Jesus ist gegen das gesetzlich legitimierte Ehebrechen und die Zeitehe

Matthäus 5,27-32
27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen.
28 Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.
29 Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlass zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
30 Und wenn deine rechte Hand dir Anlass zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
31 Es ist aber gesagt: Wer seine Frau entlassen will, gebe ihr einen Scheidebrief.
32 Ich aber sage euch: Jeder, der seine Frau entlassen wird, außer aufgrund von Hurerei, macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

Mit Scheidebriefen konnte der Mann seine Frau, wenn er ihrer überdrüssig war, entlassen. Noch heute ist das bei Beduinen so. Wenn der Mann dreimal „Verworfen“ sagt, muss die Frau gehen. Die Ehe wird bei den Beduinen, wie auch im Islam, mit den männlichen Vertretern der Frau geschlossen. Ein Beduine kauft die Frau für den Wert von sieben Kamelen. Treten Probleme auf, wird das mit den männlichen Vertretern der Frau ausgehandelt.

Jesus und später auch Paulus setzten zu dieser Zeit üblichen Praxis einen Gegenpol. Jesus will nicht, dass durch Sexualität Menschen verletzt, benutzt, ausgenutzt und weggeworfen werden.

Alles beginnt im Kopf (vgl. Vers 28). Nicht die Gefühle prägen unser Denken, sondern was wir denken prägt unsere Gefühle. Dies gilt in allen Lebensbereichen. Im Kopf beginnt alles. Heute stellen wir uns oft als Opfer unserer Gefühle dar. Wir haben die Möglichkeit zu steuern, was wir mit den Augen aufnehmen und mit unseren Händen zulassen.

Eine Ehe wird nach Jesus nicht aus Langweile oder unterschiedlichen Lebensinteressen geschieden. Jesus sagt, solange die Ehe nicht durch eine Beziehung mit einem anderen Menschengebrochen wurde, soll die Möglichkeit der Versöhnung offen gehalten (und an ihr gearbeitet) werden.

Der Mensch soll lernen seine Gedanken zu beherrschen, wie auch seine Augen und Hände. In unserer heutigen Zeit bedeutet das vielleicht, dass ich den PC oder Fernseher umstellen (Kindersicherung einrichten, PC an einem Platz stellen, wo meine Familie mich sieht, …) oder Literatur wegwerfen sollte. Wir begehren das, womit wir unsere Gedanken nähren – daher sind unsere Gedanken die Auslöser unserer Handlungen.

Die Ehe soll eine aufbauende dauerhafte Verbindung von Mann und Frau sein. Dieser Wert wurde zur Zeit Moses durch den Scheidebrief fromm begründet untergraben.

Jesus ermutigt, eher das Leben einzuschränken, als das es zur Hölle wird. Schon in Sprüche 6 hat Salamo darauf hingewiesen. Er warnt vor dem Begehren, der Frau des Nächsten (Vers 24). „Begehre nicht im Herzen ihre Schönheit, lass dich nicht mit ihrem Wimpern fangen!“ (Vers 25). Denn eine solche Beziehung zerstört das Leben. Auch hier Augen und Hände einschränken, um nicht sein ganzes Leben zu zerstören  (siehe auch Matthäus 18,9).

Jesus erwähnt in einem anderen Zusammenhang, das die Sexualtität auf unser irdisches Leben beschränkt ist (vgl. Matthäus 22,30).

Wie auch in anderen Lebensbereichen lebt der Mensch in Bezug auf die Ehe nicht immer so, wie es dem Ideal entsprechen würde. Jesus will deshalb Menschen zur Rückkehr zu Gottes Werten ermutigen und aufzeigen, wie erlösungsbedürftig wir sind.

Römer 3,23: „Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.“

Römer 5,12: „Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.

Wir alle brauchen Barmherzigkeit.

Vergleiche Artikel:  In mir kam immer mehr das Gefühl auf, dass ich Gott trotz erfahrener Vergebung nicht genügen kann. Kennst du dieses Gefühl auch?  http://obrist-impulse.net/gott-und-mensch-wie-geht-das-zusammen

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