„Israel“ als Geburtsort ist für US-Bürger verfassungswidrig, wenn sie in Jerusalem geboren wurden

In Jerusalem geborene Kinder von US-Bürgern dürfen nach einem Gerichtsurteil in den USA nur „Jerusalem“, nicht aber „Israel“ als Geburtsort im Reisepass führen. Israel sei verfassungswidrig.

Anlass war die Klage eines jüdischen US-amerikanischen Ehepaares, Ari und Naomi Zivotofsky, deren drittes Kind kurz nach der Kongress-Entscheidung unter der Regierung von George W. Bush in Jerusalem zur Welt gekommen war. Die Eltern wünschten die Eintragung „Israel“ als Geburtsort. Dagegen weigerten sich die US-Behörden unter Berufung auf noch ungeklärte Souveränitätsansprüche über Jerusalem seit der Gründung Israels 1948 und der Besetzung des Ostteils der Stadt durch israelische Truppen 1967.

Abraham Foxman von der jüdischen Anti-Defamation League verwies in seiner Reaktion zum Urteil des U. S. Court of Appeals for the District of Columbia Circuit auf die behördliche Praxis bei US-Bürgern, die in Taiwan zur Welt kamen. Diese könnten ungeachtet der Hoheitsansprüche der Volksrepublik China auf das Territorium „Taiwan“ als Geburtsort eintragen lassen.

Ob wohl Palästina möglich gewesen wäre?

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