Mein Hass änderte nichts – doch der Glaube an Gott

Im Alter von 18 Jahren erlitt der Österreicher Thomas Geierspichler eine Querschnittslähmung durch einen Autounfall. Nach Drogen- und Alkoholexzessen kam er zum Glauben an Gott. Mittlerweile ist Geierspichler der erfolgreichste Rennrollstuhlfahrer der Welt.

An einem Abend im April 1994 fuhr der Salzburger Thomas Geierspichler als Beifahrer im Auto eines Freundes auf dem Heimweg von einer Disco mit. Der Freund schlief ein, und ein Unfall führte zu einer Lähmung Geierspichlers von der Hüfte an abwärts. Der 18-Jährige flüchtete sich danach in einen Rausch aus Drogen und Alkohol. Im Jahr 1997 fand er zum Glauben an Gott. „Alles ist möglich dem, der glaubt“ ist nun das Motto des bibelfesten Sportlers.

2004 gewann Geierspichler in Athen das erste Mal Gold, inzwischen ist er fünffacher Weltmeister, sechsmaliger Europameister und Paralympicssieger über 1.500 Meter. Außerdem hält er den Weltrekord im Marathon. In seinem Buch „Mit Rückgrat zurück ins Leben“ beschreibt er seine Lebensgeschichte.

Der Berliner „Tagesspiegel“  fragte den 36-Jährigen, wie er über seinen Freund, der den Unfall verursachte, dachte. „Zuerst habe ich ihn gehasst. Ich habe mir gedacht: Wie bescheuert kann man sein, dass man beim Autofahren einschläft?“ Geierspichler weiter: „Mit der Zeit habe ich durch den Glauben an Gott jedoch gelernt, dass mein Hass nichts daran ändern wird, dass ich im Rollstuhl sitze. Man trägt vielmehr einen schweren Rucksack mit sich, der einen belastet. Deswegen hat mir Gott gesagt: ‚Du musst diesen Rucksack aufmachen und dir anschauen, auch wenn es am Anfang weh tut.‘ Das hat mich frei gemacht und ich habe ihm verziehen.“

Auf die Frage des Reporters, ob er auch ohne Sport ein erfülltes Leben führen könne, antwortet der Paralympics-Sieger: „Ohne Sport schon, aber nicht ohne den Glauben.“ „Der Glaube an Gott hat mir die Kraft gegeben, zu mir selber zu finden.“

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