Leben in der Gewissheit der Totenauferstehung

Mit der Gewissheit der Totenauferstehung reist Paulus in Richtung Gefangennahme. In Alexandria Troas verabschiedet er sich abends von der Gemeinde. Da fällt ein Mann mit dem Namen „Der Glück hat“ aus dem dritten Stock aus dem Fenster. Er hatte sich dorthin gesetzt, weil die vielen Lampen ihm zugesetzt hatten und er frische Luft brauchte. Doch die frische Luft konnte seine Müdigkeit nicht überwinden. Vielleicht war er ein Sklave und hatte den ganzen Tag gearbeitet.

So etwas hatte der Gemeinde gerade noch gefehlt. Der junge Mann fällt herunter und ist tot. Das könnte die ganze Stadt in Aufruhr bringen. Da ist man mitten in einer gesegneten Versammlung, und nun das. Paulus berührt wie Elia den Mann und ist sich sicher, dass der Tote wieder zum Leben erwachen wird. Und genau das geschieht. Beschrieben wird der Vorfall übrigens von dem Arzt Lukas, dem Verfasser der Apostelgeschichte. Anschließend verordnet Paulus dem jungen Mann Ruhe. Dann spricht er weiter und alle feiern gemeinsam das Abendmahl. Damit erinnern sie daran, wie Jesus den Tod durch das Kreuz überwunden hat. Diese Kraft haben die Zuhörer soeben erlebt, als der junge Mann wieder lebendig wurde.

Wer mit Gott unterwegs ist, wird nicht vor Leid und Schwierigkeiten bewahrt, doch Gott verherrlicht sich immer wieder in unserem Leben, indem er eingreift. Die Gewissheit, dass der Tod nicht das Letzte ist, hat Paulus die Zuversicht gegeben, mutig vorwärts zu gehen und vor seinen Schwierigkeiten nicht davonzulaufen. In ihm ist die gleiche Kraft wie in Elia, und sie begleitet ihn in die Herausforderungen hinein.

Gott wird in der Not erlebt – manchmal, indem er die Last wegnimmt, manchmal, indem er uns die Kraft gibt, sie zu ertragen. So war es auch bei Jesus als er in der Wüste versucht wurde und als er ans Kreuz ging. Und so haben es auch die Jünger von Jesus erlebt. Bis auf Johannes sind sie alle als Märtyrer gestorben. Sie haben auch in der größten Not an ihrem Glauben festgehalten. Die Gewissheit der Auferstehung war stärker als alle Todesdrohungen.

Gedanken zu Apostelgeschichte 20,1-16.

Das ist ein Impuls aus unseren Entdeckungen in einer ergebnisoffenen Bibelstudiengruppe. Wir sind auch offen für neue Teilnehmer im Linthgebiet (siehe Inspirierendes Bibelstudium). Gern gestalte ich auch Bibeltage an anderen Orten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.