Im syrischen Bürgerkrieg geraten immer mehr religiöse Minderheiten zwischen die Fronten

Immer öfter richtet sich die Gewalt gegen religiöse Minderheiten wie die Christen. „In Syrien werden die Christen verfolgt und vertrieben. Es hat sogar brutale Hinrichtungen gegeben“, sagte Simon Jacob, Repräsentant der Syrisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland der Zeitung „Bild am Sonntag“. Die Lage würde sehr an die der anhaltenden Christenverfolgung im Irak erinnern.

Im Falle eines Sturzes von Staatschef Baschar el Assad, werde sich die Situation durch das entstandene Machtvakuum für die Christen in Syrien weiter verschlechtern. „Die Christen sind in dem Bürgerkrieg zwischen alle Fronten geraten. Ihre Situation ist wirklich dramatisch“ sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder der „Bild am Sonntag“. „Wir prüfen derzeit, wie wir zumindest den Christen, die in die Nachbarländer geflüchtet sind, helfen können.“

Im überwiegend muslimischen Syrien machen die Christen etwa zehn Prozent der 22 Millionen Einwohner aus. Sie sind die älteste Bevölkerungsgruppe in dem Land. Unter dem seit zwölf Jahren regierenden Regime von Präsident Baschar el Assad genießen sie Glaubensfreiheit. Aleppos chaldäisch-katholischer Bischof Antoine Audo warnte vor Gewalt gegen Minderheiten im Land. Aus der umkämpften nördlichen Wirtschaftsmetropole sind bereits tausende Christen geflohen. Ein Teil von ihnen kam bei Angehörigen im Libanon unter.

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