Landeskirchen fokussieren sich immer mehr auf Israel statt auf die Not der christlichen Glaubensgemeinschaften

Einige evangelische und römisch-katholische Landeskirchen haben sich durch manche ihrer Positionierungen und ihr Handeln zu einer pointiert anti-israelischen Haltung entschieden und den Weg der vernünftigen Kritik verlassen. Es sind einige verschiedene Aktionen in den Kirchen auszumachen, die die Interessen der Palästinenser sogar schädigen könnten. Das gilt etwa für das HEKS; zu Ende gedacht würde ein Erfolg seiner Boykott-Politik die Palästinenser am härtesten treffen – durch Arbeitsverlust verlören 23.000 Personen und ihrer Familien ihre Lebensgrundlage, ohne Kompensation.

Während man sich auf verletzte Menschenrechte der Palästinenser beruft, wird leider gleichzeitig auch die prekäre menschenrechtliche Situation der christlichen Glaubensgemeinschaften in den islamischen Ländern ausgeblendet. Die nahezu unkritische Rezeption beispielsweise des Kairos-Palästina-Dokuments zeugt von einer besorgniserregenden Einseitigkeit. Die beinahe obsessive Konzentrierung auf Israel führt zu der Frage nach der öffentlichkeitswirksamen PR kirchlicher Einrichtungen für ihr Engagement in anderen Länder und Regionen.

Innerhalb der Kirchen muss man sich deshalb bewusst werden, dass mit einseitigen Stellungnahmen gegen den Staat Israel und mit der Finanzierung und vorbehaltlosen und völlig unkritischen Unterstützung der Palästinenser man zu tatsächlichen Komplizen des neuerlichen Versuchs werden kann, das jüdische Volk zu vernichten. Dabei ist der Staat Israel der einzige Ort im Nahen Osten, an dem Christen einen staatlichen Schutz geniessen.

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