Wird Israel einmal zum Wasserexporteur?

Israel könnte in zehn Jahren genug Trinkwasser produzieren, um es auch zu exportieren. Diese Hoffnung äußerte die nationale Wasserbehörde Mekorot anlässlich ihres 75. Jubiläums.

Momentan ist Wasser noch ein äußerst knappes Gut in Israel, die Daten der Behörde legen jedoch nahe, dass bereits im Jahr 2013 75 Prozent aller israelischen Haushalte aufbereitetes Meerwasser nutzen werden. Die sechs Entsalzungsanlagen, über die Israel derzeit verfügt, produzieren pro Jahr 600 Millionen Kubikmeter Wasser.

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Ein Viertel der Senioren in Israel muss im Winter frieren

Etwa 27 Prozent der Senioren in Israel können es sich in diesem Winter nicht leisten, ihre Wohnung zu heizen.

Die Senioren sagten in einer Umfrage aus, um die Heizkosten im Winter aufzubringen, seien sie dazu gezwungen, andere Notwendigkeiten zu entbehren, meistens Lebensmittel.

Laut dem Bericht haben sich die Strompreise seit dem 1. Februar in Israel um 6,6 Prozent erhöht. In den vergangenen sechs Monaten seien sie um insgesamt 20 Prozent gestiegen.

Die meisten Senioren erhalten einer Tageszeitung zufolge eine Grundrente von umgerechnet rund 300 Euro für eine Einzelperson und 450 für ein Paar. Diese Beträge reichten nicht aus, um alle Lebenshaltungskosten zu decken. Die Alten seien oft dazu gezwungen, zwischen dem Heizen der Wohnung und Lebensmitteln zu entscheiden.

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Facebook ist gefährlich für die unter der Palästinensischen Autonomiebehörde PA im Westjordanland lebenden Palästinenser

Die Sicherheitskräfte der PA haben die Aktivitäten von Palästinensern auf Facebook unter Beobachtung gestellt, um sicherzustellen, dass niemand sie kritisiert. Diejenigen, die nicht spuren, finden sich entweder hinter Gittern oder ohne Arbeit wieder.

Rami Samara, ein palästinensischer Journalist aus Ramallah, wurde während der Arbeit in den Büros von Wafa, der offiziellen Nachrichtenagentur der PLO, festgenommen. Sein Verbrechen: ein Kommentar, den er auf seiner Facebook-Seite gepostet hatte.

Nach heftigen Protesten anderer Journalisten und Menschenrechtsorganisationen wurde er einige Stunden später wieder freigelassen. Samara ist bereits der zweite palästinensische Journalist, der wegen Facebook in das Visier der Abbas und Fayyad loyalen Sicherheitskräften geraten ist.

Angesichts des scharfen Vorgehens gegen Facebook-Nutzer überlegen sich viele Palästinenser heute zweimal, einen Kommentar zu posten, der die palästinensische Führung in Ramallah verärgern könnte.

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Streik in Israel – Auch Flughafen betroffen

Ein Streik im öffentlichen Dienst Israels hat das Land am Mittwoch weitgehend lahmgelegt. Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv war ebenso betroffen wie der Bahnverkehr, Krankenhäuser, Behörden, Universitäten und einige Banken.

Zuvor waren nächtliche Verhandlungen zwischen dem Gewerkschaftsdachverband Histradut und dem Finanzministerium am frühen Morgen ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaften fordern mehr Geld und Rechte für Leiharbeiter im öffentlichen Bereich, die im Durchschnitt weniger als ihre festangestellten Kollegen verdienen und weniger Rechte besitzen.

Die Regierung hatte noch versucht, den Streik durch die Bereitstellung von zusätzlichen 200 Millionen Schekel (40 Millionen Euro) abzuwenden. Aber der Streit schwelt schon seit Monaten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte noch am Vorabend an die Gewerkschaften appelliert, den Arbeitskampf in der «schwierigen Lage» der israelischen Wirtschaft auf jeden Fall zu vermeiden. Ein Streik werde keine Lösung von Problemen bringen, die sich seit Jahrzehnten aufgebaut hätten.

Der Ausstand könnte das Land nach Berechnungen der Vereinigung der Handelskammern pro Woche umgerechnet etwa 80 Millionen Euro kosten. Einen Antrag der Vereinigung, den Streik für illegal zu erklären, hatte der Oberste Gerichtshof am Vortag zurückgewiesen.

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Schwarzer Humor aus Israel

In einem israelischen TV-Werbespot vom Kabelnetzbetreiber HOT sprengt der Geheimdienst Mossad versehentlich eine iranische Atomanlage per Galaxy Tab in die Luft. Nun droht Samsung ein Boykott aus dem Iran – obwohl der Hersteller für den Spot nichts kann.

In dem Video treffen vier Israelis – schlecht als Frauen verkleidet – im Iran auf einen Mossad-Agenten, der Atomanlagen ausspioniert. Um sich die Langeweile während der Beobachtungszeiten zu vertreiben, hat er sein Galaxy Tab dabei. Eine der „Frauen“ schnappt sich den Tablet-Computer, eine zweite klickt eine App an. Daraufhin explodiert im Hintergrund die Atomanlage. „Eine weitere mysteriöse Explosion im Iran“, sagt sie zur Entschuldigung. Das ist eine Anspielung auf Vorwürfe aus Teheran, Mossad-Agenten verübten Anschläge auf iranische Atomanlagen und Atomphysiker.

Weitere Anspielungen sind im ganzen TV-Spot verteilt: Bei den vier Frauen handelt es sich um die Protagonisten der israelischen Sitcom „Asfur“, die in den Jahren 2010 und 2011 auf dem TV-Sender Hot3 ausgestrahlt wurde. Mossad steht umgangssprachlich auch für Irrenhaus oder Tollhaus. Und der Name Khomeini wird in Israel auch als Bezeichnung für einen braunen Käfer (Maladera insanabilis) verwendet.

Weil das Samsung-Logo mehrfach eingeblendet wird, bekommt nun offenbar der südkoreanische Hersteller den Zorn aus Teheran ab.

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Kloster in Jerusalem mit anti-christlichen Parolen beschmiert

Ein griechisch-orthodoxes Kloster in Jerusalem ist laut Polizeiangaben mit anti-christlichen Graffitis beschmiert worden. Demnach seien auf die Mauern des Klosters, das im Tal des Kreuzes nahe dem israelischen Parlament liegt, Parolen wie „Tod den Christen“ und „Maccabees von Migron“ in hebräischer Sprache geschmiert worden. Die Phrasen beziehen sich laut Medienangaben auf Maßnahmen der israelischen Regierung gegen die jüdischen Siedler; so bezieht sich die Parole „Maccabees von Migron“ zum Beispiel auf ein nicht-autorisiertes Siedlungsgebiet.

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Die Türkei will mehr im Nahen Osten mitmischen

Ein hochrangiges Hamas-Mitglied der Zeitung Al-Sharq sagte, die Türkei habe sich „mit dem Projekt einverstanden erklärt, die Hamas zu unterstützen und den Gazastreifen wiederaufzubauen.“ Dieser Person zufolge wird die Hamas in den nächsten Wochen ein offizielles Büro in der Türkei eröffnen. Andere Berichte deuten an, dass die Türkei als grösste Hamas-Finanzquelle an die Stelle des Iran getreten sei und ihr für die nächsten Jahre 300 Millionen US-Dollar zugesagt habe.

Wenn Assad nicht mehr da ist, braucht die Hamas eine neue Sponsor- und Schutzmacht, und die Türkei kann diese Rolle übernehmen.

Für die Türkei läge darin ein offensichtlicher Vorteil gegenüber ihrem Rivalen Iran um den Einfluss in der arabischen Welt. Es ist ein schlauer Schritt von der Hamas, solange der türkische Stern aufgeht und Erdogan das Sagen hat. Doch es sieht auch danach aus, dass dieser Schritt mehr mit Erdogans Bestreben nach Macht und Einfluss zu tun hat als mit der Suche der Hamas nach einem Ersatz für den Iran und Syrien – nicht aber mit einer Friedensregelung zwischen Israel und den Palästinensern.

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Ein-Blick in den Iran

„Der Iran hilft jedem dabei, Israel zu bekämpfen“, sagte Ajatollah Ali Chamenei einer der religiösen Führer des Iran den Teilnehmern der Freitagsgebete (3.2.2012) in Teheran gemäss der Zeitung „Yediot Aharonot“. „Das zionistische Regime ist ein Krebsgeschwür, das abgeschnitten werden muss und auch wird“.

Zugleich spielte er die Möglichkeit eines amerikanischen Angriffs auf den Iran herunter: „Bei einem Krieg würden zehn Mal so viele Amerikaner wie Iraner sterben.“

Auch westliche Sanktionen gegen das Land würden die iranischen Nuklearambitionen nicht schmälern: „Sie wollen uns damit schaden, aber das ist gut für uns, weil wir uns dann auf unsere eigenen talentierten Leute stützen müssen.“

In Bezug auf den „arabischen Frühling“ zeigte sich Chamenei sicher, dass die Palästinenser bald dem Beispiel der arabischen Welt folgen würden. Der Iran werde jedem Land oder jeder Organisation assistieren, die das zionistische Regime bekämpfe. Israel sei geschwächter als je zuvor. Laut israelischer Zeitung habe das Volk auf Chameneis Rede mit Sprechchören wie „Tod den Israelis“ geantwortet.

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Neue Freiheiten in Kuba

Kubas Präsident Raul Castro versprach bereits im Hinblick auf den angekündigten Besuch des Papstes die Freilassung von 2‘900 teilweise alten und schwachen Gefangenen, von denen einige bereits entlassen wurden. Zu Weihnachten und auch im Januar 2012 durften die Kirchen Kubas im ganzen Land Gottesdienste auf öffentlichen Plätzen feiern.

Mit Chorgesang, Predigt und Gebet dankten die Christen Gott für diese neue Möglichkeit. Seit Jahrzehnten haben sie auf der Insel für diese Offenheit der Regierung gebetet. «Ich glaube, die Führenden des Landes haben verstanden, dass die Gute Nachricht von Jesus Christus ein Segen für die kubanische Familie und unsere ganze Nation ist,» erklärte Dr. Victor Samuel Gonzalez, Präsident der Baptistenvereinigung Westkubas. «Aus diesem Grund öffnen sie langsam die Türen und erlauben uns Christen, unseren Glauben öffentlich zu bezeugen,» sagt Gonzalez weiter, «und wir danken Gott dafür!» «Dinge, die uns vorher trennten, wie die Liturgie oder verschiedene Arten der Anbetung, sind nach und nach zerbrochen. Die evangelische Kirche ist dadurch sehr gestärkt.»

«Wir sind gespannt, was Gott noch tun wird, denn wir wissen, dass für Gott nichts unmöglich ist!»

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Das iranische Roulette

Man kann sich Israel auch als glückliches Land vorstellen. Das ehemalige Entwicklungsland im Nahen Osten hat die Wirtschaftskrise gut überstanden, hat eine beneidenswert niedrige Arbeitslosenrate, weist robuste Wachstumszahlen auf und hat Europa beim Pro-Kopf-Einkommen fast erreicht.

Es verfügt heute über eine der härtesten Währungen der Welt und über eine der innovativsten High-Tech-Szenen. Wenn, ja wenn da nicht die lieben Nachbarn wären. Und ein Teil der Bevölkerung, der sich weder an den Verteidigungs- noch Steuerlasten beteiligt und auch sonst kaum etwas zur boomenden Wirtschaft beiträgt.

Jedes Jahr kommen bei der Sicherheitskonferenz in Herzlija Experten aus der ganzen Welt zusammen und messen die Temperatur der Nahostregion. Und die ist diesmal besonders hoch. Die Israelis sehen sich eingekreist von einer islamistischen Welle, die immer mehr arabische Länder erfasst.

Dazu kommt das iranische Atombombenprogramm, das, so viele Fachleute, in diesem Jahr in die entscheidende Phase eintritt.

Libanon und Gaza sind zu den größten Waffenlagern geworden, die man je gesehen hat. Jeder Teil Israels wird inzwischen von Raketen bedroht. Und die Israelis haben besonderen Respekt vor den Antitank-Raketen der Terroristen, die inzwischen „präzise aus einer Distanz von 6 Kilometern“ treffen könnten.

Der Leiter des Militärgeheimdienstes, Aviv Kochavi, sagt, dass Israels Feinde inzwischen über 200.000 Raketen verfügten. Die meisten davon hätten nur eine Reichweite von etwa 40 Kilometern, einige tausend könnten aber mehrere 100 Kilometer weit fliegen.

Besonders im Südlibanon seien Waffenlager und Raketenstartplätze massenhaft in Wohnhäusern eingerichtet worden, was Israel im Falle eines Krieges vor schwierige Herausforderungen stellen würde.

Neben einer Konfrontation mit irregulären Kräften muss Israel sich aber nun auch im Süden wieder auf eine Konfrontation mit einer großen regulären Armee vorbereiten. Denn wer weiß schon, ob die Islamisten in Kairo am Friedensvertrag festhalten werden. Ohnehin ist die Sinai-Halbinsel schon so etwas wie eine gesetzlose Region geworden, mit Radikalen von Hamas oder al-Qaida.

Letztlich können die Israelis nur zuschauen, wie sich um sie herum das Drama der arabischen Revolutionen entfaltet. Beeinflussen können sie diese Entwicklungen nicht.

Kaum ein Thema hält die Sicherheitsexperten aber so in Atem wie der Iran, den Peres als eins der „moralisch korrumpiertesten Regime der Welt“ bezeichnet. In Herzlija gab es einerseits viel Lob für das europäische Öl-Embargo, andererseits große Skepsis, ob das Teheran umstimmen wird, wenn es nicht gleichzeitig mit einer glaubwürdigen militärischen Drohung verbunden ist.

Diese lieferte denn auch prompt Verteidigungsminister Ehud Barak, der warnte, dass die Zeit auslaufe, weil Iran seine Urananreicherungsanlagen in neu gebaute Bergbunker verlege. „Wer immer nur später sagt, wird möglicherweise herausfinden, dass später zu spät ist“, sagte Barak und wiederholte es noch einmal auf Englisch um sicher zu gehen, dass die Botschaft auch ankommt.

Militärgeheimdienstchef Aviv Kochavi präzisiert den Zeitrahmen: Wenn Religionsführer Ali Chamenei den Befehl gäbe, könne der Iran innerhalb von einem Jahr eine Bombe bauen. Es werde ein bis zwei weitere Jahre dauern, bis auch die Raketenträgersysteme dafür fertig seien.

Aussagen wie die Baraks machen Amerika und Europa stets nervös. Und letztlich bleibt unklar, ob man in Jerusalem wirklich handeln will.

Für den amerikanischen Außenpolitikexperten Robert Blackwill liegt jedenfalls auf der Hand, dass „die europäische Bereitschaft, die Sanktionen substanziell zu verschärfen in einem direkten Zusammenhang mit der israelischen Bereitschaft steht, militärische Gewalt einzusetzen“. Ohne diese im Raum stehende Drohung wären die Europäer wohl nicht so weit gegangen.

In Europa glauben viele, ein atomar bewaffneter Iran ließe sich per Abschreckung eindämmen, wie es dem Westen ja auch mit der weit mächtigeren Sowjetunion gelungen ist.

Doch man muss sich im Gengensatz nur vorstellen, einer der vielen neuen Atomstaaten aktiviert in einer Krisensituation seine Atomstreitkräfte. Das würde in allen Staaten ebenfalls zur Aktivierung führen. Und dann kann eine falsche Radarmeldung oder ähnliches ein Armaggedon auslösen. Schon wegen der räumlichen Nähe bliebe auch weit weniger Zeit als es die Supermächte hatten, um Fehleinschätzungen noch rechtzeitig zu korrigieren.

Angesichts der Bedrohungen von außen und des Umbruchs in Nahost sind die Konflikte innerhalb der israelischen Gesellschaft, die im vergangenen Jahr aufgebrochen sind, besonders besorgniserregend. Es kursiert ein bitterer Witz über die Lastenverteilung im Land: „Ein Drittel der Bevölkerung arbeitet, ein Drittel der Bevölkerung zahlt Steuern und ein Drittel geht zur Armee. Leider handelt es sich jeweils um dasselbe Drittel.“

Das Problem: Die Bevölkerungsteile, die am wenigsten ins Arbeitsleben integriert sind bekommen am meisten Kinder. Das verlagert das demographische Gewicht auf lange Sicht hin zu den unproduktiveren Teilen der Bevölkerung.

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Iran hat Uran für vier Kernwaffen

Der Iran besitzt nach israelischer Darstellung angereichertes Uran für vier Atombomben. Sollte das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei den Befehl dazu geben, brauche die Islamische Republik ein Jahr für den Bau einer Kernwaffe, sagte Militär-Geheimdienstchef Awiw Koschawi am Donnerstag in Jerusalem. In einem zustätzlichen Jahr könne der Iran drei oder vier weitere Bomben bauen.

Der Iran will nach eigener Darstellung den angereicherten Kernbrennstoff für medizinische Zwecke verwenden. Westliche Experten zweifeln indes an den dafür notwendigen technischen Fähigkeiten des Iran.

Koschawi äußerte bei der jährlichen Herzlija-Konferenz für strategische Fragen die Überzeugung, dass der Iran nach dem Bau einer Bombe ein bis zwei Jahre benötige, eine Rakete damit zu bestücken.

Der stellvertretende Ministerpräsident Mosche Jaalon warf dem Iran auf der Konferenz vor, an einer auf Ziele in den USA gerichteten Langstreckenrakete zu arbeiten. Der Iran habe auf einem Militärstützpunkt einen Flugkörper mit einer Reichweite von 10.000 Kilometern entwickelt.

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Israel will verhindern, dass sein Schicksal vom amerikanischen Handeln abhängt

Israel könnte nach einem Bericht der „Washington Post“ im Frühjahr einen militärischen Angriff auf iranische Atomanlagen starten. US-Verteidigungsminister Leon Panetta gehe davon aus, dass es eine „starke Wahrscheinlichkeit“ für eine solche Operation im April, Mai oder Juni gebe, berichtet das Blatt ohne konkrete Quelle in seiner Online-Ausgabe. Auch der TV-Sender CNN berichtete über ähnliche Befürchtungen Panettas.

Israel fürchte, dass Teheran bereits sehr bald über genügend angereichertes Uran verfüge, um eine Atombombe zu bauen – dann könnten nur noch die USA Iran militärisch stoppen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wolle aber verhindern, „dass das Schicksal Israels vom amerikanischen Handeln abhängt“, schreibt die „Washington Post“. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, heißt es.

Israel gehe davon aus, dass es sich um einen begrenzten Militäreinsatz handeln könnte. Den Plänen zufolge könnten die Atomanlage bei Natans und andere unterirdische Anlagen das Ziel sein, hieß es. Die Anlage in Qom sei dagegen mit einem Luftangriff schwieriger auszuschalten.

Weiter heißt es, für den Fall eines Angriffs rechne Israel mit iranischen Vergeltungsaktionen. Einer israelischen Quelle zufolge sei von 500 möglichen Opfern die Rede.

Seit Jahren gibt es immer wieder Spekulationen und Gerüchte über israelische Angriffspläne. Angeblich hatte bereits US-Präsident George W. Bush Israel von einem solchen Schritt abgehalten. Der Westen fürchtet, dass Teheran Atombomben bauen wolle, um gegen Israel vorzugehen. Dagegen betont Teheran immer wieder, die Atomprojekte dienten lediglich zur Energiegewinnung.

Angeheizt werden die Sorgen um das iranische Atomprogramm durch Berichte über einen weiteren iranischen Satelliten im All. Der Start sei „erfolgreich“ verlaufen, berichtete der arabischsprachige Fernsehsender Al-Alam am Freitag. Der rund 50 Kilogramm schwere Beobachtungssatellit Navid solle in einer Höhe von 250 bis 370 Kilometern in seine Umlaufbahn gebracht werden, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Irna den Chef der iranischen Raumfahrtbehörde, Hamid Faseli. Demnach soll Navid „Bilder von der Erde aufnehmen“. Er habe eine Lebensdauer von etwa anderthalb Jahren und umrunde die Erde „alle 90 Minuten“.

Den westlichen Staaten zufolge könnte die Technologie zum Transport von Satelliten auch dazu verwendet werden, Atomwaffen abzufeuern. Die Regierung in Teheran weist dies zurück.

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Was ein Atheist über Christen sagt

Kann man sich redlicherweise noch als «Christ» bezeichnen, wenn man weder an die «Schöpfung» noch an die «Auferstehung von den Toten» glaubt? Meine Erfahrung ist: Viele aufgeklärte «christliche Theologen» sind in Wahrheit getarnte «säkulare Humanisten», die aus sozialen Konventionen heraus noch einen «religiösen Dialekt» sprechen, der einigermassen fromm klingt, es aber längst nicht mehr so meint. Alain de Botton bekennender Atheist in der BAZ.

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5. Ein Prophet wie Mose

5. Mose 18,9-19

Gott versprach einen Propheten wie Mose (Vers 18). Was dieser Prophet sagt, wird normativen Wert haben. Wer seine Worte nicht befolgt, der wird von Gott selbst zur Rechenschaft gezogen (Vers 19).

Es gibt viele Propheten in der Bibel, doch nur einer wird sein wie Mose und eine Schlüsselperson werden. Das Besondere an Mose war, dass er eine einzigartige Beziehung zu Gott hatte. Mose hörte Gottes Stimme (4.Mose 12,8) und nahm seine Gegenwart wahr, auch wenn er Gott in seiner Herrlichkeit nie zu sehen bekam – dieser Wunsch blieb ihm verwehrt (2. Mose 33,18-20). Durch die innige Gemeinschaft mit Gott konnte er verschiedene Wunder vollbringen: er heilte Aussatz (4.Mose 12,10.13), den hungernden Israeliten gab er übernatürliches Brot (2. Mose 16,4) und die Natur gehorchte ihm (2. Mo 12,21-22). Die Ehre Gottes war Mose wichtiger als sein eigenes Leben (2. Mo 32,11-12; 31-33). Die Herrlichkeit Gottes strahlte von seinem Gesicht (2. Mo 34,29) und man konnte an ihm Gottes Realität sehen. Trotz seiner hohen Position war Mose ein Mann von tiefer Demut (4. Mo 12,3.7).

Kommentar: Mose war noch nicht der Mensch, der das Böse besiegen konnte. Doch die oben genannte Schlüsselperson wird wie Mose sein. Wie wir mit den Worten dieser von Gott verheißenen Person umgehen, wird entscheiden, wie Gott uns beurteilt. In der Bibel wird dieser Jemand auch als der Gesalbte Gottes (hebräisch: Messias) bezeichnet. Ich möchte Gott immer wieder danken, dass er jedes seiner Versprechen gehalten hat.

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Sieben Raketen aus dem Gazastreifen als Willkommensgeschenk für den Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon

Die palästinensischen Terroristen haben dem die Region besuchenden Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon am Mittwochabend ein für sie typisches Willkommensgeschenk bereitet: Sieben Raketen sind im westlichen Negev nach einigen Wochen der relativen Ruhe in den Regionen Shaar Hanegev und Ashkelon-Strand gelandet. Menschen kamen bei diesen Angriffen Gott sei Dank nicht zu Schaden, und auch der Sachschaden war minimal.

Nach Angaben der IDF sind im letzten Monat 29 palästinensische Raketen auf israelischem Territorium gelandet.

Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon, der im Vorfeld seines Besuchs in Israel Jerusalem zu vertrauensbildenden Gesten den Palästinensern gegenüber aufgefordert hatte, wird heute Donnerstag (2.2.2012) die von den Raketenangriffen betroffenen Gegenden besichtigen.

Im Verlauf seines Gesprächs mit Premierminister Netanyahu am Mittwoch in Jerusalem drängte der Generalsekretär auf eine Beendigung des Siedlungsbaus in der Westbank. Zugleich forderte er auch die Einstellung des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen.

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