Mevlid kandili – die türkische Version der Geburt Mohammeds

Die Religionsbehörde in der Türkei hat den Geburtstag Mohammeds nach der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1926 auf den 20. April 570 n. Chr. festgelegt. Seither wird in der Türkei die Geburt des Propheten im April eine Woche lang zelebriert.

Geburtstage haben in der islamischen Welt nicht dieselbe Bedeutung wie in Europa. Der Geburtstag des Propheten Mohammed, der um das Jahr 570 nach christlicher Zeitrechnung in der arabischen Stadt Mekka das Licht der Welt erblickte, spielt im Volksglauben dennoch eine wichtige Rolle.

In der Türkei feiern die Gläubigen die Geburt Mohammeds bis zu einer Woche lang. Sie veranstalten Feuerwerke und Fackelzüge, verschenken Süßigkeiten und spenden Mahlzeiten für Arme. Die Moscheen sind mit Kerzen und Lichtern festlich beleuchtet. Es werden Gebete und Gedichte zur Erinnerung an den Propheten gesprochen, und die Geistlichen erzählen aus Mohammeds Leben, im Gottesdienst und Fernsehen.

Die Tradition, den Prophetengeburtstag zu feiern, gewann in der islamischen Welt erst im späten Mittelalter unter dem Einfluss der Sufis an Bedeutung.

Vergleiche Artikel: Mohammeds Geburtstag – Nachahmung des Weihnachtsfestes? 

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