Heilige Sexualität

Auszug aus dem Buch Christopher (Christopher Yuan)

Beim Lesen der Bibel im Gefängnis war mir Jakobus 2,19 aufgefallen: „Auch die Dämonen glauben und zittern.“ Da erkannt ich, dass „glauben“ allein nicht ausreichte.

Je mehr ich in der Bibel nachforschte, desto mehr erkannt ich, dass meine Liebe zu Gott nicht von meinen Gefühlen oder Gedanken abhängig war. Gott kennen und Gott lieben hat beides mit Gehorsam zu tun. Zuvor hatte ich immer geglaubt, dass ich ein guter Mensch sei. Nun gut abgesehen davon , dass ich Drogen verkauft und konsumiert hatte. Als ich später Jesus Christus mein Leben anvertraut hatte, wurde mir bewusst, dass ich Drogen zu meinem Götzen gemacht hatte.

Ich hatte früher immer geglaubt, dass ich Sex ebenso brauchte wie Essen und Trinken. Gott würde doch nicht von mir verlangen, auf Sex zu verzichten. Genauso wenig, wie er von mir verlangen würde, dass Essen und Trinken aufzugeben – so dachte ich.

Die Realität allerdings sah so aus, dass ich in den letzten zwei Jahren sexuell nicht mehr so aktiv gewesen war wie außerhalb des Gefängnisses – und ich hatte überlebt! Es waren keine irreversiblen Nebeneffekte aufgetreten.

Beim Lesen der Bibel stellte ich fest, dass es damals ebenfalls Menschen gab, die ihr ganzes Leben lang keinen Sex hatten. Jesus zum Beispiel – dennoch war er ganz und gar vollkommen. Auch Paulus war unverheiratet und er sprach positiv über Ehelosigkeit, sexuelle Reinheit und Abstinenz. Vielleicht hatte ich Sex zum Abgott gemacht. Eventuell war ein Leben ohne Sex nicht nur möglich, sondern für mich auch gesund und positiv zu werten.

Offensichtlich verurteilte die Bibel meine bisherige sexuelle Freizügigkeit, aber noch immer fragte ich mich, wie Gott die Homosexualität selbst beurteilt. Beim weiteren Lesen im der Bibel erkannte ich, dass Gott mich bedingungslos liebt. Aber ich fand auch einige Bibelstellen, die das, worüber ich mich selbst definierte, meine Homosexualität, offensichtlich verurteilte. Da ich nun zum Glauben gekommen war und mich in der Bibel noch nicht so gut auskannte, wollte ich die Meinung eines andern einholen.  …

„Eigentlich verurteilt die Bibel die Homosexualität nicht.“ Er ging zum Büchergestell. „In diesem Buch finden sie einige Erklärungen zu dieser Sichtweise.“

Mit dem Buch des Seelsorgers in der einen Hand und der Bibel in der anderen setzte ich mich anschließend in den kleinen Hof vor der Kapelle und las. Die Ausführungen dieses Buches gaben mir allen Grund zu glauben, dass Gott mit meiner Homosexualität und meiner schwulen Identität einverstanden wäre. Wenn ich Christ sein könne und in einer stabilen Partnerschaft mit einem Mann lebte, wäre das ideal. Wir können gemeinsam in die Kirche gehen und vielleicht sogar eine Familie gründen. Es wäre einfach entlastend für mich, wenn ich alles miteinander in Einklang bringen könnte.

Als ich jedoch das Buch zusammen mit den angegeben Bibelstellen las, macht mir Gottes Heiliger Geist deutlich, dass die Ausführungen des Buches vollkommen von Gottes Wahrheit abwichen. Beim Lesen seines Wortes konnte ich unmöglich leugnen, dass Gott homosexuelle Praktiken verurteilt. Nachdem ich noch nicht einmal das erst Kapitel fertig gelesen hatte, gab ich das Buch zurück.

Danach las ich nur noch in der Bibel. Ich untersuchte Vers für Vers, jedes Kapitel, jede Seite, um eine biblische Rechtfertigung für Homosexualität zu finden. Aber ich fand keine. Damit war ich an einem Wendepunkt angekommen. Ich musste eine Entscheidung treffen. Entweder die Sache mit Gott vergessen und als Homosexueller leben – und mich von meinen Gefühlen und sexuellen Begierden bestimmen lassen. Oder aber die Homosexualität aufgeben – indem ich mich von meinen Gefühlen befreite – und als Nachfolger Christi lebe.

Ich las weiter in der Bibel und kam zu 3. Mose 18,22 und Kapitel 20,13. Abschnitte, die meist angeführt werden, um Schwule und Lesben zu verdammen. „Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: Ein Gräuel ist es.“ Dann aber merkte ich: Gott bezeichnet nicht die Homosexuellen als ein Gräuel. Er sagt: „es“ ist mir ein Gräuel. Das heißt, die Tat ist ihm ein Gräuel, nicht der Mensch selbst. Bislang hatte ich christliche Demonstranten immer so verstanden, dass der Gott der Bibel Menschen wie mich hasst, weil wir ein „Gräuel“ seien. Nach dem Lesen dieser Abschnitte begriff ich zum einen, dass Gott mich nicht hasst, zum andern, dass Folterqualen keinesfalls mein unausweichliches Schicksal seinen. Nein, die falsche Art von Sex war das, was er verurteilte, und dennoch wollte er eine enge Beziehung zu mir haben.

Lange Zeit war ich davon überzeugt, dass Gott mich so geschaffen hatte – schwul. Immer und immer wieder hatte ich mir gesagt: Ich bin schwul, so wurde ich geboren. So bin ich nun einmal. Es war nicht mein Entschluss, so zu empfinden. Aber jetzt, wo ich in der Bibel nach Antworten für meine zugkünftiges Leben gesucht hatte, änderte sich meine Fragestellung: Wer bin ich wirklich, unabhängig von meiner Sexualität? Darauf hatte ich keine Antwort.

Beim weiteren Bibelesen wurde mir bewusst, dass meine Identität nicht von meiner Sexualität abhängt. Paulus sagte in Apostelgesichte 17,28: „Denn in ihm leben wir und bewegen uns und sind wir.“Christus sollte unser Alles sein. Meine sexuelle Orientierung war nicht das, was meinen Wert bestimmte. Meine eigentliche Persönlichkeit muss nicht über meine Gefühle oder sexuelle Anziehungskraft definiert werden. Darum war auch meine Identität nicht mit „schwul“ oder „homosexuell“ oder sogar „heterosexuell“ einzustufen. Meine Identität als Kind des lebendigen Gottes muss allein in Jesus Christus sein.

Gott sagte: „Seid heilig, denn ich bin heilig“ (3.Mose 11,44). Bislang war ich immer der Auffassung gewesen, dass Heterosexualität das Gegenteil von Homosexualität sei. Aber genau genommen ist das Gegenteil von Homosexualität Heiligkeit. Gott hat niemals gesagt: „Sei heterosexuell, denn ich bin heterosexuell.“ Er sagte: „Seid heilig, denn ich bin heilig.“

Als ich begriff, dass mein Ziel nicht die Heterosexualität sein sollte, war das durch und durch befreiend für mich. Ich durfte nicht die Homosexualität oder sogar die Heterosexualität in meinen Fokus stellen, sondern das, wozu Gott jeden beruft: heilige Sexualität. „Heilige Sexualität“ bedeutet nicht eine Änderung der Orientierung – sondern Gehorsam. Ich erkannte, dass ich Gott gehorche und ihm treu sein musste, unabhängig von meiner Situation und meine Gefühlen.

Heilige Sexualität bietet zwei Möglichkeiten. Die erste ist die Ehe. Wenn ein Mann verheiratet ist, verpflichtet er sich seiner Frau vollkommen treu zu sein und wenn eine Frau verheiratet ist, verpflichte sie sich, ihrem Mann vollkommen treu zu sein. Gott erwarte von verheirateten Menschen heilige Sexualität. Das heißt, wir sollten uns mit unseren sexuellen Gefühlen und unserem Verhalten exklusiv auf eine Person konzentrieren – auf unseren Ehepartner.

Die zweite Möglichkeit für heilige Sexualität ist ein Single-Dasein. Unverheiratete Menschen müssen sich voll und ganz verpflichten dem Herr durch Enthaltsamkeit treu zu sein. Dieser Gedanke ist ganz klar in der Bibel zu sehen, und von Gott gefordert. Ehelosigkeit ist kein Fluch. Ehelosigkeit ist auch keine Last. Es bedeutet einfach zufrieden mit der gegenwärtigen Situation und gleichzeitig offen für eine Ehe zu sein – aber auch nicht um jeden Preis heiraten zu wollen.

Jeder wurde mit dem Wunsch geschaffen einer vertrauten, gottwohlgefällige, nichtsexuelle Beziehung zum gleichen Geschlecht zu haben. Gottes Treue zeigt sich nicht darin, dass er uns vor Schwierigkeiten bewahrt, sondern darin, dass er uns hindurch trägt.

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Soweit die Ausführungen von Christopher Yuan.

Wir sollten uns in einer sexualisierten Gesellschaft mehr Gedanken darüber machen, wie wir gesunde nichtsexuelle Beziehungen zu allen Menschen aufbauen können.

Liebe ist nicht Sex. Es gibt liebevolle Lebensgemeinschaften ohne Sexualität und ein Bordell ist nicht ein Ort der Liebe, sondern der Ausbeutung.

Die Bibel sagt: Gott ist die Liebe.

Jesus sagt, dass Sexualität im Himmel keine Rolle mehr spielt (Matthäus 22,30). Sexualität kann – wie alles – im Sinne des Erfinders gebraucht werden oder zum Missbrauch (auch in der Ehe) führen.

Nach der Bibel möchte Gott uns zu den Menschen umgestalten, zu denen er uns geschaffen hat.

 

Homosexualität in der Kirche

(Freie Übersetzung der mir wichtigen Punkte aus dem  Video) Christopher Yuan weist als Betroffener darauf hin, dass wir alle Sünder sind und Veränderung brauchen. Er kritisiert unter anderem das Verhalten der Kirche gegenüber Homosexuellen. In einer Studie wurde festgestellt, dass viele denken die Kirche sei gegen Homosexuelle – wobei er dieses Thema in einer neuen … weiterlesen

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Das sagt Camille Paglia. Sie ist eine lesbisch lebende Aktivistin, Feministin und Professorin für Geistes- und Medienwissenschaften an der University of the Arts in Philadelphia. In der US-Radiosendung The Dennis Prager Show am 9. Januar 2014 sagte sie, Homosexualität sei nicht angeboren und könne sich auch verändern. „Jede homosexuell empfindende Person [Mann oder Frau], die …  weiterlesen

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Der britische Arzt David Mackereth weigert sich, Transsexuelle mit dem von ihnen bevorzugten Pronomen anzusprechen. Daraufhin wird sein Arbeitsvertrag beendet.  weiterlesen

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Als ich vier Jahre alt war, fing meine Großmutter an, mir Mädchenkleider anzuziehen, wenn ich bei ihr war. Sie war entzückt wie ich aussah und mochte mich als Mädchen viel lieber. Sie nähte mir sogar ein Chiffonkleid, aber ich durfte niemandem davon erzählen. Es war unser kleines Geheimnis. Daheim war ich ein richtiger Junge, aber … weiterlesen

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Michael Glatze, einer der führenden Vertreter der Bewegung für „Homo-Rechte“ sagt, dass es eine Lüge sei, dass Homosexualität „angeboren“, eine „Variante der Natur“ oder gar eine Schöpfungsvariante Gottes sei. So schreibt er: Ich meinte schon mit 14 Jahren, homosexuell zu sein. Mit 20 Jahren erklärte ich mich offen als homosexuell gegenüber allen, die ich kannte. …  weiterlesen

Als überzeugte Linke und lesbische Professorin verachtete ich Christen total. Und dann wurde ich selbst eine Christin.
  1. August 2013

Der Name “Jesus” blieb mir immer in der Kehle stecken, ja er schnürte mir irgendwie die Kehle zu. Ganz gleich wie hartnäckig ich versuchte ihn irgendwie zu verstehen. Diejenigen die sich zu diesem Namen bekannten, erregten meinen Zorn und gleichzeitig auch mein Mitleid.

Als Universitätsprofessorin wurde ich auch den Studenten gegenüber ärgerlich, die sich gedrängt fühlten, mich immer wieder auf Jesus anzusprechen. Dumm. Sinnlos. Bedrohlich. So dachte ich über Christen und ihren Gott Jesus.

Einer dieser Moralapostel und seine geistreiche Bemerkung im Jahr 1992  weiterlesen

Experten legen Vorschläge zur Reform des Abstammungsrechts vor

Reproduktionsmedizin und neue Familienkonstellationen erfordern neue Regeln für die Zuordnung von Kindern zu Eltern.

Unsere Welt wird immer komplizierter. Wenn jeder sein Geschlecht selber auslesen kann, müsste es auch möglich seine, seine Eltern selbst zu wählen. Oder wählen die Eltern das Kind? Oder kann man beides einfach je nach Lebensgefühl wechseln?

In Kanada wurde das erste Kind als geschlechtsneutral registriert. Paul (52), der ehemalige Vater von sieben Kindern, lebt nun als sechsjähriges Mädchen Stefonknee weiter.  Ex-Transgender Woman  weiterlesen …

Siehe auch: www.wuestenstrom.ch

http://www.voicesofthesilenced.com/  Der Produzent und Regisseur des Films „Voices of the Silenced“ (Stimme der zum Schweigen Gebrachten) , Mike Davidson, erklärte : „Wir sagen nicht, dass jemand, der sich als homosexuell sieht, krank ist. Uns geht es darum, dass Menschen das Recht und die Freiheit haben sollten, ihre unerwünschte Homosexualität zu verlassen, und dass sie respektiert werden sollten.“ Die christliche Journalistin Andrea Minichiello Williams von der Organisation „Christian Concern“, die den Film unterstützt, sagte: „Ironischerweise bestätigen PinkNews und ‚Vue cinema‘ die Aussage des Films. Die Stimmen sollen tatsächlich zum Schweigen gebracht werden.“

https://www.youtube.com/channel/UCvAVXPwLSxfqqmmQP5kQLcg/videos

Paulus setzte einen Gegenpool zum gängigen sexuellen Missbrauch

Die Christen bewegten sich in dieser Kultur als winzige jüdische Sekte, die von einem fremden Stern gefallen zu sein schien. Ihre Sexualmoral ragte in den römischen Kosmos aus erotischer Sinnlichkeit und Gewalt wie ein Keil, der alles zerspaltete, was in seinem Weg lag. Die christliche Auffassung von Ehebruch war revolutionär; die christliche Definition dessen, was künftig nicht mehr erlaubt sein sollte, radikal. Außerhalb dieser Ehe durfte ein Mann keinen Sex haben, nicht einmal mit Prostituierten oder Sklaven! Im Zuge ihrer sexuellen Revolution betonten die Christen ein neues philosophisches Konzept, den freien Willen. Für die Heiden der Antike waren alles vom Schicksal vorherbestimmt. Die Christen dagegen predigten, dass der Mensch der Herr seiner Triebe sei: Er konnte selbst entscheiden, ob er in Sünde leben oder des Heils teilhaftig werden wollte. … weiterlesen

Ein Gedanke zu „Heilige Sexualität“

  1. Danke, für diesen erhellenden, liebevollen und den Blick/das Denken fokussierenden Beitrag, der mir, als einem, der einst die Ehe gebrochen hat und zuletzt aus einer Ehe gebrochen wurde hilft, mit dem Nachklang meiner sexuellen Sehnsüchte umzugehen.

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