Mehr Israeli haben Israel verlassen

Zum ersten Mal seit 2009 haben im Jahr 2015 laut Angaben des Statistischen Zentralbüros (CBS) mehr Israeli (Juden und andere) das Land verlassen, als Landesbürger wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sind. 16‘700 Israeli, vorwiegend Familien, haben im Berichtsjahr 2015 das Land verlassen im Bestreben, sich im Ausland eine langfristige Bleibe zu schaffen. Die Zahl der Rückkehrer – sie haben mindestens ein Jahr im Ausland gelebt – beschränkte sich laut CBS dagegen auf 8500. Diese Zahl der Rückkehrer ist die niedrigste seit 12 Jahren.

Von der Staatsgründung 1948 bis 2015 haben rund 720‘000 Israeli das Land verlassen und sind nie mehr zurückgekehrt. Nach Angaben der Statistiker leben heute schätzungsweise zwischen 557‘000 und 593‘000 Israeli irgendwo im Ausland. (Hier sind nicht Juden allgemein gemeint, sondern israelische Staatsbürger). Nicht eingeschlossen in diesen Zahlen sind die Kinder, die israelischen Eltern im Ausland geboren worden sind.   mehr Informationen   

Am 1. Januar 2016 lebten 8.074.300 Juden in der Diaspora und 6.336.400 Juden in Israel.

Die meisten Juden leben in folgenden Staaten in der Diaspora:

  1. Vereinigte Staaten: 5.700.000
  2. Frankreich: 460.000
  3. Kanada: 388.000
  4. Großbritannien: 290.000
  5. Russland: 179.500
  6. Argentinien: 180.700
  7. Deutschland: 117.000
  8. Australien: 113.000
  9. Brasilien: 94.200
  10. Südafrika: 69.500

Da diese Juden keine Staatsbürger sind, können sie auch nicht einfach einwandern, sondern müssen zuerst ihr jüdisch sein, prüfen lassen oder beweisen, dass mindestens ein Grosselternteil ein anerkannter Jude war.

siehe auch:

Jeder vierte Jude in Israel ist interessiert auszuwandern

Laut einer im Vorfeld des jüdischen Neujahrsfestes vom Institut «Project HaMidgam» für die News-Website Walla angefertigte Umfrage sind fast zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Israeli der Meinung, dass es nie zu einem Frieden zwischen Palästinensern und Israel kommen wird. 24 Prozent dagegen glauben, dass    weiterlesen

Juden aller Welt in tiefster Krise seit 1948

Die Klagemauer in Jerusalems Altstadt gilt vielen Juden als heiliger Ort. Auch Israels Premier Benjamin Netanjahu betont immer wieder, sie eine sein Volk: „Ein Volk, eine Mauer“ – so sein Slogan. Doch der Streit über die Gebetsriten vor Ort werden nun zu einem tiefen Graben zwischen dem Judenstaat und der Diaspora. Denn Netanjahu hat mit …  weiterlesen

Trump-Tochter Ivanka wirbelt in Israel Staub auf

Ultraorthodoxe sehen den Übertritt Präsidententochter zum Judentum skeptisch an. Für Israel symbolisiert sie ein Problem, das seine Existenz gefährdet, berichtet Welt.de. Es geht um den immer tiefer werdenden Riss zwischen Israels religiösem Establishment und dem Judentum in den USA. Israels Rabbinat wird immer fundamentalistischer und verprellt so die Glaubensbrüder in den USA, nicht zuletzt einen …  weiterlesen

Was ist „jüdisch“ in Israel?

Je häufiger man sich mit dem »jüdischen Staat« befasst, desto relevanter und entscheidender wird die Stimme und Meinung der jüdischen Orthodoxie im Land. Die Orthodoxie als auch die Ultraorthodoxie hat die Chance genutzt und der verunsicherten Mehrheit ihre Werte angeboten oder aufgezwungen. Das Reformjudentum wird in Israel völlig verdrängt. Es entstand ein Lager auf zwei …weiterlesen

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someonePrint this page

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.