Jerusalem statt Mekka

Der Status der islamischen Heiligen Stätten ist Teil des Kampfes des Nahen Ostens geworden. Die Sunniten zerstören Stätten, die den Schiiten heilig sind, und umgekehrt zerstören Schiiten neben dem alawitischen Regime in Syrien Stätten in Syrien, die den Sunniten heilig sind.

Im Dezember 2011 bereitete sich Bashir al-Assad auf eine grosse Rede vor. Gleichzeitig bereitete die Assad gegenüber loyale Fraktion der Muslimbruderschaft eine Kampagne zur „Befreiung von Al-Aqsa“ unter der Federführung von Assad vor. Ein Thema, das für Assads Rede besprochen wurde, war, dass Jerusalem und nicht Mekka die richtige Gebetsrichtung (qibla) im Islam sei.

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Das wurde bekannt, nachdem anonyme Hacker Emails aus Assads Amt abgefangen und veröffentlicht hatten.

Es gibt auch andere Versuche, den religiösen Status von Jerusalem auf Kosten von Mekka aufzuwerten. Vor mehr als einem Jahrzehnt startete die Islamische Bewegung in Israel, die mit der Muslimbruderschaft verbunden ist, die Initiative, Wasser aus der Zamzam Quelle in Mekka zu importieren und es in zehn Zisternen auf dem Tempelberg zu füllen.

Tatsache ist, dass die Unterminierung des Status von Mekka als wichtigste Pilgerstätte von den Schiiten im Irak entstammt, Assads Alliierten. Am 23. Dezember 2013 sagte der schiitisch-irakische Premierminister Nouri al-Maliki, das Kerbela die Gebetsrichtung sein sollte – eine irakische Stadt, in der sich das Grab des Enkels von Mohammed, Hussein ibn Ali, befindet – und nicht Mekka. Obwohl das Sunniten erzürnte, zog er seine Aussage nicht zurück. Die irakischen Schiiten sind für Kerbela, während das Assad Regime für Jerusalem wirbt.

Im sunnitischen Lager will die Muslimbruderschaft die Befreiung der Al-Aqsa zum Fokus des arabischen Aufruhrs machen mit dem ultimativen Ziel eines islamischen Kalifats, während die Salafisten dieser Kampagne gegenüber gleichgültig bleiben.

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