Weihnachtsgrüsse aus Saudi-Arabien

Der saudische Botschafter in den USA und PR-Genies Adel al-Jubeir wünschte frohe Weihnachten, indem er einen Koranvers zitierte: „(Damals) als die Engel sagten: “Maria! Allah verkündet dir ein Wort (kalima) von sich, dessen Name Jesus Christus, der Sohn der Maria, ist! Er wird im Diesseits und im Jenseits angesehen (wadschieh) sein, einer von denen, die (Allah) nahestehen”.

Da fragt man sich, warum seine Regierung Christen verbietet, öffentlich zu beten, Kirchen zu bauen, Kreuze zu tragen oder Bibeln zu importieren. Oder warum es in einem aktuellen vom saudischen Bildungsministerium herausgegebenen Textbuch für die 8. Klasse heisst, „die Affen sind das Volk des Sabbats, die Juden; und die Schweine sind die Ungläubigen der Kommunion Jesu, die Christen.“ In einem Schulbuch der 9. Klasse heisst es weiter, „die Juden und die Christen sind die Feinde des Gläubigen, und sie können die Muslime nicht akzeptieren.“

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Abstoßende Demonstration von Ultraorthodoxen

Die abstoßende Demonstration von Ultraorthodoxen am Samstag 31.12.2011 in Jerusalem, die gelbe Sterne und nachgemachte KZ-Kleidung trugen, erregen die Gemüter in Israel.

„Genauso hat es mit den Nazis angefangen – ganz langsam“, erklärte bei der Demonstration ein amerikanischer Yeshiva-Student, der hartnäckig auf seinem Recht beharrte, Frauen und Mädchen diskriminieren und physisch misshandeln zu dürfen.

Noch verstörender als die Demonstration vom Samstag ist das Schweigen so vieler ultraorthodoxer religiöser Führer danach. Zwar haben einige jüdische religiöse Prominente ihre Betroffenheit artikuliert, doch die Mehrheit der chassidischen und anderen ultraorthodoxen Persönlichkeiten scheinen passenderweise gerade an einer Laryngitis zu leiden.

Die Erinnerung an die Shoah zu missbrauchen, ist genauso schlimm, wie ein Mädchen anzuspucken.

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Hoffnung auch ohne Arme und Beine

2011 war ein sehr bewegtes Jahr. Die Naturkatastrophe in Japan mit Fukushima, Erdbeben in vielen Ländern, der dramatische und nicht erwartete Umbruch in der islamischen Welt oder das Schuldendesaster und politische Ratlosigkeit im Euroraum.Ein solcher Rückblick kann uns Angst machen – wie sieht meine Zukunft aus?

Äussere Umstände können dazu führen, dass Unsicherheit oder gar Trostlosigkeit in unserem Leben einen bedrohlichen Platz einnehmen. Angst und Resignation beginnen uns zu lähmen. Wir haben dann das Gefühl, dass uns «die Hände gebunden sind» und wir die Situation sowieso nicht verändern können.

Ein Mann, der am «World Economic Forum» (WEF) in Davos auftrat, hat 2011 beeindruckt. Sein Name: Nick Vujicic. Obwohl er weder als Wirtschaftsmanager noch als Politiker etwas vorzuweisen hatte, hinterliess er bei den Mächtigen der Welt einen bleibenden Eindruck. Der WEF-Gründer Klaus Schwab bezeichnete ihn als «grossartiges Beispiel für unglaublichen Lebensmut».

Womit hat dieser junge Mann die mächtigen Politiker und Manager am WEF beeindruckt? Nick Vujicic ist als Mensch ohne Arme und ohne Beine geboren. Man könnte meinen, dass ihm «die Hände gebunden sind» und er «keinen Schritt vorwärts kommt». Der äussere Eindruck täuscht jedoch. Nach mehreren tiefen Krisen hat er gelernt, den Sinn seines Lebens zu erkennen – ja, sein Leben «in die Hand zu nehmen».

 

Er meint: «Im Leben geht es nicht ums Haben. Es geht ums Sein.»  «Ich kenne Menschen mit einem perfekten Körper, die nicht halb so glücklich sind wie ich.» «Das Wenn-ich-doch-nur-X-hätte-dann-wäre-ich-endlich-glücklich-Syndrom ist nichts weiter als eine Massenillusion. Wer nur nach materiellen Dingen strebt, wird den Punkt der Zufriedenheit nie erreichen.»

Die Kraft für ein Ja zu seinem Leben schöpft Nick Vujicic heute aus seinem Glauben: «Nichts im Leben ist Zufall. Jeder Atemzug, jeder Schritt – Gott hat es in der Hand.» «Eines Tages fand ich in der Bibel den Vers: ‚Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft.’ Da begriff ich, dass ich keine Arme und Beine zum Leben brauche. Bei Gott finde ich das, was zählt, das, was mich weiterbringt.»

The Butterly Circus

„The Butterfly Circus“ – Kurzfilm (engl., Dauer: 23 Min.) über „Will“, einen Mann ohne Arme und Beine, der als Jahrmarkt-Attraktion sein Leben fristet – bis er eines Tages den lebensfrohen Artisten des „Butterfly Circus“ begegnet – gespielt wird Will von Nick Vujicic.

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Niedergang der Christen von Bethlehem

Wie jedes Jahr zu Weihnachten ist der Äther voll mit Geschichten über die Notlage der Christen in Bethlehem. Die meisten Nachrichten über die jährlichen Weihnachtsfeierlichkeiten in der Stadt machen mindestens mit einer oder auch zwei Zeilen Israel dafür verantwortlich.

Die Probleme der palästinensisch-arabischen Christen sind in erheblichem Masse auf das Osloer Abkommen zurückzuführen. Mit diesem Friedensabkommen hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) die Kontrolle über die Stadt erhalten. Auch wenn die angeblich säkulare Fatah die PA kontrolliert hat, neigte das Regime unter Yassir Arafat stets zu islamistischen Extremisten, um mit seinen Hamas-Rivalen um deren Gunst zu wetteifern.

Viele Christen sind zwar leidenschaftliche arabische Nationalisten, doch viele haben verstanden, dass es für sie unter der PA keine Zukunft gibt und sind ausgewandert. Diese Tatsache ist für den Niedergang der Christen von Bethlehem verantwortlich und nicht die israelischen Sicherheitsmassnahmen gegen den arabischen Terror.

Es ist schon sehr ironisch, dass die meisten Mainline Churches in diesem Land dazu neigen, die Tatsache, dass Christen im Nahen Osten durch muslimischen Terror und Einschüchterung weitaus mehr unter Druck stehen, zu ignorieren; stattdessen richten sie ihren Beschuss auf Israel, ein Land dieser Region, wo allen Glaubensrichtungen Religionsfreiheit gewährt wird.

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Radikalisierung statt Friede im Nahen Osten

Eine hitzige Debatte ist entbrannt über den Beitritt der Terrororganisation Hamas und der noch radikaleren Gruppe Islamischer Dschihad in die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO), eine Organisation, die derzeit noch von der „moderaten“ Fatah dominiert wird.

Optimisten argumentieren, dass dieser Schritt die Terrororganisationen mäßigen werde. Vielleicht werde die Hamas nicht die Protokolle der Weisen von Zion aus ihrer offiziellen Charta entfernen, oder Selbstmordanschlägen, dem ständigen Raketenbeschuss und anderen mörderische Handlungen gegen israelische Bürger abschwören, oder Israel innerhalb der Waffenstillstandslinien von 1949 anerkennen. Immerhin, so sagen die Optimisten, habe die Hamas doch auch in der Vergangenheit gesagt, dass sie einen jüdischen Staat innerhalb dieser Grenzen anerkennen würde – als Vorstufe zu dessen Zerstörung.

Im Gegensatz dazu argumentieren die Pessimisten, dass die Hamas entweder die Kontrolle der PLO übernehmen oder die Fatah dazu zwingen werde, ihre Radikalität und Gewalt anzunehmen. Die Hamas werde dann versuchen, ihr ursprüngliches Ziel durchzusetzen, dass in ihrer Gründungscharta von 1963, also vier Jahre bevor der Gazastreifen und das Westjordanland unter israelische Kontrolle gerieten, festgehalten ist: „Die Befreiung des palästinensischen Heimatlandes“.

Weniger als 48 Stunden nachdem Hamas und der Islamische Dschihad zustimmten, der PLO beizutreten, wurde Fatah-Zentralkomitee-Mitglied und PA-Unterhändler Mohammed Shtayyeh in einer Londoner Zeitung mit der Aussage zitiert wurde, die Palästinenser würden nun die Abkommen zwischen Israel und der PLO aufkündigen – darunter auch die Anerkennung Israels. In der Zwischenzeit haben verschiedene Fatah-Vertreter dem Journalisten der Jerusalem Post, Khaled Abu Toameh, erklärt, sie fürchten, dass der Beitritt der Hamas der erste Schritt zur Übernahme der PLO durch die Terrororganisation sei.

Ismail Haniyeh und die Terrororganisationen werden in der muslimischen Welt zu großen Teilen als die wahren Vertreter der palästinensischen Interessen wahrgenommen. Die Fatah gerät somit unter Druck, ihre Loyalität gegenüber der palästinensischen Sache vis-à-vis Hamas zu vertreten und wird ihre Positionen radikalisieren müssen. Die Drohungen von Shtayyeh, alle Abkommen zwischen Israel und der PLO als ungültig zu erklären, sind Teil dieser Dynamik, in der Fatah und Hamas ihre Radikalität unter Beweis stellen wollen.

Ein weiteres Problem für die Fatah ist das Ausbleiben eines greifbaren Erfolges ihres lautstark beworbenen UN-Antrags. Die Hamas hingegen kann das Abkommen zur Freilassung von Gilad Shalit als großen Erfolg feiern und stellt es als Beweis dafür dar, dass bewaffneter Widerstand doch effektiv sei. In einer Rede zum 24. Jahrestag der Hamas nannte Haniyeh den Austausch einen „militärischen, diplomatischen und strategischen“ Sieg über Israel.

In derselben Rede erklärte der Hamas-Führer, dass seine Bewegung weiterhin dem bewaffneten Widerstand verpflichtet bleibe, um „alle Gebiete des besetzten Palästina“ zu befreien – ohne Unterscheidung zwischen dem Westjordanland und Tel Aviv. Es ist also absolut klar, dass weder die Hamas noch die radikalere Organisation Islamischer Dschihad einen Prozess der Mäßigung durchlaufen werden, wenn sie der PLO beitreten.

Auszug von einem Kommentar der Redaktion der Jerusalem Post 26.12.11

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Jesus hat für die Emanzipation der Frau mehr getan, als alle Frauenrechtsbewegungen, meint Sabatina

22.12.11 UNTER DEN LINDEN persönlich mit Sabatina James / Michael Hirz im Gespräch mit Sabatina James (Frauenrechtlerin und österreichisch-pakistanische Buchautorin)

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=RYCjB78OPm8]

Sabatina James ist eine junge Frau, die es geschafft hat, sich aus der Unterdrückung zu befreien, wie sie muslimische Mädchen und Frauen häufig erleben müssen. Bis zu ihrem zehnten Lebensjahr wuchs sie in Pakistan auf, bevor sie mit ihrer Familie nach Österreich umzog. Dort integrierte sie sich leicht. Sie sollte aber, wie es von ihrer Geburt an geplant war, mit ihrem Cousin in Pakistan verheiratet werden. Sie wehrte sich dagegen und kam es zum Bruch. Bis heute wird sie von ihrer eigenen Familie mit dem Tode bedroht.

Heute lebt sie in Deutschland in einem Opferschutz-Programm, nachdem sie vom Islam zum Christentum konvertierte. 2006 gründete sie Sabatina e.V. mit dem Ziel, Mädchen und Frauen, die von Unterdrückung und Gewalt bedroht sind, zu helfen, ihnen Schutz und Unterkunft zu geben, sowohl in Deutschland als auch in ihren Heimatländern.

Michael Hirz spricht ausführlich mit Sabatina James über ihr Leben, ihre Bücher und ihre Stiftung Sabatina e.V. , mit der sie von Gewalt und Unterdrückung bedrohte Frauen und Mädchen unterstützt.

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Ich freue mich auf das neue Jahr.

Vor allem sehe ich unseren Gott, der regiert und alles fest im Griff hat. Kürzlich las ich eine Aussage von C. S. Lewis: «Wenn du in der Geschichte forschst, wirst du herausfinden, dass die Christen, die für diese gegenwärtige Welt am meisten taten, genau dieselben sind, die auch am meisten über die nächste nachdachten. Seit die Christen grösstenteils aufgehört haben, über die andere Welt nachzudenken, sind sie in dieser so wirkungslos geworden.» Die Geschichte gibt C. S. Lewis Recht.

Für die ersten Christen stand klar die Hoffnung auf das Kommen Jesu und Gottes neue Welt im Vordergrund. Darauf freuten sie sich. So hatten sie Kraft, in schwierigen Situationen auszuhalten und anderen Menschen Hoffnung zu geben.

Siegfried Nüesch mehr Informationen

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Traditionen des extremistischen Judentums und der extremistischen Muslime unterscheiden sich bald nur noch in Äusserlichkeiten.

(Von Uri Paul Russak, Israel) Wir Juden haben uns im Mittleren Osten ganz prächtig eingelebt. Religion und Traditionen des extremistischen Judentums und der extremistischen Muslime in den arabischen Ländern und in den nicht arabischen Staaten Iran und Türkei unterscheiden sich bald nur noch in Äusserlichkeiten. In beiden Religionen geht es dabei vor allem um „heilige“ Traditionen, die meist weit älter als die Religion selbst sind. Das gilt für den relativ jungen Islam, aber auch für jüdische Bräuche.

Es gibt einen Unterschied vor allem zwischen aschkenasischen Juden und der islamischen Welt: Die meisten Juden haben die Aufklärung hinter uns, die meisten Muslime träumen noch nicht einmal davon. Doch gibt es leider mehr und mehr israelische Juden, die offensichtlich von dieser Aufklärung nichts mehr wissen wollen. Wie die kürzlichen Wahlen in vom arabischen „Frühling“ betroffenen Gesellschaften zeigen, gewinnen dort reaktionäre Parteien die Mehrheit. Die Einführung der Schariah wird verlangt, einer demokratischen Ordnung wird damit eine Absage erteilt. Religion gehört in einem modernen Staat von diesem grundsätzlich getrennt. Noch sind die Islamisten mit ihrer rückwärtsgewandten Politik in ihrem Wettlauf ins Mittelalter weit voraus, doch Israel scheint aufzuholen.

Weder in der traditionell islamischen, noch in der orthodox jüdischen Gesellschaft sind Frauen entscheidungsfrei. Sie sind Besitz der Männer und deren Clans. Nur soviel sei gesagt, dass sich die Situation der jüdischen Frauen fast täglich verschlechtert. Sie sollen gezwungen werden, in Autobussen nur noch hinten zu sitzen, nicht zusammen mit Männer auf dem selben Gehsteig zu gehen, ihr Erscheinungsbild wird laufend stärker als nicht bedeckend genug kontrolliert und kritisiert. Die Möglichkeit einer jüdischen Burka könnte Realität werden, die Trennung zwischen Frau und Mann soll immer einschneidender werden. Frauen sollen aus der Öffentlichkeit ganz verschwinden und weder gesehen noch gehört werden.

Frauen, die sich gegen Zumutungen dieser Art wehren, werden tätlich angegriffen, geschlagen, bespuckt und als Huren beschimpft. Aktivisten, die verbal und physisch auf Frauen eindreschen, kommen vor allem aus jiddisch sprechenden aschkenasischen Kreisen der Ultraorthodoxie. Noch ist der Grad der Entwürdigung der Frau nicht auf das Niveau muslimischer Eiferer gesunken. Noch wurden meines Wissens keine jüdischen Frauen wegen einem „Verstoss gegen die Familienehre“ getötet.

In der muslimischen Gesellschaft scheint die Mehrheit Frauenunterdrückung gut zu finden und sich dieser zu widmen. Unter Israels Juden ist hingegen die Reaktion der Öffentlichkeit über diese Vorkommnisse gewaltig. Die Abneigung gegen die Ultra-Orthodoxie nimmt weiter zu, ganz besonders, seit sogar ein siebenjähriges Mädchen von diesen Gottesfürchtern mehrfach bespuckt, beschimpft und mit Unrat beworfen worden ist.

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Tim Tebow ist zum Phänomen des US-Sports geworden. Er wird belächelt und bewundert.

Er ist erst 24 Jahre alt und der neue Star der US-Football-Profiliga NFL: Trotzdem gilt Tim Tebow von den Denver Broncos als Aussenseiter. Der Sohn von Missionaren ist gläubig und optimistisch. Dies in einer Branche, deren Protagonisten gewöhnlich eher Schlagzeilen mit Drogen- und Sexskandalen machen. Tim Tebow ist zum Phänomen des US-Sports geworden. Der Football-Star wird belächelt – und bewundert.

Wenn Footballspieler in der US-Profiliga NFL einen Touchdown erzielen oder gar ein Spiel gewinnen, dann trommeln sie sich gewöhnlich auf die Brust, zeigen ihren enormen Bizeps oder ergehen sich in anderen martialischen Posen. Wenn Tim Tebow hingegen ein Pass zum Punktgewinn gelingt, dann geht er im Footballstadion auf ein Knie und dankt seinem Schöpfer. Tebow sticht heraus unter den harten Kerlen der NFL. Er braucht keine dunklen Sonnenbrillen, dicke Goldketten oder markige Sprüche, die den Gegner provozieren. Stattdessen ist der bekennende Baptist höflich, wohl erzogen, stets gut gelaunt und vor allem bescheiden.

Der Quarterback der Denver Broncos ist in den vergangenen Wochen zum Superstar des Sports gewachsen. Ja, Tebow ist die Sensation des Jahres in der NFL. Nachdem die Broncos vier ihrer ersten fünf Spiele verloren hatten, beschloss der Trainer, den ersten Quarterback Kyle Orton auf die Bank zu setzen und Tebow aufzustellen. Es war eine Verzweiflungstat – Tebow galt eigentlich als zu unerfahren. Doch er strafte alle Skeptiker Lügen. Seit er aufläuft, sind die Broncos die heisseste Mannschaft der Saison. Sie haben sieben Spiele in Folge gewonnen und gehören trotz der Niederlage gegen die New England Patriots zum erweiterten Kreis der Favoriten für die Meisterschaft. Und das wegen Tebow, der in den entscheidenden Spielsituationen über sich hinauswächst und seine Teamgefährten mit sich reisst.

Tebow-Jünger rund um die Welt lassen sich in der mittlerweile legendären Tebow-Andachtspose fotografieren und sammeln die Bilder auf der Webseite Tebowing.com. Für das charakteristische Niederknien auf einem Knie wurde bereits das Verb «Tebowing» erfunden. Tebow lebt seinen Glauben so überzeugend, dass es selbst eingefleischten Atheisten Respekt abnötigt.

Mit dem «Tebowing» sorgte US-Skistar Lindsey Vonn nach ihrem 46. Weltcup-Triumph im Super-G von Beaver Creek auch bei der Siegerehrung für Aufsehen. Bevor sie sich zu Fabienne Suter und Anna Fenninger aufs Podest stellte, sank Lindsey Vonn in die Knie und richtete ihren Blick andächtig auf den Boden, um zu beten: «Ich hatte mir diese Geste im Falle eines Sieges in Colorado vorgenommen. Es war ein Geschenk an Tim und die Broncos.»

Über das Tebow-Fieber schrieben schon die «Aargauer Zeitung» und das Newsnetz des «Tages Anzeiger».

Quelle Dienstagsmail

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Es waren Menschen, die mir das angetan haben, nicht Gott.

Walter Steck berichtet in der NZZ über seine Kindheit und Jugend im Zürcher Oberland – als Verdingbub.

Walter Steck ist heute pensioniert, bei der Heilsarmee – und ein stolzer, glücklicher Vater. Er legt eine Geburtstagskarte auf den Küchentisch, in der sein 17-jähriger Sohn mit sorgfältiger Schrift geschrieben hat: «Wir beide sind immer schon ein gutes Team gewesen und werden es in Zukunft auch noch sein.» Es ist das schönste Geschenk, das Walter Steck je zu einem Geburtstag bekommen hat.

Als Kleinkind ist er von seinen Eltern weggegeben worden, hat eine Kindheit und Jugend mit Gewalt, Entbehrung und Ausbeutung erlebt: im Heim und bei Pflegeeltern. Heute legt Walter Steck Zeugnis über seine Vergangenheit als Verdingbub ab.

«Ich heisse Walter Steck, und ich bin am 22. Oktober 1946 in Rüti geboren.» So beginnt der ehemalige Verdingbub aus dem Zürcher Oberland zu erzählen, daheim, in seiner kleinen, bescheidenen Wohnung in Horgen.

Wo er am Tisch sitzt, gibt es immer etwas zu lachen. Das erleben auch die Besucher des «Open Heart», einem Zürcher Quartiertreff von der Heilsarmee für Menschen in Not. Hier engagiert sich der Jungpensionär an manchen Wochenenden. Er kann ihnen nachfühlen, den Menschen, die im «Open Heart» ein wenig Nestwärme und Nahrung suchen. Auch Walter Steck lebt sehr bescheiden. Aber was er geben kann, das gibt er gerne.

Über philosophische Literatur stösst Walter Steck eines Tages auf die Bibel. Er findet zum Glauben an Jesus Christus, schliesst sich einer Freikirche an und lässt sich taufen. Auf die Frage hin, wie er die durch Christen erlittene Schande mit seinem Glauben vereinen kann, antwortet er bestimmt: «Es waren Menschen, die mir das angetan haben, nicht Gott.»

Heute hat sich Walter Steck der Heilsarmee angeschlossen. «Hier gefällt es mir, sagt er. Da wird nicht gefaselt, da sind die Macher.» Er selbst lebe nach dem biblischen Leitspruch «Was ihr für einen der geringsten Mitmenschen getan habt, das habt ihr für mich getan.» (Jesus im Matthäus-Evangelium, Kapitel 25, Vers 40). Einmal habe er eine Tasche voll vergünstigter Chlaus-Säckli gekauft und am Zürcher Stauffacher zusammen mit Mateo an Bedürftige verteilt. «Sie können sich das Leuchten in den Augen nicht vorstellen», erinnert sich Walter Steck und sinniert: «Es braucht so wenig, um Anderen eine Freude zu bereiten. Ich kann selbst noch so tief im Elend stecken. Solche Erlebnisse richten mich immer wieder auf.»

Bericht in der NZZ

Bericht Livenet

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Der Aufschwung der Evangelikalen

Die evangelikalen Kirchen ziehen jeden Sonntag zweimal so viele Gläubige an wie die traditionellen protestantischen Gotteshäuser.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren es 52 Millionen, heute sind es fast eine halbe Milliarde: In einem Jahrhundert haben die Evangelikalen die Welt erobert. Ihr fulminanter Aufschwung dürfte nicht so bald zu Ende gehen. Die Evangelikalen öffnen dem Christentum neue Horizonte. Auch in der Schweiz sind die Evangelikalen stark im Kommen.

Prägend ist die Erfahrung, dass Gott in den Alltag der Menschen eingreift. In unser äusserst individualisierten Welt, geprägt von Einsamkeit, entspricht die Idee einer persönlichen Beziehung zu Gott, der die Gebete erhört, Kranke heilen und Wunder bewirken kann, einem spirituellen Bedürfnis. Auch zieht die sehr moderne Art der Gottesverehrung die Jungen an. Gemeinden sind wichtige Begegnungs-Orte, wo sich die Leute gegenseitig helfen.

Die Evangelikalen haben mit Erfolg eine kritische Debatte über die Gesellschaft und deren Errungenschaften lanciert. Die Evangelikalen insistieren weitgehend auf individuelle und spirituelle Gaben. Der Einzelne kann sich mit seinen Talenten, seinen Fähigkeiten ausdrücken und einbringen.

Damit eine religiöse Bewegung erfolgreich ist, muss sie gleichzeitig strikt und nicht fundamentalistisch sein. Passt sie sich zu sehr der allgemeinen Gesellschaft an, wird sie sich abkühlen. Wenn die Bewegung jedoch zu fundamentalistisch ist, schliesst sie sich vom Rest der Gesellschaft aus und verliert an Anziehungskraft.

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„Jeton“ aus der Zeit Jesu

Nach Überprüfung ihrer Kleidung und Gepäcks auf rituelle Reinheit erhielten Besucher des Jerusalemer Tempels in Jesu Zeit einen „Jeton“ mit Stempel „Rein für Gott“. Erstmals wurde ein solcher knopfgrosser „Jeton“ aus Ton nahe der Klagemauer gefunden.

Es ist ein erster archäologischer Beweis für einen „Jeton“, den jüdische Tempelbesucher in der Periode des Königs Herodes und Jesus gegen Bezahlung erhielten. Darauf steht in Aramäisch „Daki JIH“, auf Deutsch „Rein für Gott“. Die Tempelbesucher  mussten ihre mitgeführte Kleidung und Nahrungsmittel auf rituelle Reinheit überprüfen lassen, um den Tempelbereich betreten zu dürfen. Diese Sitte ist in zeitgenössischen Schriften beschrieben worden, jedoch ohne Erwähnung einer gestempelten Tonmarke, wie sie jetzt im Schutt unter dem Robinsonsbogen einige Dutzend Meter südlich der Klagemauer gefunden worden ist.

Unter der gleichen Straße wurden kürzlich eine goldene Glocke gefunden, die einst am Rock eines Priesters befestigt war und die er offenbar auf dem Weg in den Tempel verloren hatte. Ebenso fanden die Archäologen im Abwasserkanal unter jener Straße ein gut erhaltenes römisches Schwert mitsamt lederner Scheide. Rund 3000 israelische Kinder wurden mit dem Durchsieben dieses Erdreichs beauftragt, um selbst winzige Funde zu machen, darunter Öllampen und Münzen.

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Israel soll nicht Iran werden

Demonstranten trugen Schilder mit Aufschriften wie: «Israel soll nicht wie der Iran werden» oder «Die Mehrheit bricht ihr Schweigen». Mehrere tausend Israelis haben am Dienstag 27. Dezember 2011 in Beit Shemesh nahe Jerusalems gegen die Diskriminierung von Frauen durch ultraorthodoxe Juden demonstriert.

Hintergrund ist der eskalierende Streit um die von den Ultraorthodoxen geforderte Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit. In Beit Shemesh westlich von Jerusalem war es zu gewalttätigen Ausschreitungen ultraorthodoxer Juden gekommen. Zuvor hatte die Stadtverwaltung zum dritten Mal in dieser Woche ein von religiösen Fanatikern angebrachtes Schild abgenommen. Darauf wird es Frauen verboten, auf demselben Bürgersteig zu gehen wie Männer. Die Fanatiker bewarfen die Polizisten mit Steinen und verletzten einen Beamten am Kopf. Auch ein zweiter Vorfall in Beit Shemesh löste hitzige Diskussionen in Israel aus.

In einem Fernsehbericht wurde ein siebenjähriges Mädchen gezeigt, das von ultraorthodoxen Fanatikern auf der Strasse bespuckt wurde, weil es nach Meinung der Täter unschicklich gekleidet war. Peres forderte die Bürger am Dienstag zu einer Gegendemonstration auf.

Aufgerufen zu der Demonstration in der vorwiegend von strenggläubigen Juden bewohnten Stadt Beit Schemesch hatten säkulare und religiöse Frauenrechtsgruppen. «Hier steht nicht ein einzelner Stadtteil oder eine bestimmte Buslinie auf dem Spiel, sondern der Charakter des Staates», sagte ein Parlamentarier der linken Meretz-Partei an der Kundgebung. Es stelle sich die Frage, ob Israel ein fortschrittliches und demokratisches Land oder eine abgeschottete und rückständige Gesellschaft sein wolle.

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Schweizer setzen auf Harmonie

Für 2012 zeichnet sich ein klarer Trend zum Aufbruch ins Private ab. Lieber ein schönes Nachtessen im Kreis der Familie als Überstunden zu Karrierezwecken – dies ist eine der Hauptaussagen der Studie «Hoffnung 2012» von Weiterdenken.ch und Swissfuture mit 5000 Teilnehmern. Dabei zeigt sich, dass das private Umfeld gegenüber dem letzten Jahr an Bedeutung zugelegt hat.  «Die Schweizer setzen ihre grössten Hoffnungen in eine intakte Beziehung, eine stabile Familie. Zum ersten Mal ist ein harmonisches Umfeld sogar wichtiger als die persönliche Gesundheit», sagt Studienleiter Andreas Walker.

Im Gegensatz dazu schwindet das Streben nach Profit und Karriere: 48 Prozent der Befragten hoffen für das kommende Jahr auf eine sinnvolle und zufriedenstellende Arbeit. Ein Bonus oder Erfolg am Arbeitsplatz sind nur für 39 Prozent wichtig.

Zuversicht schöpften die Menschen nicht am Arbeitsplatz, sondern in der Familie oder in der freien Natur, so Walker. Der Zukunftsforscher weiss auch, was die Menschen tun, wenn selbst ein Spaziergang die Enttäuschung über unerfüllte Hoffnungen nicht lindert: «Die Situation zu analysieren und mit dem Partner zu sprechen ist beliebt. 14 Prozent trösten sich mit Schokolade.»

Top Ten der grössten Hoffnungsträger 2012
1. Helden des Alltags 53%
2. Ich selbst 44%
3. Ehe-/Lebenspartner 32%
4. Gott 26%
5. Jesus Christus 23%
6. Kinder/Enkel 20%
7. Barack Obama 20%
8. Eveline Widmer-Schlumpf 10%
9. Simonetta Sommaruga 9%
10. Doris Leuthard 8%

2010 setzten die Schweizer ihre Hoffnungen vor allem auf sich selber, heute stehen die Helden des Alltags auf Platz 1. Sind die Menschen weniger egoistisch geworden?
Stefan Schwarz*: Ja, es sieht so aus. Die wirtschaftliche Krise lässt sie näher zusammenrücken. Sie richten sich mehr auf die anderen aus, statt nur sich selbst im Auge zu haben.

Was ist mit Helden des Alltags gemeint?
Das sind unscheinbare Menschen, die ihr schweres Schicksal bewundernswert tragen. Ich denke zum Beispiel an meine Schwägerin: Sie ist alleinerziehende Mutter und hat vor kurzem ihre Arbeitsstelle verloren. Dennoch gibt sie nicht auf. Solche Menschen machen anderen Mut.

Eine glückliche Familie gehört für viele zu den grössten Wünschen. Dennoch sind die Scheidungsraten hoch …
Ich bin gespannt, wie sich die Statistik entwickelt. Wenn die Gesellschaft weniger egoistisch wird, sollte es künftig auch weniger Scheidungen geben.

*Der Psychotherapeut Stefan Schwarz ist Mitglied des Forschungsteams und Geschäftsführer des Instituts für Sinnzentrierte Führung.

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Gott meint es gut mit uns

Entweder wir entscheiden uns für das Kind und damit auch für Gott oder wir entscheiden uns gegen das Kind und damit auch gleichzeitig gegen einen Gott, weil wir gleichzeitig denken, dass es Gott nicht gut meint mit unserem Leben. Wiebke Topf

Als Wiebke Topf in der 25. Schwangerschaftswoche erfährt, dass sie ein schwer behindertes Kind erwartet, ist sie schockiert. Für sie und ihren Mann ist jedoch klar, dass sie dieses Kind bekommen und die medizinisch mögliche und empfohlene Abtreibung auf keinen Fall vornehmen lassen werden.

Am 25. April 2003 kommt Josia auf die Welt – ohne Arme und mit missgebildeten Händen und Beinen. Diagnose: TAR-Syndrom. Heute hält Josia mit seiner Vitalität seine Eltern auf Trab. Er besucht die Grundschule in Bubenreuth, reitet, schwimmt, spielt Waldhorn und ist einer der Protagonisten der Inklusionskampagne von „Aktion Mensch“. Das macht ihm Spaß, denn er weiß, worum es geht.

Bericht im ZDF

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