Muslim stört Trauerfeier

Mit den Worten „Ich komme im Namen des Propheten, um den Ungläubigen die Botschaft Allahs zu verkünden“ hat ein 33 Jahre alter Muslim im fränkischen Schnaittach am Mittwoch 1. Februar 2017 eine Trauerfeier in der evangelischen Christuskirche gestört.

Der Mann habe plötzlich die Kirche betreten und versucht, sich während der Traueransprache Gehör verschaffen, berichtete der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Schnaittach, Wilfried Römischer. Später habe er während der Ansprache laut arabischsprachige Verse verlesen. Über den Vorfall vom Mittwoch hatte zuerst die „Nürnberger Zeitung“ berichtet.

Pfarrer Wilfried Römischer beschreibt das, was sich am Mittwochnachmittag in der Schnaittacher Christuskirche ereig­net hat, als „absolute Grenzüber­schreitung„, die vor allem die Angehö­rigen des Verstorbenen hart getroffen habe. Sie gipfelte darin, dass der 33-Jährige, der mitten in die Trauer­feier platzte, ihn wüst beschimpfte. „Ich verfluche dich und deine Religi­on„, rief er nach Angaben des Pfar­rers.

„Er blieb etwa drei Meter vor mir stehen“, erzählt Römischer. Dann verkündete der 33-Jährige, der laut der Laufer Polizeiinspektion vom Westbalkan stammt, aber schon seit Jahren in Deutschland lebt: „Sie Ungläubiger! Ich habe hier etwas zu sagen, das alle hören müssen.

Dem Pfarrer gelang es, sich zwischen den Störer und das Mikrofon zu stellen. Ein Mitarbeiter eines Bestattungsun­ternehmens kam ihm zu Hilfe. Um eine gewalttätige Auseinandersetzung in der Kirche zu vermeiden, machte Römischer dem 33-Jährigen, der bei seiner Festnahme angab, er wollte sei­nen Glauben kundtun, ein Angebot: „Ich habe ihm gesagt: ‚Ich höre Ihnen gerne zu, aber nach der Veranstal­tung‘“.

Zwar gab der Mann daraufhin Ruhe und setzte sich, doch dauerte ihm die Sache wohl zu lang. Schließlich fing er nach übereinstimmenden Angaben von Pfarrer und Polizei an, lautstark Verse aus dem Koran zu zitieren. Er ließ die Beam­ten rufen, die den 33-Jährigen nach kurzer Fahndung in der Nähe der Kir­che fassten.

Er habe sich friedlich gegeben und sei kooperativ gewesen, so Benno Eichinger, stellvertretender Leiter der Laufer Inspektion. Der 33-Jährige ist der Polizei wegen ande­rer Delikte bekannt, gilt jedoch nicht als Islamist. „Diese Art des Umgangs“, resü­miert der Pfarrer, „sucht keinen Dia­log, sie will nur verkünden.“

Er hat sich entschlossen, offen über den Vor­fall zu reden: „Übergriffige Missionie­rung hat bei uns keinen Platz. Wir dür­fen das nicht unter den Teppich keh­ren.“

Was der 33-Jährige getan habe, sei „unverschämt“ gewesen. „Sie verletzen Menschen in ihrer Trau­er„, so Römischers Entgegnung an den Störer. Glaubt man der Polizei, war dem Mann die Strafbarkeit seines Handelns nicht bewusst.   mehr Informationen

Der vom Westbalkan stammende Mann, der schon seit vielen Jahren in Deutschland lebe, sei bereits mehrfach wegen Körperverletzungs- und Eigentumsdelikten aufgefallen.

Wie die Polizei gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bestätigte, erwartet den Mann ein Strafverfahren wegen Störung der Religionsfreiheit und einer Trauerfeier.

Einige Leserreaktionen auf welt.de

Wenn ein Christ auf diese Weise in einer Moschee gestört hätte, dann wären die Islamverbände wohl schon lautstark da. Schwaches Bild der christlichen Kirchen, von denen man zur Zeit gar nichts mehr hört. Und das im Lutherjahr.

Bald werden Feiern nur noch unter Polizeischutz stattfinden können. Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Silvesterfeiern, Weihnachtsmärkte und Klinik-Notaufnahmen geschützt werden müssen?

Selbst im Westbalkan wäre man nicht so unverfroren.

Da kann man noch froh sein, dass er nur Allahs Botschaft verkünden wollte und nicht die Trauergäste als Reisebegleitung zu seinem Schöpfer mitgenommen hat.

Ob man in einer Moschee eines islamischen Landes genauso viel Verständnis und Nachsicht im umgekehrten Fall aufgebracht würde darf wohl stark bezweifelt werden.

Zur Aussage in welt.de: „Möglich sei, dass der Mann gar nicht bemerkt habe, dass er in eine Trauerfeier geraten sei.“

Möglich, dass er sämtliche Menschen die komplett in Schwarz gekleidet waren, einfach nicht bemerkt hat? Nein, es ist unmöglich! Warum der Pfarrer dann so eine Person, für so ein (un)mögliches gottloses Verhalten, auch noch in Schutz nehmen möchte, ist mir schleierhaft!

Wie gehabt: Täterschutz vor Opferschutz. Hat nicht gewusst dass es eine Beerdigung war.

Wie wäre wohl die Reaktion der Trauergäste und der Medien ausgefallen, wenn ein Christ auf einer islamischen Trauerfeier aus der Bibel zitiert hätte?

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