Neue Facebook-Seite „Ich bin ein Flüchtling“

Israel muss sich mehr für die Rechte jüdischer Flüchtlinge aus arabischen Staaten einsetzen, damit diese Gerechtigkeit erfahren. Das betonte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu auf einer internationalen Konferenz zu diesem Thema in Jerusalem. „Die arabische Welt hat arabische Flüchtlinge seit Jahrzehnten vernachlässigt und sie als Rammbock gegen Israel benutzt. Während Israel, das gerade als Staat geboren worden war, es geschafft hat, jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern aufzunehmen und umzusiedeln und produktive Bürger aus ihnen zu machen“, sagte Netanjahu weiter.

Israels stellvertretender Außenminister Danny Ajalon verwies auf rechtliche Grundlagen, welche die Basis für eine Anerkennung der jüdischen Flüchtlinge bilden, unter anderem auf die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates. Diese bezieht sich auf arabische und jüdische Flüchtlinge gleichermaßen. Er stellte zudem die neue Facebook-Seite „Ich bin ein Flüchtling“ vor (www.facebook.com/imarefugee). Dort haben Betroffene die Möglichkeit, persönliche Zeugnisse und Fotos hochzuladen.

Der US-Abgeordnete Jerald Nadler betonte auf der Konferenz, es sei falsch sich nur mit den palästinensischen Flüchtlingen zu beschäftigen und diese anzuerkennen, nicht aber die jüdischen.

Vor und nach der Staatsgründung Israels wurden rund 900.000 Juden aus arabischen Staaten und dem Iran vertrieben. 1948 flohen rund 700.000 Araber aus dem damaligen britischen Mandatsgebiet Palästina oder wurden vertrieben.

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