Israel zerstört Hisbollah-Tunnel nach Israel

  • Im Laufe der Nacht vom Montag auf den Dienstag 4.12.18 lancierten die israelische Armee IDF die Operation «Schutz-Schild des Nordens».

Zweck der Aktion sei die Aufdeckung und Zerstörung von Angriffstunnels der Hisbollah, die, wie jetzt bekannt geworden ist, entlang der libanesisch-israelischen Grenze verlaufen, teilweise aber über die internationale Grenze hinweg ins israelische Territorium hineinreichen. «Das Graben von Tunnels stellt eine brutale Verletzung der israelischen Souveränität dar», sagte Armeesprecher Brigadegeneral Ronen Manelis. Ziel der Operation ist die Neutralisierung aller Hizbollah-Angriffstunnels, die in israelisches Territorium hineinreichen.

Die Operation erstreckt sich entlang der so genannten «blauen Linie», wie die internationale Grenze zwischen Libanon und Israel genannt wird. Die Linie befindet sich im vollen Umfang auf israelischem Territorium. mehr Informationen

Es ist ein zusätzlicher Beweis für die Missachtung der UN-Resolutionen durch die Terrororganisation Hisbollah (Resolution 1701 des Sicherheitsrats).  mehr Informationen

Schon seit 2014 befasst sich eine Sondereinheit des Nordkommandos in Zusammenarbeit mit dem Nachrichtendienst mit der Bedrohung der Tunnels im Norden und studierten das Tunnelprojekt der Hisbollah sehr umfangreich. In den letzten Jahren hat die israelische Armee einen besonderen Verteidigungsplan für die Grenze im Norden entwickelt, darunter auch den Bau einer Sicherheitsmauer, ein „defensives Hindernisprojekt“, bei dem Klippen geschafft und Vegetation entfernt wurde. Ziel des Plans ist es, den Feind an der Ausführung seines Angriffsplans zu hindern und seine Fähigkeiten einzuschränken. mehr Informationen

Die Blaue Linie ist eine Demarkationslinie zwischen Libanon und Israel, die von der UN gezogen wurde, um zu bestimmen, ob Israel die UN-Resolution 425 erfüllt hatte.

„Blaue Linie“ nennt die UNO diese Grenze zwischen Israel und dem Libanon, nachdem sie ihren genauen Verlauf im Juni 2000 vermessen hat, um festzustellen, ob Israel sich tatsächlich „vollständig“ aus dem Süden des Nachbarstaates zurückgezogen habe. Gleichwohl gibt es bis heute Streitigkeiten, weil der Libanon dieser Grenzziehung nicht zustimmt und behauptet, dass Israel an einigen Stellen immer noch libanesisches Territorium besetzt halte.

Diesmal hat die UNO jedoch so exakte Arbeit geleistet, dass die „Blaue Linie“ an einer Stelle sogar quer durch das Grab eines „Heiligen“ führt. Auf der libanesischen Seite wird der muslimische Heilige Scheich Abad verehrt. Auf der israelischen Seite liegt da Rabbi Aschi. Zwischen zwei Dritteln der Leiche des libanesischen Scheich Abad und einem Drittel des israelischen Rabbi Aschi trennt nun ein hoher Zaun.

Die jetzige Militäroperation begann damit, dass ein Feld an der Grenze zum „militärischen Sperrgebiet“ erklärt wurde. Die Bauern, die dort Apfelbäume pflegen, durften nicht mehr ihre Felder bestellen. Dem folgte laut Medienberichten ein „gewaltiger Truppenaufmarsch“. Am Vormarsch waren Bulldozer, Bohrmaschinen und anderes Baugerät beteiligt. Im ganzen Norden Israels wurde die Armee wegen der Militäroperation in den höchsten „Alarmzustand“ versetzt. Einige wenige Reservisten wurden eingezogen, vor allem Bauingenieure.

Der Feind bestand zunächst aus „Gerüchten“ von Einwohnern Metullas, die unter ihren Häusern unklare Erschütterungen bemerkt und gewisse Geräusche gehört hätten. Seit mindestens vier Jahren prüfen Experten des Militärs diese Behauptungen, aber erst jetzt kamen sie ihnen auf die Spur: Im Felsen tief unter den Häusern von Metulla entdeckten sie einen Tunnel, den die Hisbollah angeblich unter der Grenze hinweg nach Israel hinein grabe.

Die Hisbollah-Miliz hatte vor einigen Tagen selber einen Hinweis zu dem Projekt geliefert. Sie behauptete, nach Ausbruch des nächsten Krieges sogar Teile von Galiläa im Norden Israels erobern zu können. Dazu müssten freilich Kämpfer nach Israel eindringen. Da die Grenze oberirdisch bewacht und befestigt ist, kann das aber nur unterirdisch geschehen, also durch Angriffstunnel, wie sie die Hamas im Gazastreifen bis tief in israelisches Gebiet gegraben hat.

Alle Aktionen sind allein auf der israelischen Seite der Grenze, mit Bohrmaschinen und anderem Werkzeug, um dort vermutete Tunnel zu entdecken. Am Dienstagmittag dann verlautete, dass man nahe dem libanesischen Dorf Kafr Kila einen etwa zwei Meter hohen Tunnel entdeckt habe, der in der Tiefe von über 20 Metern etwa 40 Meter weit in israelisches Gebiet hineinreiche und nun zur Zerstörung vorbereitet werde. Die Armee veröffentlichte ein Video, das zwei Männer in einem Tunnel zeigt, die von einem israelischen Armee-Roboter aufgeschreckt werden.  mehr Informationen

 

https://pbs.twimg.com/media/DtkhlttW4AAfHuR.jpg:large

Operation "Schutzschild im Norden"

Die Terrortunnel, die die Hisbollah vom Libanon auf israelisches Gebiet gebaut hat, sind eine eklatante Verletzung der Souveränität Israels und verstoßen gegen Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats. Israel hat Operation "Schutzschild im Norden" gestartet, um die Tunnel zu neutralisieren und seine Bürger zu schützen.

Gepostet von Israel in Deutschland am Mittwoch, 5. Dezember 2018

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.