Nicht die Erde braucht Hilfe, sondern der Mensch

James Lovelock hat Generationen mit seiner Gaia-Hypothese begeistert. Die Erde sei ein intelligentes System, das es zu schützen gelte. Mit 97 Jahren sieht er aber plötzlich vieles anders.

James Lovelock, 97,  ist der Vater der Gaia-Hypothese, einer Theorie, die das Überleben des Planeten Erde damit erklärt, dass sie ein „lebender“ Organismus ist, der sich selbst reguliert und Ungleichgewichte ausgleichen kann, die seine Existenz gefährden. Die Erde hilft sich selbst. Doch dieses Gleichgewicht, so Lovelock, ist völlig aus dem Lot geraten. Die Menschheit verändere den Planeten in einem so rasenden Tempo, dass seine Selbstheilungskräfte am Limit zu sein scheinen. Die Erde braucht Hilfe. Jahrzehntelang war das ein Mantra Lovelocks.

Lange Zeit war der Brite wie viele Forscher überzeugt: Es sieht düster aus. Im Jahr 2008 etwa sagte er voller Pessimismus, man möge alles dransetzen, um das Leben zu genießen – denn bis 2030 könnte das Klimasystem der Erde gekippt sein. Unermüdlich warnte Lovelock vor der Katastrophe des Klimawandels.

Nun hat er eine radikale Kehrtwende im Denken vollzogen. Nicht die Erde braucht Hilfe – sondern der Mensch. 2012 trat Lovelock im Fernsehen auf. Lapidar, ohne langes Herumreden sagte er: „Okay, ich habe einen Fehler gemacht.“ Er sei ein Alarmist gewesen. So schlimm sei der Klimawandel gar nicht. Er habe genauer über die Modelle nachgedacht, auf deren Grundlage die Klimakatastrophe prognostiziert werde. Diese Modelle, so Lovelock, überzeugten ihn nicht mehr. Die Statistiken belegten gar keine dramatische Erwärmung.

Für Lovelock ist nicht mehr die Klimaerwärmung das große Problem der Zukunft, sondern die Erhitzung der Sonne, darum geht es auch in seinem nächsten Buch. Die Sonne wird in spätestens hundert Millionen Jahren so heiß werden, dass Leben auf der Erde nahezu unmöglich werden wird.

Gaia allein schafft das nicht. Sie braucht – den Menschen. Nicht mehr der Schutz der Erde ist sein primäres Ziel, sondern der des Menschen. Es klingt wie ein Widerspruch, dass der Mensch wichtiger sein soll als die Biosphäre, die er zerstört.

„Man stelle sich einfach einen Bildhauer vor. Er bearbeitet mit seinem Meißel und seinem Hammer einen wundervollen Block weißen Marmors. Am Ende steht da eine wunderschöne Skulptur, die so zauberhaft ist, dass man sie anfassen möchte. Aber rund um den Bildhauer herum herrscht Chaos, überall liegen Marmorspäne herum. Das ist die Umweltverschmutzung. Man kann keine Schönheit schaffen ohne Abfall. Je mehr Abfall wir haben, umso klarer ist, dass wir das Richtige tun. Aber das ist kein Grund, den Abfall hinterher nicht wegzuräumen.“

Der Mensch muss Abfall produzieren, die Luft, die Meere, den Boden verseuchen, um weiterzukommen, bedeutet Lovelocks Denken übersetzt.

„Ihr Deutschen seid zu weit gegangen, in Sachen Atomenergie seid ihr Narren!“, sagt Lovelock, der sich mit seiner Pro-Atomenergie-Position viele Feinde im eigenen Lager gemacht hat. Mit Kernenergie lasse sich wunderbar Energie erzeugen, ohne Kohlendioxid zu produzieren. „Ihr benehmt auch da absolut lächerlich. Aber da kann man nichts machen, das ist in Deutschland eine Religion.“  mehr Informationen

Auch die Bibel spricht davon, dass der Mensch Hilfe braucht, weil er sich selbst zerstört. Siehe mega geliebt

 

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