hassan Moghaddam.

Der Revolutionsgarde zufolge ereignete sich die Explosion am Samstag in einem Munitionslager bei Bidgane, 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Teheran. Auslöser sei ein Unfall beim Transport von Munition gewesen. Eine iranische Exilgruppe widersprach diesen Angaben: Der frühere Sprecher der Volksmudschahedin, Alireza Jafarzadeh, erklärte in Washington, die Detonation sei auf einem Raketenstützpunkt erfolgt.

Israelische Medien berichten Details über den toten Militär. Moghaddam sei unter anderem für die Entwicklung der iranischen Raketensysteme des Typs „Schihab“ und „Silsal“ zuständig gewesen, schreibt die israelische Zeitung „Jediot Achronot“.  Er sei auch für die Entwicklung von Raketen mit kurzer und mittlerer Reichweite zuständig gewesen, die von Hamas sowie der libanesischen Hisbollah-Miliz eingesetzt würden, schrieb das Blatt.

Moghaddam habe auch enge Verbindungen mit Mahmud al-Mabhuh unterhalten, einem ranghohen Funktionär der radikal-islamischen Hamas, der im Januar vergangenen Jahres in Dubai ermordet worden war. Ermittler in Dubai gingen damals davon aus, dass der israelische Geheimdienst Mossad hinter der Tat steckte. Al-Mabhuh soll für den Schmuggel von Raketen in den Gazastreifen verantwortlich gewesen sein.  Zum Artikel

 

Nur ein Regimewechsel kann das Iran-Problem lösen

Drohungen, Gespräche, Sanktionen: Bisher hat der Westen kein Rezept gegen Irans Atom(bomben)programm gefunden. Wer dem Iran den Griff zur Bombe gewährt, stößt die Tür zu einem regionalen atomaren Rüstungswettlauf weit auf. Und je mehr Länder diese Waffen im Arsenal haben, desto größer die Gefahr, dass irgendjemand einmal den roten Knopf drückt. Der Nahe Osten ist definitiv nicht die Region, in der man um jeden Preis die Probe aufs Exempel machen sollte.

Würde der Iran die Bombe einsetzen? Schwer zu sagen. Auf rationale Argumente sollte man bei einem Regime nicht bauen, dessen führende Exponenten die Ankunft des Mahdi erwarten, also des Messias, der, so der Glaube, im größten Chaos zurückkehrt.

Die Folgen von einem militärischen Angriff für Israel selbst und für die Region wären unabsehbar, massive Angriffe der hochgerüsteten Hisbollah auf israelische Städte wären das Mindeste, worauf sich Israel einstellen müsste. Verhandlungen? Die waren bisher ein Tanzkurs, den der Iran auf der Nase des Westens veranstaltete. Sanktionen? China und Russland haben noch jeden Versuch verwässert, die Iraner Schlupflöcher gefunden. Am effizientesten waren noch Kommandoaktionen und Sabotageakte des Mossad, von denen der Angriff mit dem Computerwurm Stuxnet 2010 nur der spektakulärste war. Doch gänzlich aufgehalten konnte Irans Atomprogramm auch dadurch nicht werden.

Letztlich kann nur ein Regimewechsel die Lösung bringen. Wer langfristig an der Stabilität in der Region interessiert ist, sollte alles auf eine Re-Infektion des Iran mit dem „Revolutionären Virus“ setzen, das seit Jahresanfang in der arabischen Welt grassiert. Der lächerliche Versuch Teherans, die Bewegungen anfangs zu vereinnahmen, zeigt die Hilflosigkeit des Regimes. Im Falle seines engen Verbündeten Syrien war die Begeisterung für den Aufstand denn auch wie weggeblasen. Das Regime weiß ganz genau, dass die wahre Gefahr für sein Überleben nicht von einem auswärtigen Angriff ausgeht, der die
Iraner zum nationalen Schulterschluss drängen würde– sondern vom eigenen Volk.

Zum Artikel

Iran spielt mit der Welt

Der Bericht der IAEA stellt eine riesige Erniedrigung für die Welt dar. Er hat die sogenannte weltweite Anstrengung lächerlich gemacht, die iranischen Pläne für die Bombe aufzuhalten. Sie haben auch klargestellt, in welch großem Maße Teheran sich über die Welt lustig macht.

Wenn der internationalen Gemeinschaft etwas daran liegt, auch nur das kleinste bisschen Abschreckung und Glaubwürdigkeit wieder herzustellen und dabei die verrückten Mullahs am Erhalt apokalyptischer Waffen und einem damit einhergehenden dramatischen Wandel des globalen Kräftegleichgewichts zu hindern, muss sie entschieden vorgehen.

Wenn jetzt nicht entschlossen auf die neuesten Entdeckungen reagiert wird, so bedeutet das eine wachsende Desintegration unserer Welt in ein gesetzloses, rücksichtsloses Reich der Gewalt und des Chaos.  Zum Artikel

Die dritte Intifada ist da

Die dritte Intifada ist bereits hier, und sie wird gegen Israel nicht auf den
Strassen von Gaza und Rammallah geführt, sondern in der internationalen Arena.
Es ist eine diplomatische Intifada, die darauf abzielt, die Welt gegen Israel
aufzubringen. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) ist zu dem Entschluss gekommen, dass eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Israel keinen Sinn macht, weil keine israelische Regierung den Palästinensern all das geben könne, was sie wollen. Wenn die PA erst einmal die Mitgliedschaft in den verschiedenen UN Organen erhält, plant es
eine gewaltige diplomatische Kampagne, um Israel in der internationalen Arena zu
isolieren.

Man bekommt den Eindruck, dass die PA mehr darauf aus ist, Israel zu bestrafen als einen Staat für sein Volk zu erreichen. Die neue Intifada der PA gegen Israel in der internationalen Arena lässt die Lücke und die steigenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern nur noch breiter werden. Viele Israelis fühlen sich von Abbas an die Wand gedrängt, indem eine weltweite Kampagne gegen Israel gestartet wird.

Abbas riskiert nun, die Sympathien der Mehrheit der Israelis zu verlieren,
die eine Zwei-Staaten-Lösung unterstützen und zu weitrechenden Zugeständnissen
an die Palästinenser bereit sind. Aber dem palästinensische Präsidenten ist es
deutlich egal, was die Israelis denken und das erklärt auch, warum er diese
Woche gegenüber Reportern sagte: „Ich werde mit der Eigenstaatlichkeit an der UN weitermache und mir sind andere egal.“ Zum Artikel

 

Inspiration und Infos aus aller Welt