Kreuz vom höchsten Punkt Deutschlands auf arabischem Prospekt ausgeblendet

Garmisch-Patenkirchen will mehr Touristen aus arabischen Ländern. Deshalb ließen sie den arabisch-sprachigen Werbeprospekt neu gestalten. Dabei wurde auf dem Foto vom höchsten Punkt Deutschlands, der Zugspitze, das Gipfelkreuz bewusst ausgeblendet, obwohl da oben auch die höchstgelegene Kirche Deutschlands liegt.

Bisher gebe es jährlich nur rund 3.000 Übernachtungen muslimischer Gäste, während andere Bergregionen mehr als zehnmal so viele Besucher hätten, bedauern der örtliche Tourismusmanager und der Chef der Bayerschen Zugspitzbahn. Die Zugspitze, mit 2.962 Metern Deutschlands höchster Berg, zählt zu den Hauptattraktionen von Garmisch-Patenkirchen.

Die bisherigen Angebote, etwa ein islamischer Gebetsraum in der Bergstation und spezielle Toiletten für arabische Bedürfnisse, reichten offensichtlich nicht aus, befanden die beiden Fachleute. Deshalb ließen sie den arabisch-sprachigen Werbeprospekt neu gestalten. Dabei wählten sie das Bild so, dass das goldene Gipfelkreuz auf der Zugspitze nicht erscheint. Das 4,88 Meter hohe Monument gibt es seit 1851. Zuletzt wurde es Anfang des Jahrtausends für 15.000 Euro renoviert, neu vergoldet und im Jahr 2009 wieder aufgestellt.

Der Bayerische Rundfunk hat in Quer über den manipulierten Prospekt berichtet.

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