Israel sei wie bellende Hunde ohne Mut, meint iranischer Parlamentspräsident

In der Drohkulisse um einen möglichen israelischen Angriff auf Ziele im Iran wegen Teherans Atomprogramm hat der iranische Parlamentspräsident dem Erzfeind fehlenden Mut unterstellt. «Wie bellende Hunde, die nicht angreifen, macht auch Israel viel Aufhebens um Iran, aber am Ende hat es nicht den Mut zum Angriff», sagte Ali Laridschani nach Angaben der Agentur Fars vom Samstag. Gleichzeitig vertrat Laridschani die Auffassung, dass Israel auch «nicht den Fehler» eines Angriffs gegen Iran machen würde, da es dann «mit dem eigenen Schicksal spielt».

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Swift-Sperre für den Iran

Der israelische Finanzminister Juval Steinitz hat den internationalen Überweisungsstopp an iranische Banken als „schweren Schlag“ für Teheran eingestuft.

Man könne jetzt nur noch mit Bargeld oder Gold Handel führen, und bei Milliardenbeträgen sei dies unmöglich. Dieser Zustand könne sogar zum „Zusammenbruch der iranischen Wirtschaft“ führen, sagte der Minister vor der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Die Europäische Union hatte den internationalen Finanzdienstleister Swift angewiesen, keine Überweisungen an iranische Banken mehr vorzunehmen. Das Unternehmen bestätigte am Freitag in Brüssel, es müsse dieser Anweisung Folge leisten, weil es belgischem Recht unterliege. Mit dem Stopp der Überweisungen, der am Samstag in Kraft trat, verschärft die EU die Sanktionen gegen den Iran im Streit um Teherans Atomprogramm.

SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) wickelt täglich rund 15 Millionen Überweisungen zwischen mehr als 9.000 Finanzinstitutionen in mehr als 200 Ländern ab.

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Ägyptisches Parlament erklärt Israel den kalten Krieg

Samstag, 17. März 2012 / Von Uri Russak aus Uris Tagebuch aus Israel

In meinem Tagebucheintrag vom 23.1.2012 zeigte ich ein eigentlich humorvolles Foto einer Gruppe frisch gewählter ägyptischer Parlamentarier. Einige schliefen und keiner von ihnen sah aus, als würde er sich auf die parlamentarische Arbeit konzentrieren. Ihrem Bartstil nach gehören sie den Salafisten an, sind Mitglieder der ägyptischen Al-Kaida Filiale, die fünfundzwanzig Prozent der Parlamentsitze gewonnen hatten. Das Bild ist amüsant, aber die Realität hat den Humor eingeholt.

Der ägyptische Winter ist in Ägypten voll am Ausbrechen und beginnt mit dem jihadistischen Judenhass und Hass gegen den Rest der Welt zu vereisen. Niemand scheint zu bemerken, wie sehr sich die politische Realität verändert, wie sehr der mässigende Einfluss Mubaraks auf das ägyptische Verhalten gegenüber Israel und auch den USA verloren geht. Weder die internationale Presse noch westliche Regierungen scheinen das gemerkt zu haben.

Das Parlament Ägyptens hat Israel einstimmig den Krieg erklärt. Anders ist sein einstimmig gefällter Entschluss, die noch regierenden Militärs zu veranlassen den israelischen Botschafter auszuweisen und den ägyptischen Botschafter in Israel von dort abzuziehen.

Dabei ist es jedoch nicht geblieben. Die parlamentarische Ägyptisches Parlament erklärt Israel den kalten Krieg weiterlesen

Israelisch-palästinensischer Vorschlag für eine internationale Truppe

Eine zivil-militärische Truppe soll dem Nahen Osten nach einem israelisch-palästinensischen Vorschlag Frieden bringen. Hochrangige Militärs und Sicherheitsberater aus Israel und der palästinensischen Selbstverwaltung haben vorgeschlagen, dass eine internationale Präsenz den Frieden zwischen Israelis und Palästinensern sichern soll.

Eine Friedenstruppe solle schon vor Israelisch-palästinensischer Vorschlag für eine internationale Truppe weiterlesen

Saudischer Großmufti: Alle Kirchen auf der arabischen Halbinsel müssen zerstört werden

Scheich Abdul Aziz Al-Asheikh, die höchste geistliche Autorität im Königreich Saudi-Arabien, hat gefordert, alle Kirchen auf der arabischen Halbinsel zu zerstören.

Gemäß der islamischen Lehrer dürfe es auf der Halbinsel nur eine Religion geben, so Al-Asheikh. Anlass für die Äußerung des Großmuftis war laut einem Bericht des Online-Magazins „Christian Post“ der Besuch einer Delegation der „Gesellschaft zur Wiederbelebung des islamischen Erbes“ („Society of the Revival of Islamic Heritage“ ) aus dem Nachbarstaat Kuwait. Dort hatte eine Gruppe von Parlamentariern, der „Block für Gerechtigkeit“ („Al-Adala Bloc“) im Februar eine Gesetzesinitiative gestartet, die die Einführung der Scharia in dem Emirat zum Ziel hat.

War im ursprünglichen Entwurf noch von einer „Entfernung“ aller Kirchen die Rede, hieß es aus Parteikreisen später, lediglich der Neubau von Kirchen solle verboten werden. Al-Asheikh betonte dagegen gegenüber der kuwaitischen Delegation, dass Kuwait Teil der Arabischen Halbinsel sei und daher „alle Kirchen dort zerstört werden müssten“.

„Stellen Sie sich vor was passieren würde, wenn […] der Papst forderte, dass alle Moscheen in Italien zerstört werden müssten“, kommentierte Raymond Ibrahim, Autor beim islamkritischen „Jihad Watch“-Blog, die Forderung des Großmuftis.

In Kuwait leben etwa 350.000 katholische Christen, was immerhin sechs Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Die meisten von ihnen sind Gastarbeiter. Das streng sunnitische Saudi Arabien ist dagegen offiziell zu 100 Prozent muslimisch. Kirchen gibt es nicht. Das Time-Magazine schätzte jedoch 2008, dass etwa 800.000 Christen in dem Königreich leben – ebenfalls hauptsächlich Gastarbeiter.

Siehe auch: http://obristlink.wordpress.com/2012/03/15/kirche-am-persischen-golf

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Zweifel am Afghanistan-Einsatz

Als die ausländischen Soldaten vor gut einem Jahrzehnt an den Hindukusch kamen, wurden sie von den meisten Afghanen mit offenen Armen empfangen. Viele waren froh über das Ende des Taliban-Regimes. Sie hofften auf eine Zukunft in Sicherheit und Wohlstand, wie es die westlichen Truppenstellernationen vollmundig versprachen. Seitdem starben Tausende Aufständische und Soldaten, Polizeibeamte und Zivilisten. Aus der Gastfreundschaft der Afghanen ist vielerorts Wut auf die Fremden geworden. Auch einstmals optimistische Soldaten halten den Einsatz für gescheitert.

Zwar ist auch viel erreicht worden: Millionen Kinder gehen zur Schule, Straßen wurden geteert, Häuser gebaut. Frauen haben – trotz des Widerstands konservativer Kräfte – weitaus mehr Rechte als damals unter den Taliban. Doch jeder Skandal der internationalen Truppen, jedes zivile Opfer bei einem Nato-Bombardement, jede Demütigung durch ausländische Soldaten entfremdete die Afghanen von den Westlern, die angetreten waren, ihnen zu helfen. Zugleich verstärkte jeder getötete ausländische Soldat das Misstrauen der Truppen in die Afghanen.

Wie tief die Gräben sind, zeigt die Forderung von Präsident Hamid Karsai, den Nato-Kampfeinsatz 2013 zu beenden. Der verbitterte Präsident will die ungeliebten Ausländer ein ganzes Jahr früher als geplant wegschicken, obwohl ein vorzeitiger Abzug sein Land in einen erneuten Bürgerkrieg stürzen könnte.

Manche einfache Afghanen wie etwa der Schuhmacher Baba Khan in Kabul halten die Taliban inzwischen für das geringere Übel. «Sie (die Amerikaner) ermorden und verbrennen Menschen in der Nacht, während die Kinder im Bett liegen», sagt der 60-Jährige. «Unter den Taliban konnten wir in Frieden schlafen.»

Auch Wolfgang Petzold hat die Lage am Hindukusch alle Zuversicht geraubt. Mit acht Bundeswehr-Einsätzen geht Petzold wohl als Afghanistan-Veteran durch. Zuletzt war der einstige Berufssoldat als Hauptfeldwebel 2009 dort, inzwischen lebt er im Ruhestand in Dresden. «Wenn man die Entwicklung in Afghanistan betrachtet, muss man zu dem Schluss kommen, dass unsere Bemühungen von damals keinen Erfolg hatten», sagt Petzold heute resigniert. Er hält diese Niederlage größtenteils für hausgemacht. «Ich habe selbst erlebt, wie überheblich wir Deutschen – und viel mehr vielleicht noch die Amerikaner – mit den Menschen umgegangen sind», sagt er. «Und jetzt wundern wir uns, dass wir ein ganzes Volk gegen uns haben.»

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Assad ist der beste Führer der Welt

Ein Jahr nach Beginn der Unruhen in Syrien herrscht Unklarheit: Wie beliebt ist Präsident Baschar Assad tatsächlich?

„Assad ist der beste Führer der Welt“, sagt Farhat, welche auf den Golanhöhen lebt. „Er ist der stärkste Mann Syriens und der einzige, der Reformen umsetzen kann. Syrer wollen eine echte Regierung, keinen islamischen Familienbetrieb wie in den arabischen Golfstaaten. Was erzählen die uns Syrern von Demokratie? Dort dürfen Frauen doch nicht einmal Auto fahren!“

Ein Besuch bei den syrischen Bewohnern Assad ist der beste Führer der Welt weiterlesen

Toleranz-Preis für Erdogan?

Am Samstag soll der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan in Bochum den „Steiger Award“ in der Kategorie „Europa“ erhalten. Eigentlich steht der Preis für Offenheit, Menschlichkeit, Geradlinigkeit und Toleranz. Kein Wunder also, dass sich gegen diese Entscheidung immer mehr Widerstand regt.

Nach dem Protest der Armenier in Deutschland wenden sich nun auch der Zentralverband der Assyrischen Vereinigung sowie die Alevitische Gemeinde gegen die Ehrung Erdogans. So spreche der assyrische Verband unter anderem von der schlechten Situation der Pressefreiheit in der Türkei, Misshandlung und Folter türkischer Gefangener, fehlender Minderheitenrechte für Assyrer und der Verweigerung elementarer Existenzrechte für Christen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Erdogan den Preis erhalten soll.

Auch der Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, Ali Dogan, übte dem Bericht zu folgt scharfe Kritik. Er nannte die Preisverleihung an Erdogan „einen Schlag ins Gesicht aller Minderheiten in der Türkei, die staatlich organisierter Intoleranz und Unmenschlichkeit ausgesetzt sind“. Der integrationspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Deutschen Bundestag, Mehmet Killic, sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Ich bin fassungslos, mit welcher falschen Sensibilität die Veranstalter Erdogan loben. Das ist vollkommen fehl am Platz.“ Nach seiner Einschätzung entferne sich unter Erdogan die Türkei von der EU, anstatt sich ihr anzunähern.

Nach Angaben der Initiatoren des Preises wird er „an Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland verliehen, die geradlinig ihren Weg verfolgen und dabei nach den Grundwerten der Steiger handeln. Diese sind nach Einschätzung der Jury Offenheit, Menschlichkeit, Geradlinigkeit, Toleranz“. Auf ihrer Internetseite verwahren sich die Initiatoren gegen die Kritik und weisen darauf hin, dass „Erdogan die Auszeichnung stellvertretend für das türkische Volk für 50 Jahre deutsch-türkische Freundschaft in Empfang nimmt. Die Auszeichnung ist ausdrücklich keine Bewertung der innen- und außenpolitischen Aktivitäten des türkischen Ministerpräsidenten“.

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Kirche am Persischen Golf

Im Emirat Ras al-Khaima in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist kürzlich die größte Kirche am Persischen Golf eingeweiht worden. Das anglikanische Gotteshaus in der Stadt Al Jazeera al Hamra soll 2000 Besucher fassen. Die in zwei Jahren Bauzeit errichtete Kirche solle über die anglikanische Gemeinde hinaus 35 bis 40 verschiedenen christlichen Gruppen für Gottesdienste offenstehen.

Der anglikanische Bischof von Zypern und dem Persischen Golf, Michael Lewis, nannte die Eröffnung der Kirche ein «Zeichen der Hoffnung für die christliche Gemeinschaft». Den Baugrund dieser und der übrigen christlichen Zentren hatte einem Bericht zufolge jeweils der Herrscher des Emirats geschenkt. Anglikanische Kirchen befinden sich laut der Zeitung «The National» bereits in Dubai, Fujairah, Sharjah, Abu Dhabi und Al Ain. 9% der Bevölkerung sind Christen. Es sind vorwiegend Gastarbeiter.

Vergleiche dazu: http://obristlink.wordpress.com/2012/03/17/saudischer-grosmufti-alle-kirchen-auf-der-arabischen-halbinsel-mussen-zerstort-werden/

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Israel und Iran spielen auf Zeit

Alle Welt geht davon aus, dass Israel bald Irans Atomanlagen angreifen wird. Doch die innenpolitische Lage und Netanjahus Charakter widersprechen dieser Einschätzung.

Hebräische Kino-Plakate, die an den Iran erinnern, hängen schon seit Wochen. Sie werben schon für den Film „Die Trennung“ (A Separation), noch bevor das Werk mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet wurde. Die Zuschauer strömten von Anfang an in die Säle, neugierig auf Israel und Iran spielen auf Zeit weiterlesen

Neue Spannungen im Nahen Osten

Das ägyptische Parlament hat die Regierung in Kairo dazu aufgefordert, den israelischen Botschafter im Land auszuweisen. „Ägypten wird nie der Freund, Partner oder Verbündete des zionistischen Gebildes sein, das wir als ersten Feind Ägyptens und der arabischen Nation sehen“, heißt es in dem Dokument der ägyptischen Volksvertretung. Darin fordern die Abgeordneten die Regierung auf, „alle Beziehungen und Vereinbarungen mit diesem Feind zu revidieren“. Die Regierung solle zudem mit sofortiger Wirkung die Gasexporte nach Israel stoppen und ihren Botschafter aus Tel Aviv zurückziehen. In der Erklärung verlangen die Mitglieder des Unterhauses eine Unterstützung für den palästinensischen Widerstand in all seinen Formen.

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan hat Israel ein „Massaker“ an den Palästinensern im Gazastreifen vorgeworfen. Er meinte, Israel müsse „die brutalen Attacken gegen die Palästinenser beenden und das Massaker und das Blutvergießen stoppen“. Er betonte, sein Land werde weiter hinter den Palästinensern stehen, die seit Jahren an Ungerechtigkeit litten. Die türkische Bevölkerung müsse sich daran erinnern, dass die Menschen in Gaza ihre Brüder seien. Er forderte, die „Kinder des Holocaust“ sollten sich gegen die Einsätze der israelischen Armee im Gazastreifen wenden. Diese Operationen seien Teil eines „Genozides“ an den Palästinensern. Israel versuche seit Tagen, die Bewohner von Gaza zu zerstören, so der türkische Regierungschef. – Was waren dann die türkischen Handlungen an den Kurden?

Ein sieben Jahre alter Palästinenser aus dem Gazastreifen ist am Mittwochmorgen seinen Verletzungen erlegen, die er bei einer Explosion am Montag erlitten hatte. Palästinensische Kreise machen Israel für den Tod des Jungen verantwortlich. Die Israelis wiesen die Anschuldigungen jedoch zurück. Ein Sprecher der israelischen Zivilverwaltung (COGAT) teilte mit, die Kinder seien verletzt worden, als sie mit Sprengstoff spielten. Zu dem fraglichen Zeitpunkt habe es in jener Gegend keine militärischen Aktionen gegeben.

Syrien „verurteilt scharf die israelische Aggressivität gegen das palästinensische Volk“, heißt es in der Bekanntmachung laut der israelischen Tageszeitung „Ma´ariv“. „Es drängt die internationale Gemeinschaft, dringende Schritte zu unternehmen, um die Aktivitäten zu stoppen und auch gegen diejenigen vorzugehen, die dafür verantwortlich sind.“ – Und was soll die internationale Gemeinschaft mit der Aggressivität gegen Israel und gegen die eigene syrische Bevölkerung machen?

Knapp 48 Stunden nachdem die Waffenruhe am Gazastreifen in Kraft getreten war, machte es in der Nacht auf den Donnerstag den Anschein, als ob sie bereits wieder am Zusammenbrechen sei. Die israelische Luftwaffe trat gegen Mitternacht in Aktion als Reaktion auf das vorher erfolgte Abfeuern von zwei Grad-Raketen auf Beershewa. Ein Projektil landete im offenen Gelände, das zweite wurde vom Abwehrsystem «Iron Dome» zerstört. Die israelischen Flugzeuge trafen eine Raketenabschussrampe und einen Schmuggeltunnel im Norden des Gazastreifens. Als Folge dieser Zwischenfälle entschieden die Verwaltungen der Städte Beershewa, Ashkelon, Ashdod, Kiriat Gat und Kiriat Malachi, heute Donnerstag den Schulunterricht wieder ausfallen zu lassen, obwohl die Zivilschutzbehörde sich für einen normalen Unterrichtsbetrieb ausgesprochen hatte. Die Eskalation vom Mittwoch wird Splittergruppen zur Last gelegt und nicht dem Islamischen Jihad oder der Hamas, die sich beide für die Waffenruhe ausgesprochen hatten. Premierminister Binyamin Netanyahu allerdings schlug am Mittwochnachmittag einen recht kriegerischen Ton an, als er Gaza als die «Frontposition Irans» bezeichnete. Auch die Tatsache, dass Netanyahu einen für den 21. und 22. März geplant gewesenen Besuch in Frankreich und Spanien annulliert hatte, heizte die Spekulationen rund um ein Wideraufflammen der Kampfhandlungen am Gazastreifen an. Hochrangige IDF-Offiziere sprachen in der Nacht auf heute Donnerstag wieder von der Notwendigkeit einer großangelegten Bodeninitiative gegen den Gazastreifen.

Israelischer Pausenriegel in Israel teurer als im Ausland

In Israel herrscht ein immer größerer Unmut gegenüber inländischen Konzernen, die innerhalb der Grenzen Israels ihre Produkte für mehr Geld verkaufen als im Ausland. Zum Beispiel machte der Pausenriegel „Pesek Sman“ Schlagzeilen. In den USA kostet der israelische Riegel 50 Cent. Im Herstellungsland wird dieselbe Süßigkeit für 1,30 Euro verkauft.

Auch andere Snacks sind in Israel teurer, darunter der umgerechnet 80 Cent teure Schokoriegel „Twist“. Im Ausland bekommt man dafür beinahe drei Stück, denn sie kosten nur 28 Cent.

Die Israelis sind verärgert. Seit zwei oder drei Jahren verteuert sich alles rasant. Die Preistreiber sind vor allem Lebensmittel und Kraftstoff.

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Kriegserklärung an die Christen

Hacker haben die Internetseiten von drei christlichen Werken im US-Bundesstaat Nord Carolina und vom Vatikan lahm gelegt. Zudem hinterließen sie eine «Kriegserklärung an die Religion».

Betroffen waren die Auftritte der Gemeinden Bethel Outreach International Church und Charlotte International Church sowie das Missionswerk Crossfire Ministries. Die Täter, die sich als Teil des weltweiten Hacker-Netzwerks «Anonymous» bezeichnen, ersetzten die Texte der Seiten durch ein 30-minütiges Video des Atheisten Richard Dawkins, Autor des Bestseller «Der Gotteswahn».

«Anonymous» hinterließ auch eine «Kriegserklärung an die Religion». In der Nachricht heißt es: «Jede Art von Religion ist eine Krankheit für die Welt.» Diese bringe Hass und Intoleranz hervor. Religion sei ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der die Menschheit noch ungebildet gewesen sei. Religionen basierten auf autoritären Hierarchien, die versuchten, den freien Willen der Gläubigen zu kontrollieren.

Abschließend rufen die Hacker dazu auf, das eigene Leben nicht von der Religion leiten zu lassen. Wenn keine Glaubenskämpfe mehr geführt würden, sei eine bessere Welt und ein friedlicheres Zusammenleben möglich. Die Täter bekannten sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Hackerangriff. Nach eigenen Angaben sind sie Mitglieder des Netzwerks «Anonymous», das weltweit für Cyber-Attacken verantwortlich ist. Die Aktivisten von «Anonymus» treten in der Öffentlichkeit nur mit Masken in Erscheinung.

Interessant ist, dass diese Hacker selbst einen Glaubenskrieg anführen und zu unlauteren Mitteln greifen. Warum können sie nicht öffentlich zu ihrer Meinung stehen und es dem mündigen Leser selbst überlassen, für was er sich entscheidet?

Vergleiche auch: http://obristlink.wordpress.com/2012/03/06/religion-fur-atheisten/

 

Machtkämpfe im Gazastreifen

Was sich zurzeit im Gazastreifen ereignet, ist ein weiterer Aspekt des „Arabischen Frühlings“.

Der saudische König Abdallah und Hamad ibn Chalifa Al Thani, Herrscher über Katar und Al Jazeera – zwei sunnitische Herrscher mit totalitärer Weltauffassung haben beschlossen, in Aktion zu treten. Sie versuchen, im Gazastreifen den sunnitischen Einfluss auszubauen. Die beiden wollen im Gazastreifen kein Taliban-Regime installieren, sondern eine Art islamische „totalitäre Demokratie“.

Die Herrscher aus Katar und Saudi-Arabien haben die Hamas nicht gebeten, sondern ihr befohlen, mit dem Schießen aufzuhören und vom „Frieden“ zu sprechen. Die Iraner ihrerseits, frustriert von der ihrer Meinung nach „zahmen“ Hamas, haben sich entschieden, sich der Opposition im Gazastreifen anzunehmen und so ein Gegengewicht zu schaffen. Nie zuvor waren die Anführer der ebenfalls sunnitischen Organisationen „Islamischer Jihad“ und „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ bei den schiitischen Iranern so beliebt wie heute. Der Iran fordert von ihnen, Israel anzugreifen.

Die gegenwärtige Welle der Gewalt ist Ausdruck dieser Machtkonstellation. Der Machtkämpfe im Gazastreifen weiterlesen

Zwischen 90 und 100 jugendliche Iraker im Zuge der Emo-Hetzjagd ermordet

Im Irak ist eine brutale Hetzjagd im Gange, die bereits Dutzenden Jugendliche das Leben gekostet haben soll. Opfer der Mordserie sind sogenannte Emos, Jugendliche, die sich aufgrund ihres Kleidungsstils, Haarschnitts und Musikgeschmacks zu Hassobjekten der religiösen Moralpolizei entwickelt haben. Bis zu 90 irakische Jugendliche sollen in den vergangenen Wochen von Schiiten-Milizen gejagt und zu Tode gesteinigt worden sein.

Allein in den vergangenen drei Wochen wurden in der irakischen Hauptstadt Bagdad 14 Jugendliche getötet, melden irakische Medien. Die Leichen der jungen Männer sollen auf Verletzungen hindeuten, die auf Steinigungen zurückzuführen sind.

Warum kam es zur blutigen Jagd auf die Jugendlichen? Emos (Kurzform für Emotional) tragen häufig enge Röhrenjeans, färben ihre oft schulterlangen Haare und schmücken sich mit Piercings, Halsketten, Ringen und Armbändern.

Ein weiteres Erkennungszeichen sind Totenköpfe und Sterne, die von Emos häufig als Symbole auf Kleidung and Schmuck verwendet werden. Die jungen Männer, die sich der Emo-Kultur verschrieben haben, werden fälschlicherweise pauschal als homosexuell bezeichnet – ein Todesurteil in vielen arabischen Staaten.

Nach Angaben der Hilfsorganisation „Brussels Tribune“ wurden seit dem 6. Februar zwischen 90 und 100 jugendliche Iraker im Zuge der Emo-Hetzjagd ermordet. Die meisten Opfer seien gesteinigt worden, andere wurden offenbar – gemäß der traditionellen Strafe für Homosexuelle nach islamischem Recht – von Dächern gestoßen.

Das irakische Bildungsministerium soll Medienberichten aus dem Irak zufolge ebenfalls die Jagd auf die Emo-Jugend unterstützen. Ziel der Maßnahmen sei es, die als gesellschaftsschädigend geltende Jugendkultur zu eliminieren. Todeslisten mit den Namen von irakischen Emos zirkulieren seither in unterschiedlichen Stadtvierteln von Bagdad.

Muqtada al-Sadr, ein Hardliner unter den schiitischen Predigern, sagte in einem Interview mit dem irakischen Fernsehsender Al-Sumaria News: „Emos sind Idioten (…) Fachleute müssen sie ausrotten.“

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