Islamisten fordern Tod des Richters

Update  8.11.18: Asia Bibi ist frei – befindet sich aber weiterhin in Pakistan.  Das erklärte ein Sprecher das pakistanischen Außenministeriums, Mohammad Faisal, am Donnerstagmorgen.  Ein Sprecher der TLP, Zubair Kasuri, sagte am Donnerstag, die Regierung habe durch die Freilassung von Asia Bibi gegen die Vereinbarung verstoßen. Die Partei halte nun ein Treffen ab, um das weitere Vorgehen zu besprechen.  mehr Informationen

Pakistan hat Berichte über die Ausreise von Asia Bibi ins Exil dementiert. «Das sind Fake News», sagte ein Sprecher des Aussenministeriums in Islamabad am Donnerstag gegenüber dem Sender DawnNewsTV. Informationsminister Fawad Chaudhry nannte auf Twitter Medienberichte über eine Flucht von Asia Bibi ins Ausland «verantwortungslos». Wie die Tageszeitung «Dawn» berichtete, war Asia Bibi am Mittwochabend nach Islamabad geflogen und in der pakistanischen Hauptstadt zu einem sicheren Aufenthaltsort gebracht worden.

Update  4.11.18: Die 51-jährige Bibi befindet sich demnach weiter im Gefängnis. Ehemann von freigesprochener Christin bittet um Asyl.  mehr Informationen

Update 3.11.2018:  Die radikalislamische Gruppe Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) einigte sich am Freitagabend mit der Regierung. Laut der Vereinbarung «wird die Regierung sich einem Revisionsantrag gegen die Entscheidung des Obersten Gerichts zum Freispruch Asia Bibis nicht widersetzen». Zudem würden Schritte eingeleitet, «Bibi am Verlassen des Landes zu hindern». Zum derzeitigen Aufenthaltsort Bibis gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Örtliche Medienberichte deuteten aber an, sie sei möglicherweise bereits aus Pakistan geflohen. Menschenrechtler kritisierten die Vereinbarung zwischen Regierung und Islamisten in Pakistan als «Bankrott-Erklärung des Rechtsstaates». «Der Deal macht Pakistans Rechtssystem zur Beute des islamistischen Mobsmehr Informationen

Pakistans oberster Gerichtshof hat das Todesurteil gegen eine wegen Blasphemie verurteilte Christin aufgehoben. Die Frau war neun Jahre in Haft gesessen. Die Richter in Islamabad hätten die sofortige Freilassung Asia Bibis angeordnet, teilte ihr Anwalt Saiful Malook am Mittwoch mit. Islamisten starteten landesweite Proteste.

Islamisten blockierten Straßen und plünderten Regierungsgebäude. Anführer der radikalen Gruppe Tehreek-e-Labaik Pakistan (TLP) forderten den Tod der Richter.

Steine werfende und Knüppel schwingende Demonstranten drängten die Polizei zurück, die Regierung planten daraufhin den Einsatz des Militärs, um die Ordnung wiederherzustellen.

Pakistan: Massenproteste nach Aufhebung der Todesstrafe gegen Christin Asia Bibi

Pakistan: Massenproteste nach Aufhebung der Todesstrafe gegen Christin Asia Bibihttps://de.rt.com/1oom

Gepostet von RT Deutsch am Donnerstag, 1. November 2018

Visuals from outside Punjab Assembly Lahore Tehreek e Labaik protesting against release of #AasiaBiBi

Gepostet von Aamir M am Mittwoch, 31. Oktober 2018

 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt am Main begrüßte den Mut der Richter. Behördenvertreter hätten inoffiziell mitgeteilt, dass Asia Bibi inzwischen auf freiem Fuß sei.

Der fünffachen Mutter Asia Bibi war vorgeworfen worden, sich bei einem Streit mit muslimischen Frauen in ihrem Dorf abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben.

Kritiker sagen, die Gesetze würden unter anderem missbraucht, um persönliche Feinde anzuschwärzen oder aus dem Weg zu schaffen.

Das Gericht befand nun, dass die Vorwürfe gegen Asia Bibi juristisch schwach begründet seien und es keinen Grund gebe, sie zu bestrafen. mehr Informationen

In den vergangenen Wochen hatten extremistische muslimische Geistliche immer wieder mit Protesten und Gewalt gedroht, sollte Asia Bibi freikommen. Viele Christen fürchten sich.

Mohammed im göttlichen Status

Was sie angeblich gesagt haben soll, ist keine Aussage über Gott sondern über Mohammed. Da es als Gotteslästerung bezeichnet wird, erreicht Mohammed göttlichen Status.

Sie war 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden, weil die Mutter von fünf Kindern als „Ungläubige“ durch Berührung eines Gefäßes das Wasser für muslimische Feldarbeiterinnen unrein gemacht haben soll.   weiterlesen https://www.obrist-impulse.net/3000-muslime-fordern-die-hinrichtung-der-christin-asia-bibi

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