Iranisches Gericht verurteilt Buchhändler wegen Bibelverkaufs

Der iranische Wächterrat hat einen kurdischen Buchhändler zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat in seinem Geschäft Bibeln verkauft. Die Meldung der Jerusalem Post basiert auf Angaben der Hengaw-Organisation für Menschenrechte.

Im vergangenen Monat wurden drei Frauen zu Haftstrafen von jeweils mindestens 16 Jahren verurteilt. Sie hatten die islamische Kleiderordnung des Landes missachtet. Insgesamt wurden 2018 39 Frauen verhaftet, weil sie keinen Hijab trugen.

Auch der Teheraner Politikprofessor Sadegh Zibalkam muss für ein Jahr ins Gefängnis. Der prominente liberale Intellektuelle hatte der Regierung vorgeworfen, dass die Einstellung von 300.000 Geistlichen dem Reichtum von drei armen Provinzen entspreche. Die konservative Justiz beschuldigte ihn, „Lügen zu verbreiten, um die Öffentlichkeit zu bewegen“.

Der Iran kontrolliert laut dem Bericht auch die meisten Medien– und Social-Media-Kanäle. Durch die Internet-Blockade erhalten die Bewohner nur unvollständige Informationen der Außenwelt. Die iranische Regierung blockiert laut einer Umfrage von viewdns.info mehr als ein Viertel aller Internetseiten. Offiziell verbannt sind die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und YouTube.

Ayatollah Ali Khamenei warnte kürzlich vor dem „Eindringen dekadenter westlicher Kultur in den Iran“. Führende iranische Politiker wie Präsident Hassan Rouhani und Außenminister Mohammad Javad Zarif nutzen die sozialen Medien intensiv.

Die Regierung hatte 2012 ein nationales Internet eingerichtet, um so den westlichen Einfluss auf das Land zu bremsen. Um dieses zu nutzen, bedurfte es der Genehmigung des Ministeriums. mehr Informationen

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