Iran fördert die Kluft zwischen den Palästinensern

Der Iran hat die Hamas dafür bezahlt, ein geschlossenes Versöhnungsabkommen mit der rivalisierenden Fatah-Partei zu blockieren. Diese Vermutung äußerte der Fatah-Sprecher Ahmed Assaf am Dienstag.

Die Führung in Teheran habe vor Kurzem ihre Zahlungen an die Hamas wieder aufgenommen – nachdem sie diese vor etwa sechs Monaten eingestellt hatte. Grund dafür war offenbar die Weigerung der Hamas, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und dessen Militärkampagne gegen Syriens Opposition zu unterstützen.“Wir haben Informationen, dass der Iran Millionen von Dollar an Al-Sahar und Hanije bei deren Besuchen im Iran gezahlt hat“, sagte Assaf laut der Tageszeitung „Ha´aretz“. Er bezog sich dabei auf Besuche des Hamas-Premierministers Ismael Hanije im Februar und des Hamas-Führers Mahmud al-Sahar in der vergangenen Woche in Teheran.

Der Iran habe ein Interesse daran, die Kluft zwischen den führenden Palästinensergruppen zu erhalten. „Der Iran hat die Bedeutung der palästinensischen Sache vom religiösen, politischen und geographischen Status erkannt und will sie deshalb kontrollieren.“ Sollte die palästinensische Einheit Erfolg haben und der Gazastreifen von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) oder einer anderen legitimen Führung regiert werden, würde der Iran seinen Einfluss in dem Gebiet verlieren, erklärte Assaf.

Hamas-Sprecher Taher al-Nunu wies die Vorwürfe gegen seine Organisation zurück und gab der Fatah die Schuld am Scheitern des Abkommens. „Die Fatah-Regierung hat keine ihrer Verpflichtungen umgesetzt, und sie zieht amerikanisches Geld nationalen Vereinbarungen vor.“

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