Ex-Muslime der Schweiz wehren sich gegen Scheich Al Arifi

Der Verein der Ex-Muslime Schweiz bewundert und unterstützt die Freiheitsrechte in der Schweiz. Parteien, Bürgerorganisationen und Individuen sind frei darin, ihre Meinungen zu äussern. Die Schweiz ist geprägt durch ein Umfeld, dass die Achtung aller politischen und religiösen Überzeugungen gewährleistet.

Deshalb sind wir in Sorge darüber, dass die Redefreiheit von jenen missbraucht wird, die damit Hass und Aufrufe zur Gewalt verbreiten möchten, die die Menschenrechte und die menschliche Würde, wie sie in der Schweizer Verfassung und in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte niedergeschrieben sind, verneinen und bekämpfen.

Wir waren überrascht, als wir die Liste der Redner studierten, die der Islamische Zentralrat der Schweiz (IZRS) zu seiner Jahreskonferenz am 15. Dezember 2012 im Forum Freiburg einlädt. Die Liste enthält viele wahabitische und salafistische Persönlichkeiten, die für ihre extremistischen Ansichten bekannt sind und die die Rechte von Frauen und von Minderheiten bekämpfen.

Einer der Stargäste der Veranstaltung ist der Saudische Scheich Muhammed Al Arifi, der durch seine umstrittenen Fatwas und durch seine Aussage während eines TV-Interviews bekannt wurde, im Islam gebe es kein Mindestalter für die Verheiratung junger Mädchen. Weiter behauptete er im Fernsehsender Al-Rissala, der von der saudischen Religionsbehörde finanziell unterstützt wird, westliche Frauen würden Hunde und Esel heiraten und 54 Prozent der dänischen Frauen wüssten nicht, wer die Väter ihrer Kinder seien. Wir verurteilen diese rassistischen und sexistischen Aussagen.

In seinen Fernsehauftritten erteilte Al Arifi mittels Textstellen aus islamischen Schriften muslimischen Männern Unterricht, wie sie Frauen am besten schlagen können. Wir verurteilen diese gewalttätigen Aussagen.

Am 10. April 2010 rief Al-Arifi im saudischen Fernsehen zur Ermordung von Juden auf. Wir verurteilen diese hasserfüllten und antisemitischen Aussagen.

Diese Haltungen dürfen in der Schweiz niemals toleriert werden.

Deshalb erklären wir das Folgende:

• Wir wehren uns dagegen, dass Scheich Al Arifi auf Schweizer Boden öffentliche Vorträge halten darf.

• Wir rufen die Schweizer Behörden dazu auf, zu intervenieren und diese Auftritte zu verhindern.

• Wir möchten die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass Al-Arifi und andere salafistische Hassprediger die Integration der Muslime in der Schweiz zu verhindern versuchen und die friedliche Koexistenz verschiedener Religionsgemeinschaften in der Schweiz gefährden.

• Wir fordern vom Islamischen Zentralrat der Schweiz, die Einladung von Scheich Al-Arifi zu wiederrufen.

Kacem El-Ghazzali, Präsident des Vereins der Ex-Muslime Schweiz

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