Freud und Leid in Israel im Oktober

Es ist der schwerste Angriff seit Anfang August: In der Nacht zum Samstag 27.10.18 haben Islamisten aus dem Gazastreifen 37 Raketen auf Israel gefeuert. Die Terrorgruppe Islamischer Dschihad bekannte sich zu dem Raketenfeuer. Die israelische Luftwaffe reagierte auf den Beschuss mit Angriffen auf knapp 90 Ziele in dem Küstenstreifen.

Den letzten heftigeren Raketenbeschuss erlebte Israel Ende Juli und Anfang August. Mitunter wurden damals in einer Nacht 200 Raketen auf Israel abgefeuert. Die Hamas übernahm damals die Verantwortung für den Beschuss.

RAW FOOTAGE: This is what it looks like when rockets are intercepted right above your home.10-12 rockets were fired from #Gaza at #Israel, the Iron Dome aerial defense system intercepted several.

Gepostet von Israel Defense Forces am Freitag, 26. Oktober 2018

Unterdessen ist es am Freitag wieder zu einem Aufmarsch von Palästinensern am Gaza-Grenzzaun gekommen. Bei den Auseinandersetzungen mit der Armee sind insgesamt sieben Palästinenser gestorben; erst am Sonntag erlag ein Palästinenser seinen Schusswunden. Bei einem der getöteten Palästinenser explodierte eine Granate in der Hand.  mehr Informationen

Zum ersten Mal überhaupt ist am Sonntag in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) die israelische Nationalhynmne Hatikva erklungen. Anlass war der Goldmedaillengewinn des Israelis Sagi Muki beim Judo-Grand-Slam in der Hauptstadt der VAE, Abu Dhabi.

Noch im März hatte sich das Emirat bei einem ähnlichen Turnier geweigert, die nationalen Symbole des Staates Israels zu zeigen. Das Turnier wurde wegen des Boykotts israelischer Symbole abgesagt. Die VAE lenkten schließlich ein, der Weltjudoverband ließ das Turnier wieder zu.

Mit dem Judoverband einigte Kultur- und Sportministerin Miri Regev sich darauf, dass zwei Wettkämpfe der Welttournée in Israel stattfinden: Im Januar 2019 und um Jahr 2020 nach den Olympischen Sommerspielen in Tokio. Damit trägt Israel zum ersten Mal einen Großen Preis des Judoweltverbandes aus.

Hatikva in Abu Dhabi

Bravo #SagiMuki for winning the gold medal at #AbuDhabi Grand Slam 2018!#Hatikva played in an Arab country … You made us all so proud.Congratulations מזל טוב تهانينا !

Gepostet von ‎Emmanuel Navon עמנואל נבון‎ am Sonntag, 28. Oktober 2018

Die Vorgänge in Abu Dhabi gehören zu den neuesten Entwicklungen bei der Annäherung an arabische Staaten. Erst am Freitag war der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu von einem zuvor nicht angekündigten Besuch im Oman, dem südlichen Nachbarland der Vereinigten Arabischen Emirate, zurückkehrt. Am Samstag hatte der omanische Außeminister dafür plädiert, Israel als normalen Staat zu behandeln. Weder der Oman noch die Vereinigten Arabischen Emirate pflegen offizielle Beziehungen mit Israel. mehr Informationen

Israelische Demonstranten haben am Montagmorgen den Grenzübergang Keren Shalom nach Gaza gesperrt, so dass keine LKWs in die von der Hamas kontrollierten Gebiete gelangen konnten. Dies kam als Antwort auf die  Raketen, die am Freitag aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen wurden und sechs Menschen verletzt haben. Trotz dieser Angriffe hat Israel den Grenzübergang offen gelassen, um weiterhin Produkte nach Gaza einzuführen. Die Demonstranten verlangten eine härtere Gangart der Regierung gegen die anhaltenden Angriffe aus Gaza und das dem Raketenhagel ein Ende gesetzt wird. Am Abend zuvor hatten Einwohner des Südens eine Demonstration in Tel Aviv abgehalten, bei der sie ebenfalls eine härtere Reaktion auf die Angriffe aus Gaza forderten.  mehr Informationen

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