Israel beginnt Bau des Ost-Sicherheitszauns

«Wir sehen heute, was geschieht, wenn Länder die Kontrolle über ihre Grenzen verlieren.» Mit diesen auf den wachsenden, Europa überziehenden Flüchtlingsstrom aus Afrika und dem Nahen Osten anspielenden Worten gab am Sonntag Premierminister Netanyahu einen Monat früher als geplant den Startschuss für den Bau des israelischen Sicherheitszauns an der Ostgrenze zu Jordanien. In einem Jahr soll das total mindestens 75 Millionen Dollar verschlingende Projekt vollendet sein.

Der vorgezogene Beginn der Bauarbeiten hängt offenbar mit der Furcht des israelischen Verteidigungsministeriums vor potentiellen Infiltrationen von Angehörigen des globalen Jihads von Jordanien her zusammen. Hinzu kommt, dass der Bau des neuen, bei Timna entstehenden Flughafens, der teilweise nur 200 Meter von der Grenze entfernt zu liegen kommen wird. Nach Fertigstellung des Zauns an Israels Ostgrenze wird der jüdische Staat an praktisch allen Seiten von derartigen Installationen umringt sein, die neben Terroristen auch illegale Migranten vom Überschreiten der Grenzen abhalten sollen.

Israel stehe der Tragödie der Flüchtlinge aus Syrien und Afrika nicht gleichgültig gegenüber, meinte Regierungschef Netanyahu an der wöchentlichen Kabinettssitzung vom Sonntag. Gleichzeitig schränkte er aber ein: Das Land sei zu klein, um jene zu absorbieren, die aus ihrer Heimat fliehen. Dazu fehle Israel die geografische und demografische Tiefe. Netanyahu wies ferner darauf hin, dass Israel bis jetzt über tausend syrische Flüchtlingen in Krankenhäusern im Norden Israels behandelt und ihnen geholfen habe, ihr Leben wieder in Ordnung zu bekommen. Zudem stehe Israel im Kontakt mit Führungskräften in Afrika und Europa, um die Möglichkeit zu diskutieren, Hilfspakete für die Ursprungsstaaten der Flüchtlinge zu schaffen. Zweck sei es laut Netanyahu, die Problematik «an den Wurzeln zu erfassen»mehr Informationen

Israel versteht, dass diesen Flüchtlingen geholfen werden muss, aber andererseits sieht Israel im islamischen Flüchtlingstsunami nach Europa eine demographische Gefahr. Dieser Immigrantentsunami wird aus israelischer Sicht Auswirkungen auf Europa haben. Daher wird als erstes von einem steigenden Rechtsextremismus in den EU-Ländern gewarnt. Israels ehemalige Botschafter in Deutschland und Frankreich, Avi Primor und Daniel Shek haben darüber in einem Forum mit Ynet debattiert. „Die rechtsextremen Parteien werden in den europäischen Länder populärer und diese sind sowieso für einen Austritt aus der EU“, erklärte Shek.  mehr Informationen

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat Israel dazu aufgefordert, mehr als 500.000 palästinensische Flüchtlinge aus Syrien ins palästinensische Westjordanland einreisen zu lassen. Palästinenserpräsident Abbas hat Israel aufgefordert, Tausende aus Syrien fliehende Palästinenser nach Gaza und ins Westjordanland reisen zu lassen. Abbas habe UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon um Hilfe gebeten. Ban soll von Israel die Erlaubnis einholen. Die Flüchtlinge könnten nach Palästina kommen, statt nach Europa oder andere Länder zu flüchten. mehr Informationen

Der israelische Oppositionsführer Jitzhak Herzog und mehrere Knesset-Abgeordnete  verlangten, dass auch Israel Bürgerkriegsflüchtlinge aufnehmen solle. Juden hätten selbst unter Flucht und Vertreibung gelitten und könnten dem Leid dieser Menschen nicht teilnahmslos gegenüberstehen, sagte Herzog. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verwies darauf, dass in Israel schon tausend verletzte Syrer medizinisch behandelt worden seien. Israel ist mit Syrien offiziell seit 1973 im Kriegszustand. mehr Informationen

 

 

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