Frage an die muslimische Welt aus Kuwait

In einem in Kuwait veröffentlichten Zeitungsartikel konfrontiert eine Autorin ihre Leser mit der Vorstellung, dass Christen zu Terroristen im Nahen Osten werden – und will damit aufrütteln.

„Stellen wir uns vor, junge Menschen aus dem Westen würden hierher kommen und auf unseren öffentlichen Plätzen Selbstmordanschläge im Namen des Kreuzes verüben.“ Mit diesen Worten zeichnet die saudi-arabische Journalistin Nadine Al-Budair ein Bild, dass die Leser der Artikel der kuwaitischen Zeitung „Al-Rai“ zum Nachdenken anregen soll. Sie will provozieren – Menschen aufrütteln. Sie fordert auf, islamistische Gräueltaten zu verurteilen.

In dem Zeitungsartikel, den das Institut für Medienforschung im Mittleren Osten (MEMRI) in Auszügen veröffentlichte, beschreibt Al-Budair, der Leser solle sich vorstellen, wie christliche Priester über Lautsprecher Muslime als „Ungläubige“ bezeichnen und davon singen, dass Gott ihren Tod verlange.

«Stellen wir uns vor, zwei Wolkenkratzer stürzen in einer arabischen Hauptstadt zusammen und eine christliche Extremistengruppe, die eine Jahrtausende-alte Tracht trägt, bekennt sich zu diesem Anschlag und fordert gleichzeitig, dass christliche Lehren nach ihrem Verständnis hier so angewendet werden und dass wir hier so leben sollen, wie es zur Zeit von Jesus und seinen Jünger war. Und sie würden fordern, dass die Erlasse christlicher Leiter umgesetzt werden

Nadine Al-Budair schreibt weiter: «Stellen wir uns vor, die Stimmen von Mönchen und Priestern würden von Kirchtürmen und Gebetshäusern überall in der arabischen Welt erschallen. Über die Lautsprecher würden Anschuldigungen gegen Muslime verschrien, sie würden «Ungläubige» genannt und es würde heissen: ‚Gott, lösche die Muslime aus und besiege sie alle!‘».

«Was würdet ihr tun, wenn eure Religion jeden Sonntag öffentlich verflucht würde, so wie es unsere Imame jeden Freitag aber auch an den anderen Tagen tun?»

Ausserdem fragte sie, was dem Leser durch den Kopf gehen würde, wenn Studenten in Amsterdam, London oder New York als Teil des Unterrichtsstoffs vermittelt erhielten, dass Muslime Ungläubige seien und dass es ein Heiliger Krieg sei, sie zu töten, der mit Jungfrauen im Paradies abgegolten wird.

Die in Katar lebende Journalistin gibt zu bedenken, was passieren würde, wenn arabische Staaten westliche Migranten aufgenommen, ihnen Bildung und Gesundheitsversorgung zur Verfügung gestellt hätten, um dann im Gegenzug von einigen im Namen ihrer Religion getötet zu werden.

Sie glaubt, dass die Toleranz gegenüber Muslimen im Westen unter anderen deshalb schwindet, weil sich die Mehrheit der Muslime weigert, sich mit dem Problem des islamischen Extremismus ernsthaft auseinanderzusetzen. „Es ist seltsam, dass wir andere verurteilen, anstatt uns beim Rest der Welt zu entschuldigen“, schreibt sie.

Die Journalistin lobte anschliessend den Westen, der Migranten aus dem Nahen Osten aufgenommen hat, ihnen Jobs, Bildung und Zugang zum Gesundheitswesen geboten hat – obschon er dann später attackiert wurde.

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