Gottes Liebe ist …

Jesus bezeichnet die Liebe für den, der mir gegenüber feindlich gesinnt ist, als das Markenzeichen des himmlischen Vaters. Hier erkennen wir, wie Gott ist. Von dieser Liebe Gottes sollen wir uns anstecken lassen.

Jesus sagt (Matthäus 5,43-48): 
43 Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist! Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
46 Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?
47 Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe?
48 Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Jesus ist revolutionär und fordert die Feindesliebe (Matthäus 5,44-45).

Mohammed sagt: „Kämpft gegen sie, bis niemand mehr versucht, Gläubige zum Abfall vom Islam zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird!“ (Sure 2, 193).

Salomo hingegen rät den Juden: „Freue Dich nicht über den Fall deines Feindes, und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück.“ (Sprüche 24,17) und: „Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser. So wirst Du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln und Gott wird´s Dir vergelten!“ (Sprüche 25,21).

Bei den jüdischen Essenern finden wir eine neue Auslegung dieser Sätze. In den Schriftrollen von Qumran werden die Gemeindeglieder verpflichtet, „alle Söhne des Lichtes zu lieben, […], aber alle Söhne der Finsternis zu hassen, jeden nach seiner Verschuldung in Gottes Rache“. Jesus bezog sich in der Bergpredigt wahrscheinlich auf diese Tradition (Matthäus 5,43), denn die Aufforderung, den Feind zu hassen, finden wir im Ersten Testament nicht. Als im Judentum alle Versuche einer friedlichen Ko-Existenz mit dem Feind gescheitert sind, rät der jüdische Talmud: „Töte, bevor du getötet wirst.“

Johannes der Täufer lehrte die Soldaten: „Tut niemandem Gewalt oder Unrecht und lasst euch genügen an eurem Sold!“ (Johannes 3,14).

Aber das jüdische Volk musste erleben, dass Pazifismus sie nicht vor dem Holocaust rettete.

Die Feindesliebe behandelt den Feind mit Respekt und verschließt ihm nicht die Tür zur Versöhnung.

Paulus schreibt den Korinthern: (2. Korinther 5,20): „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ und in 1. Korinther 1,19-21: „Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm (Jesus) alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. Auch euch, die ihr einst fremd und feindlich gesinnt wart in bösen Werken.“

In Römer 5,10 schreibt Paulus: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.“

Johannes fasst zusammen (1. Johannes 4,10): „Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.

Liebe ist der Schlüssel. Liebe schenkt und verschenkt sich ohne eine Gegenleistung zu fordern.  Vergleiche Artikel: Mega geliebt

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Was fällt dir auf oder spricht dich an, wenn du den Text liest?

Bis zum 24. November erscheint täglich ein neuer Abschnitt der Bergpredigt. In Rapperswil tauschen wir jeden Montag über die Texte aus und vertiefen die Aussagen.

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