Mariä Empfängnis

Am 8. Dezember ist „Mariä Empfängnis“, ein Hochfest der katholischen Kirche. Dabei handelt es sich nicht um den Tag, an dem Maria Jesus empfangen hat, sondern der Gedenktag bezieht sich auf die Zeugung von Maria, der Mutter von Jesus. Sie ist auf natürliche Weise von ihren Eltern „Anna“ und „Joachim“ gezeugt, empfangen und geboren worden. Die Eltern waren der Legende nach, alt und kinderlos, als sie Maria empfingen. Laut der Lehre der katholischen Kirche kam Maria ohne Erbsünde auf die Welt.

In einigen katholischen Ländern, auch im Vatikan, wird dieser Tag als Feiertag begangen. In Österreich, Liechtenstein und den katholisch geprägten Kantonen der Schweiz sowie in Argentinien, Spanien, Chile, Nicaragua, Portugal, Kolumbien, Italien und Malta ist Mariä Empfängnis ein gesetzlicher Feiertag. Ein eigenes kirchliches Fest Mariä Empfängnis,  lässt sich seit dem 9. Jahrhundert nachweisen.

Mit Mariä Empfängnis begann der große Plan Gottes, seinen Sohn auf die Welt zu schicken. In der katholischen Kirche ist es wichtig, dass es von Anfang an Gottes Plan gewesen war, dass Maria als Mensch geboren wird – auf natürliche Weise – und dass sie dann den Sohn Gottes auf die Welt bringt. Gott sucht sich keine Göttin als Mutter aus, sondern eine normale Frau. Wobei sie nach katholischer Auffassung eher dafür geschaffen wurde und ohne Erbsünde auch keine normale Frau mehr war.

Die wichtigen Daten von Maria sind: Am 8. Dezember zeugen Anna und Joachim ihre Tochter. Neun Monate später, am 8. September, ist Mariä Geburt. Am 20. März bekommt Maria die Nachricht, dass sie den Retter Jesus gebären wird, was am 25. Dezember geschah. Nach dem alten Kalender begannen die Tage immer am Vorabend.

Martin Luther beendete die Marienverehrung für die evangelische Kirche. Er sah, dass im Mittelalter die Heiligenverehrung überhand nahm. Fast täglich wurde ein anderer Heiliger gefeiert. Mit der Solo gratia (Allein aus Gnade) stellte er Jesus und sein Leben ins Zentrum. Seine Geburt ist wichtig.

In der altkatholischen Kirche kommt der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis keine Verbindlichkeit zu, da diese aus Sicht der alt-katholischen Kirche weder dem biblischen Zeugnis noch den Ehrentiteln, welche die ökumenischen Konzilien der ersten Jahrhunderte Maria zugesprochen haben, entspricht.

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